Etliche Monate, die schönsten Urlaubsmonate dazu, prüfte irgendeine Troika den, wirtschaftlich gesprochen, maroden Staat Griechenland. Und jetzt, da der Winter auch die griechische Sonne ein wenig vom Himmel holt, einigte man sich flugs mit dem überschuldeten Land darauf, dass Griechenland mit einem erneuten viele milliardenschweren Schuldenerlass beschenkt werden möge. Und man einigte sich auf ein zweites Geschenk, nämlich, dass Griechenland erneut ebenfalls viele Milliarden schwere Darlehen erhalten soll, für die vor allem die noch profitabel arbeitenden Volkswirtschaften des Euro-Nordens gerade zu stehen hätten. (Bettina Röhls jüngster Beitrag in der WIWO. Wie immer kompetent und empfehlenswert!)

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20 KOMMENTARE

  1. Wer soll das bezahlen, wer hat soviel geld…..

    Dazu passt die meldung von eben:

    Arbeitslosenquote im Euroraum erreicht Rekordhoch

    Die Zahl der Arbeitslosen hat in der Euro-
    Zone im September mit fast 18,5 Millionen einen Höchststand erreicht. Wie die Statistikbehörde Eurostat in Luxemburg mitteilte, stieg die Quote auf 11,6 Prozent.

    Der euro treibt uns alle ins elend und trotzdem sollen wir weiter die schulden der maroden mittelmeerländer zahlen. Deren milliardäre aalen sich derweil an der cote´d azur, ohne steuern zu zahlen.

  2. Röhl beisst wie gewohnt hervorragend, die Schäubles sind Psychos, die Barrosos und Troikas sind nicht legitimiert und die ganze EUdSSR ist ein ideologisch verseuchter Haufen von Betrügern und Lügnern.

    Und das ganze noch lesenswert verpackt, gut erklärt und mit Fakten untermauert.
    Das ist Journalismus.

    Ich bin gespannt, wann Bettina Röhl von der herrschenden Klasse zur „Ewiggestrigen“ erklärt und der „Kleinstaaterei“ sowie des „Rechtspopulismus“ für schuldig gsprochen wird. 😀

    Wenn ich zwanzig Schäubles hätte, würde ich alle diese Schäubles samt ihren Bezügen gerne gegen eine einzige Bettina Röhl eintauschen.

  3. Das Unheimliche, Angst-Machende, Packende ist mir dieser penetrante Schleichvorgang. Dieses unaufhaltsam kriechende Ungeheuer namens Krise. Früher sagte ich immer: Man muß der Krise den Geschmack der Katastrophe nehmen, dann wird es zum Leistungsnachweis im Fachbereich Leben&Gesundheit. Hier kehrt sich dieser Appell um. Das Merkle, Schräuble und Co geben der Krise den Geschmack einer Katastrophe, deren Bewätigung sie selbst nicht interessiert. Seit Kohl: kontrollierter Dillentatismus. Überall! Wo die Korruption aufgedeckt ist, macht sich die Troika zur Hure. Es hat schon lang‘ nix mehr mit nur ein bischen Prostitution zu tun. Der Letzte macht das Licht aus! 🙂

  4. Tut mir leid, ich kann mich dieser Lobhudelei nicht anschliessen.

    Es fängt schon mit der Langatmigkeit des Textes an. Und was besonders ärgerlich ist, es kommen keine neuen Fakten zu Tag.

    Daran krankt überhaupt die Griechen-Debatte. Niemand nennt die harten Fakten. Eine Meinung kann man sich dann selber bilden.

    Wohltuend sind da andere Quellen. Z.B. der Guardian.

    Da hört man dann plötzlich, das die akutelle Arbeitsmarktreform nicht zustande kommt, weil die Griechen nicht darauf verziechen wollen, dass bei Heirat die Löhne um 10% steigen. Oder das es nach 3 Jahren automatisch eine Gehaltserhöhung fällig ist.

    Das sind alles sozialistische Wohltaten in diesem europäischen Kuba, für die die Deutschen ihr Protemonaie aufmachen müssen und in deren Genuss sie selber nicht kommen.

    Also Frau Röhl – Faktenrecherche ist angesagt….

  5. in dieser Sache fand ich den letzten Absatz von folgendem Artikel sehr einleuchtend:
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/udo-ulfkotte/hetzen-und-petzen-was-hinter-den-kulissen-in-griechenland-passiert.html

    Griechenland ist geostrategisch enorm wichtig, das läßt man sich dann schon mal ein paar Milliarden kosten. und die Griechen sind dadurch in einer eher vorteilhaften Verhandlungsposition. Dem Steuerzahler muss man die Milliarden-Pakete natürlich schonend und häppchenweise unterjubeln.

