“A Muslim woman … is truly a well-guarded treasure”, schwärmt die Islamapologetin und US-Konvertitin Iman Daglas und behauptet: “Islam is the first religion to give women their rights“. So oder so ähnlich lautet auch die Propaganda islamischer Missionierer wie z.B. Pierre Vogel alias Abu Hamza. Seiner Darstellung nach würden im Islam die Frauen „geehrt und beschützt.“ Auch sonst bekommt man zur Zeit in den MSM wieder den Eindruck vermittelt, die Stellung der (Ehe-)Frau im Islam sei nicht nur gar nicht so schlimm, sondern vielleicht sogar besser als im „ungläubigen Westen“. Doch wie steht es tatsächlich damit?

(Ein Essay in zwei Teilen von Coriolan)

Die einschlägig bekannten Koraninhalte wie bzgl. der Heiratsverbote (2, 221 oder 60, 10), zur grundsätzlich höheren Stellung des Mannes (Sure 2, 228), die sich schon beim doppelt so umfangreichen Neugeborenenopfer (‘aqiqa) zeigt, oder über „Frauenerziehung“ (Sure 4, 34), die dramatische Benachteiligung weiblicher Wesen beim Erbe (Sure 4, 11), als Zeugin (z.B. Sure 2, 282), bei der Eheauflösung (Sure 2, 229) wie hinsichtlich des deutlich geminderten Blutgeldes (diyya) als Entschädigung für erlittene Körperverletzung oder im Falle einer Tötung (s. Sachau, Strafrecht, §16a) etc. pp. braucht man diesem Leserkreis hierzu schon kaum jemandem mehr ins Gedächtnis zu rufen.

Interessanter wirds da schon im 12. Buch „Über sittliches Verhalten in der Ehe“ von al-Ghazali (1058-1111) – von der Stellung und dem Einfluss her etwa einem Kirchenvater im Christentum vergleichbar – aus dessen vierzigbändigen GesamtWerk „ihya`‘ulum ad-din“, nach Hans Bauer auch bekannt als „Islamische Ethik“ (deutscher Titel nicht als Contradictio in adiecto beabsichtigt!). Mit den – nach scholastischer Manier – ausführlich belegten Erläuterungen dieses Schwergewichts islamischer Gelehrsamkeit ist man dann auch als Laie sicher, bestimmt nicht irgendetwas „aus dem Zusammenhang gerissen“, „falsch verstanden oder interpretiert“ zu haben.

In Anbetracht der Lebenszeit von al-Ghazali könnte dem ein oder anderen allerdings die Frage heraufdämmern, ob denn ein derartiger „Oldie“ nicht längst veraltete Ansichten zum Besten gebe. Doch lag die sog. Schließung des bab al-idschtihad, d.h. das Ende der Bemühungen zur Ableitung der gesamten Regeln des Islamischen Rechts (abgek. I.R.), der schari‘a, aus den anerkannten vier Rechtsquellen, dem Koran, den Hadithen, dem Gelehrten-Konsens und dem Analogieschluß, schon im 9.Jh. unserer Zeitrechnung. Dieses „Tor“ wurde seither nicht (!) wiedereröffnet. Spätere Generationen gelten dazu nämlich nicht mehr für befugt. Alle Neuerung demgegenüber ist als bid‘a/Ketzerei zu werten mit den entsprechenden Folgen. So besteht auch die Tätigkeit eines heutigen Mufti bzw. islamischen Theologen nur noch darin, die bereits existierenden Regelungen anzuwenden auf die (Rechts)fragen, die Gläubige an ihn herantragen, d.i. taqlid zu üben.

Zudem steht al-Ghazali nach wie vor hoch im Kurs und gilt als Klassiker. Seine Erläuterungen zum I.R. sind wegweisend. Daher urteilt einer der „Altväter“ deutscher Islamkunde, der schon erwähnte Prof. Hans Bauer, bzgl. dessen „Ethik“, sie habe „zur Formung der islamischen Gesittung … ebensoviel beigetragen wie der vielfach unverständliche und ungenießbare Koran“ (Bauer, S.VII) und er schreibt: das Werk offenbare „wie kein zweites die Seele des Islams“ (ebda., S.VII, Fn.1). Schließlich sollte möglichst Muhammads Vorbild und dem der ehrwürdigen Altvorderen, salaf salih (daher der Ausdruck: „Salafis“ oder heute häufiger: „Salafisten“), auf die al-Ghazali immer wieder verweist, nachgeeifert werden.

Aber zur Sache: Generell braucht ein weibliches Wesen wegen ihrer a priori mangelnden geistig-moralischen Fähigkeiten ihr Leben lang einen für sie verantwortlichen, sie überwachenden, anleitenden und über sie bestimmenden Vormund, einen wali (im Vgl. zum „Gouverneur“ nur mit einem langen „i“ geschrieben). Vgl. das bekannte Hadith: „Ich habe einmal die Hölle gesehen und die meisten Ihrer Bewohner waren Frauen.“ oder: „Eine gute Frau ist unter den Frauen so selten wie ein weißbäuchiger Rabe unter zweihundert anderen.“ (al-Ghazali erwähnt des öfteren den – angeblich von Natur aus – schwachen weiblichen Verstand und üblen Charakter als allgemein bekannte und akzeptierte Tatsache innerhalb der muslimischen Gemeinde, der umma).

