Professor Karl Albrecht Schachtschneider (Foto) hat schon im letzten Jahr ein Buch über die „Rechtswidrigkeit der Euro-Politik“ geschrieben und diese einen „Staatsstreich der politischen Klasse“ genannt. Während das Buch sehr genau in technische Details geht, die durch die neueste Entwicklung teilweise überrollt werden, ist das Vorwort unverändert gültig. Wir zitieren einen starken Auszug:

Der Euro ist gescheitert, aber die europäischen Integrationisten wollen ihn retten, koste es, was es wolle. Sie nutzen ausgerechnet dieses Scheitern ihres wichtigsten Projekts, um die Europäische Union weiter zu dem »vereinten Europa« voranzutreiben, das sie von Anfang an angestrebt haben, dem Europastaat, in dem die Völker Europas nicht mehr in nationalen Einzelstaaten ihr Schicksal selbst bestimmen, sondern eine große Menge von Untertanen als Arbeiter und Verbraucher ein abhängiges Leben fristen, dessen Regeln eine elitäre und privilegierte Bürokratie vorschreibt.

Die Lebensverhältnisse sollen in ganz Europa und darüber hinaus unabhängig von den Leistungen der einzelnen Menschen und Völker einheitlich sein, aber sie werden kärglich und ärmlich sein. Die Union ist schon jetzt nicht demokratisch, rechtsstaatlich und sozial, aber Europa wird nach den Veränderungen, gegen welche dieses Buch mit den Mitteln rechtlicher und wirtschaftlicher Vernunft kämpft, eine Region der globalen Welt sein, welcher die besten Errungenschaften der annähernd dreitausendjährigen Geschichte Europas genommen sind: die Freiheit, das Eigentum und die freie Rede, die Selbstständigkeit und Bürgerlichkeit der Menschen, die menschheitliche Verfassung, insgesamt das Recht.

Dieses Europa wird eine sanfte Despotie, eine Diktatur der Bürokraten sein. Damit hat Europa bittere Erfahrungen. Die Sozialisten, welche die verhängnisvolle Politik machen, haben ihr Fernziel, den egalitären Menschen, unterschiedslos, bedürfnislos, bedeutungslos, den Menschen, wie ihn George Orwell beschrieben hat, nicht aus dem Auge verloren. Die Rolle des »Großen Bruders« übernehmen sie selbst. Sie nutzen die kapitalistische Habgier für ihr Ziel, mittels derer sie die Grundlage stabiler Wirtschaft und Politik zerstören: das Geldwesen.

Die Opportunisten in den Parteien leisten ihnen willig Hilfestellung. Sie wissen nicht, was sie tun, und wollen es auch nicht wissen. Sie suchen nur ihren kleinen Vorteil. Sie sind nun einmal, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eine Negativauslese.

Aber die getäuschten und entmutigten Menschen werden weiter ihre Verächter an die Macht wählen. Der Trend ist nicht zu verkennen. Alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien sind europäistisch. Mehr als zwei Drittel der Abgeordneten sind links. Sie stimmen begeistert jeder Politik zu, die Deutschland schadet. Aber sie schaden auch den anderen Völkern Europas.

Zunehmend werden, typisch für Sozialisten, faschistische Herrschaftsmethoden eingesetzt, Agitation und Propaganda, Redeverbote und Ausgrenzung derer, die öffentlich Wahrheit und Richtigkeit vertreten. Aber noch gibt es Widerspruch und Widerstand…

Karl Albrecht Schachtschneider 11.Juli, 2011

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27 KOMMENTARE

  1. Aber die getäuschten und entmutigten Menschen werden weiter ihre Verächter an die Macht wählen.

    Oder sagen wir es so: Nur die dummen Schafe wählen ihren Schächter selbst.

  2. Sobald eine größere Anzahl Wähler endlich aufgewacht ist, und, anstatt sich in Leserkommentaren aller gängigen Publikationen über die weithin erkannten Irrwege der Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung auszulassen, endlich mal geschlossen schlicht und einfach rechts wählt, wird sich gar nichts ändern.

    Eine Wahlstimme, egal aus welchem Grund und egall für welche der etablierten Parteien, ermöglicht erst das Handeln dieser „Volksvertreter“ ala Jäger, Merkel, Friedrich, Schäuble, Steinbrück, Böhmer, Cohn-Bandit, Roth, Trittin usw……

    Die EINZIGE wirksame, demokratische Steuerungsmöglichkeit ist die Wahlstimme!

