Im Bonner General-Anzeiger erscheint heute ein sehr boshafter Kommentar des Redakteurs Andreas Baumann zur Berichterstattung über die PRO-NRW-Kundgebung am 29. September 2012 in der Nähe der König-Fahd-Akademie in Bonn-Lannesdorf. Er beweist damit, dass er Kurt Tucholskys „Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz verursacht“ noch immer nicht verstanden hat.

(Von Verena B, PI-Bonn)

Baumann schreibt:

Besser hätte es nicht laufen können. Ein trauriges Häuflein von Rechtsextremisten sondert auf einer abgeriegelten Nebenstraße seine ausländerfeindlichen Parolen ab – und keiner hört zu. Das Kalkül von Pro NRW, nach den weltweiten Unruhen wegen des Mohammed-Videos noch einmal Krawalle in Bonn zu provozieren, ist nicht aufgegangen.

Die Bonner haben den Provokateuren keine Bühne gegönnt. Es war gut, dass unterschiedlichste Akteure im Vorfeld dazu aufgerufen hatten, Pro NRW einfach zu ignorieren: vom Oberbürgermeister über den Rat der Muslime, die evangelische und die katholische Kirche bis zum Bündnis „Bonn stellt sich quer“. Für die Muslime in der Stadt muss der Gedanke schwer erträglich gewesen sein, dass ihre religiösen Gefühle erneut beleidigt werden könnten. Trotzdem haben sie die Kraft gefunden, die Rechtsextremisten mit Nichtbeachtung zu strafen. Das ist bewundernswert – und für Pro NRW die Höchststrafe.

Auch die Strategie der Polizei hat funktioniert: Sie verlegte die „Mahnwache“ an eine Stelle der Mallwitzstraße, die gut abzuschirmen und von Weitem kaum einzusehen war. Sie untersagte Mohammed-Karikaturen. Sie bot starke Kräfte auf und machte schon am Freitag in seltener Offenheit klar, mit welchen Mitteln sie erneute Ausschreitungen durch fanatische Islamisten verhindern werde. Das dürfte etliche Gewalttäter rechtzeitig ins Grübeln gebracht haben.

In der Berichterstattung des General-Anzeigers wird selbstverständlich verschwiegen, dass interessierte Lannesdorfer Bürger auch nach Vorlage ihres Personalausweises nicht an der Kundgebung teilnehmen durften. Das sind Zustände wie in China oder Nord-Korea! Um 12:45 Uhr nahm die Polizei zwei Muslime in Gewahrsam. Ob es sich um eine Verhaftung handelte oder nicht, war nicht zu erkennen. Aus einer nahe gelegenen Moschee kamen immer wieder vereinzelte „Späher“ hervor. (kann man weglassen). Gespräche mit den Lannesdorfer Bürgern ergaben, dass diese mehr als erzürnt über die salafistischen Umtriebe in ihrem Stadtteil sind. Baumann, der beim Abschied vom Solinger Tageblatt seinerzeit für sein „großes journalistisches Gespür für die Themen, die den Solingern unter den Nägeln brennen“ gelobt wurde, dürfte sich bei den Lannesdorfern wohl ziemlich unbeliebt gemacht haben!

Es ist sehr bedauerlich, dass sich der General-Anzeiger, der sich in letzter Zeit durch eine zunehmend sachliche und gut recherchierte Aufklärungsarbeit in Sachen radikaler Islam in Bonn auszeichnete und sogar sehr kritische und empörte Leserbriefe abdruckte, nunmehr wieder in Richtung Verdummung und Hetze gegen Islamkritiker bewegt. Es scheint, als zeigen die saudi-arabischen Morddrohungen, die auch gegen die Bonner Presse ausgesprochen wurden, ihre Wirkung.

» Kontakt: redaktion@ga-bonn.de

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25 KOMMENTARE

  1. Den „Generalverschweiger“ habe ich schon vor Jahren gekündigt und dafür die Junge Freiheit abonniert. Ein Wechsel, der sich gelohnt hat!

  2. Sehr geehrter Herr Baumann,

    In Ihrem Kommentar schreiben Sie sinngemäß:

    Bürger haben nicht zugelassen, dass Pro-NRW seine Ausländer-feindlichen Parolen verbreiten kann.

    Wissen Sie denn nicht, dass nur 25-30% der hier lebenden Migranten muslimischen Glaubens sind, davon 15% Aleviten, 50% liberale Muslime. Das heißt, 90% der hier lebenden Migranten sehen den Islam, wie er in der Fahd-Akademie gepredigt wird, genauso kritisch wie ich. Die deutschen Konvertiten seien nur am Rand erwändt.

