Sibylle Berg, die Bratze vom SPIEGEL

Will man ihr auf dieselbe polemische Art antworten, welche sie in ihrer Kolumne benutzt, kann man es kurz machen: Sibylle Berg provoziert nicht nur durch ihr Äußeres, sondern auch durch ihre Äußerungen, die einen fragwürdigen Charakter durchscheinen lassen. Die Eiseskälte, mit der sie aktuell dazu auffordert, die Abtreibung ungeborener Kinder tatenlos hinzunehmen, scheint einem bereits aus den empathielosen Augen anzublicken.

Für Werterelativisten wie Berg ist es anscheinend gleich, ob man sein eigen‘ Fleisch und Blut durch einen Abtreibungsschlauch zerfetzen oder sich ein Piercing stechen lässt.

Anders sieht es freilich aus, wenn jemand eine abweichende Meinung vertritt. Dann verlieren die vermeintlich Toleranten schnell ihre aufgesetzte Gelassenheit, geraten in Panik und wünschen ihren Widersachern wütend einen „riesengroßen Kuhfladen auf den Kopf und Räder an die Füße genagelt“.

Auf „Spiegel Online“ schreibt Berg:

Warum spielen sich Menschen eigentlich als Richter über die Gebärmutter ihrer Nachbarin auf? Die eine Frau bringt ein Kind auf die Welt, die andere treibt ab. Falls Sie es noch nicht gewusst haben sollten: Es gibt kein Recht auf Lebensherstellung. (…)

Die Selbstgerechtigkeit des Einzelnen wird zur Pest, wenn sich aus ihm Gruppen ähnlich Denkender bilden. So entsteht jeder Dreck auf der Erde und der besonnene Mensch, der ab und zu kurz Luft holt, wenn er sich wieder einmal überlegen wähnt, denkt: Gebärt doch, ihr Bratzen! Lasst Kinder aus euch rausflutschen, dass es nur so kracht. (…) Aber tut es doch einfach still, und lasst andere Menschen mit eurem Hobby in Ruhe. Lasst andere die Pille nehmen, abtreiben, nicht gebären, es ist doch nicht euer verdammtes Problem. Es gibt keinen vernünftigen Grund, die Erde weiter zu bevölkern, es gibt kein Grundrecht auf Lebensherstellung. (…)

Belehrende Religiöse, ich wünsche euch riesengroße Kuhfladen auf den Kopf und Räder an die Füße genagelt.

Angesichts derartiger Niederträchtigkeit zweifelt man tatsächlich einen Moment lang, ob ein „Grundrecht auf Lebensherstellung“ so sinnvoll ist. Aber eben auch nur einen Moment lang.