Tunesien: Polnischer Priester geköpft

Bei der Kundgebung der FREIHEIT Bayern am 19. Mai in München kam ein polnischstämmiger Mitbürger an unseren Infostand und drückte uns seine Freude aus, dass wir über den Islam aufklären. Er erzählte uns von der erschütternden Geschichte des jungen polnischen Geistlichen Marek Rybinski, dem vergangenes Jahr in Tunesien der Kopf abgeschnitten wurde. Sein Vergehen: Er war Priester, und es wurde ihm wohl vorgeworfen, er würde christlich missionieren. Jetzt haben wir den Bericht einer polnischen Zeitung über diesen barbarischen Akt erhalten und übersetzt.

(Von Michael Stürzenberger)

Marek Rybinski aus Szczecinek ist nur 33 Jahre alt geworden. Sein Körper wurde mit einer durchgeschnittenen Kehle im Lagerraum einer von Salesianern verwalteten Schule in Manouba in der Nähe von Tunis gefunden, wo er als Ökonom gearbeitet hat. Der polnische Präsident Komorowski verlieh Rybinski nach seinem Tode eine staatliche Auszeichnung des Offizierkreuzes des Wiedergeburtsordens Polens.

In dem Artikel redet die Mutter des Priesters aus der Ordensprovinz Warschau über das fürchterliche Drama. Sie sagt trotzdem: „Ich trage keinen Haß in mir“.

„Mein Sohn fuhr nach Tunesien. Damals war das ein sehr ruhiges Land. Bevor er sich entschlossen hat, dahin zu gehen, scherzte er und sagte, dass er in den Kongo fahren wird. In dieser Zeit gab es Unruhen in diesem Land. Ich schrie ihn an, wie einen kleinen Jungen. Ich werde doch vor Angst sterben- dachte ich damals..

Tunesien bedeutet für einen Polen Sonne und Strand. Ich habe nie gehört, dass in diesem Land etwas Böses geschah. Ehrlich gesagt, wusste ich nicht mal, dass es sich hier um ein islamisches Land handelt. Und obwohl Marek davon träumte, dort zu evangelisieren, wusste ich, dass ihm das dort nicht erlaubt ist. Er wollte einfach dort sein und zeigen, was ein katholischer Priester ist.

Dann brach die Jasmin-Revolution aus, ich war sehr aufgeregt und schickte ständig SMS. Auf einmal bekam ich eine Nachricht von ihm, dass ich Ruhe geben soll, da dort nichts passiert und es bestünde kein Grund zur Sorge.“

Diese Fehleinschätzung endete für Marek Rybinski tödlich. Er glaubte wohl auch an den „arabischen Frühling“ und hoffte, dass jetzt alles friedlich und demokratisch werden würde. Er hat den Islam und seine Gewaltaffinität völlig unterschätzt. Es war sein Todesurteil.

Vatican History News hat im Februar des vergangenen Jahres über den Fall berichtet:

Unbekannte haben in einem Vorort der Hauptstadt Tunis einen polnischen Priester ermordet. Die Leiche des Salesianer-Paters Marek Marius Rybinski, dessen Alter je nach Quelle mit 33 oder 34 Jahren angegeben wird, wurde am Freitag im Lagerraum seiner Ordensschule in Manouba gefunden. Zuvor war der Pater am Donnerstagnachmittag verschleppt worden. Vor zwei Wochen hatte der Orden einen Drohbrief mit einer Zahlungsforderung erhalten, der in fehlerfreiem Französisch geschrieben und mit einem Hakenkreuz unterzeichnet worden war. Die Salesianer hatten daraufhin Anzeige bei der Polizei erstattet, die jedoch nichts unternahm.

