Offener Brief an Kassels OB Bertram Hilgen

Kassels OB Bertram HilgenSehr geehrter Herr Hilgen, als ich das hier gelesen habe, fragte ich mich, ob Sie diesen Aufwand auch betreiben würden, wenn ein Biodeutscher durch einen Migrant ermordet worden wäre? Es ist sicher schrecklich, wenn Herr Halit Yozgat ermordet wurde, aber wer die Mörder waren oder welche Hintergründe eine Rolle spielten, sind durch ein ordentliches Gerichtsverfahren noch gar nicht geklärt worden. Ich habe nichts dagegen, wenn die gerichtliche Aufarbeitung durch ein Gericht abgeschlossen ist, dann ggfs. an eine solche Umbenennung zu denken. Zum augenblicklichen Zeitpunkt ist jede dieser bundesweiten Jammerzeremonien jedoch völlig falsch.

In Ihrer Stadt hat sich noch kein politischer Hintern für die mehr als 7.000 Toten durch Migranten erhoben! Wieviel Tote und Verletzte gab es durch den Linksextremismus – Herr Hilgen? Steht Deutschland kurz vor der Übernahme durch Nazis? Wohl kaum! Schlimmer als die noch nachzuweisende rechtsextreme Untergrundbande sind doch wohl die weitaus größere Zahl an sogenannten „Ehrenmorden“.

Vermutlich ist Ihnen das aber völlig egal. Hauptsache medial schon einmal für die kommende Wiederwahl ein gutes Bild abgegeben.

Mit freundlichen Grüßen

Frank B.
Bonn

» bertram.hilgen@stadt-kassel.de




Rudy Giulianis Wahlkampfrede für Mitt Romney




Mein Leben vom Moslem zum Ex-Moslem

Ich erzähle Ihnen meine Geschichte. Gern können Sie mein Leben als Musterbeispiel für das Leben eines Moslems in Deutschland hernehmen und auch verbreiten. Alle Angaben sind 100% wahr und überprüfbar. Aus persönlichen Gründen möchte ich jedoch so wenig persönliche Details wie nur irgend möglich angeben. Auch aus Sicherheitsgründen, denn ich bin einer von denen, die vom Glauben “abgefallen” sind. Laut Koran steht für mich die Todesstrafe. Konkrete Angst habe ich nicht, jedoch: sicher ist sicher.

(Im Original erschienen auf der Webseite der BPE)

Ich bin als drittes Kind türkischer Gastarbeiter im Ruhrgebiet geboren. Nach dem vierten Kind haben sich meine Eltern getrennt, was damals, und in großen Teilen der moslemischen Gesellschaft auch heute noch, eine Art “Schande” gewesen ist. Wir wurden von allen Verwandten, Bekannten wie Menschen zweiter Klasse betrachtet. Ich bin zwar zum Zeitpunkt der Scheidung sehr jung gewesen und kann mich nicht daran erinnern, allerdings habe ich den “Schandfleck”, der über unserer Familie lastete, im Laufe meines Großwerdens in der Kindheit deutlich gespürt. Bei den Türken gibt es einen Spruch: “Alinda leke var”, was so viel bedeutet wie, “Fleck auf der Stirn”. Das bedeutet, wir tragen ein symbolisches Merkmal der Schande auf der Stirn, und daraus wird auch impliziert, dass wir nicht aufrecht gehen dürfen/sollen, sondern auf den Boden schauen sollen/müssen.

Nach der Scheidung hat mein Vater meine Mutter mit Tricks und Hilfe der Verwandschaft in die Türkei gelockt/geführt. Dort hat er dann dafür gesorgt, dass der Pass meiner Mutter ungültig erklärt wurde und sie nicht nach Deutschland zurückkommen konnte. Wir waren in dieser Zeit bei Verwandten in Deutschland. Ihr viertes Kind hatte meine Mutter bei sich, aber auch nur, weil mein Vater dachte, dass das Kind nicht von ihm wäre. Ob meine Mutter die Möglichkeit gehabt hätte, ob sie es versucht hat oder nicht, nach Deutschland zurückzukommen, ich weiß ich nicht. Ich meine, wir reden hier von den 70er Jahren. Damals war noch nicht mal Telefon weit verbreitet. Ich schätze mal, aus Unkenntnis und Verzweiflung hat sie es gar nicht versucht. Und wenn man 6 Monate außerhalb Deutschlands ist, kann man eh nicht mehr zurück kommen. Ich denke, die psychische Barriere, unbedingt zurück zu kommen, war zu groß, außerdem war sie ohnehin nicht lange in Deutschland, so dass ihre Bindung zur Heimat wesentlich größer war als zu Deutschland. Ich kann über die genauen Umstände nur spekulieren, jedenfalls ist sie von da an für immer in der Türkei geblieben.

