Iran zensiert Internet wegen Mohammed-Film

Wie das Hamburger Abendblatt gestern berichtete, schränkte die iranische Regierung als Reaktion auf das „Schmähvideo“ den Internet-Zugang für seine Bürger ein. Man will das persische Volk, in dem es nach 32 Jahren Religionsterror immer deutlichere islamkritische Tendenzen gibt, offensichtlich vor dem unheilvollen Einfluß des bösen Westens „schützen“. In dem Artikel wird auch die neue Terrordrohung für Deutschland und ihre erste Veröffentlichung durch Politically Incorrect erwähnt. In angenehm unaufgeregter Weise beschreibt das Abendblatt das „Anliegen“ von PI als „Warnung vor einer Islamisierung Europas“. Mit der Bezeichnung „rechter Blog“ kann man auch leben.

(Von Michael Stürzenberger)

Hier die Passage über PI:

Radikale Islamisten rufen laut einem Beitrag der Zeitung „Die Welt“ wegen des Mohammed-Schmähvideos zu Mordanschlägen in Deutschland auf. Ein Islamist unter dem Namen „Abu Assad Al-Almani“ fordere seine Glaubensbrüder auf, als Rache für das Video Attentate in Deutschland zu begehen. Das Dokument war bereits am Samstag von dem rechten Blog „Politically Incorrect“ verbreitet worden; dieser nennt die Warnung vor einer „Islamisierung Europas“ sein Anliegen.

Dieser sachlichere Umgang mit PI ist eine erfreuliche Abwechslung zu der sonst so geheuchelten Empörung und Diffamierung durch die Mainstream-Medien. Möglicherweise führt ja auch die zunehmend islamkritische Berichterstattung der „Qualitätspresse“ angesichts der nicht mehr zu leugnenden Probleme mit dem Islam zu dieser Entwicklung. Der Kommentar des iranischen Führers zum Mohammed-Film:

„Den heiligen Propheten zu verunglimpfen, ist sehr schlimm. Das hat sehr wenig mit Freiheit und freier Meinungsäußerung zu tun. Es handelt sich um eine Schwäche und einen Missbrauch der Freiheit, und an vielen Orten ist es ein Verbrechen“, sagte Ahmadinedschad. „Wir glauben aber auch, dass dies in einer menschlichen Atmosphäre gelöst werden muss … Und wir mögen es nicht, wenn jemand sein Leben verliert oder – aus welchen Gründen auch immer – getötet wird, nirgendwo auf der Welt.“ Bei gewaltsamen Protesten gegen das Video waren in den vergangenen Tagen allein in Pakistan mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen.

Was für ein Heuchler – als ob die iranische Regierung ein Problem mit dem Töten hätte. Vielleicht sollte man hierzu einmal die Frauen befragen, die derzeit in den Todeszellen sitzen und auf ihre Steinigung wegen „Ehebruch“ warten. Oder die Christen, die wegen des Wechsels vom Islam gemäß der Anweisung des Propheten Mohammed zur Todesstrafe wegen „Apostasie“ verurteilt wurden.

Im Iran sind jetzt 17 Millionen facebook-Nutzer von der Zensur der Mullahs betroffen, denn auch diese Kontakt-Plattform ist mittlerweile gesperrt. Aber die Perser scheinen einfallsreich in der Umgehung der Zensur zu sein, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.