Die finnische Finanzministerin Jutta UrpilainenFür kurze Zeit war gestern dieser Bericht auf der Frontpage der WELT. Dort wird die finnische Finanzministerin Jutta Urpilainen (Foto) zitiert, die laut über einen Austritt aus der Euro-Zone nachdenkt. Die Sozialdemokratin ist keine südländische Sprücheklopferin, die alle paar Tage/Stunden/Minuten ihre Meinung ändert, sie wird eher als bedächtig angesehen. Ihr Wort hat Gewicht und üblicherweise sagt sie nur was, wenn sie ihre Regierung hinter sich weiß. Dementsprechend haben dann auch die Finanzmärkte reagiert. Finnland ist eines der letzten Länder in der Euro-Zone mit AAA-Bewertung. Verständlich, dass sie diesen Status nicht verlieren wollen.

Natürlich wurde ihr Ausspruch umgehend entsprechend interpretiert und dementiert, dass ja alles nicht so gemeint sei und dass sie falsch verstanden wurde. Die üblichen Verdächtigungen eben. Es ist aber wohl wert, sich einmal über einen Ausstieg Finnlands aus der Euro-Zone Gedanken zu machen. An einen Austritt Griechenlands, Italiens, Spaniens, Portugals, Frankreichs ist ja wohl eher weniger zu denken, jedenfalls nicht, solange sie noch Länder mit guter Bonität abzocken können. Und dass der Euro nichts mit vernünftigem Finanzwesen zu tun hat, wird dem aufmerksamen Bürger von Tag zu Tag klarer. Der Euro war wohl von Anfang an als Instrument zur Umverteilung konzipiert, was auch durch die Mitgliedschaft Griechenlands verdeutlicht wird.

Was passiert aber, wenn Finnland sich weigert, Schulden von Pleitestaaten und –banken zu übernehmen und aus dem Euro ausschert, auch um seine AAA-Bewertung zu erhalten? Zuerst wird es wohl zu einer Aufwertung der Finnmark kommen, die zwar Exporte erschwert, aber Rohstoffimporte stark verbilligt. Dann kann man sich auch mal die Frage stellen, ob denn ein übermäßiger Export für ein Land überhaupt so sinnvoll ist. Zumal wenn dieser von den importierenden Ländern nicht bezahlt wird, wie das gerade bei uns abläuft, wo deutsche Firmen jahrelang nach Griechenland exportiert haben und die deutschen steuerzahlenden Bürger jetzt die Schulden der Griechen übernehmen. Einen wirtschaftlichen Schaden kann ich jedenfalls nicht erkennen, zumindest nicht für die Finnen. Die Verwaltung der modifizierten finnischen Zentralbank wird sich auch wohl eher verbilligen als verteuern.

Was aber besonders interessant wird, wenn Finnland ausschert, ist die Wirkung auf die anderen verbliebenen Länder mit AAA-Rating. Die können dann sehen, dass ein Austritt nicht zum Bankrott führt, jedenfalls dann nicht, wenn man ihn früh genug durchzieht. Das könnte dort zum Nachahmen animieren, wo es noch vernünftige Politiker gibt, wie in den Niederlanden und Österreich. Und für unsere Regierung wäre es dann immer schwerer, den Verbleib in der Euro-Zone zu rechtfertigen, ohne eigenes Totalversagen zuzugeben. Obwohl, wir haben gelernt, dass unsere Regierung in der Lage ist, jeden Mist schönzureden.

Die Hoffnung stirbt zuletzt und im Moment hat uns die finnische Finanzministerin etwas Hoffnung gegeben. Sollte sie der Auslöser sein, der diesen unsäglichen Euro-Mist abstellt, wäre es angebracht, dieser Frau ein riesengroßes Denkmal zu bauen. Entweder neben der Siegessäule in Berlin oder neben Wilhelm am Deutschen Eck in Koblenz!

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62 KOMMENTARE

  1. Ein Umdenken beim Thema Euro, EU oder mohammedanische Massenzuwanderung wird freiwillig in Deutschland niemals erfolgen. Deutsche Politiker sind angetreten, um diesen Land komplett abzuwickeln, aber nicht um Schaden vom Volk abzuwenden.
    Solange das Volk sich blenden läßt, ihre Peiniger (politisch) unterstützt, verdient dieses Land auch nichts anderes als den Untergang! (siehe dazu die linke Iranerin Ferdos Forudastan als Bundespräsidentsprecherin)

  2. Onnea matkaan Suomi! Überhaupt, wenn ein anderes Land als erstes diesen Schritt macht, wird es für Deutschland sogar einfacher sein, sich ebenfalls zurück in die monetäre Selbstbestimmung zu begeben. Dann kann man nämlich mit dem Finger von sich weg zeigen und sagen „Wir haben ja nicht damit angefangen…“ (Das ist nicht sarkastisch gemeint.)

  3. NTV schreibt eh nur Hartz4 Nachrichten und Gefälligkeitsjournalismus. Dieser Lapsus dokumentiert eindeutig, dass sie nicht in der Lage sind, Berichte zu recherchieren, sondern lieber Agenturmeldungen abschreiben. Wenn sie dann doch mal selber was von sich geben, kommt so eine gequirlte Ka..e dabei raus. Ein Beispiel für den „Doitschen Djschurnalismus“.

