Christoph Luxenberg ist das Pseudonym eines deutschsprachigen Koranforschers, der bis heute unbekannt ist. Er will aufgrund seiner sprachlichen Untersuchungen, in denen manches im Koran angezweifelt wird, nicht unter Polizeischutz kommen. Über Luxenberg steht sogar ein langer Artikel in Wiki. Vor Jahren wurde viel über ihn geschrieben, in letzter Zeit war es eher still. Wir haben keine nähere Kenntnis und können auch bei seiner Koranforschung nicht mithalten. Hier ein neuer Artikel von ihm: Kein „Mekka“ (Makka) und kein „Bakka“ im Koran. Zu Sure 48:24 und 3:96. Eine philologische Analyse. Erschienen in Imprimatur!

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32 KOMMENTARE

  1. Das ist ja wohl die Ironie der Geschichte. Eine aggressive Religion versucht sich durch Mission auszubreiten und wird durch Fehlübersetzungen und Analphabetentum falsch verstanden.
    Daraus bildet sich ein Konglomerat aus Aberglauben und Pseudowissen, daß sich letztendlich gegen die Nachfahren der Missionare wendet und diese zu vernichten droht.
    Wenn es nicht so traurig wäre und wir eines Tages die Opfer sein werden, könnte man darüber lachen.

    MFG, ^v^

  2. Ein sehr interessantes Thema, mit dem ich mich weiter befassen werde.
    Kewil, vielen Dank für die Anregung.

  3. Luxenberg hat immer interessante Anregungen. Allerdings sieht er den Namen – nicht ganz uneitel – wohl eher als Künstlernamen denn als Schutz vor dem Islam, denn mit Klarnamen steht er sogar mit voller Adresse in diversen Telefonbüchern. Und seine Dissertation von 1984 ist ebenfalls (unter Klarnamen) an jeder Uni erhältlich…

  4. Christoph Luxenberg ist wohl einer der weltweit führende Koranforscher. Christoph Luxenbergs Buch „Die Syro-Aramäische Lesart des Koran“ ist für Normalbürger zwar nicht so einfach zu lesen, aber sehr aufschlussreich und interresant. Auch sehr erhellend sind die Arbeiten zur Entstehung des Islam von Karl-Heinz Ohlig, Markus Groß und Gerd-R. Puin.

    Ein für Jedermann sehr gut verständliches Interview über die Ergebnisse der neusten Koranforschung, dass Karl-Heinz Ohlig vor ein paar Jahren mit dem Sender SR 2 geführt hat gibt es auf youtube zu sehen.

    Sehr aufschlussreich:

    http://www.youtube.com/watch?v=U41jjGJOvQE

  5. Habe den Text nicht gelesen. Bei mir ist nämlich eine gewisse Sättigung an solchen Texten eingetreten, die allesamt sicher gut sind und aufklärend wirken und die Realität beschreiben. Aber das Gefühl der Ohnmacht, nach der noch so vielten Lektüre zu diesem Thema, macht mich nur hoch hoffnungsloser. Seit mindestens 10 Jahren ist der Islam mein „Hobby“ und ich habe dazu die gängige Literatur gelesen (Huntington, Raddatz, Fallici, Broder, Ulfkotte, Sarrazin ua.)
    Wenn man dann feststellen muss, dass sich leider nichts verändert und vernünftige Ansätze im politischen Bereich (Die Freiheit)
    diffamiert oder bestenfalls totgeschwiegen werden, ist es nur noch zum Kot….
    Es ist ausgemachter politischer Wille der an der Macht befindlichen Volksabschaffer, an den Fleischtöpfen zu bleiben- koste es was es wolle und auch um den Preis eines kulturellen Herunterwirtschaftens des eigenen Landes (Volkes).

  6. makka bedeutet syro-aramäisch „Handgemenge, tätliche Auseinandersetzung“

    Paßt! Niemand wird dieser Deutung widersprechen.

  7. Kewil:

    Christoph Luxenberg ist das Pseudonym eines deutschsprachigen Koranforschers, der bis heute unbekannt ist. Er will … nicht unter Polizeischutz kommen.

