Wien 1683 – Reloaded

3. Mai 1683: Die türkisch-muslimische Invasionsarmee unter dem Oberbefehl von Großwesir Kara Mustafa Pascha erreicht auf ihrem Vormarsch in Richtung Wien mit 170.000 Mann die Stadt Belgrad. Graf Ernst Rüdiger von Starhemberg, Stadtkommandant und Oberbefehlshaber von Wien, ordnet die Allgemeine Mobilmachung zur Verteidigung der Stadt an. Unter seinem Oberkommando stehen 16.000 Mann, davon 5.000 Freiwillige.

(Von Smiley)

11.07.: Die türkisch-muslimische Armee richtet auf ihrem Vormarsch nach Wien verheerende Verwüstungen im Burgenland und in Niederösterreich an. Sie erobert zahlreiche Städte und Ortschaften und macht diese dem Erdboden gleich. Nahezu die gesamte Bevölkerung wird ermordet. Die wenigen Überlebenden berichten von entsetzlichen Gräueltaten der Invasoren.

13.07.: Der SPIEGEL berichtet über „anhaltende religiös motivierte Unruhen und Feindseligkeiten in Niederösterreich und im Großraum Wien“. Verantwortlich sind nach Darstellung des Blattes „Extremisten auf beiden Seiten“. Ein Zusammenhang mit dem Islam bestehe nicht.

14.07.: Die türkisch-muslimische Armee erreicht Wien und kesselt die Stadt von Süden, Westen und Norden ein. Erste Geschützkugeln detonieren in Wien. Graf Starhemberg lehnt die Aufforderung zur bedingungslosen Kapitulation, verbunden mit einem Übertritt aller Wiener Bürger zum Islam, kategorisch ab.

14.07.: Bundesweiter Aktionstag in Deutschland unter dem Motto „Bunt statt braun – die türkisch-muslimischen Menschen gehören zu Europa“. An der gemeinsamen Aktion von CDU, SPD, FDP, GRÜNE, LINKE, EKD und DGB beteiligen sich nach Schätzungen der Polizei rd. 300.000 Demonstranten. Die Bundesintegrationsbeauftragte Maria Böhmer fordert auf der zentralen Veranstaltung in Berlin eine „nachhaltige und herzliche Willkommenskultur in Deutschland und Europa“.

Die von der Partei DIE FREIHEIT, von PRO Deutschland, der German Defence League und der Bürgerbewegung Pax Europa angemeldeten Kundgebungen und Mahnwachen „Solidarität mit Wien – Stoppt den Islam-Terror“ werden von den Behörden „aus Sicherheitsgründen“ verboten.

14.07.: Der polnische König Johann III. Sobieski ordnet die Mobilmachung seiner Truppen und den Vormarsch auf Wien an.

18.07.: Die Bundesregierung bestellt den polnischen Botschafter ein und warnt vor „kriegerischen Alleingängen, die den Frieden in Europa gefährden“.

23.07.: Erste Minensprengungen der Türken vor der Burgbastei. Ein Angriff der Türken auf die Palisaden wird unter hohen Verlusten auf beiden Seiten abgewehrt.

26.07.: Die Bundesvorsitzende der GRÜNEN, Claudia Roth, vergleicht in einem Interview mit der SÜDDEUTSCHEN den Wiener Kommandanten Graf Starhemberg mit dem niederländischen „Rechtspopulisten und Islam-Hasser“ Geert Wilders und warnt davor, dass „sämtliche Bemühungen um eine friedliche Beilegung des Konflikts um Wien angesichts der starrköpfigen Haltung des Rechtspopulisten Graf Starhemberg zum Scheitern verurteilt sind.“

30.07.: ARD und ZDF berichten in einer Sondersendung mit dem Titel „Wiener Schmäh – Wiener Blut“, an der zahlreiche Vertreter der Islam-Verbände Deutschlands als Studiogäste teilnehmen, ausführlich über die aktuellen Ereignisse. Im Rahmen einer Live-Schaltung berichtet ein vor dem Zelt von Großwesir Kara Mustafa Pascha postiertes Kamerateam über die Demokratiebestrebungen im türkisch-muslimischen Lager und über den osmanisch-muslimischen Frühling. Das Reporterteam zitiert den Großwesir mit den Worten: Islam ist Frieden.

31.07.: Die Lebensmittelvorräte in Wien gehen trotz strenger Rationierung zur Neige. Ein dringendes Hilfeersuchen Wiens an die EU wird zur Beratung an die Ausschüsse verwiesen. Mit einer Entscheidung der EU-Kommission wird nicht vor Anfang 1684 gerechnet.

August: Anhaltende Minensprengungen unter den Verteidigungsanlagen Wiens und nahezu pausenlose Sturmangriffe der Invasionstruppen auf die Stadt. Die Wiener Verteidiger wehren sämtliche Angriffe unter teils hohen Verlusten auf beiden Seiten ab.

31.08.: Die EU-Außenbeauftragte Ashton fordert Graf Starhemberg zum Rücktritt auf, um „den Weg für eine friedliche Beilegung des Konflikts auf dem Verhandlungswege frei zu machen“.