Warum mein Vater das gemacht hat, hatte mehrere Gründe. Einerseits wollte er seine Kinder bei sich behalten und natürlich auch meine Mutter bestrafen. Ein wichtiger Punkt ist jedoch, dass meine Mutter, als personifizierter “Schandfleck”, verschwinden sollte. Dass sie überhaupt in unserer Nähe leben würde, vielleicht sogar uns bei sich großzieht, war für die Verwandschaft, für meinen Vater, ein unerträglicher Zustand, der mit allen Mitteln verhindert werden sollte. Mit Erfolg. Man hat durch tatkräftige Hilfe der Verwandschaft, durch Bestechung in der Türkei, durch die unrechtmäßige Vernichtung ihres Reisepasses und mit Sicherheit vieler weiterer Dinge, die ich nicht weiß, erreicht, dass sie in der Türkei blieb. Man muss verstehen, was sollte die Frau machen, wenn ein offizieller Polizist/Grenzbeamter in der Türkei ihre Papiere vernichtet? Und das in den 70er Jahren? An wen sollte sie sich wenden? Sie war mit Sicherheit Analphabetin und hatte keinerlei Kenntnisse über Recht und Gesetz. Mein Vater hatte ein leichtes Spiel. Er erzählte die Geschichte des “gehörnten” Ehemannes und alles war auf seiner Seite. Und ein paar D-Mark zusätzlich bewirken natürlich Wunder. Die ganz genauen Details weiß ich leider nicht, aber von dem was ich mitgekriegt habe, ist die Sache in dieser Form abgelaufen.

Mein Vater hat sich danach offiziell von meiner Mutter scheiden lassen und meine Mutter hat auch offiziell die Schuld für das Scheitern der Ehe bekommen. Es war also per Scheidungsgericht festgestellt worden, dass sie Ehebruch begangen habe und daher die alleinige Schuld trägt. Einige aus der Verwandschaft und sogar mein Bruder mussten/haben gegen meine Mutter ausgesagt. Mein Bruder war damals ca. 9 Jahre alt. Nach damaliger und mit Sicherheit auch heute noch weit verbreiteter Meinung in der moslemischen Gesellschaft war sie somit im Prinzip eine “Hure”. Da ist es also passiert, die Eltern geschieden, die Frau bekommt den Stempel Hure auf die Stirn, die Kinder bekommen den Stempel Hurenkinder und auf keinen Fall sollten die Kinder zu der bösen Hure.

Mit dem Schandfleck musste also die ganze Familie erstmal leben. Zusätzlich zu der vorhandenen Schande hat mein Vater, zumindest in den Augen der Verwandschaft, den Bock abgeschossen, indem er nicht wie von der Verwandschaft geplant, eine Frau aus dem Heimatdorf geheiratet hat, sondern, eine “fremde Frau” aus Südostanatolien in der Nähe zu Hatay. Wie konnte doch mein Vater das tun? Eine fremde Frau, nicht aus derselben Gemeinschaft, zu heiraten? Nun gut, für eine Zeitlang wurde der Familienschein gewahrt, sie war seine Frau und gebar ihm sein fünftes Kind. Sie hatte selbst zwei Kinder aus erster Ehe, wobei der Mann verstarb und sie zur Witwe wurde. Im Großen und Ganzen habe ich leider keine guten Erinnerungen an sie. Sie hat mich massiv geschlagen und terrorisiert. Die erste Zeit traute ich nicht, es meinem Vater zu sagen. Er hat das natürlich gemerkt, dass ich geschlagen wurde. Daraufhin hat er sie geschlagen und zur Rechenschaft gezogen. Irgendwann fasste ich als kleiner Knirps dann doch den Mut, ihr zu drohen und es meinem Vater zu sagen. Von da an hat sie mich, soweit ich mich erinnern kann, nicht mehr geschlagen, zumindest nicht mehr heftig und nicht mehr oft. Ich kann mich jedenfalls an nichts gravierendes mehr erinnern und eigentlich war meine Welt in Ordnung.

Doch der nächste Schicksalsschlag ließ nicht lange auf sich warten. Exakt am 1-jährigen Geburtstag meiner Halbschwester verstarb mein Vater. Mitten auf der Autobahn. Angefahren und meterweit mitgeschleppt, nachdem er wegen einer Reifenpanne die Reifen gewechselt hat. Auf der rechten Seite war eine Rasenfläche (keine Leitplanke) und ein angeblich betrunkener Autofahrer hat ihn erwischt. Mir kommt es sehr kurios vor. Warum fährt jemand direkt an der Stelle über die Rasenfläche, wo grad zwei Personen Reifen wechseln bzw. damit gerade fertig sind. Meine Stiefmutter hat er wohl beinahe erwischt, meinen Vater jedoch voll. Ich habe heute noch die Bilder vor Augen, wie er mitten auf der Fahrbahn liegt.