Bei Minderjährigen fungiert als wali in der Regel der Vater (falls verstorben: der Großvater väterlicherseits …), nach der Ehe für Frauen der Ehemann gemäß Sure 66, 6: „Bewahret Euch und Eure Familie vor dem [Höllen-]feuer!“ (al-Ghazali erklärt dazu, daß sich der walî sonst der jeweiligen, durch die Frau begangenen Sünde mitschuldig mache).

Dieser wali (auch mit dem Zusatz „mudschbir“ versehen, da er die „Schutzbefohlene“ hierzu auch zwingen kann/darf/soll), verheiratet die Frau auch. Dabei gleichen die Bestimmungen denen eines üblichen und in diesem Fall grundsätzlich zwischen Männern abgeschlossenen Kaufvertrages (inkl. Rückgabemöglichkeit bei auftretenden Mängeln!), weshalb für Ehefrauen auch nur der in ganz wenigen bestimmten Fällen eingeräumte „Loskauf“ (khul‘) eine Ehe beenden kann. Die Übergabe des Brautgeldes, des mahr, stellt dabei die Gebühr für die „Benutzung“ der Frau, vor allem in sexueller Hinsicht, dar. Gemäß einem der letzten Aussprüche Muhammads erwirbt der Ehemann mit der Heirat die Verfügungsgewalt auch über die Sexualorgane der Gattin: „Was die Frauen betrifft, …. die ihr durch die Gnade Allâhs erhalten habt, deren Schoß Euch durch Allâhs Wort zur Stelle [so viel wie: zum Gebrauch] ist.“ [Variante bei Tilman Nagel, 2008, S.333: „Die Frauen sind bei euch wie Kriegsgefangene, die über nichts aus eigener Macht verfügen. Ihr aber habt sie von Allah zu treuen Händen erhalten, dank seinem Wort verfügt ihr über ihre Scheide.“]

Auch Sure 2, 223: „Eure Frauen sind für Euch ein Saatfeld, geht zu Eurem Saatfeld wann Ihr wollt“ unterstreicht die Pflicht der Ehefrau, ihrem Mann stets sexuell zur Verfügung zu stehen. [Das arabische anna müsse hier mit „wann“, nicht mit „wie“ übersetzt werden, machen sowohl al-Ghazali als auch Prof. Hans Bauer deutlich, wenn auch eine Mindermeinung muslimischer Gelehrter, der zudem mehrere Hadithe widersprechen, damit eine gewisse, sonst als verboten angesehene sexuelle Praktik, nämlich den Verkehr von hinten, erlaubt wissen will]. Zudem müsse die Gattin gemäß al-Ghazali bei sich auf peinliche Sauberkeit achten und darauf, „in jeder Hinsicht so beschaffen zu sein, daß ihr Mann sie jederzeit genießen kann, wenn er will.“

Nach Beiseitelassen der – meist ohnehin bekannten – islamischen Ehehindernisse (wie z.B. wegen Bluts- oder Milchverwandtschaft etc.) erwecken besonders die breit abgehandelten Anforderungen an eine (Ehe-)frau das Interesse: Diese hängen wiederum von den Gründen für eine Heirat (auf männlicher Seite) ab. Außer dem als ideal angesehenen Vorbild Muhammads zu folgen, d.i. „Erfüllung der Sunna“ – wird angegeben: die Besorgung des Haushalts durch die Frau, Erholung von religiösen Pflichten, denen man nicht ständig nachkommen könne, „Dämpfung der Sinnlichkeit“, also sexuelle Triebabfuhr auf legale Weise (was auch für die Frau gilt), und – sehr wichtig: Nachkommenschaft zu produzieren. Zudem bringe dem Mann das „Ertragen“ der Gegenwart (s)einer Frau mit ihrer angeborenen Schlechtigkeit, Widerwärtigkeit und dem Erfordernis „auf ihr geistiges Niveau herabzusteigen“ zu müssen, eine Läuterung und damit Lohn im Paradies. Vgl.: „Wer den schlechten Charakter seiner Frau geduldig erträgt, den belohnt Allah auf dieselbe Weise, wie er Hiob für seine Prüfungen belohnt hat“.

Demnach ist die Schönheit (des Gesichts) der Frau durchaus ein wichtiger Faktor, wenn er auch nicht der einzige sein darf. Das Schönheitsideal ist – neben Dichtungen – schon dem Koran bei der Beschreibung der Paradies-Huris zu entnehmen, d.i. große Augen, bei denen sich das Schwarz der Pupille gut von der weißen Umrandung und einem hellen Teint abhebt und mit den langen schwarzen Haaren korrespondiert. Da die Huris einerseits „züchtig blicken“ (z.B. Sure 55, 56), andererseits deutlich ihre Libido zeigen (der Begriff ‘urb ist hier relevant, s. z.B. Sure 56, 36), legen sie ein Verhalten zu Tage wie laszive Pin up-Girls beim Phototermin. So soll sich auch die muslimische Ehefrau ihrem Ehemann – natürlich nur zuhause – präsentieren.