    Und wenn mir die Politik zu linkslastig ist, muß ich rechts wählen. Und wenn sie zuweit rechts abdriften sollte, kann ich wieder links wählen. Und so würde die Gesellschaft schön in der Mitte bleiben. Eigentlich simpel, wahrscheinlich zu simpel, als das sich „schlaue“ Wähler dafür begeistern können.

  3. Die Eurohaliker geben immer nur vor, ein gleiches Europa zu wollen. Aber das wollen sie nicht, jedenfalls nicht im Süd-Gürtel. Sie wollen weiter ihrer Schuldenwirtschaft nachgehen, siehe aktuell Protugal, das schon wieder kräftig neue Schulden macht.

    Sie fahren mit ihrem Auto mit 200 in die falsche Richtung. Dann versprechen sie in Zukunft nur noch mit 80 in die flasche Richtung (Schuldenzunahme) zu fahren. Aber nicht einmal das schaffen sie. Zultzt sind es dann wieder mindestens 150 km/h.

    Niemand, wirklich niemand (auch Deutschland nicht) kommt auf den Gedanken Schulden ABZUBAUEN, d.h. in die richtige Richtung zu fahren.

    Dieser Wahnsinn ist aber bald vorbei. Niemand kann auf Dauer die Mathematik beschei…

  4. Sie sind nun einmal, von wenigen Ausnahmen abgesehen, eine Negativauslese. Sie stimmen begeistert jeder Politik zu, die Deutschland schadet.

    Der gute Mann hat Recht.

    Diese 2 Aussagen über unsere Politiker treffen genau zu.

  5. Aber noch gibt es Widerspruch und Widerstand….

    …und die Regimes werden in den nächsten Jahren alles versuchen, auch noch diesen kärglichen Rest an Opposition endgültig auszuschalten, mundtot zu machen, zum Schweigen zu bringen.

    So ist es auch nur noch eine Frage der Zeit, bis PI der Stecker herausgezogen wird.

    Dann sind wir endgültig auf sowjetischem Niveau angekommen: Regimekritik durch Mund-zu-Mund-Propaganda, heimliches Verteilen verbotener Flugblätter, konspirative Treffen, Verfolgung durch Stasi, Gesinnungskontrolle und radikale Zensur

    http://kurier.at/futurezone/4513368-clean-it-plaene-zur-internet-zensur-in-europa.php

    Tolle Aussichten, eine rosige Zukunft – für alle Duckmäuser, Untertanen und Ja-Sager!

  6. Gegen dieses beschriebene Szenario und die daraus folgenden Zukunftsaussichten, war der zurückliegende kalte Krieg ,ja (fast) noch eine Märchenstunde.

  7. Im übrigen wären die Deutschen die Profiteure, wenn es wirklich mit Europa ernst würde:

    – Sie bräuchen weniger Steuern zu zahlen, wie in Italien u. Griechenland

    – sie hätten automatisch mit der Inflationsrate steigende Renten (wie in fast allen Club-Med Ländern üblich) Aktuell wollte Spanien die Renten um 4% wie üblich erhöhen. Jetzt werden es nur 1%

    – Sie hätten künftig einen Mindestlohn von 10,50 Oiro wie in Luxemburg oder 9,40 wie in Frankreich

    – das letzte Einkommen würde die Rentenhöhe bestimmen und nicht mehr die eingezahlten Beiträge

    – das Arbeitslosengeld würd jahrelang geszahlt werden und nicht 1 Jahr (im Pleitespanien aktuell 2 Jahre)

    – die Stimme eines Deutschen würd nicht einen Bruchteil der eines Luxemburgers betragen

    usw.usf.

    Niemand will den Michel aus seinem Sklavendasein befreien. Denn es dient ja einem guten Zweck….

  8. Ich verstehe nicht, warum ein Schachtschneider, Hankel, Starbatty, Gauweiler und Sarrazin keine Partei gründen.

    Dann könnte man das Steuer dieser unsäglichen EU-Diktatur vielleicht noch rumreissen.

    Ich bewundere obgenannten Männer, die wirklich eine Ausdauer gezeigt haben und mit ihren Klagen und Büchern noch für etwas Hoffnung sorgten. Stichwort: ESM……..

  9. #maestro cecco

    „Tolle Aussichten, eine rosige Zukunft – für alle Duckmäuser, Untertanen und Ja-Sager!“

    gut beobachtet denn genau mit diesen eigenschaften :

    da sind die deutschen ja schon immer weltmeister gewesen.

    das können sie ja wohl wirklich am besten.

