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Der Monat Oktober hat in Augsburg begonnen mit dem achten Teil der Vortragsreihe „Orient und Okzident“. Für diejenigen, die das nicht kennen: Es geht um Vorträge über den Islam, mit denen die Veranstalter „Kulturhaus Kresslesmühle“, der „Assyrische Mesopotamien-Verein“ und die Volkshochschule Augsburg die Träger der sog. „Interkulturellen Akademie Augsburg“ sind.

Seit 2006 zum achten Mal versuchen sie, die totalitäre Ideologie Islam der Augsburger Öffentlichkeit schmackhaft zu machen, obwohl die täglichen Nachrichten aus Deutschland und der Welt weniger appetitanregend sind.

Auch in den Jahren davor hat diese Gruppierung ungeachtet der Selbstbezeichnung „interkulturell“ massive Islam-Propaganda betrieben. Aus diesem Grund sagte der Leiter des Mesopotamien-Vereins, Gebro Aydin, bei der Eröffnung am 4. Oktober 2012 eher als Entschuldigung, dass bei dieser Veranstaltungsreihe es nicht darum ginge, „eine Religion salonfähig zu machen“. Das klingt jedoch wenig glaubwürdig, da 12 von insgesamt 13 Vorträgen den Islam als Thema haben, trotz der hoch gepriesenen religiösen Vielfalt.

Etwas kritischer war der erste Vortrag am 4. Oktober 2012 unter dem Titel „Zwischen Identitätssuche, Abgrenzung und Radikalisierung: Ein Panorama des Neo-Salafismus in Deutschland“. Wahrlich wäre es schwierig, nach den Ereignissen in den letzten Jahren und den unzähligen Terroranschlägen seitens der Salafisten weltweit, noch offene Werbung für den Salafismus zu machen.

Wahrscheinlich aus diesem Grund kamen zur Veranstaltung weniger Anhänger der islamischen Ideologie. Unter den ca. 30 Leuten im Publikum waren nur zwei stadtbekannte Berufsmohammedaner: Suat Saklaman, Vorsitzender des Dachverbandes türkischer Vereine in Augsburg (DTA) und Tugay Cogal, Vorsitzender des sog. „Integrationsbeirats“ der Stadt Augsburg, der diesen Posten nach der Verhaftung des früheren Vorsitzenden Ahmet Akcay ab November 2011 übernahm.

Als Referent zum Thema wurde Dr. Marwan Abou Taam (Foto oben) von der Humboldt-Universität in Berlin eingeladen, der unter anderem auch durch seine Arbeit beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz bekannt und schon aus diesem Grund mit dem Thema Salafismus in Deutschland vertraut ist.

Abou Taam beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema des islamischen Fundamentalismus und des Terrorismus, dem er auch seine Dissertation gewidmet hat. Über den Salafismus hält er auch Vorträge.

Als Einführung stellte Taam die Frage, ob sich das Publikum einen Vortrag eines Beamten des Landes Rheinland-Pfalz wünscht oder ob es die persönliche Meinung des Referenten hören möchte. Die von ihm vorbereitete und gezeigte Text-Präsentation trug den Titel „Salafismus – Herausforderung an Staat und Gesellschaft“, was schon eine gewisse Tendenz, die Gefahr des Salafismus zu relativieren, erkennen lässt.

Die vom Referenten ausgesprochenen Wahrheiten sind, dass der Salafismus die Antithese zur europäischen Demokratie und Pluralismus ist, weiter die Tatsache, dass die deutschen und europäischen Politiker seit Jahrzehnten mit Salafisten zusammenarbeiten und somit der Salafismus der engste Verbündete der USA sowie der europäischen Staaten im Vorderen Orient ist. Damit meinte er vorwiegend Saudi-Arabien als engen geopolitischen und geostrategischen Partner des Westens. Am Ende seines Vortrags kam Taam nochmals auf diese „Zusammenarbeit“ und stellte die rhetorische Frage, warum die Salafisten in Deutschland ein Problem darstellen, aber die Salafisten aus Saudi-Arabien und in den Golfstaaten akzeptiert werden.

Der Behauptung, dass der Salafismus die größte Herausforderung an den Islam selbst sei, stimmen wir nicht zu, denn beide Begriffe haben denselben Inhalt: totalitäre Ideologie der Unterwerfung!