Zudem sollte die Frau umgänglich [also auf Neudeutsch: leicht zu „handeln“] sein, darunter zählt al-Ghazali auf: sie soll keine schlechten Reden führen (wobei die Interpretation offen bleibt), denn: „Mit der Ertragung der weiblichen Zunge werden die Heiligen geprüft“, soll gegenüber ihrem Mann und seiner Familie nicht undankbar sein oder sich unzufrieden mit den gegenwärtigen, z.B. wirtschaftlichen Verhältnissen zeigen und nach mehr streben. Sie soll nicht kränkeln (!) oder sich mit Vorgabe etwa von Kopfschmerzen den ehelichen Pflichten entziehen, und zu sehr mit Schönheitspflege beschäftigt sein. Angesichts der häufigen [!] Scheidungen innerhalb der umma soll sie nicht einer besseren Behandlung durch einen früheren Gatten oder einem Kind nachtrauern (das nach einer Scheidung beim Vater geblieben ist). Andererseits soll sie keinesfalls auf das von ihr an Arbeit etc. Geleistete hinweisen. Zudem seien drei Untugenden des Mannes „Geiz, Stolz, Furcht“ bei der Ehefrau sogar wünschenswert, da sie dann erstens das Vermögen ihres Mannes in dessen Abwesenheit zusammenhalte (nicht einmal eine kleine Spende an Arme darf sie ohne seine ausdrückliche Erlaubnis geben, außer von ihrem eigenen Geld, da im I.R. keine eheliche Gütergemeinschaft existiert), sich zweitens für andere Männer zu schade sei und drittens, sich nicht allein nach draußen wage.

Am wichtigsten sei jedoch eine besonders religiös erzogene Frau, schon allein, weil sie die an sie gestellten Anforderungen kennt und von ihren Eltern konditioniert ist, diesen zu entsprechen, wobei wiederum die Furcht, nämlich vor den im Koran wiederholt und phantasievoll beschriebenen Höllenstrafen (s.o.) eine große Rolle spielt. Auch hier steht wiederum die Stellung des Mannes in der Öffentlichkeit im Vordergrund, da die Ehefrau im gegenteiligen Fall ihrem Mann Schande und ihn vor den Leuten in schlechten Ruf brächte und seine Ehre beschädigte (vgl. diesen PI-Beitrag vom 12.8.12).

Zudem soll sie bescheiden und nur gegen ein geringes mahr erhältlich sein (das aber ihr wali gemäß ihren Vorzügen verhandelt), also sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt wenig kosten. Als besonders preiswert wird hier die „arme Waise“ anempfohlen.
Für reiche, gesunde Nachkommenschaft soll sie ihre Fruchtbarkeit – z.B. in einer früheren Ehe – entweder schon unter Beweis gestellt haben oder durch Jugend und gesundes Aussehen diese verheißen. Eine Jungfrau zu wählen, wird aus verschiedenen Gründen geraten, da sie keine Vergleiche mit anderen Männern anstellen könne und somit mit dem zugewiesenen Mann eher zufrieden sei. Außerdem wird es der natürlichen Veranlagung zugeschrieben, daß der Mann „einen gewissen Widerwillen gegen eine solche habe, die schon ein anderer gehabt habe“ und die Frau sowieso nur eine Bindung zu ihrem „ersten“ Sexualpartner aufbaue. Außerdem gilt laut Hadith: „Es gereicht der Frau zum Segen, wenn sie früh verheiratet wird und früh Kinder bekommt …“.

Ein Mindestalter für die Eheschließung existiert nach klassischem I.R. nicht, allein das eheliche Zusammenleben kann aufgeschoben werden (s. Juynboll, S.222). Zudem solle die Zukünftige aus angesehener Familie stammen, al-Ghazali nennt es, eine „nasiba haben“, aber nicht zu nah mit dem Bräutigam verwandt sein, da das eine „magere, schwächliche“ Nachkommenschaft bedinge. Hier nötigt jedoch der angegebene Grund zum Schmunzeln: Gegenüber allzu Gewohntem stumpfe man ab, das sinnliche Begehren leide, wogegen ein fremdartiges Objekt (sic!) die Erregung fördere. Trotzdem wird in der umma die Ehe innerhalb der Verwandtschaft – besonders von Cousin und Cousine – bevorzugt, da dann einerseits das mahr innerhalb der (Groß-)familie verbleibt und man andererseits über die islamgerechte Erziehung/Konditionierung der Cousine bestens Bescheid weiß, also nicht die „Katze im Sack kauft“.

Nur in einem kurzen Abschnitt wird erwähnt, daß der wali darauf achten solle, seinem Mündel auch einen ansehbaren, gottesfürchtigen Mann mit den muslimisch geschätzten charakterlichen Eigenschaften auszusuchen – keinesfalls einen Sünder oder Ketzer, damit der Frau nicht zu schnell eine Scheidung drohe (vgl.u.).

Unter den Pflichten des Mannes (wie Ausrichtung eines Hochzeitsmahls, Unterhaltsverpflichtung etc.) sind überwiegend Regelungen aufgeführt, welche man unvoreingenommen und abseits islamischer Indoktrinierung eher als (Vor)rechte desselben einordnen würde. Am wichtigsten ist hierbei die weitere Erziehung einschließlich der Züchtigung der Gattin. Der Ehemann hat seiner Frau/seinen Frauen ihre Obliegenheiten ihm und anderen gegenüber auseinanderzusetzen, deren Befolgung zu überwachen und die Nichtbefolgung zu ahnden.