  10. leicht ot, ganz interessanter Vortrag

    http://www.blu-news.org/2012/09/11/papiergeld-ex-nihilo/

    ich frage mich bei solchen Themen immer, ob nicht ein Grundeinkommen die bessere Wahl wäre. Mit einem Grundeinkommen würde man die Linke mit ihren eigenen Waffen schlagen und damit bedeutungslos machen (die Linken bestimmen fast den gesamten gesellschaftlichen Diskurs), insofern schon eine Stilllegungsprämie, nur anders als bisher gedacht.

  11. #8 Simbo (30. Sep 2012 17:19)

    Warum schließen sich diese fähigen Männer nicht einfach zu einer neuen Partei zusammen????
    Also, Parteigründungen hat es in der BRD in den letzten Jahrzehnten nun wirklich genug gegeben, und das Ergebnis sehen Sie: Die Machtstrukturen sind fest zementiert! Es gibt -unter der Annahme weitgehend gleichbleibender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedingungen- auch in Zukunft nicht den Hauch einer Chance, dies zu ändern.
    Die o.g. fähigen Experten wollen sich einfach nicht lächerlich machen, denn sie wissen, daß sie mit einer Parteigründung auf die Nase fallen würden – genauso, wie schon so viele andere Bürger vor ihnen.

  12. Wie Recht der Prof. Schachtschneider hat ❗

    FDP-Chef Philipp Rösler hat sich für die Schaffung eines europäischen Bundesstaats ausgesprochen. „Wir Liberalen wollen den europäischen Bundesstaat, so haben wir es auch in unserem neuen Grundsatzprogramm, den Karlsruher Freiheitsthesen, festgeschrieben“, erklärte Rösler in einem Grundsatzbeitrag für das FDP-Mitgliedermagazin „Elde“.
    http://www.derNewsticker.de/news.php?id=248397&i=ldkslf

  13. #11 Mastro Cecco

    Dann muss ich leider 🙁 annehmen, dass die meisten Deutschen gar keine Veränderung wollen (ausser PI-Leser) und der Ist-Zustand mit den Parteiendiktatur CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE/LINKE weiter bestehen bleibt.

    Nun, das ist bei uns leider auch nicht viel anders: immer das gleiche Bild. SP Schweiz, CVP (in katholischen Kantonen) FDP, Grüne :mrgreen:

    Und die SVP verliert immer mehr bei den Wahlen, weil die meisten Wähler unterdessen auch MSM gehirngewaschen sind 🙁

    Nur bei Abstimmungen kommt dann wieder raus, dass die SVP im „Stillen“ doch viele Anhänger hat, auch von anderen Parteien. Wie viele Male war die SVP pro/contra die einzige Partei die gegen allen anderen Parteien eine andere Abstimmungs-Parole rausgegeben.
    haben.

    Und trotzdem wird das Resultat manchmal sehr knapp…. letzter Beweis, die Abstimmung über den „Eigenmietwert“. Kann man googeln, wenn man will 😆

  14. #17 Simbo (30. Sep 2012 17:48)
    Dann muss ich leider annehmen, dass die meisten Deutschen gar keine Veränderung wollen (ausser PI-Leser) und der Ist-Zustand mit den Parteiendiktatur CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNE/LINKE weiter bestehen bleibt

    Das ist eine korrekte Einschätzung der politischen Verhältnisse in der BRD. Die Masse der Wähler will möglichst keine Veränderung, wählt weiterhin stramm den etablierten Systemparteienblock, in den nur sehr sehr selten was Neues reinkommt, in den 80er Jahren DIE GRÜNEN, und seit kurzem die PIRATENPARTEI. Beide stellen für die bestehenden Machtverhältnisse keine Bedrohung dar, sie sind daher nicht viel mehr als „Kosmetik“.

    Es gibt nur eine einzige Möglichkeit für eine umfassende Reform und Neustrukturierung unseres Landes: Den Staatsbankrott! Denn nur dann können die Machtverhältnisse geändert und bestehende Strukturen zerschlagen werden, nur dann gibt es die notwendigen Mehrheiten für einen Neubeginn.

  15. Prof. Schachtschneider hat den Durchblick. Er ist vertrauenswürdig, er sollte Bundeskanzler werden.
    Wer druckt mal ein paar T-Shirts mit seinem Bild?
    Nicht vergessen, PI:
    Am Mittwoch, 3. Oktober, wird in München der Tag der deutschen Einheit gefeiert.
    Wer in der Nähe ist, sollte unbedingt hin – trotz der Heuchler und Lügner, die dort auflaufen werden. Lassen wir uns unser Land nicht nehmen!