    Sie loben die Muslime dass Sie die erneuten Schmähungen so tapfer ertragen haben.
    Warum wollen Sie diese tapferen Menschen nicht gleich für das Bundesverdienstkreuz vorschlagen?
    Es sollte doch entsprechend gewürdigt werden, dass Sie dieses Mal niemand erstechen wollten, bei einer Polizeipräsenz von 1000 Mann?

    Nun gut, ich will nicht zu hart mit Ihnen ins Gericht gehen. Schließlich weiß ich ja nicht, was für Liebesbriefe Ihre Redaktion bereits aus der Fahd-Moschee erhalten hat.

    Mit freundlichen Grüßen

  3. #2 Ahem, das war meine mail an die redaktion.

    Aber ich hatte 3xProbleme mit dem Absenden, daher meine vergessene Überschrift.

  4. Die JUNGE FREIHEIT habe ich gerade gekündigt, weil der Herausgeber Dieter Stein offenbar zum Fähnlein im Wind wird. Der verdammt Aktionen von PRO und übt Kritik an den Konservativen, wenn diese versuchen, die Grünen zu demontieren.
    Entweder er versteht sich als konservative, rechtslastige Zeitung und unterstützt ebensolche Kräfte oder er muß auf meine Unterstützung in Form des Bezugs seiner Zeitung verzichten.
    Zum Bericht des Generalanzeigers: Man fragt sich, warum die Polizei mit solch einem Großaufgebot vor Ort war – haben die Verantwortlichen doch die Hosen voll vor den Islamisten ? PRO kann nichts besseres tun, als die Islamisten immer wieder herauszufordern, ihr wahres Gesicht zu zeigen, nur so wird die Bevölkerung aufgeklärt.
    Bei den meisten Menschen ist es zwecklos, sie über den Islam und seine Gefahren in Form von Flyern oder Gesprächen aufzuklären zu wollen, die verstehen nur, wenn sie die Gewaltausbrüche der Anhänger der Friedensreligion sehen – dann werden die wach und machen sich Gedanken, wo das hinführt, wenn wir die Anhänger des Islam immer weiter gewähren lassen.

  5. Die Abschirmung kam einer Aussperrung Lannesdorfer Bürger gleich. Das ist perfide Einflussnahme auf den freien Willen der Bürger begleitet mit hämischen Lobhudeleien.
    So erging es mir in Köln Kalk dieses Jahr schon einmal.
    Das muß noch geklärt und notfalls anders im Sinne der Veranstalter gelöst werden. Das ist kein Demonstrationsrecht mehr!

  6. Antisemitismus: Herrschen in Freiburg bald Zustände wie in Malmö?

    in einer Stadt, in der ein Verein wie das Café Palestine fast unwidersprochen die Ver­breitung antizionistischer und antisemitischer Hetze organisieren kann, ist eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus dringend nötig. Gerade in einer Stadt, in der auch die führende Badische Zeitung mit genau diesem Café Palestine zusammenarbeitet. Und gerade in einer Stadt, in der die Verantwortlichen aus Politik und Kultur seit Jahren mit badischer Wurschtigkeit alle Einwände gegen die Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und der iranischen Stadt Isfahan aussitzen und stur darauf bestehen, dass eine solche Partner­schaft keine politische Bedeutung habe. In Freiburg gehören Aufklärungsabwehr und Indiffe­renz zur alltäglichen Routine.

    https://linksunten.indymedia.org/de/node/68033

    Eine erschreckende Nähe zu fanatischen Antisemiten haben die beiden Städte jedenfalls schon jetzt gemeinsam!

  7. Ich verstehe diese Art Pressearbeit nicht mehr. Da hat sich doch Pro so viel Mühe gegeben und einen leibhaftigen Propheten präsentiert.

    Das hätten die doch zumindest würdigen können.

    Doch was tun sie? Reiben sich an der geringen Zahl der Teilnehmer! Was wiegt das denn gegen Zahid Khan? Ist doch lächerlich!

  8. Welche Ausländerfeindlichen Parolen wurden da ausgerufen ? Ich muß sagen das ich pro NRW nicht gerade gerne sehe da , aber Rechte gelten für alle Parteien so lange Sie nicht verboten sind.