  4. #4 Westzipfler (07. Jul 2012 13:53)

    War NTV nicht Sandra Maischbergers letzter Arbeitgeber bevor sie beim DDR-Fernsehen 1 anfing? 🙂

  5. In Deutschland wird man behaupten, der gesamte Export würde bei einem Euro-Austritt zusammenbrechen – und damit der Arbeitsmarkt. Das „Argument“ wird man über Bild und andere MSM schnell und weit verbreiten und damit jedes Nachdenken über einen Euro-Austritt im Keim ersticken. Sollte sich dennoch Widerspruch regen, wird die Nazikeule rausgeholt. Diese blonde Frau da oben passt genau in das Beuteschema unseres Wächterrats.

  6. Ich denke die Frau hat *Eier* und wird auch das durch ziehen, was sie ankündigt.
    Ich hoffe das tolle EU-Europa zerfällt so schnell wie möglich wieder.
    Kann diese Krankheit kaum ertragen…….

  7. Kein Wunder, denn die Finnen fühlen sich nach dem Euro“Rettungs“gipfel von Monti vera.scht!

    Gipfel-Beschlüsse: Finnland bezichtigt Mario Monti der Lügek

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/07/gipfel-beschluesse-finnland-bezichtigt-mario-monti-der-luege/

    Keine Spanien-Rettung: EU räumt erstmals Scheitern des Gipfels ein

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/07/keine-spanien-rettung-eu-raeumt-erstmals-scheitern-des-gipfels-ein/

    Zur Finanzministerin kann man nur sagen, glückliches Finnland. Gegenüber unserer deutschen vergrämten deutschen Polit-Furien ist die Finnin eine echte Augenweide. Hübsch, intelligent, und auf das Wohl des finnischen Volkes bedacht. Also gas ganze Gegenteil von deutschen PolitikerInnen. Einziger Nachteil, sie hat Sozialismus, aber Sozialismus ist ja heibar. 🙂

  8. die gute Jutta soll nicht drohen, sonderjn es tun: raus aus dem Euro. Fangen die Finnen damit an, werden Nachahmer kommen, zuallerletzt die von Mutti geführten deutschen Dummbatzen. Finnland wird dann in die Geschichte als geniales Volk eingehen, welches als erstes den Ausstieg aus den utopistischen Kleinkinderträumen der europäischen ‚Eliten‘ mit KBW/SED Werdegang vollbrachte.

  9. #6 Eurakel

    Ja ja Allianz, unser Export wird zu teuer, blablabla. Aber die Ersparnisse für die Industrie werden gerne vergessen. 130 Milliarden gibt Deutschlands Verbraucher u. die Industrie allein für mineralische Rohstoffe aus, und für Öl u. Gas 87 Milliarden! Macht gut 220 Milliarden Euro, wenn wir davon 30% sparen bringt uns das 60 Milliarden! Reichlich Geld um die Exporte zu verbilligen, und vor allem um die Binnenkonjunktur anzukrbeln.

  10. von Wirtschaft habe ich keine Ahnung, habe aber mal Finnen kennengelernt die mir erklärten das ihr land ‚ von anfang an sehr froh war‘ mit der einführung des Euros im Gegensatz zu anderen Ländern die ihre alte Währung hinterher trauerten.

    Die Finnen haben eine ganz andere Geschichte als wir mit einem Russischen Weltmachtsriesen als direkten Nachbarn vor dem sie sich immer fürchteten, die Nachwirkungen des Winterkrieges, Russland zwang die Finnen Produkte zu kaufen (importieren) die sie garnicht haben wollten und dann gibt es dort noch einen Konflikt wegen eines grossen stückes Landes das die Russen anexiert haben (?)
    jedenfalls Russland (damals Sovietunion) war wie ein elastischen Band das steht’s an ihnen zog und von dem sie sich nie wirklioch befreien konnten, und dann kam irgendwann die Mitgliedschaft in der EU sowie Jahre später die einführung des Euros, für die Finnen das perfekte Symbol um sich endlich vom unbeliebten Nachbarn abgrenzen zu können.

    Leider hat alles seinen Preis, ich will nicht wissen wieviel Milliarden auch die Finnen in den Süden überweisen müssen ?

  11. „….Finnland ist eines der letzten Länder in der Euro-Zone mit AAA-Bewertung…..“

    …ausser Deutschland, Niederlande, Luxemburg, Großbritannien, Dänemark und Schweden .

  12. #16 Sebastian (07. Jul 2012 15:15)
    “….Finnland ist eines der letzten Länder in der Euro-Zone mit AAA-Bewertung…..”

    …ausser Deutschland, Niederlande, Luxemburg, Großbritannien, Dänemark und Schweden .

    Großbritannien, Schweden und Dänemark sind jetzt auch im Euro? Das ging aber schnell.

  13. #1 Wilhelmine (07. Jul 2012 13:42)

    Haha, nt-v hat auch darüber berichtet und diese Journalistentrottel von n-tv wissen noch nicht einmal das Finnland die Finnmark und keine Kronen hatte!

    Vielleicht verwechseln sie Finnland und Estland?

    Denn auch aus Estland droht Ungemach: das estnische Verfassungsgericht beschäftigt sich mit der Verfassungsmässigkeit des ESM. Auf Antrag des unabhängigen(!) Rechtskanzlers – so funktioniert Demokratie!

    Die Entscheidung dazu wird am 12.Juli fallen – also in wenigen Tagen:

    http://www.europeonline-magazine.eu/estland-urteil-ueber-euro-rettungsschirm-esm-am-12-juli_218465.html

  14. Könnte Frau Urpilainen nicht auch die Finanzpolitik in Deutschland übernehmen?
    Schäuble würden wir dann seinen geliebten „Märkten“ schenken. Er kann dort dann jede volle Stunde den aktuellen Kurs verkünden….