    Christoph Luxenberg ist das Pseudonym …., mit seiner Gefährdung scheint es auch nicht weit her zu sein, wie er vor fünf Jahren in einem HR-Gespräch bekannte. Damals behauptete er sogar, dass seine Koran-Interpretation gerade von „muslimischen Freunden teilweise begeistert“ aufgenommen worden sei, was mir schwerfällt zu glauben. Ich hätte auch gerne gewusst, inwiefern Bach, wie er allen Ernstes behauptet hat, ein „Bindeglied vom Alten Testament zum Islam“ ist, er hatte Bach-Kantaten als Zwischenmusik mitgebracht. Ein libanesischer Christ erklärt der muslimischen Welt, dass es im Paradies keine Jungfrauen, sondern nur Weintrauben gibt und die ist „begeistert“?

    Luxenberg gehört zur sog. „Saarbrücker Schule“, zu der auch „Imprimatur“-Redakteur Karl-Heinz Ohlig gehört, Wiki: „Sie werden in der Fachwelt bislang aber in der Regel nicht akzeptiert und oft als unwissenschaftlich zurückgewiesen und stellen eine extreme Außenseiterposition dar.“ Tilman Nagel und Hans-Peter Raddatz halten Luxenbergs Erkenntnisse für Humbug.

  8. Die Vorstellung, dass sich ein allmächtger Gott gerade ein so primitives und rückständiges Volk wie die Araber für seine welterschütternde Offenbarungen ausgesucht haben soll, das seine Worte nicht einmal richtig notieren konnte, ist schlicht lächerlich.

    Noch lächerlicher ist die Behauptung der Muslime, eine so primitive und wortarme Spache wie das Arabische, dass sich für alle metaphysischen Begriffe Worte aus anderen Sprachen holen musste, sei die Sprache des Himmels.

    Noch absurder ist das heiligste Dogma der Muslime, der Koran sei seit Mohammed wortwörtlich und ohne die geringste Veränderung überliefert worden.

    Laut Ibn Warraq (Warum ich kein Muslim bin) gibt es zwei textlich deutlich abweichende Hauptüberlieferungen des Korans, eine im Maghreb gebräuchliche und eine weiter östlich. Von diesen gibt es noch einmal 14 wichtige abweichende textliche Überlieferungen mit weitreichenderer regionaler Bedeutung und von diesen wiederum Dutzende weitere Textvarianten.

    1911 griff man sich in Saudi Arabien einfach willkürlich eine der vielen textlich stark abweichenden Ausgaben des Koran und erklärte sie als die einzig wahre Schrift, wie sie wortwörtlich Mohammed offenbart worden sei.

    Das ganze ist einfach nur jämmerlich, wie der Islam insgesamt.

  9. Schön, dass gleich die persönlichen Angriffe und Polemiken gegen Luxenberg losgehen. Ferner soll seine Identität bloßgestellt werden, obwohl er absichtlich unter einem Pseudonym veröffentlicht. Diese Vorgehensweise ist schändlich, denn sie missachtet das Leben und die Gesundheit des Autors.

    Seine Bahnbrechenden Studien als unwissenschaftlich zu bezeichnen, ist kein Argument. Es wird höchste Zeit, dass sich PI mit der wirklichen Geschichte des Islams beschäftigt und nicht die islamischen Märchenonkel Tabari und Isham weiter nacherzählen.

    Die Geschichte ist ganz faszinierenend. Robert Spencer hat erst kürzlich in seinem neuesten Buch, diese Ergebnisse aufgegriffen.

    http://www.amazon.de/Did-Muhammad-Exist-Inquiry-Obscure/dp/161017061X

    Ein weiters hervorragnendes Buch ist das Folgende:

    http://www.amazon.de/Good-Bye-Mohammed-wirklich-entstand/dp/383919203X

    Über die Reaktionen auf die Forschungsergebnisse kann man sich hier informieren:

    http://www.inarah.de/cms/echo-band-5.html

  10. #8 Heta

    Und jetzt bitte noch Klarnamen und Adressen von Sabatina James und allen anderen veröffentlichen, die in irgendeiner Weise wagen, den Islam kritisch zu betrachten und laut Fachwelt eine extreme Außenseiterposition darstellen.
    Dann winkt als Belohnung zumindest die Anerkennung der Umma. Oder gibt es ein Preisgeld pro Kopf?