Zuerst habe ich gar nicht begriffen, dass das mein Vater war. Er erinnerte mich eher an einen Nachbarn. Als meine Schwester und mein Bruder anfingen zu weinen, hab ich auch angefangen zu weinen, meine 1-jährige Halbschwester ebenfalls. LKW-Fahrer stoppten, regelten den Verkehr, bis Polizei und Krankenwagen kam. Meine Stiefmutter hatte völlig ihre Fassung verloren. Ihr zweiter Mann ist nach nur so kurzer Zeit gestorben. Sie wollte sich wohl vor Ort noch selbst umbringen. Man hat sie dann in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen.

Uns Kinder hat man vorübergehend in ein Kinderheim gebracht, wo wir noch am gleichen Abend von meinem Onkel väterlicherseits und seiner Familie abgeholt wurden. Mein Onkel hat wohl auch dafür gesorgt, dass meine Stiefmutter aus der Psychiatrie entlassen werden konnte. Nun waren wir also da, bei meinem Onkel. Die erste Zeit wurde natürlich viel getrauert und geweint. Meine Stiefmutter war völlig am Ende. Ich erinnere mich heute noch, wie sie ständig in Ohnmacht fiel und mit Parfums zur Bewusstsein gebracht wurde. Ich weiß ehrlich gesagt bis heute nicht, warum es so gewesen ist.

Jedenfalls ist hier ein weiterer, für unser Leben entscheidender Fehler passiert. Wir sind nämlich bei unserem Onkel geblieben. Entweder war meine Stiefmutter nicht in der Lage, wollte nicht oder konnte nicht, nach Hause zurückkehren.

Wir sind nach dem Tod von meinem Vater nur noch ein einziges Mal zuhause gewesen. Und das nur, um die Habseligkeiten innerhalb der Familie zu verteilen. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie sehr ich mich gefreut habe, wieder zuhause zu sein. Als dann gesagt wurde, dass wir nicht mehr hier wohnen werden, war ich ziemlich traurig.

Zunächst habe ich bei Verwandten aus dem selben Ort gewohnt, irgendwann aber kam ich auch zu meinem Onkel. Dort war von nun an unser fester Wohnsitz. Mein Onkel hat auch die Vormundschaft für uns erhalten. Eigentlich ein Unding, bei so einem kleinen Haus, wo er zudem noch selbst 5 Kinder hatte. Mit uns zusammen waren es 12 Personen. Spätestens hier hätte der Staat eingreifen müssen. Aber ich denke mal, man hat damals halt gedacht “naja, das sind eh die Gastarbeiterkinder, die werden eh irgendwann zurückgehen, mischen wir uns da mal nicht ein”. Ich kann nur spekulieren, warum niemand einschritt bzw. nicht dafür gesorgt hat, dass wir wieder Zuhause, in unserer gewohnten Umgebung sind.

Danach begannen die internen Konflikte mit der Familie meines Onkels. Von nun an kam meine Tante mit ins Spiel. Zunächst einmal galt es, meine Stiefmutter aus dem Haus zu kriegen. Sie wurde beschuldigt, sich an meinen Onkel ranzumachen, beschimpft als Kurdin, als schwarze Hexe, schwarze Zigeunerin etc. Natürlich wirkte sich das auch negativ auf sie aus, dass sie uns während der Ehe zum Teil massivst geschlagen hat, was in der Verwandschaft auch bekannt war.

Es wurde dermaßen Stimmung gegen sie gemacht, dass sie freiwillig oder unfreiwillig aus dem Haus gehen musste. Mein Onkel wollte wohl denselben Trick bei ihr anwenden wie bei meiner leiblichen Mutter. Er brachte sie in die Türkei, gab ihr wohl etwas Geld und hoffte wohl, dass sie dort bleibt. Sie blieb jedoch nicht dort, hat ihre Rechte gesucht, Witwenrente beantragt und bekommen und war irgendwann wieder in Deutschland. Nach einigen Scharmützeln mit ihr hatte die Familie meines Onkels sie jedoch los. Sie kam danach nie mehr zu meinem Onkel.

Nun waren wir 3 Geschwister also bei meinem Onkel. Wenn Sie glauben, dass das was sie bisher gelesen haben, ein Horrorszenario gewesen ist, dann muss ich sie korrigieren. Das Horrorszenario begann nämlich von da an erst richtig.