  16. Tja, ich wünsche mir ja schon länger eine neutrale Berichterstattung in Deutschland und im Zuge dessen Lesungen von Schachtschneider oder Hankel im Fernsehen und die Transskripte am nächsten Tag in den Tageszeitungen.

    Dasselbe wünsche ich mir beim Islam, zum Beispiel am Sonntag um 20 Uhr „Das Wort zur Korangewalt“. 😀

    Aber nein, das geht nicht.

    Da könnte das Wahlschaf ja beunruhigt aufwachen und islamo- sowie europhilen Politikern und Medienmachern die Rote Karte an der Urne zeigen und „böse“ wählen.

    Darum wir Deutschen in allen Medien von früh bis spät mit EUdSSR-, Zuwanderungs- und Islampropaganda zugemüllt bis das Hirn wegen Überreizung resigniert abschaltet.
    Und wenn einem mal nicht diese Propaganda um die Ohren gschlagen wird, gibts Verblödungsthemen a`la „Wieviel säuft Elvers“ oder „Bettina schreibt ein Buch“ als Aufmacher.

    Schlaf, Michel, schlaf.
    Dein Kanzler ist ein Schaf,
    Sie folgt den Herrn aus Euro-Land,
    Euro-Land ist abgebrannt.
    Schlaf, Michel, schlaf.

  17. Anläßlich dieses Artikels möchte ich auf das neue Buch Prof. Dr. Schachtschneiders hinweisen, welches in einer Woche erscheinen wird:

    »Die Souveränität Deutschlands: Souverän ist, wer frei ist«

    http://www.amazon.de/Die-Souver%C3%A4nit%C3%A4t-Deutschlands-Souver%C3%A4n-frei/dp/3864450438

    Schachtschneider wird in seiner gewohnt sachlichen Art und Weise und in klarer sowie an Deutlichkeit nicht zu überbietender Sprache mit den Einheitsparteien, dem Euro, der EU und sonstigen Fehlentwicklungen, die unser demokratisches Gemeinwesen bedrohen, knallhart abrechnen – für PI-Kommentatoren eine eindeutige Leseempfehlung.

  18. Ich höre immer nur von „dummen Schafen, die ihre Schlächter selbst wählen“
    Aber was sollen die Schafe denn wählen, um nicht mehr als dumm zu gelten.
    Wo ist sie, die ALTERNATIVE??

  19. Hallo,
    wenn es die Herren Schachtschneider, Hankel, Sarazin und Co wirklich ernst meinten und sich nicht nur für ihre Verkaufszahlen ihrer Bücher interessieren würden sähe die Parteinlandschaft in Deutschland ein wenig anders aus.
    Diese Wohltäter der Meinungsfreiheit arbeiten auch nur in ihre Taschen.
    Dieses Land wird nicht mehr durch politische Parteine gerettet sondern nur durch Bürger die etwas mehr von der Ergreifung von Macht verstehen

  20. Die Sozialisten, welche die verhängnisvolle Politik machen,…
    Die Opportunisten in den Parteien leisten ihnen willig Hilfestellung. Sie wissen nicht, was sie tun, und wollen es auch nicht wissen. Sie suchen nur ihren kleinen Vorteil.

    Wie viele andere übersieht auch Prof. Schachtschneider (den ich sehr schätze), dass Politiker NIEMALS selbständig handeln, sondern Interessen bestimmter Gruppen ausdrücken.

    Die mächtigste Gruppe zurzeit ist die WIRTSCHAFTSLOBBY. Keine wichtigen Entscheidungen finden ohne diese Lobby statt (insbesondere in Finanz- und Wirtschaftspolitik).

    Weder EU noch Euro sind sozialistische Projekte (beide von CDU/CSU gegründet).
    Euro und EU sind von der Großindustrie gewünscht (sie macht auch kein Geheimnis daraus), deshalb werden sie gegen jede Vernunft von der Politik durchgesetzt, die von der Wirtschaft längst übernommen ist (und zwar ALLE etablierten Parteien, nur die Linke noch nicht ganz).

  21. Danke, Herr Schachtschneider. Ein Mann, der sich nichts vorzuwefen hat, wenn wir uns alle die Fragen stellen müssen: Was hätten wir besser machen können? Wo waren wir untätig?

    Wie nur kann man diese Abwärtsspirale noch stoppen? Kann man denn? Ich bin einfach sehr traurig über diese Entwicklung. Ich habe drei Kinder, die sind 3, 4 und 10 Jahre alt. Sie crashen sehenden Auges in diese dreckige Zukunft.

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