  9. 6 Franco de Silva (01. Okt 2012 17:39)

    Die JUNGE FREIHEIT habe ich gerade gekündigt,
    —————-

    Ich habe mich auch über Dieter Stein und seinen Kommentar geärgert,dachte auch daran, nach nur 1 Jahr wieder zu kündigen.
    Werde die JF aber wohl weiter unterstützen, sie ist die EINZIGE Zeitung, die genau gegen die MSM schreibt.
    Habe auch die Welt im Abo, wo ich dann und wann auch nur den Kopf schüttele. Unter den MSM ist für mich die Welt aber die einzig verbliebene, lesbare Zeitung.

  10. Sie bot starke Kräfte auf und machte schon am Freitag in seltener Offenheit klar, mit welchen Mitteln sie erneute Ausschreitungen durch fanatische Islamisten verhindern werde.

    Fanatische Islamisten hehe

    der Mann muss für seine Offenheit gelobt werden!
    Der restliche Text ist das übliche Füllmaterial.

  11. OT:

    Erdogan Führer der Welt

    http://www.welt.de/politik/ausland/article109573517/Tuerken-feiern-Erdogan-als-groessten-Fuehrer-der-Welt.html
    ———
    Das Endziel des langen Weges, das erst seine Nachfolger erreichen würden, sei „2071“, sagte er an die Adresse der türkischen Jugend.

    Schlacht jährt sich zum tausendsten Mal

    Dann nämlich jährt sich zum tausendsten Mal die Schlacht von Manzikert, in der die Türken das byzantinische Reich entscheidend schlugen, gen Westen drängten und Anatolien in Besitz nahmen. „Unser Vorbild ist Sultan Arp Arslan“, also der damals gegen die Christen siegreiche Kriegsherr, verkündete Erdogan und erntete begeisterten Applaus
    ————–
    Schön, dass er wenigstens die Wahrheit sagt 🙂

  12. Sie bot starke Kräfte auf und machte schon am Freitag in seltener Offenheit klar, mit welchen Mitteln sie erneute Ausschreitungen durch fanatische Islamisten verhindern werde.

    Fanatische Islamisten hehe

    der Mann muss für seine Offenheit gelobt werden!
    Der restliche Text ist das übliche Füllmaterial.

    Es hakt aber noch gewaltig!Ein Neustart hat noch nie geschadet.

  13. Es scheint, als zeigen die saudi-arabischen Morddrohungen, die auch gegen die Bonner Presse ausgesprochen wurden, ihre Wirkung.

    Ob es neben der Peitsche (Morddrohung) auch etwas Zuckerbrot (Scheck) gegeben hat?

  14. # 6 Franco da Silva

    Bin auch Abonnent der „Jungen Freiheit“, obwohl sie immer wieder Artikel bringt, die mich ärgern. Das Verhältnis zu Israel und die entsprechende Berichterstattung ist grottenschlecht und die von Ihnen genannten Punkte sind mir auch übel aufgestoßen.

    Aber es gibt eben auch gute systemkritische Artikel – und wo bekommt man sonst eine Zeitung, mit der man als überzeugter PI-ler zumindest auf weiten Strecken einverstanden ist?

  15. Erst gestern hat ein Mob von Friedensaktivisten in Bangladesch fünf Buddhistische Tempel und über Hundert Häuser abgefackelt.

    Die Friedensaktiviksten fühlten sich – wie überuas originell – wieder einmal „provoziert“.

    Wovon wissen sie sicher auch nicht genau, aber das ist bei denen auch nicht wichtig. Marodieren, Morden, Abfackeln, Opfer finden sich immer. Man ist ja nicht wählerisch.

    Warten wie wie lange es geht, bis die Systemmedien den Zusammenhang zur ProNRW-Kundgebung erkennen. Sicher haben die Friedensaktivisten einfach Buddhisten mit Bundesrepublikanern verwechselt.