  6. #5

    das weiß ich auch nicht, ich denke, es wäre den bürgern schon vermittelbar, dass wir den griechen ein leben an der sonne ermöglichen müssen, weil sonst rußland einen fuß in der tür hat, vielleicht mit einem hübschen neuen mittelmeer-flottenstützpunkt auf zypern … 🙂

  7. Wie schaut es eigentlich mit den Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer aus?
    Ist dort Griechenland nicht schon tätig mit israelischer Unterstützung?
    Diese Reichtümer würden wohl alles bezahlbar machen und darüber hinaus eine starke militärische Macht (Bewaffnung) gegenüber den eroberungshungerigen Türken finanzieren können.

    Was hindert D und anderen griechischen Gläubigern daran, mit den Griechenland, Zypern und Israel zudammen einen riesen Schatz zu heben und zu verwerten?

    Also Griechenland ist eigentlich reich oder?

  8. Die Mitglieder der Troika sind demokratisch nicht legitimiert und sie haben keine Ahnung von den griechischen Verhältnissen.

  9. #6 geissboeckchen

    weiß nicht, warum die politiker uns verschweigen, dass wir den griechen ein leben auf der sonnenseite finanzieren sollen, weil sonst die russen dort einen fuß in der tür haben, inkl. vielleicht hübschen mittelmeer-flottenstützpunkt? vielleicht wollen sie rußland noch nicht zum offiziellen feind erklären, weil sie noch hoffen, dass sich der EU-tumor über die ukraine weiter bis rußland durchfressen kann? den expansions-plänen richtung türkei und dem nahen osten wäre damit auch erstmal ein riegel vorgeschoben.

  10. Dazu paßt ein Bericht in Europa vor dem Crash:
    Auf griechischen Klosterinseln, die da facto autonom sind -d.h. die Mönche können machen, was sie wollen, ohne daß der griechische Staat einschreitet- haben sich haufenweise russische Milliardäre ihre neuen Schatzhöhlen / Steueroasen geschaffen; die Klöster lassen sich für ihr Stillschweigen angeblich gut bezahlen.

  11. @Woolloomooloo
    „Und was besonders ärgerlich ist, es kommen keine neuen Fakten zu Tag.“
    ————————————–
    und das entscheidende Faktum ist,
    dass das NATO Mitglied Griechenland
    nicht an die Russen fallen darf.
    Hier liegt der Hund unter den vordergründigen
    Irrationalitäten begraben!

  12. #8 Babieca (31. Okt 2012 16:47)

    Die Mitglieder der Troika sind demokratisch nicht legitimiert und sie haben keine Ahnung von den griechischen Verhältnissen.

    Die gesamte EU in Brüssel und Strasbourg ist nicht demokratisch legitimiert. 🙂

  13. zypern ist ja auch schon fast komplett von den russen aufgekauft. mir gefällt eigentlich die perspektive, dass sich die EU an rußland die zähne ausbeißt.

  14. #12 Uohmi (31. Okt 2012 17:27)

    Stimmt! Hatte ich zu selbstverständlich und stillschweigend als bekannt vorausgesetzt! 😉

    Das ist übrigens irre, wie dieses personen- und ideologiegebundene Dreigespann der EUdSSR ganz unbewußt, aber reflexhaft per tief im Abendland steckender christlicher Eschatologie verkauft wurde, per traditioneller Zahlenmagie in einer „rationalen“ Welt, weil sowas nun mal traditionell zieht, gut klingt, kulturgeschichtlich-mythische Vorbilder hat (obwohl in Realiter mit dreien – wie mit alle ungeraden Zahlen – bei Menschen immer Zoff entsteht): Wie die Heiligen Drei Könige fielen diese Gesalbten plötzlich vom Himmel und retteten/erlösten die Menschheit.

    „Nicht zwei, nicht vier, nicht fünf, nein drei…“ – die Heilige Handgranate von Antiochia ließ schon vor Jahren ob der Zahlenmystik sarkastisch grüßen:

    http://www.youtube.com/watch?v=FFAbhi6xnCo

  15. @#4 Woolloomooloo

    nicht falsch, was du schreibst.

    Ähnlich wie ihre Mutter und die restliche 68er ***gelöscht! PI-Moderation*** neigt leider auch Bettina zum Verfassen theatralisch wirkender Texte, geschrieben mit der Feder der Selbstrechtfertigung, die sich in Details verlieren und den Spreu vom Weizen nicht trennen können.

    Bettina wäre erfolgreicher, würde sie sich auf das Wesenetliche beschränken!