  11. #8 Heta

    Ceterum censeo Hetam esse delendam.

    Den Klarnamen eines kritischen Islamforschers hier zu veröffentlichen, hat mit freier Meinungsäußerung nichts zu tun. Es dient nur zur Selbstdarstellung, soll Forschung diskriminieren und abwerten und mit der eigenen Belesenheit protzen. Wenn als Argument die Ablehnung durch den Mainstream geltend gemacht wird, sollte man sich doch mal fragen, wie es um die ursprüngliche Anerkennung Freuds, Einsteins oder anderer Ausnahmeforscher bestellt war.
    Wer mutwillig Klarnamen preisgibt, zeigt, dass er aus menschlich schäbigen Motiven auch bereit ist, über Leichen zu gehen.
    Löscht Heta!

  12. @ Heta: Herr Raddatz hat über einen Philosophen des 14. Jahrhunderts promoviert und über diesen auch einen Artikel in der Encyclopaedia of Islam veröffentlicht. Das ist sehr anerkennenswert; allerdings traue ich ……. in Bezug auf den Koran mehr Kompetenz zu, da er sich mit diesem intensiv befasst hat – die meisten Islamwissenschaftler stecken ihre Nase in diesen nicht mehr, als unbedingt notwendig ist, d.h., um ihre Fußnoten aufzupeppen.

  13. Ich möchte Anregen, den Beitrag von #9 Heta zu löschen. Wenn Luxenberg etwas geschieht, dann wird man PI für diese Veröffentlichung Mitschuld an seinem Schicksal geben.

  14. Es ist doch ganz absurd, dass Mohammed als Gegner und Bezwinger von Mekka und Advokat eines strengen Monotheismus ausgerechnet von seinen Anhängern erwartet, dass sie in Richtung eines „schwarzen Steins“ beten und dahin pilgern sollen um dem schwarzen Stein zu küssen wie der Christliche Orthodoxe seine Ikone. Das muss doch eine spätere Verfälschung von Mohammeds Gegnern sein. Der Prophet Mohammed ging in die Wüste um in der Erimitage seinen Gott zu treffen, wie übrigens auch Jesus, David und alle anderen Propheten vor ihm. Mohammed stritt wieder Mekka. Was sagt wohl der Imam Mahdi dazu?

  15. #12 LovePeaceAndHappyness:

    Über die Reaktionen auf die Forschungsergebnisse kann man sich hier informieren: http://www.inarah.de

    Genau das ist die „Saarbrücker Schule“, von der oben die Rede war. Ohlig, Puin usw. Ohlig behauptet, dass es die historische Figur Mohammed nicht gegeben hat und bezieht sich dabei u.a. auf Luxenberg, so schließt sich der Kreis. Aber wenn es Mohammed gar nicht gegeben hat: Was machen wir dann mit dem Mohammed-Video, das hier so inbrünstig verteidigt wird?

    #15 Abu Sheitan:

    Wusste gar nicht, dass Christoph Luxenbergs Klarname noch ein Geheimnis ist, ich kenne den seit vielen Jahren, andere, die ich kenne, auch. Und seinen „muslimischen Freunden“, die von seinen Erkenntnissen „begeistert“ waren, wie Luxenberg im HR-Gespräch sagte, dürfte er sich ja wohl kaum unter seinem Pseudonym vorgestellt haben.

  16. „Aber wenn es Mohammed gar nicht gegeben hat: Was machen wir dann mit dem Mohammed-Video, das hier so inbrünstig verteidigt wird?“

    Sie betrachten also das Mohammedvideo als Beweismittel für die Existenz des Propheten Muhammed, der von 670 bis 732 nach Christus gelebt haben soll?

    Auf diesem erbärmlichen Niveau findet also die Auseinandersetzung um den historischen Mohammed statt!?

  17. @ Herta

    „…Wiki: „Sie werden in der Fachwelt bislang aber in der Regel nicht akzeptiert und oft als unwissenschaftlich zurückgewiesen und stellen eine extreme Außenseiterposition dar….“

    Das sagt erst mal gar nichts. Unangenehme neue Erkenntnisse werden in der etablierten „Wissenschaft“ nie gern gehört. Das kennen wir ja von sämtlichen Themen, von Sarazzin bis Klimawandel, von der Ursachenforschung zum 1. und 2. Weltkrieg bis zur Euro-Krise usw. usf.