Man weiß eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll, von welchen Themen man erzählen soll. Zu schlimm war die Situation in jeglicher Hinsicht. Da ist zunächst die psychologische Seite. Wir sind dort psychisch regelrecht vergewaltigt worden. Den Schandfleck durch die Vorkommnisse zwischen meinem Vater und meiner Mutter hat man uns deutlich unter die Nase gerieben. Man durfte uns ja schließlich offiziell als Hurenkinder beschimpfen. Daneben hat man uns deutlich zu verstehen gegeben, dass das nicht “unser Zuhause” ist, dass wir “deren Eigentum” benutzen, dass wir “deren Nahrung” essen. Dass nichts uns gehört und wir somit auch nichts dürfen. Wir durften nichts. Solche Selbstverständlichkeiten wie “ich habe Hunger und gehe an den Kühlschrank” war strikt verboten. Wir durften nur Wasser trinken, das gab es ja quasi kostenlos aus dem Hahn und dann essen, wenn es uns erlaubt wurde. Damit hätte man sich ja vielleicht noch arrangieren können, wenn es klare, verbindliche Essenszeiten gegeben hätte. Das Problem war jedoch, die gab es nicht.

Mal wurde um 5 das Essen fertig, mal um 4, mal um 7. Mal waren Besucher da, für welche natürlich reichlich aufgetischt wurde, mal wurde was schnelles gekocht, mal wurde gar nicht gekocht, weil die Familie irgendwo zu Besuch oder draußen war. Es wurde auch keine Rücksicht darauf genommen, wer wann von der Schule kommt. Ich ging z.B. zur Ganztagsschule. Mit Wartezeit, Busfahrt und Laufzeit nach Hause kam ich z.B. erst gegen 5 nach Hause. Und dann ist es nicht so gewesen, dass ich zuhause bleiben durfte, nein, ich musste in die Moschee zur Koranschule. Mit der Koranschule und dem häufig anschließendem Gebet, kam ich zum Teil erst gegen 7-8 nach Hause. Und da war das “offizielle” Essen bereits vorbei.

Selbst etwas warm machen zu dürfen, etwas aufgewärmtes noch zu kriegen oder gar die Hand an den Kühlschrank zu legen? Undenkbar. Wir durften es nicht und haben gehungert. Zum Teil haben wir 2 Stunden gewartet bis die Tante uns mit “zwei Scheiben Brot, ab ins Bett” zum Schlafengehen aufforderte. Wir waren nicht traurig, dass wir ins Bett gehen mussten, wie das bei üblichen Familien der Fall ist, weil die Kinder z.B. noch einen Film anschauen wollen. Nein, wir waren froh, den Satz zu hören, damit wir wenigstens 2 Scheiben Brot essen dürfen. Natürlich haben wir, sofern sie nicht zugeschaut haben, die Brotscheiben so dick wie möglich geschnitten. Aber, es war nur Margarine erlaubt. Marmelade? Gar Nutella oder Käse? Seid ihr verrückt. Sowas “Gutes” ist doch nicht für uns. Wir dürfen nur Margarine aufs Brot schmieren. Und ja, so haben wir jahrelang gelebt, zum Teil tagelang nichts zu essen bekommen, zum Teil von den Nachbarn etwas bekommen, im Großen und Ganzen jedoch gehungert, mit 2 Scheiben Brot mit Margarine am Tag, und selbst das haben wir nicht mal jeden Tag bekommen. Das alles, mitten in Deutschland, bei einer angeblich frommen, moslemischen Familie, die paradoxerweise vom Staat massiv mit Geld unterstützt wurde, da man uns “pflegt und großzieht”. Schließlich spart das Jugendamt auf diese Art und Weise teure Heimplätze.