  15. Ich muss hier mal was zurechtrücken.

    Das Verdienst gegen den Euro verdient nicht die derzeitige Ministerpräsidentin, sondern Timo Soini von den wahren Finnen.

    Zur Erinnerung: die Wahren Finnen haben in der letzten Wahl ihre Stimmen von 4% auf 19% gesteigert. Die Regierung wurde nur möglich, weil sich alle anderen Pro-Euro-Parteien verbündet haben und die wahren Finnen ausgeschlossen haben. Aber das Volk denkt halt anders. Überall wo es eine Opposition gegen den Euro gibt, ist der Euro-Wahn für die Regierenden schwer durchzusezten. Sie wissen: spätestens in den nächsten Wahlen hätten die wahren Finnen die absolute Mehrheit. Eine Regierung ohne sie wäre nicht möglich.

    Und noch was. In den Niederlanden ist im September Wahl. Und Wilders möchte den Euro auch nicht. Er hat, als Finnland Sicherheiten für Griechenkredite verlangt hat, auf Gleichbehandlung der Niederlande bestanden.

    Für den Euro gehts bergab. Die Anleihemärkte sehen das ähnlich. Alle flüchten in Deutsche Bonds. Würde der Euro überleben, wäre das falsch, denn Deutschland müsste haften. Die Märkte gehen also von einem Zerbrechen der Eurozone aus.

  16. @Jaques NL

    Es ist richtig was sie schreiben. Die Finnen sin das einzige skandinavische Land im Euro. Und warum: aus Angst vor den Russen.

    Und nun sind sie vom Regen in die Traufe gestiegen. Sie sind Mitglied der Reparationswährung geworden. Und da möchten sie wieder raus. Sie beneiden die Norweger, die Schweden und die Dänen.

    Die Deutschen können aus dem Euro nicht raus, aber wenn die Finnen und die Niederländer raus wollen ist das Ganze nicht mehr zu halten. Es geht nicht mehr lange….

  17. eine partei, wie die wahren finnen, wäre auch in
    deutschland dringend nötig!

  18. @ Tiefseetaucher

    Die FAZ ist armsehlig.

    Das schäfste was ich bis dato gelesen habe ist die Konfontation der Aussage von Schäuble und Merkel mit ihrer Aussage, es würde mit ihnen keinen ESM geben. Sie haben sie der Lüge bezeichnet.

    Dann gibt es noch ein paar Interviews mit Issing und eines mit Sarrazin.

    Da der Wind sich dreht, wird die FAZ etwas Eurokritischer. Das Feuilleton ist aber noch stramm Pro-Euro.

    Es gibt keine ernstzunehmende Wirtschaftsseite in Deutschland gegen den Euro: FAZ, FTD, und Handelsblatt – alle dafür. Spiegel und Sueddeutsche sowieso.

    Wiwo und Focus und neuerdings Bild sind da kritischer….

  19. „Was passiert aber, wenn Finnland sich weigert, Schulden von Pleitestaaten und –banken zu übernehmen und aus dem Euro ausschert, auch um seine AAA-Bewertung zu erhalten?“
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Was passiert ? Nun Manuel Barroso schickt dann wohl Eu-Truppen nach Finnland. Wie , welche und wieviele; Euro-Gendfor sind doch nur ein paar Leutchen werdet Ihr sagen. Nun das macht die Eu-Kommision über die ach so humane „Flüchtlingspolitik“, in dem Finnland nun in Zukunft überproportional viele mohammedanische
    Eindringlinge (Entschuldigung, arme bedauernswerte Flüchtlinge ) aufnehmen MUSS!!
    Die beginnen dann mit mit Ihrer Bereicherung
    und Finnland hat dann andere Probleme als den Euro.
    ——————————————-
    „Die Hoffnung stirbt zuletzt und im Moment hat uns die finnische Finanzministerin etwas Hoffnung gegeben.“
    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
    Vergessen Sie es, diesen Unfug werden wir bis
    zum bitteren Ende, auch unter stetig steigenden Zwang ertragen müssen. Diese
    Verräter in den Schwatzbuden (entschuldigung,
    Parlamenten) werden erst zum Schluß die Folgen Ihrer Politik zu schmecken bekommen. Bis dahin kann man den Michel noch ein bisschen piesacken und gut leben.

  20. #13 BePe

    Genau, wenn man all das viele Geld in Wirtschaftssubventionen gesteckt hätte (zum Abfedern der angeblich so gigantischen Export-Risiken), stünde Deutschland heute erstklassig da.

    Lieber aber geht man aber dusselig den Weg der „europäischen Integration“ und steckt das Geld in die Pleitekandidaten unter den Banken und Staaten.

    Wer das aber kritisiert, ist „Anti-Europäer“ oder „Nazi“.

    Jeder Kommunist kann heutzutage in dieser Republik seine Fresse aufreißen und für „solidarische Umverteilung“ werben. Aber wehe, du sagst, dass du für Marktwirtschaft bist…

  21. #23 Woolloomooloo

    Blödsinn! Bild und Focus sind streng Pro-Merkel. FAZ, FTD und DMN sind die einzigen vernünftigen Blätter zum Thema Euro. Vielleicht lesen Sie bei der FAZ auch ab und zu mal in der Rubrik „Recht“ anstatt nur die Leserkommentare.

  22. Die Finnen wissen, wie man Politik macht.

    Als einziges Land der Eurozone haben sie es beim letzten Schuldenschnitt Griechenlands auch geschafft, sich collateral zu holen.

