Salafisten zerstören Sufi-Moscheen in Tripolis


Was vielleicht nicht so bekannt ist – die Moslems machen sich auch gegenseitig ihre Moscheen kaputt. So zerstörten Salafisten Sufi-Heiligtümer in Tripolis am hellichten Tag, und das vom Westen hergebombte und eingesetzte Regime in Libyen schaute tatenlos zu. Das Foto zeigt ein wichtiges Sufi-Heiligtum, das gerade mit einem Bagger abgerissen wird. Die Salafisten rissen auch das Grab auf und zerrten den Leichnam des Heiligen heraus, um ihn zu schänden. Und das ist nicht der einzige Fall. Der Abriss, auch historisch wertvoller Denkmäler, geht weiter.

Die Frankfurter Allgemeine schreibt heute in einem langen Artikel:

Bereits im März 2012 hatten Hunderte von Salafisten versucht, die Pilgerstätte zu schänden, waren aber von der vorgewarnten Bevölkerung vertrieben worden. Vor wenigen Wochen jedoch handelten die radikalen Muslime im „Schutz“ von Schießereien zwischen rivalisierenden örtlichen Milizen. Die Zeugenberichte über die Vorgänge des 24.August widersprechen sich, doch das Resultat ist eindeutig: Die Fassade des Heiligtums ist beschädigt, die Kuppel der Grabmoschee, ob durch Raketenbeschuss oder eine Sprengung, ist eingestürzt, eines der schlanken Minarette ist durch Einschüsse schwer beschädigt. Das Mausoleum selbst wurde mit Presslufthämmern malträtiert. Am Ort der Grablege zeigt ein tiefes Loch, wo die Fanatiker den Leichnam des Heiligen herauszerrten.

Es gibt auch Videos dazu, zum Beispiel hier bei Al Dschasira! In deutschen GEZ-Medien ist man zurückhaltend in der Berichtertattung über die „Religion des Friedens“.