Richtig ist die Feststellung, dass in der letzten Zeit eine Entchristianisierung des Orients durch Ermordung und Vertreibung der dortigen Christen stattfindet, worüber kein Mensch redet, so Abou Taam. Übertrieben war seine Behauptung, dass im Iran die Lage der Christen besser wäre als im Irak, wo es kaum noch Christen gibt. Weiter sagte der Referent, dass er – obwohl überzeugter Moslem – der Meinung sei, dass je weniger Christen es im Orient gibt, umso schlechter es den Menschen geht. Das glauben wir auch, denn überall in den islamischen Ländern gehören die Christen zu den hoch gebildeten und fleißigsten Bürgern.

Taam gab eine kurze, aber klare Definition des Salafismus: „Religiöse Einstellung, die alles im Leben verbietet, was den Menschen Spaß machen könnte“. Das stimmt, aber die Definition ist doch für den ganzen Islam zutreffend und diese Übereinstimmung wird nicht nur durch den vom Referenten gezogenen visuellen Vergleich zwischen Osama bin Laden und Pierre Vogel betont.

Die Behauptung des Referenten, dass 1,4 Milliarden Muslime weltweit den Koran als Willen Allahs unterschiedlich lesen, stimmt nicht: Erstens können Millionen Muslime gar nicht lesen und gehören damit zu den rückständigsten Menschen der Welt. Zweitens hat der gläubige Muslim den Willen Allahs wörtlich zu befolgen, ohne zu versuchen, darüber nachzudenken.

Taam sagte, dass die salafistischen Gemeinden in Deutschland ca. 4.000 Mitglieder zählen und das Innenministerium von 1.000 gewaltbereiten Islamisten (sog. „Gefährder“) ausgehen würde, die bekannt sind bzw. an Ausbildung zu Terroristen in „Trainingslagern“ im Ausland teilgenommen haben. Die Verwendung beider Begriffe zeigt, dass zwischen „Salafisten“ und „Islamisten“ kein Unterschied ist, es geht doch um gläubige Muslime, die ihr gemeinsames Ziel der Islamisierung Deutschlands nachgehen. Der Verfassungsschutz unterscheidet zwischen Salafisten und Islamisten allgemein, deren Zahl sich nach Angaben des Referenten auf 37.470 beläuft. Allerdings beziehen sich diese statistischen Angaben auf das Jahr 2010. Für das Jahr 2011 wuchs die Zahl auf 38.080 (Verfassungsschutzbericht 2011, Seite 191).

PI-Augsburg berichtete im März 2012
über die salafistischen Aktivitäten in Augsburg.

Der Referent behauptete, dass der Salafismus in Deutschland andere Merkmale hat als anderswo wie z.B. in Gaza und Ägypten. Das stimmt nur insofern, weil in Deutschland neben den aus arabischen Ländern eingewanderten Salafisten auch viele autochthondeutsche Islamkonvertiten zu finden sind. Die Ideologie aber, zu der diese „konvertiert“ sind, ist der totalitäre Islam nach Vorbild aus dem 7. Jahrhundert. Unislamisch scheint uns nur, dass diese Verherrlicher des rückständigen Islam mit Flugzeugen reisen, Autos fahren, Videos aufzeichnen und Internet und Mobiltelefone nutzen: Allesamt von westlichen Ungläubigen erdachte und entwickelte Technologien.

Trotz kritischer Töne im Vortrag gab es immer wieder Hinweise auf Relativismus oder Beschönigung der islamischen Weltanschauung. Die Behauptung, dass der religiöse Dualismus nicht „typisch islamisch“ sei, ist nicht zutreffend, da im Gegenteil, die Zweiteilung der Welt und der Menschen in eine „gute“ und eine „böse“ Hälfte das Hauptmerkmal des Islam ist. Karl Marx erkannte schon:

„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist ‚harby‘, d.h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.“ (Karl Marx, Die Kriegserklärung – Zur Geschichte der orientalischen Frage, Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170).

Bei der Auflistung verschiedener Theorien über die Zusammenhänge zwischen Armut und Terrorismus sagte der Referent, dass viele Terroristen (z.B. die Attentäter vom 11.09.2001) aus vermögenden Familien stammen bzw. gebildet sind. Eine Übersicht der Ereignisse in den arabischen Ländern zeigt, dass überall die Salafisten auf dem Vormarsch sind.