Durch die Einstellung, dass wir im Grunde “nichts” kosten dürfen, hatten wir natürlich nicht nur wenig Essen. Es mangelte uns an allem. Vor allem an Kleidung im Winter. Ich kann nicht zählen, an wie vielen Tagen ich im Winter zur Schule gegangen bin, an der Bushaltestelle sehen musste, wie andere Kinder dicke Schneeanzüge, Schneestiefel, Handschuhe und Mützen trugen, ich dagegen zum Teil mit Sommersachen zur Schule ging. Die Kälte von damals spüre ich heute noch in den Zehen. Ich habe gefroren am ganzen Körper. Es gab einfach nichts, es wurde einfach nichts bzw. wenig gekauft. In ziemlich unregelmäßigen Abständen habe ich Schuhe bekommen, meistens irgendwo extrem reduzierte Ware, absolut ohne Qualität. Häufig passten sie nicht einmal. Er hat mich ja nie an die Hand genommen, in den Schuhladen gegangen und dort mir passende, mir gefallende, Schuhe gekauft. Nein, es lief so ab, dass er irgendwo bei einem Ramschangebot zugeschlagen hat und dabei wohl dachte, ich müsste ungefähr diese Schuhgröße haben. Und selbst das kam vielleicht einmal, höchstens zweimal im Jahr vor. Gerade bei heranwachsenden Kindern eine grauenhafte Vorstellung. Es war auch schlimm, dass die Schuhe meist schlechter Qualität waren, dadurch dass meine Füße schneller wuchsen als neue Schuhe zu bekommen, sie überall gedrückt haben und dadurch auch schnell kaputt gingen. Neue Schuhe weil die alten kaputt sind? Undenkbar. Ich musste warten, bis mal wieder irgendwo bei einem Ramschangebot zugeschlagen wurde. Zum Teil habe ich versucht, die Schuhe selbst zu reparieren, was natürlich kläglich scheitert, wenn man versucht, die Löcher mit Klebeband abzudichten. Zum Teil waren die Schuhe so klein, dass ich meine Zehen ziemlich krümmen musste und quasi auf meinen Hacken lief. Mal ist durch den extremen Druck die Vorderseite aufgeplatzt, dass wenn ich gelaufen bin, die Vorderseite wie ein Mund auf und zu ging. Einmal habe ich irgendwo alte Fußballschuhe mit Noppen gefunden. Ich war sehr froh, da diese Schuhe sehr stabil sind und zum Glück meine Schuhgröße hatten. Es waren zwar Fußballschuhe, um damit im Verein Fußball auf einem Rasenplatz zu spielen. Es blieb mir aber nichts anderes übrig, als diese täglich anzuziehen.

Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich deshalb irgendwo gehänselt wurde und es hieß “schau mal, der läuft mit Pöhlern rum”. Es gab halt nichts. Fragen durften wir nicht. Sobald wir nach etwas gefragt haben, was auch nur 1 D-Mark gekostet hätte, gab es Zuhause einen Riesenschreierei von meiner Tante aus. Häufig artete das aus in einen Streit und Schlägerei zwischen meinem Onkel und meiner Tante. Die nächsten Tage und Wochen waren wir es jedoch, die die Suppe durch noch mehr Repression von meiner Tante ausbaden mussten. Daher hatte man sich arrangiert. Man hat gelernt, zu schweigen, nicht zu fordern, sich anderweitig zu behelfen oder auch mit der Not und dem Elend zu leben.

Die materielle Not war an allen Ecken und Enden bemerkbar. Bei den Hosen war es nicht ganz so tragisch, denn diese hat er meistens in Übergrößen gekauft. So hab ich die Hosen zusammengefaltet und selbst genäht. Als ich größer wurde, habe ich die Hosen selbst umgenäht. So war es kein Problem, eine Hose zwei Jahre zu tragen. Bei den Socken war es da schon problematischer. Ich habe ständig im Beutel nach passenden Socken gesucht, wo die “Hausherren” ihre nicht mehr benutzten Socken warfen. Meistens habe ich keine passenden Socken gefunden, so dass ich zum Teil aussah wie Pippi Langstrumpf, aber man konnte damit leben. Schließlich sieht man ja die Socken nicht, wenn die Hose lang genug ist. Und zuhause wussten sie ohnehin was man anzieht. Unangenehm wurde es in der Schule vor allem im Sport- und Schwimmunterricht. Einmal hatte ich nie richtiges Sportzeug, ich durfte also selten am Sportunterricht teilnehmen und musste meistens zuschauen. Ab und zu hat sich der Lehrer erbarmt und mir erlaubt, mit Socken teilzunehmen. Und wenn man da zwei deutlich verschiedene Paare hat, ist die Scham vor den Klassenkameraden natürlich sehr groß. Ich muss aber sagen, dass ich von meinen Klassenkameraden und Freunden, nie gehänselt wurde. Sie alle kannten meine Situation und die war so schlimm, dass denen nicht einmal zum Hänseln zumute war. Trotzdem hat man sich natürlich geschämt für alles. Beim Schwimmunterricht war es dagegen anders. Ich hatte, woher auch immer, eine Badehose. Da ich keine Unterhosen hatte, habe ich meine Badehose als Unterhose benutzt. Der kritische Punkt war immer nach dem Schwimmunterricht. Das Handtuch habe ich um meine Hüfte gewickelt und so getan, als ob ich meine Badehose ausziehe und meine Unterhose anziehe. Niemand sollte das merken. In Wirklichkeit wurde die Badehose nämlich anbehalten und die Hose angezogen. Sie war zwar nass, trocknete aber nach einiger Zeit. Da eine Badehose sehr strapazierfähig und elastisch ist, konnte ich auch diese einige Jahre für beides anziehen, zum Schwimmen und als Unterhose. Es ist für manch einen nicht vorstellbar, aber was soll ich sagen.

