Europas Angst vor dem Krieg Israel – Iran

Ein Gespenst geht um in Europa. Das Gespenst eines Krieges zwischen Israel und dem Iran. „Die Moslems können kämpfen und verlieren, und dann wiederkommen und erneut kämpfen. Aber Israel kann nur einmal verlieren.“ Diese Worte von Golda Meir, der legendären israelischen Ministerpräsidentin in den Jahren 1969 – 1974, gelten auch heute unverändert.

(Von Sabra)

Israel kann nur einmal verlieren. Und deshalb kann und wird Israel es niemals erlauben, in eine Situation zu geraten, in der es vernichtet werden kann.

Israel, der Staat der Juden und die einzige Demokratie im Nahen Osten, wurde 1948 geboren und geschaffen wie der berühmte Phoenix aus der Asche. Aus der Asche von mehr als sechs Millionen Juden, die durch das Nazi-Terror-Regime in Deutschland bestialisch ermordet wurden.

Israel hat bislang für sein Existenz-Recht und für sein Überleben acht Kriege gegen die Moslem-Staaten bestehen müssen. Aktuell droht der neunte Krieg, den Israel um sein Überleben führen muss. Der Iran, seit der Machtübernahme durch die Moslems im Jahre 1979 ein islamischer „Gottesstaat“, droht Israel seit Jahren mit Krieg und Vernichtung.

Als Beispiel ein Zitat aus der Welt vom 19.08.2012:

Irans Präsident Ahmadinedschad bezeichnet Israel als einen „Krebstumor“, der bald verschwunden sein werde.

Hetze, Propaganda und Vernichtungs-Drohungen aus der Welt der Moslem-Staaten gehören für Israel zum Tagesgeschäft.

Eine andere, eine existenz-bedrohende Qualität erhalten derartige Hetzparolen stets dann, wenn sie mit einer ernsthaften Bedrohung des Staates Israel einhergehen. Eine solche existenzielle Bedrohung für Israel ist das Programm des Iran zur atomaren Bewaffnung.

Während Deutschland, Westeuropa und die USA auf Verhandlungen, halbherzige Sanktionen und auf Appeasement setzen mit dem Ziel, Zeit zu gewinnen, mehren sich die Indikatoren, dass der Iran aus Sicht Israels den Point of no return über kurz oder lang überschreiten wird.

Der Focus berichtet am 17.9.2012:

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu warnt die USA: Der Iran wird nach israelischer Darstellung in sechs bis sieben Monaten an der Schwelle zum Bau einer Atombombe stehen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag im US-Fernsehen, die Islamische Republik könnte bis Mitte 2013 über 90 Prozent des benötigten Urans verfügen. Er rief die US-Regierung auf, dem Iran klare Grenzen aufzuzeigen, „bevor es zu spät ist“. (…)

Netanjahu befürchtet einen zweiten Holocaust, sollte der Iran, der Israel mit Vernichtung droht, Atomwaffen erlangen. Nur wenn sich Israel sicher sein könne, dass Amerika den Iran auch später noch militärisch stoppen werde, könne es von einem baldigen Angriff absehen, spekulieren israelische Medien.

Ergänzend hierzu berichtet Ria novosti am 18.9.2012:

Israel versucht seit mehreren Jahren vergeblich, von den USA eine klare Antwort auf die Frage zu bekommen, wann das iranische Atomprogramm gestoppt wird. „Jedes Mal, wenn wir sagen, dass die Frist für Verhandlungen abgelaufen und es höchste Zeit für aktive Schritte ist, bittet man uns um Geduld. Ich frage nun, auf was sollen wir denn warten? Bis wann?“, empörte sich der israelische Premier Benjamin Netanjahu. Seiner Meinung nach haben die USA nicht das „moralische Recht“, Israel von einer Militäraktion abzuhalten, weil sie selbst keinen genauen Plan gegen Irans Atomgefahr haben.

Über die möglichen Szenarien und Abläufe eines Krieges gibt es zahlreiche Spekulationen. Welt online berichtet am 15.08.2012:

„Die Analysen deuten auf einen Krieg an mehreren Fronten hin, der 30 Tage dauern würde“, sagte der ehemalige Zivilschutzminister Matan Vilnai der Zeitung „Ma’ariv“. Er bestätigte die Einschätzung von Verteidigungsminister Ehud Barak, dass etwa 500 Israelis sterben dürften.