» Davon mehr im zweiten Teil.

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35 KOMMENTARE

  1. “A Muslim woman … is truly a well-guarded treasure”, schwärmt die Islamapologetin und US-Konvertitin Iman Daglas und behauptet: “Islam is the first religion to give women their rights“. So oder so ähnlich lautet auch die Propaganda islamischer Missionierer wie z.B. Pierre Vogel alias Abu Hamza. Seiner Darstellung nach würden im Islam die Frauen „geehrt und beschützt.“ Auch sonst bekommt man zur Zeit in den MSM wieder den Eindruck vermittelt, die Stellung der (Ehe-)Frau im Islam sei nicht nur gar nicht so schlimm, sondern vielleicht sogar besser als im „ungläubigen Westen“. Doch wie steht es tatsächlich damit?

    Ich würde das relativ betrachten. Man sollte fragen, was denn vorher gewesen war. Vermutlich breitete sich der Islam unter den Nomaden aus und dort hatte eine Frau vermutlich keine Rechte. Nichts desto trotz, der Islam masst sich heute an eine Rasse zu sein, ausserdem will er eine Art Geburtsrecht, was einer Staatsbürgerschaft gleich kommt, man ist von Geburt an Muslim. Und überhaupt hatte der Islam überall seine Legislativen Finger drin, Revision nicht möglich. Gut dargestellt vom Gastbeitrag. Ich bin gespannt auf Teil 2, dann lernt man vielleicht, was wir dem Islam noch so alles austreiben müssen.
    Ich würde sagen, dass ich dem Islam das Rasserecht, das Geburtsrecht, die Politik, und die Legislative entmachten würde.

  2. Das ist alles himmelschreiender, hirnverbrannter Irrsinn. Unfassbar, dass sich davon auch noch nicht-muslimische Frauen angezogen fühlen und konvertieren. Letzteres kann man nur mit absoluter Dummheit oder Masochismus erklären.

  3. Pierre Vogel hat doch recht, Frauen werden geehrt und beschützt.
    Was man allerdings nicht erwähnt, das dieses geehrt und beschützt werden, nur dann gilt, wenn Frau das Leben einse Sklaven lebt.

    In jedem totalitären Systemen kann man auch super leben, so lange man sich den Regeln des Systems unterwirft.

    Sei es als Erz-Kommunist in China oder Nord-Korea, als damaliger Stasi in der DDR, als SS Offizier im 3. Reich oder halt als Frau im Islam.

    Probleme gibt es erst dann, wenn Frau sich nicht mehr wie ein Acker behandeln lassen will, sie nach eigenen Rechten strebt, ihr Wort genau so viel Wert haben soll, wie das eines Mannes, sie frei entscheiden darf, wann sie wohin geht und mit wem.

  4. Mehr Doetzchen wagen!

    heute:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-08/saudi-arabien-journalismus-kritik

    Billig lästern über Saudi-Arabien

    Unterdrückte Frauen, radikale Geistliche, Peitschenhiebe – das interessiert das Publikum immer. Saudi-Arabien ist der perfekte Lückenfüller fürs Sommerloch, meint S. Doetzer.

    Was wären die deutschen Redaktionen ohne Saudi-Arabien! Für Panorama-Seiten, fürs Bunte und Vermischte sind die Saudis immer zu haben. Hingucker, Lückenfüller, Rausschmeißer am Ende der Radiosendung – keiner liefert dafür so gezielt Inspiration wie der Großmufti von Riad, die Prinzen der Königsfamilie oder irgendein anonymer Kleriker.

    Im Sommerloch, in sonstigen Flauten und kreativen Pausen, braucht der deutsche Journalist einen saudischen Sittenwächter, der haarsträubende Sachen sagt. Zum Glück gibt es davon einige.

    Eine kleine Auswahl aus der jüngeren Vergangenheit: Wenn Frauen sich mit einem Mann in einem Zimmer aufhalten, mit dem sie nicht verwandt sind, empfiehlt Scheich Al-Obeikan das Trinken ihrer Muttermilch, um eine Verwandtschaftsbeziehung herzustellen. Sein Kollege Scheich Al-Habdan wiederum plädiert für einen einäugigen Gesichtsschleier zur Eindämmung von Augen-Make-up. Schließlich mein Favorit: Dürften Frauen den Führerschein machen, gäbe es in Saudi-Arabien bald keine Jungfrauen mehr – so sprach im vergangenen Dezember ein ehemaliger Universitätsprofessor namens Kamal Subhi.

    Das Gute an all diesen Geschichten: Mit nichts stellt man so schnell einem gesamtdeutschen gesellschaftlichen Konsens her. Über alle politischen und ideologischen Barrieren hinweg ist man sich einig: Die Saudis, die haben einen Schuss.

  5. Passend zum Thema:

    Zwei kleine deutsche Mädchen, vom eigenen Vater nach Libyen verschleppt. Ihre Mutter vor der Wahl: bei den Kindern in Afrika bleiben und Schleier tragen. Oder zurück nach Deutschland gehen – und ihre Mädchen nie wieder sehen.