    Das haben sie jetzt beim ESM wieder gemacht. Deshalb muss man diese Androhung mit Austritt auch in dem Zusammenhang sehen.

    Ein bisschen Zuckerbrot und Peitsche hat ihnen bisher gut gedient.

    Laender wie F & BRD stimmen dem dann immer zaehneknirschend zu, weil Finands prozentualer Anteil halt klein ist – aber man will sie aus politischen Gruenden dabei haben.

    Natuerlich…falls wir das machen wuerden waeren wir die Nazidiebe, die sich mal wieder das Gold Europas aneignen wollen. Da waer das Geschrei gross…

  23. Es spielt doch überhaupt keine Rolle, ob sämtliche anderen Länder aus dem Euro ausscheren und sich auch sonst nicht den Teufel drum scheren, was sie da eigentlich unterschreiben haben. Im Gegenteil sogar alles dran setzen, jede Minute dutzendfach gegen den Vertrag zu verstossen. Angie und auch Schräuble haben viel zu viel Angst, dass man ihnen auch nur den kleinsten Verstoss nachsagt und sie als Nazi bezeichnet. Die werden doch bestimmt nicht austreten. Auch wenn wir dadurch auf Jahrzehnte hinaus von allen anderen ausgeblutet werden.

    #5 Westzipfler; Ntv ist RTL, Bertelsmann. Was erwartest du denn anderes von denen.

    #7 Eurakel; Ein dementsprechender Artikel war erst vor ein paar Tagen im Handelsblatt wimre zu lesen. Darin wurde behauptet, wenn wir ausdem Euo austräten, dann würden wir, da wir ja dann vertragsbrüchig würden, die bisher schon bezahlten 2 Billionen € nie mehr wiedersehen. Jetzt mal davon abgesehen, dass das, wahrscheinlich hanebüchener Unsinn ist, geh ich eher davon aus, dass wir dieses Geld ohnehin nie mehr wiedersehen, ganz egal ob wir im Euro, der Nato, dem Briefmarkenzüchter verein oder sonstwo bleiben. Bloss wenn wir jetzt rausgehen, dann sparen wir uns die 2 Bio, die in den nächsten paar Jahren fällig werden, die wir nebenbei auch niemals wiederkriegen.

    #15 Alexanderplatz; Wieso Flaschen, wir haben doch Lumpen.

  24. #8 Raubgraf (07. Jul 2012 14:06)

    „Ich denke die Frau hat *Eier* und wird auch das durch ziehen, was sie ankündigt.
    Ich hoffe das tolle EU-Europa zerfällt so schnell wie möglich wieder.
    Kann diese Krankheit kaum ertragen…….“
    ———————————————-

    Ich auch nicht. Das zehrt und keine Heilung in Sicht!

  25. #27 Eurakel

    Die erste Breitseite gegen Gr stammt aus dem Focus – schon vergessen. In Gr gabs dazu sogar eine Gerichtsverhandlung. Seither sind viele eurokritische Beirtäge erschienen.

    Die FTD ist eine Lachnummer. Erst hat mich auch gewundert, das ein Wirtschaftsblatt so kommunistitsch argumentiert. Münchau darf dort schon lange sein Unwesen treiben. Die FTD ist halt der Wirtschaftsarm des linken Stern und Handelsblatt der der Zeit.

    Schauen sie mal ins Impressum, da werden die Beiträge dann verständlich.

    Ein Lichtblick heute im Handelsblatt der Gastkommentar von Heinrich Weiss:
    Haftungsunion gefährdet Deutschlands Wohlstand

  26. #23 Woolloomooloo (07. Jul 2012 16:44)
    @ Tiefseetaucher

    Die FAZ ist armsehlig.

    Dann lesen Sie bitte mal die zahlreichen Berichte und Kommentare von Mitherausgeber Holger Steltzner. Steltzner ist inzwischen einer der kritischsten deutschen Journalisten überhaupt was Merkel, Schäuble, die Brüsseler Eurokraten und den Euro betrifft. Das ist nicht armselig, sondern allererste Sahne! Und die Leserkommentare zu den Artikeln über diese Themen sind zu 95 % politisch unkorrekt. Die FAZ, zumiondest der Wirtschayftsteil, ist derzeitig die „Keimzelle“ des Widerstandes gegen die Merkel-Politik in Sachen Euro-„Rettung“.

    Dürftig sind in der FAZ allenfalls die Kommentare des noch immer Merkel-treuen Günther Nonnenmacher, seines Zeichens auch Mitherausgeber. Der Mann schwelgt nach wie vor weltfremd im typisch deutschem Idealismus und meint, wir müssten mit „gutem Beispiel“ vorangehen und die Welt bzw. Europa beglücken. Doch dafür bekommt er auch reichlich Kommentatorenschelte.

    Steltzner aber ist große Klasse. Lesen Sie mal das inklusive der Kommentare:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/schuldenkrise-euro-empoerung-11812610.html

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/kommentar-in-der-euro-haftung-11804435.html

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wolfgang-schaeuble-rosa-vision-11797887.html

    Auch Rainer Hank wird immer besser, z.B.:

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/europaeische-schuldenunion-zentralwahn-11805165.html

  27. noch ein Nachtrag zu Heinrich Weiss, dem Ex-BDI-Chef, dessen Nachfolger gar nicht Pro-Euro genug sein können.