  16. Damit ist Schreiberling Andreas Baumann auf strammer ideologischer Linie mit dem stellvertretenden türkischen Außenminister Bekir Bozdag, der zu Friedrichs besorgter, wie auf Eierschalen gestrickter kultursensibler „Radikale Islamisten“-Kampagne per Holzhammer ganz empört das schlichtislamische Verdikt sprach (zur Eröffnung der „Chinesisch-Türkischen Islamischen Kulturausstellung“ in Istanbul am 31.August!):

    „Ein Kopftuch entspricht einem Terroristen. Das verletzt die Rechte der Muslime in Deutschland.“

    Neuer Beweis, daß Mohammedaner keinen Unterschied zwischen „friedlichen“ und „gewalttätigen“ Mohammedanern machen – so, wie es der gesamte Islam nicht tut. Mit den Leuten ist jede Differenzierung zwecklos. Islam ist Islam. Jede kritische Erwähnung eines Mohammedaners durch Nicht-Mohammedaner ist sofort „Angriff auf den Islam, Mord, Totschlag, wehrt euch, duldet das nicht, Heul, Kreisch, Jaul, Metzel!“

    Bozdag weiter: “Dies ist ein offener Angriff auf die Religions- und Gewissensfreiheit, eine Demütigung der Menschenrechte.“

    Gleichzeitig erinnert der verschlagene Bazarhändler an Merkels „Der Islam ist Teil von Deutschland“ sowie den Hamburger Staatsvertrag mit Mohammedanern und weist auf einen „Widerspruch“ zwischen beidem hin. Merke: Der Islam kennt kein Maß, keine Mitte, kein Leben unter Gleichen. Er kennt nur: Alles, was dem Islam überlegene Stellung einräumt, ist gut. Alles, was den Islam kritisiert, ist bööööööseeee!!!!

    http://www.turkishweekly.net/news/141106/germany-slammed-over-islamophobia.html

    Übrigens ist das lang und breit in dem gerade nagelneu erschienen „Islamophobie-Report September 2012“ der OIC ausgewalzt.

    http://www.oic-oci.org/uploads/file/Islamphobia/2012/en/9MB_Sept-12.pdf

  17. Bei den während der PRO-Kundgebung festgenommenen Muslimen handelte es sich laut Auskunft eines Beobachters um friedliche Muslime, die am 5. Mai Steine auf Affen und Schweine geworfen hatten. Diese erlebnisorientierten jungen Männer dürfen das Umfeld der Fahd-Akademie seitdem nicht mehr betreten.

  18. @ #2 Rheinfranke

    Kann ich nachvollziehen. Der Informationsgehalt des Generalanzeigers ist auf Grund der politisch korrekten (oder gewünschten) Berichterstattung und der Abschreiberei auf nahe Null gesunken. Für das Zusammengeschreibsel von Meldungen der Nachrichtenagenturen braucht man die Zeitung nicht zu abonnieren.

  19. PI:

    Es ist sehr bedauerlich, dass sich der General-Anzeiger … nunmehr wieder in Richtung Verdummung und Hetze gegen Islamkritiker bewegt.

    Was ist denn daran „Verdummung und Hetze“, wenn Baumann richtig feststellt, dass die „Einfach ignorieren“-Strategie aufgegangen ist? Hätte man vor Jahren schon bei NPD-Demonstrationen machen sollen: Die paar Hanseln einfach ignorieren anstatt sie durch gewaltige Gegendemonstrationen aufzuwerten.

  20. Dieser Mann läuft wie dieser komische Innenminister Jäger (SPD) voll neben der Kappe1.

    Die Moslems haben ein faschistoides Weltbild, welches die Welt in rechtgläubigen Herrenmenschen und minderwertigen und unreinen Ungläubigen einteilt, die nach dem Koran zu unterwerfen, zu bekehren oder zu töten sind.

    Wieso sich dann solche komischen Sozialdemokraten und Redakteure für die Scharia aussprechen und gegen unser Grundgesetz wird mir wohl immer ein Rätsel bleiben.

    Wahrscheinlich sind es halt nur naivdumme und realitätsverweigernde Gutmenschen-Spinner!

  21. Pro NRW macht weiter so!

    Ihr müsst den Scharia-Jäger, dem das Wohlergehen bärtiger Islamisten und Burkaträgerinnen wichtiger ist als das der einheimischen Bevölkerung wie einen Tanzbär mit Nasenring vorführen.

    Die Karikaturen solltet ihr für den heißen Teil des Bundestagswahl aufheben.

    Zeigt jeden dass sich Innenminister Jäger (SPD) mehr für die Scharia einsetzt als für das Grundgesetz auf das Herr Jäger vereidigt ist.

  22. #25 Powerboy (02. Okt 2012 00:38)

    Jawoll! Das wird alle überzeugen und die Stimmanteile kommen über die absolute Mehrheit. Beisicht wird auf diese Weise sicher Kanzler. Wer könnte denn daran auch nur den geringsten Zweifel haben?

    Merken Sie gar nicht, welchen Blödsinn Sie prpagieren?

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