Interessant waren die Aussagen, dass im Islam die Philosophie und das logische Denken keinen Platz hätten, dass die Philosophen den Islam gefährden würden und daher unerwünscht wären, denn im Islam gilt das Wort als Allahs Aussage und nicht die Auslegung bzw. Analyse seiner Aussagen. Der Geschichte des Salafismus und seinen Vordenkern widmete Taam viel Zeit. Er betonte, dass Saudi-Arabien (aber auch die Golfstaaten!) mit viel Geld den Salafismus (den wahhabitischen Islam) weltweit exportieren würden.

Ein Randthema des Vortrags war, dass in Deutschland im Zusammenhang mit dem Islam eine ganze „Islam-Industrie“ entstanden wäre, wo Menschen und Organisationen seit Jahrzehnten tätig sind und somit viel Geld verdienen würden.

Die meisten Fragen aus dem Publikum bezogen sich auf die Entwicklung im Nahen Osten und den Ländern Nordafrikas. Taam berichtete über Pläne aus den 70er-Jahren, alle Christen aus dem Libanon zu vertreiben, sowie über die Lage der Christen in Palästina, die vor 100 Jahren noch 40 % der Gesamtbevölkerung ausmachten und heute nur noch 3 % stellen.

Über Deutschland sagte der Referent, dass die sog. „Islamdebatte“ mit konservativen Vertretern des Islam geführt werden würde. Manche Wortmeldungen äußerten die naive Vorstellung, dass das Erlernen der deutschen Sprache zwangsläufig zur Assimilierung führen müsste.

Ein Zuhörer merkte an, dass angesichts der Tatsache, dass die Salafisten gegen keine Regel des Islam verstoßen würden, sie doch in Wirklichkeit die wahren Muslimen wären und somit die Salafisten keine Islamisten, sondern nur Muslime wären, die nach den Regeln des authentischen Koran leben und handeln würden.

Diese Meinung schien dem Referenten zu „revolutionär“ und er erklärte sie für „nicht richtig“, dabei verwickelte er sich in Widersprüche, als er von verschiedenen Auslegungen sprach, die allerdings im Islam nicht zulässig sind. Der Zuhörer erinnerte ihn an seine eigene Aussage während des Vortrags, dass die letzten Kommentare des Islams aus dem 12. Jahrhundert stammen würden.

Dr. Abou Taams Versuch, die religiös-totalitäre Weltanschauung der Salafisten von einer vermeintlichen „Vielfalt“ des Islam zu trennen, war vergleichbar mit dem Versuch Gorbatschows, den Sozialismus durch Reformen zu retten.

Weitere Vorträge zum Thema Salafismus werden in Augsburg im November und Februar folgen. Über die Bestrebungen der Salafisten in Deutschland hat der Verfassungsschutz bereits im April 2012 diese Broschüre veröffentlicht.

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18 KOMMENTARE

  1. Arabischer Wahabismus, Salafismus ist für den Westen kein Thema weil bei uns die Lichter ausgehen wenn aufgemuckt wird und die den Ölhahn zudrehen. Deshalb die Samthandschuhe.
    Diese Rechnung wird aber nicht aufgehen und das haben die Verantwortlichen sich schon lange selbst ausgerechnet.

  2. …Taam gab eine kurze, aber klare Definition des Salafismus: „Religiöse Einstellung, die alles im Leben verbietet, was den Menschen Spaß machen könnte“.

    Ein Salafist ist ein frommer Muslim!!

    A Salafi ist ein Muslim, der den Salaf („Vorgänger“ oder „Vorfahren“) betont, die früheste Muslime, wie vorbildliche Beispiele der islamischen Praxis (das „beste Beispiel“ Q.33:21 Prophet Muhammad).

    d.h. purer Islam, fromme Muslims
    Sie „vergewaltigen“ nicht den Islam

    Salafis call for murder (to Q.5:72, 73 „blasphemers“)

    http://schnellmann.org/the-power-of-salafis.html

  3. #2 Grafenwalder (16. Okt 2012 22:23)

    Multikulti-Truppen gegeneinander..
    Aber viel besser ist das 3:1 von Ungarn gegen die Türkei. Da wird es wohl wieder heissen:

    OHNE TÜRKEN – FAHRN WIR ZUR WM!