Ich hatte halt nichts. Ich kann mich auch sehr gut an Zeiten vor dem Schwimmunterricht erinnern, in den ich ohne Unterhose rumgelaufen bin. Da war die Situation mit der Badehose schon besser, man hatte überhaupt etwas an. Einmal hatte unsere Klasse plötzlich einen Termin beim Arzt, der in der Schule Kontrollen durchführte. Jeder musste dabei seinen Pullover, seine Hose und Schuhe ausziehen. Was glauben sie, wie peinlich das ist zu sagen: “Tut mir leid, ich kann meine Hose nicht ausziehen, da ich nichts drunter hab”. Als einziger in der Klasse. Alles erlebt. So durchzog sich das auch in anderen Bereichen. Ob das die Bastelstunde für Weihnachten war, wofür Geld für Material benötigt wurde und ich keines hatte und daher meistens auch nicht teilnehmen durfte, ob das Schulhefte waren, Bücher, Stifte etc. An allem herrschte Mangel. Ich habe es sogar fertig gebracht, mit den Heften von der ersten Klasse bis in die dritte Klasse durchzuhalten. Ich habe zwar jedes Mal vom Lehrer Schimpfe bekommen, warum ich immer noch Hefte für die erste Klasse benutze. Aber, was soll ich sagen. “Ich habe keine” war meine Antwort. Ich denke, hier hat die Schule, der Direktor, der ja gleichzeitig unser Klassenlehrer war, einen Fehler gemacht, indem sie nicht eingeschritten sind um vielleicht das Jugendamt darauf hinzuweisen, dass hier etwas nicht stimmt. Dafür war die Not zu deutlich und zum Teil wurde man sogar von den Lehrern darauf angesprochen, z.B. “Hey, warum hast du solche Schuhe, du brauchst neue Schuhe”. Ich hatte nie Sportzeug, in jedem Zeugnis war der Vermerk, dass ich häufig meine Schulmaterialien nicht hab, nie habe ich Geld für Schulmilch abgegeben, immer wieder konnte ich kein bisschen Geld für die Bastelstunde aufbringen, ich war ziemlich dünn, ziemlich abgemagert, hatte nie ein Pausenbrot dabei. Dass wir in Not und Elend leben, war allseits bekannt. Es schritt halt niemand ein.

Paradoxerweise hat mein Onkel es fertig gebracht, von dem Geld, was er vom Staat bekommt, einen Teil für uns bei der Sparkasse anzulegen. Das Geld, welches er als Halbwaisenrente für uns erhielt, legte er an, das Pflegegeld und Kindergeld war für ihn. So hat er es gesehen. So konnte er sein Gewissen beruhigen, so konnte er behaupten, er “esse das Geld der Kinder nicht” und konnte sich nach außen hin als großzügiger Onkel darstellen, der die Kinder seines Bruders großzieht und dazu noch viel Geld für sie spart. Für jeden von uns drei gab es ein Sparkonto, wo pro Monat 200-300 D-Mark eingezahlt wurden. Im Laufe der Zeit summiert sich das natürlich erheblich. Aber, er hat das umsonst getan. Ich habe zwar, als ich 18 Jahre alt wurde, 27.000 DM aus diesem Sparbuch erhalten. Aber unsere psychische Verfassung, unsere mentale Stärke, unser Wissen, unser Selbstbewusstsein war dermaßen vernichtet, dass kein einziger von uns drei Geschwistern von dem Geld je einen echten Nutzen gehabt hat. Ich war der einzige, der das einigermaßen verwertet hat.

Ich habe davon meinen Führerschein bezahlt, mein erstes Auto. Das war alles. Alles andere habe ich durch falsche Freunde, durch zu falsche Vorstellungen vom Leben, verloren. Mein Bruder hat das Geld gleich verloren, so wie er es erhalten hat.

Meine Schwester hat geheiratet und das Geld erhielt die Familie des Mannes, der zudem alles irgendwann in einer Zockerbude verspielte. Niemand hat meinen Onkel darum gebeten, Geld für uns zu sparen. Es wäre für uns besser gewesen, wenn er das Geld behalten hätte und dafür, abgesehen von Liebe, Zuneigung, Zusammenhalt, vernünftiges Essen, vernünftige Kleidung, Schulmaterialien etc. geholfen hätte, eine starke Persönlichkeit zu entwickeln. Wir konnten uns persönlich absolut nicht entwickeln. Das was für viele eine Selbstverständlichkeit ist, mussten wir im hohen Alter selbst lernen. Zum Teil mussten wir sehr viel “Lehrgeld” dafür bezahlen. Kein Geld der Welt kann uns die verlorene Kindheit zurückgeben, die Horrorstunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre, die wir erlebt haben, wiedergutmachen. Zudem haben wir permanenten Druck von meiner Tante erhalten. In der öffentlichen Wahrnehmung hieß es lediglich, “sie essen unser Geld, deren Gelder ficken bei der Bank und vermehren sich”. Was natürlich nicht stimmt. Er hat lediglich ca. ein Viertel von dem was der Staat ihm zahlt, für uns gespart. Mit dem Rest hat er sich ein Vermögen aufgebaut. Vor dem Tod meines Vaters hatte er nicht mal ein kleines Haus. Nach seinem Tod wurden im Laufe der Jahre Apartments überall in der Türkei hochgezogen. Alles unterstützt bzw. erst ermöglicht mit den Geldern, die der Staat für uns bezahlt hat. Und uns wäre es tatsächlich lieber gewesen, wenn er das für uns nicht getan hätte, dafür uns aber eine vernünftige Kindheit ermöglicht hätte. Allein um der psychischen Vergewaltigung durch die Tante zu entgehen, hätte ich alles Geld der Welt hergegeben.