    Es ist ein Fall wie im Bestseller „Nicht ohne meine Tochter“! Der Albtraum begann für die Berlinerin Samantha Stempin (25) mit einem „Familienurlaub“ in Tunesien. Ihr Lebensgefährte, der aus Libyen stammende Ali H. (34), hatte alles gebucht, liebevoll organisiert.
    Vergrößern
    Ali H.

    Ali H. verschleppte seine Familie nach Libyen

    Der Urlaub war eine Falle. Ali verschleppte die Töchter Nadja (5) und Miriam (8) ins benachbarte Libyen – mitten in den Bürgerkrieg hinein.

    Das war vor 13 Monaten. Im vergangenen September hatte BILD das erste Mal über den Fall berichtet.

    WIE GEHT ES DER FAMILIE HEUTE?

    Tripolis, die libysche Hauptstadt, wird seit dem Ende des Bürgerkrieges von Milizen beherrscht. Hier lebt Samantha nun mit ihren Töchtern. Sie werden von Alis Großfamilie abgeschottet. Vor die Tür dürfen Samantha, Miriam und Nadja nur mit Kopftuch – bewacht von bewaffneten Familienangehörigen.

    Großvater Hans-Joachim Stempin (57) zu BILD: „Ali hatte ihr gesagt, dass sie gehen darf, aber dann würde sie ihre Kinder nie wieder sehen.“

    Samantha besitzt zwar das alleinige Sorgerecht für ihre Kinder. Aber das spielt in Libyen keine Rolle.

    Hans-Joachim Stempin: „Meine Tochter hat vor Kurzem versucht, gemeinsam mit ihren Kindern zu fliehen. Ali hat sie erwischt und an den Haaren zurück in die Wohnung geschleift und windelweich geprügelt.“

    Der Großvater weiter: „Seit einem Jahr leben wir jetzt in diesem Albtraum. Ich bete zu Gott, dass ich meine Enkelkinder jemals wieder sehen kann.“

    In der nordafrikanischen Kultur hat allein der Vater das Sagen in der Familie. Mathias Rohe (52), Professor für islamisches Recht an der Uni Erlangen, zu BILD: „ER allein bestimmt, was aus ihnen wird.“

    http://www.bild.de/news/inland/entfuehrung/nicht-ohne-meine-tochter-25896896.bild.html

  6. Hervorragend recherchiert und geschrieben.

    Unter den Pflichten des Mannes (wie Ausrichtung eines Hochzeitsmahls, Unterhaltsverpflichtung etc.) sind überwiegend Regelungen aufgeführt, welche man unvoreingenommen und abseits islamischer Indoktrinierung eher als (Vor)rechte desselben einordnen würde. Am wichtigsten ist hierbei die weitere Erziehung einschließlich der Züchtigung der Gattin. Der Ehemann hat seiner Frau/seinen Frauen ihre Obliegenheiten ihm und anderen gegenüber auseinanderzusetzen, deren Befolgung zu überwachen und die Nichtbefolgung zu ahnden.

    In der Tat kann man nahezu beliebig Werke zum islamischen Eherecht heranziehen, immer werden dem Mann vorrangig Rechte zuteil, der Frau vorrangig Pflichten auferlegt. Da unterscheiden sich orthodoxe Sunniten wenig von gemäßigten Ahmadis – denn beide berufen sich wesentlich auf dieselben Grundlagen Koran, Hadith und Überlieferung.
    Es war übrigens der erwähnte al-Ghazali, der Universalgelehrte wie Averroes nachsichtslos verfolgte, weil ihre Werke zu wenig islamisch waren – und sich schließlich durchsetzte. Gleichwohl versuchen Islamfunktionäre und Islamophile uns Genies wie Averroes als Beweis für die kulturelle Blüte „des Hochislam“ unterzujubeln.
    Zu der einleitenden Aussage von Iman Daglas: gibt man bei Google frei assoziierte Suchbegriffe wie „women islam are jewel“ ein, erhält man mehrere Millionen Treffer. In diesem Moment 11.600.000. Frauen werden im Islam verhüllt und „geschützt“, weil sie „kostbar“ wie Juwelen sind. Exakt diesen Vergleich hat auch der Frankfurter Hobbymuslim Patrick Bahners in seiner verfehlten Islamkritiker-Kritik „Die Panikmacher“ aufgegriffen. Thomas Baader kommentiert diese Logik in seiner Amazon-Rezension mit folgenden Worten:

    Es ist also das rückwärtsgewandte Frauenbild des Autors, das ihn daran hindert, den Grundgedanken der Islamkritik nachzuvollziehen. Entsprechend schreibt Bahners auf Seite 106: „In Tücher eingehüllt wird normalerweise das Kostbare. Die Verschleierung ist ein Indiz der Vornehmheit. Es widerspricht also unserer Intuition, dass der Zweck des Kopftuchs, wie von seinen feministischen Gegnerinnen behauptet, die demonstrative Herabsetzung der Frau sein soll.“

    Bahners bedient sich an dieser Stelle einer übereinfachen und somit auch letztlich falschen Gleichung: Muslimische Frauen verhüllen sich + Man verhüllt in der Regel etwas Kostbares = Im Islam wird die Frau für sehr kostbar gehalten und damit besonders wertgeschätzt. Überträgt man diese Art der Argumentation auf einen anderen Sachverhalt, wird der logische Bruch schnell deutlich: Sklavenhalter legten ihre Sklaven in Ketten und schlossen sie in ihren Quartieren ein + Man sichert in der Regel sehr kostbare Dinge mit Ketten und Schlösser = Sklavenhalter sehen in ihren Sklaven etwas sehr Kostbares und bringen ihnen eine besondere Wertschätzung entgegen.