  4. Guter Bericht – weiter so!

    @ #3 Wien11.9.1683 (16. Okt 2012 22:24)

    Arabischer Wahabismus, Salafismus ist für den Westen kein Thema weil bei uns die Lichter ausgehen wenn aufgemuckt wird und die den Ölhahn zudrehen. Deshalb die Samthandschuhe.

    Keine Sorge – das Öl wird niemals ausgehen, auch wenn die den Ölhahn zudrehen!
    Die synthetische Herstellung von Öl oder Diesel ist ein rein technisches Problem – und wenn irgendjemand auf diesem Planeten Technik kann, dann Deutschland!

    Es wird 3 oder 4 jahre ein bischen ruckeln, aber dann fahren alle wieder mit dem Auto in den Urlaub – ohne Islam-Öl

  5. „“Taam gab eine kurze, aber klare Definition des Salafismus: „Religiöse Einstellung, die alles im Leben verbietet, was den Menschen Spaß machen könnte“…““ (Zitat aus Artikel s.o.)

    Was immer man im Islam unter „Spaß haben“ versteht, gell!

    „Kuffar“ auspressen und ihre Sozialsysteme abschöpfen, ggf. „Kuffar“ töten, Polygamie für Männer, laufend kleine Moslems machen, kleine Mädchen heiraten und vergewaltigen, Frauen schlagen, während des Ramadan essen bis der Arzt kommt, Baccha Baazi, Zeitehen ab 30 Minuten, Selbstmordattentate begehen und sie feiern, Sex mit Babies, Ziegen und verstorbenen Frauen empfehlen, neue Fatawa ausdenken und absondern, Haßtiraden in der Moschee von sich geben, Gotteskrieger schulen, Taqiyya verbreiten, islamische U-Boote in die westlichen Gesellschaften infiltrieren, Tiere schächten – wenn das kein islamischer Spaß ist!!!

  6. @ #3 Wien11.9.1683

    Wenn wir kein Öl mehr von den Scheichs kaufen, dann können sie darin baden, die Wüste damit heizen, ihre Esel und Kamele füttern, ihren Mokka damit aufbrühen…

    Die arabischen Staaten brauchen unser Geld!

  7. Islam heißt Frieden!

    Islam heißt „Unterwerfung“!

    Egal ob Islam Wahabithen meint, Salafisten oder sogenannte gemäßigte Muslime.

    Der Islam ist eine Gesetzesreligion. Somit kann er nicht Frieden heißen.

    Diese Taqiyya-Propaganda hängt mir zum Halse raus.

  8. #7 Schweinsbraten (16. Okt 2012 22:57)

    Das stimmt – alle aufgezählten Aktivitäten machen den gläubigen Muslimen vielleicht Spaß, aber sind unwürdig!

  9. @ #11 mieke (17. Okt 2012 05:03)

    Islam heißt “Unterwerfung”!

    Ja:

    Islam = Unterwerfung
    Salam = Frieden (salam aleikum)

  10. @1 Bonn

    Demnächst: Diskussion über das Christentum ohne Jesus.

    Der war gut!

    @5 Stefan Cel Mare

    Multikulti-Truppen gegeneinander..

    Ja, das habe ich mich auch schon oft gefragt: Wenn Multikulti endlich konsequent in ALLEN (!) Ländern der Welt umgesetzt worden ist: Wie heißen dann die Mannschaften bei der Fußball-WM? Mulitkulti-Land 1 gegen Multikultiland 2?

  11. Jeder kann was tun.

    Ich bin heute auf einem Parkplatz einem Häkeldeckchen begegnet, der in sein auto stieg.

    Einer plötzlichen Neugier folgend bin ich hin , habe ihn mir durch die Scheiben seines fahrbaren Käfigs angesehen, wie man das mit seinen nächsten Artverwandten eben so macht und bin anschließend noch um sein Auto herum gegangen, mir das Kennzeichen genauer anzusehen.

    Als ich schon ein paar Meter weg war,rief er mir plötzlich etwas hinterher. Ich habe mich nicht umgedreht, aber ich glaube, er war nervös.

  12. @#16 lieschen m (17. Okt 2012 15:23)
    Dazu der Spruch „Wir haben es uns schon gedacht… [Pause, scheinbares Notieren]
    Auch wenn Du uns nicht siehst – wir behalten Dich im Auge.“

  13. Danke für den guten Bericht mit den absolut zutreffenden Anmerkungen und die Einschätzung des Referenten der HU.

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