    Der immer wieder gehörte Vorwurf, der Euro wurde als Preis der Wiedervereinigung gezahlt, wird dort bestätigt:

    Zitat aus dem Gastkommentar:
    Als ich 1991 als BDI-Präsident mit meinem französischen Kollegen, dem Chef des Patronats, das Thema besprach, wies dieser mich in aller Offenheit darauf hin, dass Deutschland hier den Preis für die französische Zustimmung zur Wiedervereinigung zu bezahlen habe: „Wir möchten die Deutschen langfristig an der Finanzierung der riesigen ungedeckten Pensionslasten im französischen Staatshaushalt beteiligen.“

  28. #23 Woolloomooloo (07. Jul 2012 16:44)
    @ Tiefseetaucher
    Die FAZ ist armsehlig. Wiwo und Focus und neuerdings Bild sind da kritischer…

    Sorry, aber das stimmt definitiv nicht. Am Euro-kritischsten ist die Sparte Wirtschaft der FAZ. Googeln Sie bitte nach den Artikeln von Mitherausgeber Holger Steltzner und von Rainer Hank, auch Werner Mussler, FAZ-Korrespondent in Brüssel, schreibt kritisch und alles andere als regierungstreu. Der Kommentarbereich ist im Übrigen längst zum Sammelbecken der Euro- und Eurokratur-Gegner geworden.

  29. #31 Tiefseetaucher

    Sie haben recht, die Tendenz der FAZ geht in die richtige Richtung und Hank und Stelzner sind, neben Heike Göbel, die Besten.

    Aber sehen sie sich die heutige Seite an:
    Der Aufmacher: gebt Souveräntität ab und Brüderle verlangt mehr Griechengeld.

    Zudem kürzlich: Warum wir unseren Gr. Brüdern helfen müssen.

    Nein, nein da fehlt die Schärfe. Ein sehr guter Kommentator „covenants“ hat auch das Handtuch geworfen…

  30. #35 Tiefseetaucher

    Die erste zaghafte Kritik hat man in der FAZ von dem ehemligen EZB-Chefvolkswirt Issing in der FAZ gelesen, als die Griechenhilfe anfing.

    Die Büchs der Pandora wäre jetzt geöffnet. Damals habe ich einen Kommentar geschrieben, dass diese Kritik zu nichts führen wird. Vielleicht noch über google zu sehen.

    Es ist einfach dagegen zu polemisieren. Die Spekulanten wollen den Euro verstören und das lassen wir nicht zu. Und Deutschland hat eine besondere Verantwortung etcpp.

    Die besten Beiträge kamen von covenants.

    Aber ich lese das nicht mehr. Es ist zwecklos immer wieder Kommentare zu schreiben.

    Die einzige Rettung wird vom Markt kommen – er und nicht die Politiker wird den Euro abschaffen. Leider über den Weg der Pleite und der Währungsreform.

    Meine Rechnung: nach dem ersten Weltkrieg hat es von 1918 bis 1923 zur Hyperinflation gedauert. Nach diesem Zeitplan ist nächstes oder übernächstes Jahr Schluss, wenn Finnland oder die Niederlande nicht vorher dem Ganzen ein Ende bereiten.

  31. Ich kann nur wünschen, dass Finnland austritt. Ohne wenn und aber. Und dass dieses ganze linke Konstrukt, oder auch Fehlgeburt, möglichst bald in sich zusammenfällt. Je eher, desto besser! Dieser linke, skrupellose Machtapparat, der Deutschland nur Schaden zufügt und seine Stammbevölkerung drangsaliert, diskriminiert, verhöhnt gegenüber den in Massen zugeanderten Migrantenströmen, denen der Aufenthalt hier förmlich vergoldet wird, während der Deutsche um sein Recht immer mehr kämpfen muß! Diese Art der Bevorzugung muß beendet werden! Dieses linke Monstrum ist verheerend für Deutschland und Europa!

  32. Welch ein Segen, wenn Finnland das Handtuch werfen würde, damit diese EU endlich zusammenbricht.

  33. Kein Land in Sicht.
    Gollum Schäuble soll neuer EURO-Gruppenchef werden:

    „Hamburg – Eine der wichtigsten Personalfragen in der Euro-Zone könnte bald geklärt sein. Nach SPIEGEL-Informationen soll Wolfgang Schäuble neuer Euro-Gruppen-Chef werden – und damit die Nachfolge für den Luxemburger Jean-Claude Juncker antreten. Allerdings soll sich Schäuble den Posten mit seinem französischen Kollegen Pierre Moscovici im Rotationsverfahren teilen.“
    ————————————–
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/euro-gruppe-schaeuble-und-moscovici-sollen-vorsitz-uebernehmen-a-843183.html

  34. Hyvää Suomi!

    Wenn die Finnen das durchziehen, gibt es für mich noch einen Grund mehr dorthin auszureisen, und zwar ständig.

    Es ist den Finnen zuzutrauen, so einen Schritt auch unternehmen. Wenn man etwas in die Geschichte Finnlands und die Mentalität der Finnen eintaucht, sieht man daß so ein Schritt wie der Austritt aus dem Euro absolut durchführbar ist.

    Drei Ereignisse im 20. Jahrhundert fallen mir da ein:

    1. Die Unabhängigkeit Finnlands von Russland, hart in einem Bürgerkrieg erkämpft, Finnland ist dadurch seit dem 6. Dezember 1917 unabhängig. Das haben die Finnen durch ihre Beharrlichkeit geschafft.

    2. Der Widerstand gegen die Angriffe Stalin’s im Finnischen Winterkrieg. Finnland hat es der außerordentlichen Tapferkeit seiner Soldaten zu verdanken, daß Stalin Finnland nicht wieder eingemeindet hat.