Welt online vom 16.08.2012:

Der US-Blogger Richard Silverstein hat Details eines angeblichen israelischen Plans für einen Angriff auf den Iran veröffentlicht.

Nach diesen Unterlagen solle der Iran-Angriff „mit einem koordinierten Schlag unter Einschluss bisher nie gesehener Cyber-Attacken beginnen“. Der iranischen Führung solle die Fähigkeit genommen werden, zu wissen, was im eigenen Land vor sich geht.
Dann sei die Zerstörung von Atomanlagen und anderer wichtiger Anlagen durch Raketen und die Luftwaffe vorgesehen. Hochrangige iranische Militärs und Geheimdienstleute sollten gezielt getötet werden.

Zugleich gibt es zahlreiche Spekulationen über das Für und Wider eines israelischen Präventiv-Angriffs vor oder nach den Präsidentschaftswahlen in den USA.

Mehdi Khalaji vom Washington Institute for Near East Policy schreibt in der Welt vom 13.09.2012:

Obama oder Romney? Der Iran bevorzugt die Republikaner. Jüngste Leitartikel in Kayhan – der kompromisslosen iranischen Zeitung, die als Sprachrohr des Obersten Führers dient – deuten an, dass Chamenei den US-Präsidentschaftswahlen freudig entgegensieht. Unabhängig vom Ergebnis sieht er zumindest in diesem und im nächsten Jahr keine Gefahr für Militärmaßnahmen. Ein Sieg Obamas würde Amerikas Widerwillen gegenüber einem Angriff auf den Iran verstärken und erneute Bemühungen bringen, Israel an die Leine zu nehmen. Und wird sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney gewählt, wird er Monate brauchen, um sein nationales Sicherheitsteam zu bilden und sein Kabinett zusammenzustellen, und wäre daher nicht in der Lage, den Iran umgehend anzugreifen.

Das Ganze klingt stark nach dem berühmten Pfeifen im Walde. Tatsächlich deutet vieles daraufhin hin, dass die iranische Führung außerordentlich nervös ist, von einer durchaus akuten Kriegsgefahr ausgeht und einen Alleingang Israels längst nicht mehr ausschließt.

n-tv berichtet am 23.09.2012:

Der Chef der Luftstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarden rechnet für den Fall eines israelischen Angriffs auf sein Land mit einem „Dritten Weltkrieg“. Sollte eine israelische Attacke kurz bevorstehen, könnte der Iran einen „Präventivangriff“ führen, sagte General Amir Ali Hadschisadeh im Fernsehsender Al-Alam. Dabei würden auch US-Stützpunkte in der Region attackiert.

Bei einem israelischen Angriff, egal ob mit oder ohne Zustimmung Washingtons, würde der Iran US-Stützpunkte in Bahrain, Katar und Afghanistan attackieren, sagte Hadschisadeh dem arabischsprachigen Sender. Israel werde „schwere Verluste“ erleiden. Das könne der „Auftakt seines Untergangs“ sein. Eine militärische Konfrontation beider Länder würde einen Weltkrieg auslösen, sagte Hadschisadeh. (…)

Am Samstag hatte der Chef der Revolutionswächter, Ali Dschafari, iranischen Nachrichtenagenturen zufolge erklärt, er erwarte einen Krieg mit Israel. Der Krieg werde „schließlich kommen“, es sei aber „nicht sicher, wann und wo“. Sollte Israel angreifen, werde das zu seiner „Zerstörung“ führen, denn der Iran sei zur Konfrontation bereit, fügte Dschafari hinzu.

Focus hatte bereits am 11.08.2012 berichtet:

Die Anzeichen verdichten sich: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu plant einen Militärschlag gegen den Iran. Dieser soll noch vor der US-Wahl im November stattfinden. Der Entschluss sei schon „fast endgültig“.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu misstraue der Zusicherung von US-Präsident Barack Obama, Amerika werde eine mögliche iranische Atombombe notfalls mit militärischen Mitteln verhindern. Zu dieser Einschätzung kommen israelische Zeitungen. Die USA hätten Israel weder Pläne für ein militärisches Eingreifen vorgelegt noch habe Obama einen Angriff ausdrücklich zugesagt, falls Sanktionen und diplomatischer Druck keinen Erfolg haben. Außerdem sei Obama dafür bekannt, dass er Militäreinsätze nicht ohne Zustimmung der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga befehle. Dies alles habe Netanjahu zu der Überzeugung gebracht, dass Israel allein handeln müsse.