    Das nimmt manchmal sogar so groteske Züge an, dass „Wissenschaftler“ auch bis zur Lächerlichkeit an ihren widerlegten und veralteten Ergebnissen festhalten, dass auch der letzte Depp auf Anhieb merkt das es nicht stimmt. Z. B., wenn Islam“wissenschaftler“ sich hinstellen und behaupten, die Scharia gelte in der heutigen Zeit nicht. Wo jeder Erstklässler in den Nachrichten sehen kann, dass überall wo islamische Parteien an die Macht kommen, sofort mit der Einführung von Scharia-Regeln begonnen wird.

    Im übrigen stimmt mal wieder nicht, was Wikipedia da schreibt. Zumindest die grundsätzliche Feststellung der sog. Saarbrücker Schule, dass die islamischen Quellen, die Jahrhunderte nach den angeblichen Ereignissen geschrieben wurden, als Quellen für seriöse Forschung eher ungeeignet sind, stellt mit Sicherheit keine „extreme Außenseiterposition“ mehr dar. Viele andere Islamwissenschaftler sehen das auch so. Ist ja auch logisch, wie will man auch sonst ordentliche Forschung betreiben?

  18. #19 EU abschaffen:

    Es geht nicht um „unangenehme neue Erkenntnisse“, sondern darum, dass Orientalisten wie Tilman Nagel Luxenbergs Behauptungen für Unsinn halten, Nagel schreibt in der FAZ:

    „Luxenbergs Werk ist eine wunderliche Mischung aus semitistischem Grundwissen, so etwa über den Konsonantismus, verquickt mit weitschweifenden Phantasien. … Berühmt sind inzwischen die Jungfrauen geworden (Sure 44,54 und 52,20), die sich bei Luxenberg in Weintrauben verwandeln, was an etlichen anderen Stellen, an denen von ,entjungfern‘ usw. die Rede ist, weitere Behauptungen nach sich zieht; so darf in Sure 78, Vers 33 nicht von ,des Korans unwürdige(n)‘ schwellenden Brüsten die Rede sein, es muß sich um ,üppige, saftige‘ Früchte handeln. Seriöse Rezensionen (z.B. Hopkins in ,Jerusalem Studies in Arabic and Islam‘ 2003) heben den durchweg dilettantischen Charakter der Verfahrensweisen Luxenbergs hervor und geben ferner zu bedenken…:“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/islamwissenschaft-befreit-den-propheten-aus-seiner-religioesen-umklammerung-1464313.html

  19. Bin nicht für Kommentare zuständig und habe das erst jetzt gesehen und gleich gelöscht, sorry. In der Tat bin ich nicht für Klarnamen und Fotos von solchen Leuten.

  20. #20 LovePeaceAndHappyness:

    Sie betrachten also das Mohammedvideo als Beweismittel für die Existenz des Propheten Muhammed? Auf diesem erbärmlichen Niveau findet also die Auseinandersetzung um den historischen Mohammed statt!?

    Ich habe gesagt: „Aber wenn es Mohammed gar nicht gegeben hat: Was machen wir dann mit dem Mohammed-Video, das hier so inbrünstig verteidigt wird?”

    Soll heißen: Wenn es Mohammed gar nicht gegeben hat, was neuerdings auch Sven (früher Muhammad) Kalisch glaubt, dann brauchen wir auch nicht über das Mohammed-Video zu reden und darüber, dass es die Wahrheit sagt, siehe PI von gestern:

    http://www.pi-news.net/2012/10/analyse-des-mohammedfilms-von-barino-barsoum/#comments

  21. „Wenn es Mohammed gar nicht gegeben hat, was neuerdings auch Sven (früher Muhammad) Kalisch glaubt, dann brauchen wir auch nicht über das Mohammed-Video zu reden und darüber, dass es die Wahrheit sagt, …“

    Falsch, denn es geht hier nicht um den historischen Mohammed sondern um den Mohaammed der islamischen Legende, der nach wie vor das moralische Vorbild der islamischen Gemeinde ist. Insofern ist das Video eine wahrheitsgemäße Darstellung dieser legendären Person.