    3. Die Wirtschaftkrise Anfang der 1990er Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Sowjetunion war der wichtigste Handelspartner Finnlands nach WK 2. Als die Sowjetunion zusammenbrach, kam es in Finnland zu einer Wirtschaftskrise, von der wir in Deutschland uns gar keine Begriffe machen können, dagegen waren die Krisen die wir bspw. Anfang der 200er Jahre in der BRD hatten ein lustiger Kindergeburtstag. Die Finnen sind durch eine Neuordnung ihrer Wirtschaft umso stärker aus der Krise hervorgegangen.

    All diese Krisen haben die Finnen durch überlegtes Handeln, Rationalität, Vernunft und vor allem inneren Zusammenhalt geschafft. Außerdem kam den Finnen jedes Mal ihr Nationalcharakter in Form von „Sisu“ zu Hilfe. Sisu lässt sich in etwa mit einer „besonderen Beharrlichkeit unter erschwerten Bedingungen“ umschreiben.

    Also traue ich den Finnen auch zu, aus dem Euro-Desaster relativ schadlos herauszukommen.

    Die Wirtschaft Finnlands ist ähnlich wie die der BRD stark exportabhängig, aber es werden vor allem hochwertige Produkte exportiert, in denen Finnland teils Weltmarktführer ist. Das bedeutet, dass eine aufgewertete Finnmark den Finnen nicht unbedingt schadet. Das Märchen, dass amn uns erzählt, dass unsere D-Mark zu stark sei und dann unsere Exporte in den Keller gehen, stimmt auch in Finnland nicht.

    Hinzu kommt, das Finnland „kulturell relativ unbereichert“ und dadurch noch bewohnbar ist.

    Man muss nur mit dem Wetter und der Dunkelheit im Winter klarkommen.

  35. Solcher Schritt Finnlands wäre in dieser Situation nur logisch.

    Noch andere werden folgen.

  36. #42 PI-User_HAM; Deutschland war, wie es noch die DM hatte, ewig Exportweltmeister. Kurz nach Einführung des Euro, wars damit jedoch vorbei.
    Mag sein. dass der Euro nicht die alleinige Ursache für den Niedergang der deutschen Exportwirtschaft war. Einen gewaltigen Anteil daran hat er auf jeden Fall. Ich hab schon zu DM-Zeiten nie verstanden, warum es so ein gewaltiger Nachteil ist, wenn man in DM fakturiert,schliesslich werden im Gegenzug die Importe deutlich billiger, wenn die DM stark ist.

    Und für jeden Kaufmann liegt der Gewinn insbesondere im Einkauf. An der restlichen Wertschöpfung kann er kaum was grossartig verändern. Wenn ein Auto einfach nen Tag braucht um gebaut zu werden, dann lässt sich da durch kaum ne Massnahme was verbessern. Wenn jedes Einzelteil dagegen, schneller, zuverlässiger und auch noch billiger bezogen werden kann, dann fällt dadurch mehr Gewinn an, als durch hochdrehen der Fliessbänder.

  37. #17 Alexanderplatz (07. Jul 2012 15:23)
    #18 felixhenn (07. Jul 2012 15:43)

    Hatte den Satz falsch verstanden, mein Fehler . 😳

  38. @#42 PI-User_HAM (07. Jul 2012 18:40)

    Hyvää Suomi!

    Wenn die Finnen das durchziehen, gibt es für mich noch einen Grund mehr dorthin auszureisen, und zwar ständig.

    vooooorsicht!!! keine voreiligen entschluesse fassen. auch dort gibt es ein problem mit unseren „freunden“, die sich taeglich 5x den schaedel anhauen. und bei den „paradiesischen“ zustaenden, die die nachthemdtraeger dort vorfinden, wird dieses problem im laufe der zeit sicher noch zunehmen.

    http://www.finn-land.net/finnland-news/archiv/november2009/finnland-muslime-2311093.htm

    uebrigens… was neues vom iss-lamm:

    http://www.mailmagazine24.com/islam/07-2012/islamic-law-women-dont-come-to-mosque-unless-youre-ugly.html

  39. @ #46 bright knight (07. Jul 2012 19:43)

    vooooorsicht!!! keine voreiligen entschluesse fassen. auch dort gibt es ein problem mit unseren “freunden”, die sich taeglich 5x den schaedel anhauen. und bei den “paradiesischen” zustaenden, die die nachthemdtraeger dort vorfinden, wird dieses problem im laufe der zeit sicher noch zunehmen.

    Das ist mit Sciherheit richtig, was Sie anmerken. Auch da oben gibt es Probleme mit unseren „Freunden“. Allerdings nicht so stark wie bei uns, was an den bloßen Zahlenverhältnissen liegen kann.

    Aber die Finnen sind politisch noch lange nicht so versaut wie wir in der BRD und haben sich den Stolz auf ihr Land und ihren gesunden Patriotismus bewahrt. Das liegt an der dortigen Abwesenheit von solchen kranken Gestalten wie Claudia Roth oder Volker Beck.

    Außerdem sind die Finnen lernfähig, siehe Euro-Krise und die sehen auch, was hier in der BRD mit der kulturellen Bereicherung aus dem Morgenland alles schief läuft. Darauf haben die keinen Bock und haben sich ihre Wehrhaftigkeit gegen solche Zustände wie hier bewahrt.