01.09.: Die Lebensmittelvorräte der Invasionsarmee sind aufgebraucht. Die Bundesregierung warnt vor einer humanitären Katastrophe im türkisch-muslimischen Lager und beschließt eine humanitäre Soforthilfe im Wert von 60 Mio. €. Die EU bewilligt als Sofortmaßnahme Hilfsgelder von 70 Mio. € und richtet eine Luftbrücke ein.

05.09.: Ein Großangriff auf die Löwenbastei wird unter hohen Verlusten abgewehrt. Graf Starhemberg verfügt noch über 4.000 kampffähige Männer.

06.09.: Vor dem Stephansdom in Wien demonstrieren Anhänger der ANTIFA, der SPÖ, der GRÜNEN, der Grauen Wölfe und des Zentralverbandes der Debilen gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. Die Demonstranten zeigen Transparente mit Aufschriften wie „Wien – kein Platz für Rechtsextremisten“ und „Solidarität mit den türkisch-muslimischen Mitmenschen – gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass“. Die Demonstration wird von wütenden Bürgern aufgelöst.

07.09.: Unter dem Oberkommando von Johann III. Sobieski vereinigen sich die polnischen Truppen und das Heer des Heiligen Römischen Reiches unter Karl von Lothringen 30 Kilometer vor Wien und marschieren mit 70.000 Mann auf die belagerte Stadt zu.

08.09.: Bei europaweiten Massenprotesten aufgebrachter Muslime vor den Botschaften Österreichs und Polens kommt es zu teils schweren Ausschreitungen mit 30 Toten und Schwerverletzten. Der gewalttätige Mob skandiert Parolen wir „Tod für Polen“, „Tod für Wien“, „Tod für Israel“. An der Protestkundgebung in Berlin beteiligen sich die Antifa, der DGB, SPD, GRÜNE und die LINKE.

11.09.: Die alliierten-christlichen Truppen besetzen das Kahlengebirge. Die polnische Kavallerie marschiert in Richtung Wienerwald.

11.09.: Die Bundesregierung warnt die alliierten-christlichen Truppen vor einem Angriffskrieg gegen die türkisch-muslimische Armee und fordert Johann III. Sobieski und Graf Starhemberg auf, „unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren“.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fordert die christlich-alliierten Truppen zum sofortigen Rückzug auf und verlangt die Einrichtung einer Flugverbotszone über dem türkisch-muslimischen Lager.

12.09.: Großangriff der christlich-alliierten Truppen auf die türkisch-muslimische Invasionsarmee. Graf Starhemberg unterstützt den Angriff durch einen Ausfall der Wiener Truppen. In der berühmten Schlacht am Kahlenberge wird die türkisch-muslimische Invasionsarmee vernichtend geschlagen und flieht ungeordnet und in Panik.

13.09.: Johann III. Sobieski und Graf Starhemberg werden von der hungernden, ausgezehrten und tapferen Bevölkerung Wiens nach neunwöchiger Belagerung begeistert als Türkenbefreier gefeiert und bejubelt.

14.09.: Muslimische Terrororganisationen rufen zur Solidarität mit den türkisch-muslimischen Glaubensbrüdern und zu weltweiten Anschlägen gegen die Ungläubigen auf. Die Bundesregierung erhöht aufgrund der Verschärfung der Sicherheitslage die Mittel im Kampf gegen Rechts und führt großangelegte Razzien im rechtsextremen Milieu durch.

14.09.: Der UN-Sicherheitsrat tritt auf Antrag des türkisch-osmanischen Reichs und der Arabischen Liga zu einer Sondersitzung zusammen. In der Resolution 1683 wird die „willkürliche, ungerechtfertigte und infame Aggression der christlich-alliierten Truppen“ auf das Schärfste verurteilt. Zugleich fordert der Sicherheitsrat die Kriegsteilnehmer zum sofortigen Waffenstillstand und zum Rückzug auf die Grenzen vom 11.09. 1683 auf.

16.09.: Der Zentralrat der Muslime in Deutschland reicht beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Klage gegen Johann III. Sobieski und Graf Starhemberg ein wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Völkermord und Kriegsverbrechen. Die Klage wird von CDU, SPD, FDP, GRÜNE, LINKE, der EKD, der Gewerkschaft Verdi und der Antifa unterstützt.

25.12.: Bundesaußenminister Westerwelle, EU-Präsident Barroso und die EU-Außenbeauftragte Ashton treffen zu Verhandlungen mit Großwesir Kara Mustafa Pascha in Belgrad ein, dem Rückzugsort der vernichtend geschlagenen und vor den christlich-alliierten Truppen zurückflutenden türkisch-muslimischen Truppen. Gegenstand der Beratungen sind „eine Transformationspartnerschaft zur Weiterentwicklung des Demokratieprozesses im Rahmen des türkisch-muslimischen Frühlings, humanitäre Hilfsleistungen und eine Intensivierung des Kulturaustausches“.

In einer Verhandlungspause wird Großwesir Kara Mustafa Pascha auf Befehl von Sultan Mehmed IV. erdrosselt. Nach Aussage seines Kammerdieners waren seine letzten Wort: Islam ist Frieden.