  7. Mehr Schwimmbad wagen!

    heute:

    http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/muelheimer-cdu-ratsmitglieder-wollen-neben-frauenschwimmen-auch-maennerschwimmen-id7032868.html

    An einem Samstagvormittag im Monat ist im Mülheimer Südbad Frauenschwimmen; Männer sind zu dieser Zeit nicht zugelassen. Zwei CDU-Ratsmitglieder sehen darin eine Diskriminierung. Sie wollen ein ähnliches Angebot für Männer.

    Braucht Mülheim ein Schwimm-Angebot speziell für Männer? Eindeutig ja, sagen die CDU-Ratsvertreter Annegret Bender und Frank Wagner und sehen in der jetzigen Regelung mit einem gesonderten Frauen-Schwimmtag den klaren Tatbestand von Diskriminierung. Beim Mülheimer Sport-Service (MSS), der die Badeangebote in der Stadt erstellt, ruft dies Kopfschütteln hervor.

    Vor einem halben Jahr hatte der Sport-Service das Frauenschwimmen wieder aufleben lassen. Einmal im Monat, am Samstagvormittag, dürfen im Südbad nur Frauen ihre Bahnen ziehen. „Wir wollen mit diesem Angebot erreichen, dass auch jene Frauen, die aus kulturellen, traditionellen oder gesundheitlichen Gründen nicht mit Männern ein Bad besuchen möchten, zumindest einmal im Monat die Chance zum Schwimmen erhalten“,

  8. Kurz zusammengefasst:

    Islamische Kultur taugt nichts und ist aufgrund ihrer „Werte“ und ihrer Vorstellung von „Vorbildlichkeit“ nicht mit unserer Kultur zu vereinbaren.

    Konflikte sind also klar ersichtlich vorprogrammiert, bei der Gewaltverherrlichung im Koran muss man davon ausgehen, dass diese Konflikte mit ausserordentlicher Gewaltanwendung ausgetragen werden.

    Warum also lässt man die rein, hofiert sie und baut die Präsenz ihrer „Kultur“ auch noch aus, anstatt sie restriktiv zu behandeln?

    Doch nur, wenn man das Offensichtliche garnicht verhindern will.

  9. #6 Zebra

    Ich glaube nicht, dass dieses Argument schlüssig ist: Chadidya, die Kauffrau und 15 Jahre ältere erste Gemahlin des Propheten (?), hatte eindeutig mehr Rechte und Freiheiten als die späteren zahlreichen Ehegespielinnen. Allein die Andeutungen aus den islamischen Quellen, auch über dichtende Gegnerinnen Mohammeds, zeigen, dass sie offensichtlich etliche Freiheiten hatten.

  10. Ein wenig OT:

    Artikel in der NZZ: „Angst – keine gute Ratgeberin“
    http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/angst–keine-gute-ratgeberin-1.17531668

    Die amerikanische Philosophin Martha Nussbaum kritisiert die „neue religiöse Intoleranz“.

    Schlussabschnitt:

    Es ist das grosse Verdienst von Martha Nussbaum, auf die häufige Schieflage der heutigen Religionskritik zu verweisen. Diese gar nicht so «säkulare» Kritik richtet sich oft im Namen einer Mehrheit gegen Traditionen von Minderheiten – und tendiert zur Dramatisierung. Die Philosophin plädiert, wo immer möglich, für das Laissez-faire.

    Ich denke es wäre gut, wenn einige PI-ler einen entsprechenden Kommentar plazieren könnten.

  11. So besteht auch die Tätigkeit eines heutigen Mufti bzw. islamischen Theologen nur noch darin, die bereits existierenden Regelungen anzuwenden auf die (Rechts)fragen, die Gläubige an ihn herantragen, d.i. taqlid zu üben.

    Entwicklungsmöglichkeiten und Anpassung an neue gesellschaftliche oder sonstige Gegebenheiten / Lebensumstände also gleich NULL.

    Daher der Stillstand in der islamischen Welt (siehe Dan Diner: „Versiegelte Zeit“).

    Nur in einem kurzen Abschnitt wird erwähnt, daß der wali darauf achten solle, seinem Mündel auch einen ansehbaren, gottesfürchtigen Mann mit den muslimisch geschätzten charakterlichen Eigenschaften auszusuchen …

    Und der „Wali“ ist das Mündel seiner „Religion“.

    Selbständiges Denken und Handeln also nicht erforderlich, sogar nicht gewünscht oder akzeptiert.

    Allah und „sein“ Koran sind, zusammen mit dem „Vorbild“ Moh. demnach der Vormund von allem und jedem und Muslime sind auf Ewig entmündigt.

    Tolle „Religion“ 🙁

    Erinnert mich an einen Gulag oder ein KZ.

  12. Mal ganz grob: Islamische Männer Soldateska definiert sich über fi**en. Daher meldet und befiehlt der Koran nicht nur vier (islamische) Frauen, sondern auch eine unbegrenzte Zahl an Lustsklavinnen.