  22. Ich darf Salman Rushdie zitieren: „Es gibt diesen dummen Film und die richtige Reaktion auf einen dummen Film auf YouTube ist zu sagen, dass es einen dummen Film auf YouTube gibt, und dann kümmert man sich wieder um andere Sachen.“

  23. #27 Heta

    ich fürchte, Salman Rushdie ist als Filmkritiker etwas überfordert. Der Film ist nicht dumm, wie Barino gerade akribisch erklärt, sondern hält sich an die islamischen Überlieferungen. In der Machart ähnelt er Produktionen aus den 50ern, die gerade im Bereich Fantasy und Science Fiction heute Kultstatus haben und auf DVD zu kaufen sind. Inwieweit das vom Autoren beabsichtigt ist oder ob der Film unfreiwillig komisch ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist er auch für bildungsferne Menschen gut zu verstehen. Es bleibt zu hoffen, dass damit ein Stein des Anstoßes ins Rollen gekommen ist, der die Menschen weltweit zum Nachfragen und Nachdenken provoziert.
    Ich hoffe, eines Tages werden mich meine Enkelkinder ungläubig fragen: „Über so ein Filmchen haben sich Leute mal aufgeregt und andere umgebracht?“ Und ich werde dann antworten:
    „Ja, damals gab’s etwas, das Islam genannt wurde und die Welt erobern wollte.“

  24. Sei es wie es sei: Selbst wenn L nicht recht haben sollte wäre 48:24 immer noch die einzige (und auch nur eine ziemlich beiläufige) Erwähnung eines Ortes namens Mekka im Koran. Nicht viel wirklich.

  25. Kein Mekka im Koran?
    Es gab auch keinen „Propheten in Mekka“.

    Es gab nur einen wahnhaften Menschen dort mit krankhaften Vorstellungen über Gott und die Welt.

  26. @#16 Kim (13. Okt 2012 14:06)Hans-Peter Raddatz, der als Wahlfach islamisches Recht hatte, promovierte 1967 über den Juristen und Begründer einer islamischen Rechtsschule Sufy?n ath-Thaur?, dieser lebte bereits von 716 – 778, also zu Zeiten des Frühislams, den es angeblich nicht gab. Hans-Peter Raddatz veröffentlichte 1971 noch eine Magisterarbeit über Islamisches Erbrecht in: Die Welt des Islams, 13 (1971) In der Encyclopaedia of Islam (die früher auch in deutscher Sprache erschien) ist nicht jeder Orientalist als Autor zugelassen, u.a. nur solche, die ausreichend international zu ihrem Forschungsgegenstand zitiert wurden. Der dort gut zwei Jahrzehnte später in der aktuellen ECI veröffentlichte Artikel ist nicht die Abschrift seiner Dissertation. Alle seine Werke sind öffentlich zugänglich.

    Ephraim Malki ist Linguist, kein Orientalist, Bruder eines Bischofs und daher verständlicherweise an einem friedlichen Zusammenleben in seinem gespaltenen, vom Bürgerkrieg mehrfach verwüsteten Herkunftsland sehr interessiert bzw. möchte den Islam sozusagen ins Christentum heimholen. Er wurde übrigens von einer bekannten deutschen Orientalisten vor langer Zeit mit seinem Klarnamen geoutet, das kann man in einem der Raddatz-Bücher nachlesen, der dies tadelt. Dass Jerusalem im Koran nicht vorkommt, ist Allgemeinwissen, schließlich hat der Islamgründer die Gebetsrichtung von Jerusalem nach Mekka geändert. Es blieb der vom saudischen Despoten-Königshaus geförderten Übersetzung vorbehalten sowohl das Kopftuch als auch Jerusalem hinein zu fälschen.
    Interessant ist auch, daß in der Reihe der Inara-Bücher des katholischen Theologen Ohlig in einem der Bände der Philosoph Mondher Sfar schreiben konnte, der zwar als verfolgter tunesischer Widerstandskämpfer in Paris lebt, was ihn aber nicht daran hindert, ein ausgewiesener Shoa-Leugner zu sein.

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