Was das Hakenkreuz in diesem Fall zu bedeuten hat, ist schleierhaft. Christenhass von Nazis? In Tunesien? Absichtliches Legen einer falschen Spur? Oder sind es Moslems, die Hitler toll finden, weil er die Juden vergasen ließ („God bless Hitler“) und das Christentum verachtete? Das Motiv ist in dem islamischen Land wohl bei radikalen Moslems zu suchen, die in dem Priester einen Missionar sahen, der für dieses schlimme Vergehen zu töten ist. Das Kopfabschneiden hat lange muslimische Tradition, seit Mohammed in Medina 800 gefangenen Juden enthaupten ließ. Im Koran steht in Sure 47, Vers 4 als zeitlos gültiger Befehl Allahs:

Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande. Und dann entweder Gnade hernach oder Loskauf, bis der Krieg seine Lasten niedergelegt hat. Solches! Und hätte Allah gewollt, wahrlich, Er hätte selber Rache an ihnen genommen; jedoch wollte Er die einen von euch durch die anderen prüfen. Und diejenigen, die in Allahs Weg getötet werden, nimmer leitet Er ihre Werke irre.

Der Bischof von Tunis zu der grauenvollen Tat:

„Es gibt bestimmt Verbindungen zwischen diesem Mord und den Umstürzen der letzten Wochen“, sagt uns der Bischof von Tunis, Lahham Marun Elias. „Die Polizei wird uns das dann wohl sagen. Es scheint, dass in Tunesien eine islamistische Bewegung entstanden ist, die sich gegen die Nichtmuslime richtet. Diese Bewegung hat vor einer Woche auch vor der Synagoge von Tunis demostriert und gefordert, die Juden sollten gehen, weil jetzt die Armee Mohammeds komme. Die islamische Partei sagt, dass sie mit dieser Bewegung nichts zu tun habe.“

Da ist die Rede von der Ennahda-Bewegung, die Rachid el-Ghannouchi führt, übrigens eines der demokratisch-muslimischen Vorbilder vom Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz. Ghannouchi distanzierte sich natürlich auf Nachfrage von dem Mord und bezweifelt ein islamisches Motiv:

Die lange verbotene Islamistenpartei Tunesiens, „Ennahda“, verurteilt den Mord am Priester: Die Behörden sollten „erst die Hintergründe der Tat aufklären, bevor sie irgendjemanden beschuldigen“, so Parteiführer Rached Ghannouchi, der erst vor kurzem aus dem Londoner Exil nach Tunis zurückgekehrt ist. Man müsse jetzt „wachsam sein, um alles abzuwehren, was zu Anarchie in unserem Land führen könnte“. Das Innenministerium hatte in einer ersten Reaktion eine, so wörtlich, „Gruppe extremistischer, faschistischer Terroristen“ hinter der Bluttat vermutet. Der Mord war, wie eine Nachrichtenagentur formuliert, „der erste Angriff auf Angehörige einer religiösen Minderheit“ seit dem Umsturz in Tunesien vom Januar. Allerdings hatte es ja vor einer Woche bereits die Demo vor der Großen Synagoge von Tunis gegeben.

Bischof Lahham im Trauergottesdienst für den ermordeten Priester in der Kathedrale von Tunis:

„Solche Gewalt gegen Christen hat es nie gegeben in Tunesien. Marek Rybinski war seit drei Jahren in Tunesien – er hat gerade erst auf polnisch ein Buch über seine Liebe zu diesem Land veröffentlicht. Er wurde geschlachtet wie ein Lamm – natürlich ist er ein Märtyrer!“

Überall, wo der Islam ungebändigt an die Macht kommt, brechen Diskriminierung, Verfolgung, Gewalt, Terror und Mord aus. Schließlich lehrt dies alles das zeitlos gültige Befehlsbuch Allahs. Eine simple Erkenntnis, zu der man nach der Koranlektüre unmissverständlich kommt. Aber es wird wohl noch lange dauern, bis diese Botschaft über die Massenmedien verbreitet wird. Erst muss sich wohl eine Katastrophe ereignen, bevor die Medien aus ihrer selbstauferlegten Schockstarre der Political Correctness aufwachen.