  16. Wie schaut es eigentlich mit den Öl- und Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer aus?
    Ist dort Griechenland nicht schon tätig mit israelischer Unterstützung?
    Diese Reichtümer würden wohl alles bezahlbar machen und darüber hinaus eine starke militärische Macht (Bewaffnung) gegenüber den eroberungshungerigen Türken finanzieren können.
    Was hindert D und anderen griechischen Gläubigern daran, mit den Griechenland, Zypern und Israel zudammen einen riesen Schatz zu heben und zu verwerten?
    Also Griechenland ist eigentlich reich oder?

    @ (#8) x-raydevice (31. Okt 2012 13:44)

    Du kratzt an der richtigen Stelle. Bereits am 18.03.1974 schrieb der Spiegel:

    Griechenlands Inseln schwimmen auf Öl. Doch die Türken wollen auch was davon haben.

    Damals war die Ölförderung in der Ägäis noch zu teuer, doch es brachte im „Südland“ den Puls in Wallung:

    Der Zank ums schwarze Gold könnte. so fürchten Diplomaten in Athen wie in Ankara, die beiden zerstrittenen Nachbarn und Nato-Partner leicht wieder — wie die Zypern-Krise vom November 1967 — an den Rand eines Krieges führen

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41722030.html

    Aber Du hast Recht, warum lassen die Griechen ihre Bodenschätze nicht versilbern und stattdessen bauen sie auf Schuldenerlass der anderen Länder. Den Gläubiger-Ländern wird die Spiegel-Nachricht v. 18.03.1974 bestimmt nicht unbekannt sein. Warum kratzen die nicht an diesen Tatsachen?

    Es gibt Nachrichten (Kopp-exklusiv-Nachrichten 33/12), daß Griechenland zur Drachme zurück will, dadurch sollen die Kreditgeber auf noch mehr Forderungen verzichten. Angeblich habe Griechenland für die spätere Zeit (nach dem Euro-Austritt) mit den Amerikanern umfassende Verträge abgeschlossen (Ausbeutung im großen Stil – „Pokerspiel um militärische Macht, Rohstoffe und Ölgelder“)

    MfG

  17. #5 tomixx (31. Okt 2012 13:29)
    Griechenland ist geostrategisch enorm wichtig, das läßt man sich dann schon mal ein paar Milliarden kosten.
    ———————————
    Das war zu erwarten. Nur ist es so, daß es keinesfalls deutsches militärisches interesse sein kann, milliarden in das grosse schwarze griechische loch zu werfen.

    Wir wollen keinen stunk mit den russen. Im gegenteil, es ist für uns am besten, mit ihnen gut auszukommen.
    Wir bringen ihnen wirtschaftlich-wissenschaftlichen fortschritt und sie geben uns rohstoffe.

    Wenn die staaten, die fast nur rüstungsindustrie haben, weiter weltpolizist sein wollen, dann sollen sie das doch selber finanzieren.
    Ist natürlich pech in diesen zeiten, denn von bomben und kanonen kann man nur leben, wenn man krieg anzettelt und führt.

  18. Bettina Röhl steht auf der richtigen Seite, deshalb ist es schade, dass ihr 68er-Schreibstil vieles unlesbar macht. Wer soll sich nach 10 Stunden Hamsterrad noch durch Schachtelsätze mit 58 Wörtern quälen, während man das letzte Wort liest, hat man das Erste schon wieder vergessen.

    Als ich letztens Merkels Doktorarbeit mit einer Publikation von Chemieprofessor Dr. Joachim Sauer vergleichen wollte, war ich auf der Suche nach einer geeigneten Textanalyse-Software. Durch diesen Zufall bin ich auf die interessante Software „Papyrus Autor“ gestoßen, in der Demo-Version kann man 1 Seite mit Stilanalyse und Lesbarkeitsindex testen.

    Udo Ulfkotte hat einen Lesbarkeitsindex von 60 – 100 und Bettina Röhl hat einen Lesbarkeitsindex von 0 – 40.

  19. In der TOPIC 2012/Oktober, von Ulrich Skambraks, habe ich noch den Hinweis in einem Artikel gefunden, daß noch vor dem Beginn der Wirtschaftskrise in Hellas 2010 das Nordeuropäische Konsortium Scandic Org den Griechen ein Kreditangebot von über 250 Milliarden Euro machte. Dafür wollten die Nordeuropäer fünf Jahre lang Exklusivrechte (Gewinn 80:20 für Griechenland) für die Förderung von Gas und Erdöl auf griechischen Boden. Griechen zeigten kein Interesse.

    MfG

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