Ich brauchte kein Sparbuch, mein Onkel brauchte sie, um das Bild in der Öffentlichkeit vom “sorgenden Onkel, der für die Kinder des Bruders Geld spart” zu präsentieren. Natürlich wusste irgendwann die ganze Nachbarschaft, was tatsächlich ablief. Jeder hat unsere Not gesehen, jeder wusste, dass wir kaum Kleidung und zu Essen bekommen. Es hat sich halt niemand gewagt, Schritte zu unternehmen. Hinzu kam, dass er durch sein dominantes Auftreten in der Öffentlichkeit und als Macher-Typ bekannt, als Vereinsvorsitzender der islamischen Gemeinde gewählt wurde und diese Position jahrelang inne hatte. Er hat missliebige Mitglieder der Gemeinde ausgebootet, die ihm nicht passten. Sie haben nie wieder die Moschee besucht. Er ließ Koranlehrer entlassen, die nicht exakt seiner Glaubensrichtung entsprachen. Auf der anderen Seite war er natürlich auch ein Macher. Er sorgte für den Zusammenhalt der Gemeinde, er sorgte dafür, dass eine Moschee gebaut wurde, ein Haus für den Koranlehrer. Man würde aus heutiger Sicht sagen, die Geburtshelfer der Parallelgesellschaft. Dieser Umstand verschlimmerte aber gleichzeitig die Situation für mich. Zusätzlich zu den psychischen und körperlichen Belastungen daheim musste ich die Belastungen durch die Moschee hinnehmen. Ich musste täglich, egal ob an Wochenenden oder unter der Woche, die Koranschule besuchen und stundenlang Koranverse auswendig lernen. Ich betrachte diese Zeit ebenfalls als psychologische Vergewaltigung, denn, ich habe es nie gewollt oder gemocht. Manchmal habe ich es gewagt, die Koranschule zu schwänzen. Sofort wurde der Onkel informiert, der mich dann mit seinem VW Bulli in der ganzen Gegend gesucht und geschlagen hat, sobald er mich gefunden hatte. So traute ich auch nicht mehr, die Koranschule und die Moscheebesuche zu schwänzen. Als “Mitglied” seines Haushalts als Vereinsvorsitzender musste ich natürlich extra vorbildlich sein. Ich musste in Eiseskälte im Vorfeld zur Koranschule und die Heizung anwerfen, die mit Kohle beheizt wurde. Damit der Koranlehrer das nicht machen muss und die übrigen Kinder es warm haben, wenn sie zum Koranunterricht kommen. Ich musste wie ein Muezzin die Gläubigen zum Gebet rufen. Täglich die Koransuren lesen, ob ich nun etwas verstand davon oder nicht, ob ich das bereits gelesen hatte oder nicht. Es machte nichts, war der Koran einmal zu Ende gelesen, wurde eben wieder von neuem begonnen. Eine gute Sache hatte die Geschichte. Wenn die ganzen Schüler den Koran einmal zu Ende gelesen hatten, gab es ein Fest. Zu dem Fest konnte ich natürlich nicht mit der Kleidung kommen, die ich gewöhnlich trug. Hierfür erbarmte er sich und ich konnte sicher sein, dass er bei irgendeinem Ramschangebot zuschlagen würde und ich zumindest neue Hosen bekomme.

Natürlich haben wir nicht ausschließlich den Koran gelesen, man wurde auch darin geschult um zu wissen, wie die Welt aus moslemischer Sicht funktioniert. Im Grunde wird alles darauf reduziert, dass wir auf dieser Welt zur Probe da sind, dass wenn wir den falschen Glauben annehmen, nicht in den Himmel kommen können und dass das ausgeschlossen ist. Das bedeutet, alle Deutschen werden für ewig in der Hölle landen, da sie den falschen Glauben haben und Christen sind.