  40. Geil!!!!!!!!!! Das ist das Ende der europäischen Union.!!!!!!!!! Die Union ist tot!!!

  41. @ #44 uli12us (07. Jul 2012 19:11)

    #42 PI-User_HAM; Deutschland war, wie es noch die DM hatte, ewig Exportweltmeister. Kurz nach Einführung des Euro, wars damit jedoch vorbei.
    Mag sein. dass der Euro nicht die alleinige Ursache für den Niedergang der deutschen Exportwirtschaft war. Einen gewaltigen Anteil daran hat er auf jeden Fall. Ich hab schon zu DM-Zeiten nie verstanden, warum es so ein gewaltiger Nachteil ist, wenn man in DM fakturiert,schliesslich werden im Gegenzug die Importe deutlich billiger, wenn die DM stark ist.

    Hinzu kommt, daß wir in der BRD unseren Titel als Exportweltmeister zum großen auch durch die niedrigen Gehälter, die hier gezahlt werden erkämpft haben. Dadurch ist die Binnen-Nachfrage in der BRD relativ gering, trotz einer großen Volkswirtschaft mit 82 Mio. Bürgern.

    Wenn man endlich mal damit anfangen würde, die Binnen-Nachfrage hier etwas mehr zu stimulieren, bräuchte man dafür den Euro nicht.

    Dazu muss man nicht unbedingt die BRUTTO-Gehälter der Werktätigen erhöhen, sondern dafür sorgen, daß die NETTO-Gehälter wieder auskömmlich werden.

    Dafür müssen Steuern und Abgaben gesenkt werden. Zuvor muss die BRD endlich damit aufhören, das Sozialamt für den Rest der Welt zu sein und der Staat muss sich endlich wieder auf seine Kernkompetenzen beschränken, hier vor allem Sicherheit innen und außen und Bildung ohne 68er-Menschenexperimente.

    Das ist meiner Meinung nach der einzig vernünftige Weg, wenn man Deutschland noch reten will. Mir ist aber auch klar, daß dies mit dem derzeitigen politischen Personal, egal welche üblichen Parteien, einfach nicht darstellbar ist.

    Also muss erst der große Knall kommen, bevor hier die Reset-Taste gedrückt wird.

  42. Der Grossteil der Exporte geht ohnehin in nicht EU-Länder und denen dürfte es ziemlich schnurzpiepe sein, in welche Währung sie ihre gekaufte Ware umrechnen müssen. Ich habs ja schon öfters gesagt, für den geringen Vorteil, im Urlaub nicht die Preise umrechnen zu müssen, nehmen viele deutliche Steuererhöhungen in Kauf, was auf jeden Fall einiges mehr ausmacht, als die potentielle Ersparnis und ob die tatsächlich da ist, ist nicht gesagt.

  43. @ #51 uli12us (07. Jul 2012 20:28)

    Der Grossteil der Exporte geht ohnehin in nicht EU-Länder und denen dürfte es ziemlich schnurzpiepe sein, in welche Währung sie ihre gekaufte Ware umrechnen müssen. Ich habs ja schon öfters gesagt, für den geringen Vorteil, im Urlaub nicht die Preise umrechnen zu müssen, nehmen viele deutliche Steuererhöhungen in Kauf, was auf jeden Fall einiges mehr ausmacht, als die potentielle Ersparnis und ob die tatsächlich da ist, ist nicht gesagt.

    Exakt! Genauso, wie Sie sagen ist es.

    Könnten Sie mir einen Gefallen tun?

    Erzählen Sie das bitte mal dem Bundeshosenanzug in Berlin und deren Gollum auf Rädern. Richten Sie einen schönen Gruß von mir aus. 😉

  44. Wäre Finnland schlau, träte es komplett aus der EU aus. Mit Norwegen und Schweden könnte es eine eigene starke Gemeinschaft bilden.
    Skandinavien könnte sogar noch Dänemark und die Baltischen Länder mit ins Boot holen.

    Dieser ganze Nordische Block müßte sich wirtschaftlich keine Gedanken mehr machen.

  45. #38 UP36 (07. Jul 2012 18:24)

    Ich kann nur wünschen, dass Finnland austritt. Ohne wenn und aber. Und dass dieses ganze linke Konstrukt, oder auch Fehlgeburt, möglichst bald in sich zusammenfällt.

    Volle Zustimmung. Leider wird es so schnell nicht dazu kommen.

    Die Äußerungen von Frau Urpilainen haben genau einen Zweck: Sie sollen Finnland bessere »Sicherheiten« bringen, wie dies schon bei der sogenannten Griechenlandrettung der Fall war.

    Wir dürfen also letzten Endes zwischen zwei Szenarien wählen: Entweder schafft es Finnland wieder einmal, sich Pfandgegenstände zu sichern, dann fallen diese für die Deckung der fälligen Bürgschaften durch die anderen drei Nordstaaten (Deutschland, die Niederlande und Österreich) im Insolvenzfalle der betreffenden Schuldner aus, oder aber Finnland beteiligt sich gar nicht an der Stützung der maroden Banken in der Südzone, dann wird Deutschland notfalls den Anteil Finnlands übernehmen und mitschultern.

    Wie dem auch sei: Zahlen wird Deutschland in jedem Falle müssen, da die einzig sinnvolle Alternative, nämlich der Ausstieg aus dem von vornherein zum Scheitern verurteilten Währungsexperiment namens Euro, von der politischen Klasse nicht in Erwägung gezogen wird.

  46. #36 Woolloomooloo (07. Jul 2012 17:38)
    #31 Tiefseetaucher
    Sie haben recht, die Tendenz der FAZ geht in die richtige Richtung und Hank und Stelzner sind, neben Heike Göbel, die Besten.
    Aber sehen sie sich die heutige Seite an:
    Der Aufmacher: gebt Souveräntität ab und Brüderle verlangt mehr Griechengeld.
    Zudem kürzlich: Warum wir unseren Gr. Brüdern helfen müssen.Nein, nein da fehlt die Schärfe.

