EU-Beitrittskandidat Türkei beschießt Syrien

Die Zahl hochrangiger amerikanischer, westeuropäischer und deutscher Politiker, die uns den Beitritt der Türkei damit versüßen wollen, daß sie ein „Bindeglied“ zwischen dem Westen und dem Nahen Osten sein könne, ist Legion. Sie reicht von Obama bis Westerwelle. Gestern hat der kriegsgeile Erdogan zum ersten Mal nach Syrien hineinfeuern lassen. Syrer sind bei der „Vergeltungsaktion“ gestorben. Die Türkei fühlt sich längst als Großmacht und das, obwohl sie mit den Kurden seit 100 Jahren nicht fertig wird. Außerdem darf man sie nicht „beleidigen“ und ein Spionageflugzeug abschießen.

Wie das solchen Kriegstreibern aber geht, sie werden ihr Waterloo erleben. Auch in Syrien leben Kurden, und die wollen bereits einen eigenen Staat, was die Türken natürlich nicht möchten. Außerdem gärt es bereits in der Türkei selbst. Die Alewiten in der südtürkischen Provinz Hatay sympathisieren mit Assad. Dazu kommen die Kurden im Irak.

Die Türkei grenzt im Osten an Georgien, Armenien, Aserbeidschan, den Iran, den Irak und Syrien. Es ist völlig verständlich, daß die USA die Türkei als Bollwerk gegen den Osten wollen, wobei die Türken schon längst nicht mehr US-freundlich sind, aber in unserem Interesse liegt es sicher nicht, daß die EU soviele Nachbarn haben soll. Wir leben viel komfortabler und friedlicher, wenn die EU nur an die Türkei dort unten grenzt. 300 Kilometer Grenzzaun zwischen Mittelmeer und dem Schwarzen Meer wären geradezu komfortabel. Aber nein! Die 6000 AA-Experten in Berlin wollen die Grenze lieber ganz nah zu Feuer, Terror, Krieg und Millionen Flüchtlingen.