    Das Slavenbum*en wird immer gerne vergessen, wenn im Westen die islamische Polygamie gelobt wird.

    Also 4 + x… für den Mohammedaner – der Traum eines jeden Triebtäters.

  13. @ #22 Babieca (28. Aug 2012 14:18)

    … sondern auch eine unbegrenzte Zahl an Lustsklavinnen.

    Also 4 + x… für den Mohammedaner – der Traum eines jeden Triebtäters.

    _______________________________

    Und dann ist da noch die „Zeitehe
    (siehe http://www.pi-news.net/2012/06/karawane-islam-teil-3/) :

    „[16] Mote, Ehe auf Zeit; eine Ehe, die gegen Zahlung einer bestimmten Summe nur für eine bestimmte Zeit geschlossen wird. Der Zeitraum der Gültigkeit einer Ehe auf Zeit muss bei Vertragsabschluss festgelegt werden; es kann sich dabei um Stunden, Tage oder Jahre handeln. Mohammed gab die Erlaubnis zur Mote nach der Schlacht um die jüdische Festung Khaibar. Er ließ die Männer umbringen und verteilte die Frauen für ein kurzes Vergnügen unter seinen Kriegern. Die Sunniten glauben, dass Mohammed die Erlaubnis zur Mote später widerrief. Gemäß dem schiitischen Recht ist sie bis heute erlaubt und wird praktiziert. (Anmerkung: im Westen wird diese Praxis als Zwangsprostitution bezeichnet).“

  14. Islam is the first religion to give women their rights“. So oder so ähnlich lautet auch die Propaganda islamischer Missionierer wie z.B. Pierre Vogel alias Abu Hamza.

    Ich hörte dies erst letzte Woche wieder bei einem Moscheebesuch im Rahmen christlich-muslimischer Dialog.

    Recht herzlichen Dank an Coriolan für diesen wirklich höchstinteressanten wissenschaftlichen Beitrag. Ich persönlich zitiere lieber nicht aus aktuellen Büchern über den Islam – dort findet man je nach gewünschtem Ergebnis mal das eine oder das andere – sondern befasse mich lieber mit den usprünglichen Quellen. Dazu zählt der Klassiker Al-Ghazali als einer der allerfrühesten Buchschreiber. Ich hab nur sein Buch „Muhammad in Medina“ wo seine Raubzüge aufgelistet sind (Wellhausen übersetzete dies auf Deutsch und allein schon der Einleitungstext zeigt die Blütezeit der Aufklärung von 1848). Al-Ghazali könnte vom Stil her in unserer Zeit geschrieben haben. Er schreibt absolut analytisch und sachlich. Kein Märchenerzähler von 1001 Nacht, kein notorischer Schönredner, kein Wortakrobat welcher fragwürdiges schönredet.

    Gibt es seine Bücher welche du aufgeführt hast auf Deutsch über google-Books, so wie es dort den von mir oben angeführten Kitab al-Ghazali – Muhammad in Medima übersetzt von Wellhausen, gibt? Ich meine als PDF eingescannt zum kostenlosen Download von google-books.

  15. Hier ein guter Link zum Thema, hier gibt es alles mit Fallbeispielen Steinigungsbeschreibung usw.:
    https://sites.google.com/site/analysenausderarabischenwelt/

    Nach einem Bericht von Daniel Pipes ist kürzlich bei der Polizei im Südwesten von Großbritannien (Somerset) im „vorauseilendem Gehorsam“ das Tragen der Hijab für alle weiblichen Polizeioffiziere – also für muslimische wie nichtmuslimische Frauen – als Teil der Uniform eingeführt worden. (vgl. Daniel Pipes, Why Shariah Must Be Opposed, 05.08.2009, http://www.danielpipes.org)

    In Dubai wird in der Presse immer wieder auf die gesundheitlichen Schäden hingewiesen, hervorgerufen durch eine Lebensvorstellung, die den Frauen das Verlassen des Hauses nur völlig verhüllt erlaubt. Insbesonders sind das die durch Vitamin-D Mangel hervorgerufenen Schäden am Skelett (Osteoporose) und Rachitis. Für strenggläubige Muslime muß es geradezu eine Provokation gewesen sein, als in den UAE-Zeitungen ein großformatiges Bild der jungen Ehefrau Scheich Mohammeds veröffentlicht wurde, das sie bei den Olympischen Spielen in Peking bei der Eröffnung als Fackelläuferin in engem Trikot zeigte.

    Doch es gibt auch Kritik von Muslimen an den islamischen Verhaltensnormen für Frauen, z. B. von dem muslimischen Juristen Khaled Abou El Fadl (übersetzt):

    „Ich gebe zu, daß ich die den Frauen faktisch aufgezwungene Sklaverei durch die C.R.L.O. (der saudische Permanent Council for Scientific Research and Legal Options, d. Verf.) und ähnlich gesinnter bestimmter Funktionsträger als in peinlicher Weise anstößig und unwürdig der Shar´iah empfinde. Zu behaupten, daß es eine unerträgliche (sex.) Versuchung darstellt, wenn eine Frau das Grab ihres Mannes besucht, wenn ihre Stimme im Gebet zu hören ist, wenn sie ein Auto fährt oder unbegleitet von einem Mann auf Reisen ist, erscheint mir moralisch problematisch. Wenn Männer moralisch so schwach sind, warum sollten Frauen darunter leiden?“

    (Mathias Rohe, Islamisten und Shari´a…, S. 14)

  16. Danke, Coriolan. Thematisch sehr umfassend und genau, und sprachlich schön geschrieben.

    Was für ein volkspädagogischer Unsinn doch in der Mainstream-Presse über einen angeblioch frauenfreundlichen Islam erzählt wird!