Die hochgerüsteten und teils mit gewaltigen finanziellen Hilfsprogrammen Deutschlands und der EU unterstützten Verbündeten des Iran dürften derweil Gewehr bei Fuß stehen. In diversen Medien wird über das Raketen-Arsenal des Iran und seiner Verbündeten spekuliert:

Schätzungen lauten, dass über 170.000 Raketen aus den Moslem-Ländern auf Israel abgeschossen werden könnten. Es wird dabei angenommen, dass Syrien um die 100.000 Raketen feuerbereit hat, die Hisbollah im Libanon 60.000, die Hamas im Gazastreifen 12.000 und der Iran um die 500 ballistische sowie treffgenauere Schihab-Raketen. Israel verfügt über diverse Raketenabwehrsysteme.

Unabhängig vom großen Spiel der Politik, unabhängig vom Für und Wider eines Krieges vor oder nach den amerikanischen Präsidentschaftswahlen, unabhängig von allen diplomatischen, wirtschaftlichen und sonstigen Initiativen Westeuropas: Das zentrale Kriterium ist und bleibt: Israel muss und wird handeln, sobald seine Existenz und das Leben der Juden akut bedroht sind.

Ideologien, Wunschdenken und Illusionen, alles Merkmale, die in den letzten Jahren zunehmend die Politik Deutschlands und West-Europas in Bezug auf die islamische Welt prägen, spielen dabei keine Rolle.

Mosche Dayan, ehemaliger israelischer Panzergeneral und Außenminister Israels, der im Sechs-Tage-Krieg von 1967 Berühmtheit erlangte, wird das Zitat zugeschrieben: „Unsere amerikanischen Freunde bieten uns Geld, Waffen und Ratschläge. Wir nehmen das Geld, wir nehmen die Waffen, aber wir lehnen die Ratschläge ab.“

Ein Krieg Israels gegen den Iran dürfte für Deutschland und die EU zur Nagelprobe für die pro-islamische Appeasement-Politik der letzten Jahre und Jahrzehnte werden. Europa wird Farbe bekennen müssen. Für das uneingeschränkte, bedingungslose Existenzrecht Israels. Die Politik des „Sowohl-als-auch“ mit wachsender Betonung der pro-islamischen Appeasement-Politik erscheint im Kriegsfalle nicht haltbar.

Die jüngsten Ausschreitungen in der islamischen Welt angesichts einiger Mohammed-Karikaturen oder eines Mohammed-Film-Trailers und die in der Geschichte beispiellosen Appeasement-Reaktionen westlicher Politiker hierauf dürften lediglich einen kleinen Vorgeschmack darstellen auf die Geschehnisse und Abläufe, die im Falle eines Krieges zwischen Israel und dem Iran bevorstehen.

Infolge der Einwanderungspolitik Deutschlands und der EU insgesamt in den letzten Jahrzehnten leben inzwischen mehr als 50 Millionen Moslems in West-Europa, die zwar sowohl nach Aussagen ihrer Verbandsfunktionäre als auch nach Aussagen der Politiker sehr gut integriert sind. Gleichwohl bedarf es zur Beantwortung der Frage, wo das Herz dieser Moslems im Falle eines neuerlichen Nahost-Krieges schlägt, keiner großen Diskussion.

Falls die aktuelle Entwicklung ungebremst weiter läuft, so erscheint aus heutiger Sicht ein Krieg zwischen Israel und dem Iran unausweichlich. Israel kann und wird niemals einen atomar bewaffneten Moslem-Staat in seiner Nachbarschaft, dessen erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist, wehr- und tatenlos akzeptieren.

Für die zunehmend pro-islamische Politik Deutschlands und der EU bietet diese Entwicklung nicht nur Anlass zu großer Sorge, sie dürfte sogar Angst auslösen. Angst vor der unvermeidbaren Auseinandersetzung zwischen dem Westen und dem Islam. Angst vor Ausschreitungen und Straßenschlachten in den Homelands der Moslems in Deutschland und West-Europa. Angst, dass sich der alltägliche Moslem-Terror in zahlreichen Ländern der Welt noch weiter ausweitet. Ein Krieg zwischen Israel und dem Iran könnte für Deutschland und West-Europa zum Stalingrad der Islam-Politik werden.