    Sie haben Recht, Heike Göbel schreibt auch sehr gut, die vergaß ich zu erwähnen.

    Ich finde insgesamt in der FAZ eine Menge vernünftiger Ansätze, natürlich sind gewisse Bereiche, wie etwa das Feuilleton, ziemlich links durchsetzt. Insgesamt ist die FAZ ein bildungsbürgerliches Medium – und das Bildungsbürgertum hat sich nie durch extreme Schärfe ausgezeichnet, wohl aber durch Niveau und Tiefe. Besser den Spatz in der Hand … Ich möchte nicht zuviel verlangen und freue mich eben schon über die vielen wirklich guten Artikel im Wirtschaftsteil.
    Zum heutigen Aufmacher: Das war ein Interview mit Michael Hüther, dem Chef des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft – einer der wenigen verbliebenen Merkel-Schleimer in der ökonomischen Szene. Es war korrekt, einem dieser – mir pesönlich höchst unsympathischen – Protagonisten der Gegenseite das Wort zu erteilen, nachdem die 172 Professoren zuvor umfassend gewürdigt worden waren. Immerhin hatte die FAZ dann die Eier, die vielen negativen Kommentare zu Hüther auch zu veröffentlichen, die den Mann, seine Ideologie und seine Interessen völlig zu Recht gnadenlos zerpflücken.

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissenschaftler-michael-huether-das-geld-der-sparer-ist-nicht-in-gefahr-11812087.html

  47. Guter Scherz von Michael Hüther die US-Banken mit den europäischen Hallodri-Staaten auf eine Stufe zu stellen.

  48. @#44 uli12us

    Deutschland war, wie es noch die DM hatte, ewig Exportweltmeister. Kurz nach Einführung des Euro, wars damit jedoch vorbei

    Das ist so nicht richtig Deutschland war 1986, 1987, 1988, 1990 und 2003 bis 2008 Exportweltmeister
    #51 uli12us

    Der Grossteil der Exporte geht ohnehin in nicht EU-Länder und denen dürfte es ziemlich schnurzpiepe sein, in welche Währung sie ihre gekaufte Ware umrechnen müssen.

    Nur 40% der Exporte verlassen die EU das ist nicht der Grossteil.
    https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Aussenhandel/Handelspartner/Tabellen/RangfolgeHandelspartner.pdf?__blob=publicationFile

  49. #56 ich2 (08. Jul 2012 00:27)

    Nur 40% der Exporte verlassen die EU das ist nicht der Grossteil.

    Auf EU oder nicht EU kommt es hier gar nicht an, denn daß Deutschland vom innereuropäischen Freihandel profitiert (wie im übrigen alle anderen EU-Staaten ebenso), bestreitet niemand.

    Vielmehr geht es darum, daß der Anteil der Exporte, der in die Eurozone geht, seit 1999 von 47 % auf 40 % abgesunken ist, obwohl die Eurozone seitdem von elf auf inzwischen siebzehn Staaten vergrößert wurde.

    Zum Thema Exportweltmeister Deutschland: Die Zahlen belegen lediglich zwei Dinge: einerseits, daß Deutschland sowohl mit dem weichen Euro als auch mit der harten Mark völlig problemlos Waren exportieren kann (obwohl von seiten der Politik immer wieder gern das Gegenteil behauptet wird), und andererseits, daß eine gemeinsame Währung für den Export in ein bestimmtes Zielland absolut nicht erforderlich ist, denn der Anteil der Exporte, welcher in Staaten außerhalb der Eurozone geht (dazu gehören auch zehn EU-Mitglieder wie beispielsweise Dänemark oder Schweden), nimmt laufend zu, während die Bedeutung der Eurozone für den deutschen Exportmarkt stetig sinkt.

  50. @#49 Schnitzelbrueder (07. Jul 2012 19:56)

    Wenn Schäuble „Sudoku“ spielt und Mutti „Scheich ärgere Dich nicht“, fallen denen halt immer die geilsten Finanzprodukte wie etwa „ESM“ ein. Geldgierig sind sie aber nicht mit ihren mickrigen Gehältern und Pensionen als Politiker, die würden als Berater von Banken bezüglich Finanzprodukten Milliardäre werden.

  51. Vorsicht, nicht zu früh freuen.

    Die EUdSSR wird den Finnun nun massenhaft Zugeständnisse machen, damit Finnland in der EUdSSR bleibt und nicht bewiesen werden kann, dass ein EUdSSR-Austritt durchaus zum Vorteil des austretenden Landes gereicht.

    Und zwar Zugeständnisse, die wir zu bezahlen haben.

    Nichts gegen die Finnen, die finnische Politik tut das, was sie tun soll: Aufs eigene Land schauen.

    Zumindest so lange, bis Finnland durch „Migration“ von mohammedanischen Unterschichts-Fachkräften umgevolkt und pleite ist und genauso links-alimentierungsfordernd wählt wie Frankreich und Deutschland.

  52. Darum wird ja auch Griechenland nicht rausgeschmissen. Es könnte ja sein, dass das Land sich erholt und besser dasteht, als Italien, Spanien und Portugal, die dann natürlich auch austreten wollten.

    Glück für die Finnen, wenn sie das sinkende Schiff verlassen. Dumm für uns, weil die Zahlungsverpflichtungen dann auf die restlichen verbleibenden Länder aufgeteilt werden…

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