    Den erhellenden Text müsste man in der nächsten Tagung der Deutschen Islam-Konferenz vor jedem Anwesenden auf den Tisch legen, die dialogische Harmonie wäre dahin …

  17. Der Hauptgrund, warum nicht wenigstens heute im Islam reihenweise die Frauen rebellieren (abgesehen von den irren Glaubenseiferinnen, inkl. Konvertitinnen oder den materialistischen Wohlstandsmuslima wie in Saudi-Arabien) ist m.E. einfach der, dass sie ansonsten ihre Kinder verlieren.

    Der aktuelle „Ali-Fall“ in Libyen zeigt das ja deutlich. Ich als Mutter kann die arme Frau verstehen, dass sie sich (zumindest nach außen) beugt. Auch ich könnte es nie, nie über das Herz bringen, meine Kinder allein zu lassen. Schon überhaupt gar nicht in einer irren Islamumgebung und bei einem verlogenen und skrupellosen Ehemann. Und kostete es mein körperliches und seelisches Heil. (Was ich vermutlich dann machen würde, wenn der Mann keinen Zugriff mehr auf die Kinder hätte, schreib ich hier mal lieber nicht…).

    Es ist auch heute noch so, selbst in den (vor dem arabischen „Eis-Frühling“) säkularen Ländern, dass der Ehemann das Sorgerecht für die Kinder hat und die Frau, höchstens und wenn überhaupt, ein Umgangsrecht. Damit kann man jede liebende und verantwortungsvolle Mutter terrorisieren. Zumal ja die Scheidung und damit der Verlust der Kinder jederzeit über der Frau wie ein Damoklesschwert schwebt.

    Leider reagieren manche Frauen dann so, wie Sklaven, die sich ihr Sklaventum schönreden müssen, um es überhaupt ertragen zu können.

    Und das ständige Argument: „Wenigstens hat Mohammed das Los der Frauen im Verhältnis zu den damaligen Umständen verbessert“, kann man ganz gut kontern, indem man fragt, warum Chadidscha denn eine reiche und selbstständige Kaufmannsfrau und Karawanenbesitzerin war und es solche Frauen später im Islam niemals mehr gegeben hat. (Wenn man gut zu Fuß ist, kann man einen Salafisten dann ja ganz „unschuldig“ fragen, ob Mo denn etwa Probleme mit selbstständigen Frauen gehabt hat oder Minderwertigkeitskomplexe ihnen gegenüber?). Meines Erachtens übrigens der Hauptgrund für Mohammed Sexualobsessionen: er ist durch seine „Eingebungen“ sozusagen vom toyboy zum womanizer geworden, das arme Hascherl…

  18. #17 AtticusFinch
    Danke, aber trotzdem hat eine Religion heute sich aus der Politik raus zu halten. Eine Religion die ungläubige Länder als deren Kolonie betrachtet wird zwangsläufig zu Bürgerkriegen wie in Nigeria oder zu Genoziden wie in der Türkei führen. Islam ist nichjt Frieden Islam ist Unterwerfung unter dem nicht revisionsfähigem Rechtssystem. Auch wurde nicht wiederlegt, dass das Frauenrecht Nomadische Sitten waren und dass es in anderen Teilen der Welt auch anders ausgesehen haben kann.

  19. Ad #7 Wintersonne und #10 Heinrich Seidelbast

    Typischer Fall von AMIGA-Syndrom: Aber Meiner Ist Ganz Anders! Wer nicht hören will, muss fühlen. Was für eine unverantwortliche Mutter. Wenn sie schon Töchter hat mit so einem, sollte sie in Berlin hocken bleiben.

    Ad #17 AtticusFinch (28. Aug 2012 14:00)
    „Ich glaube nicht, dass dieses Argument schlüssig ist: Chadidya, die Kauffrau und 15 Jahre ältere erste Gemahlin des Propheten (?), hatte eindeutig mehr Rechte und Freiheiten als die späteren zahlreichen Ehegespielinnen“

    Passt doch. Diese erste Frau hat ihn offenbar damit so genervt, dass er bei den Neuerwerbungen gleich von vornherein andere Saiten aufzog. Und als er keiner mehr gewachsen war, vergriff er sich an einem Kind, in der Hoffnung, wenigstens einer 6- oder 9-Jährigen Paroli bieten zu können.

    Abschaum.

  20. #6 Zebra (28. Aug 2012 13:00)

    Das ist genau die Ansicht, welche von Muslimen im Anschluß an die Selbstrechtfertigungsversuche von Muhammad kolportiert wird und entspricht so nicht der Wahrheit. Darüber wurde schon viel geschrieben, u.a. von T. Nagel (Mohammed – Leben und Legende, München 2008) oder R. Paret.

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