Moslems haben den Vorteil, dass sie schon mal den richtigen Glauben haben und dass sie lediglich dafür bestraft werden, wenn sie sündigen, danach aber in den Himmel kommen. Im Grunde aber ist Gott so barmherzig, dass man davon ausgehen kann, dass Gott, selbst bei kleinen Sünden verzeiht und man direkt in den Himmel kommt. Außerdem hat man jedes Jahr verschiedene Tage, an denen man sich von den Sünden reinwaschen kann und es gibt ja noch die Pilgerfahrt nach Mekka, wodurch ebenfalls alle Sünden gestrichen werden. Welch ein Glück den richtigen Glauben zu haben nicht wahr? Und, ironischer weise ist sogar alles so vorgegeben und Schicksal. Das bedeutet, man hat vor dem Leben bereits gewählt, welchen Glauben man annimmt und wie man lebt. Eigentlich sollte uns Gott also direkt nach der Wahl in den Himmel oder in die Hölle werfen. Aber da Gott ja gerecht ist und wie bei einem Gericht nur für tatsächlich begangene Sünden bestraft, lässt er uns quasi das erleben, was wir eigentlich selbst gewählt haben und was sowieso vorbestimmt ist. So kann manspäter zu Gott nicht sagen: “Nein, das hab ich doch gar nicht geplant es so zu tun”. Und welch ein Glück, dass wir vor der Geburt überhaupt den richtigen Glauben gewählt haben.

Wenn ich rückblickend die Zeit in der Moschee betrachte, empfinde ich die Zeit heute ebenfalls als eine psychische Vergewaltigung. Welch ein verkehrtes Weltbild dort gelehrt wurde und in den meisten Koranschulen auch heute noch gelehrt wird, ist aus meiner Sicht nichts anderes als Rassismus. Allein die Tatsache, dass der Islam mit Kritik nicht umgehen kann, zeigt, wie faschistisch angehaucht dieser Glaube ist. Ziehen wir doch mal einen Vergleich zu den Nazis.

In der Nazizeit war es nicht erlaubt, anders zu denken, als von den Nazis gewünscht. Wenn man zu laut gedacht hat, landete man fix im KZ bzw. im Grab oder war zumindest Repressalien ausgesetzt. In den Ländern, die von Islamisten dominiert werden, ist es nicht viel anders. Kritik am Islam kann man nur einigermaßen sicher ausüben, wenn man in einem Land lebt, das nicht von Islamisten regiert wird und wo rechtstaatliche Prinzipien über die Prinzipien des Glaubens gestellt werden, welcher Glaube das auch immer sein mag. Und selbst da versuchen die Moslems, durch zum Teil gewalttätige Krawallen und Drohungen die Kritiker einzuschüchtern. So gesehen bei den Mohammed-Karikaturen oder beim Film “Unschuld der Muslime”. Man muss sich das einmal genau anschauen was da passiert und womit die Unruhen begründet und gerechtfertigt werden. Beim Film Unschuld der Muslime heißt es “es ist allein schon eine Unverschämtheit, unseren Propheten nachzuahmen und abzubilden”. So ist das also, die Moslems entscheiden also darüber, ob wir einen Film über Mohammed drehen dürfen? Und dann dürfen wir nicht einmal über sein Leben erzählen bzw. kritisch sein Leben beleuchten?

Wir dürfen nicht laut darüber nachdenken, dass er die damals 9-jährie Aysa geheiratet hat und in Frage stellen, ob ein “Gottgesandter” sowas überhaupt tun würde? Wir dürfen nicht laut darüber nachdenken, dass er die Karawanen von und nach Mekka ständig geplündert hat, 20% der Beute selbst erhalten hat, bei diesen Übergriffen viele Menschen umgekommen sind und ihn eigentlich nichts von den heutigen somalischen Piraten unterscheidet, die ihr Unwesen treiben? Wir dürfen ihn nicht Dieb, Verbrecher und Mörder nennen? Vergleicht man die Vorgehensweise mit den Nazis, erkennt man sehr schnell Parallelen. Man darf sich auch von Ausreden wie: “Ihr habt ja freie Meinungsäußerung, aber ihr dürft halt nur nicht dies nicht und jenes nicht sagen” blenden lassen. In der Nazizeit hatte man auch das Recht auf freie Meinungsäußerung, es wurde nur ungemütlich, wenn man sich gegen die Thesen des Systems oder gegen den Herrschaftsanspruch der Obrigkeit äußerte. Genauso wie im Islam.

Das sind übrigens nicht nur reine Thesen, sondern ich habe es am eigenen Leibe gespürt. Ich bin moslemisch erzogen worden, ich weiß was mir gelehrt wurde, was ich sagen und denken durfte und was nicht. Und es waren übrigens keine Fundamentalisten. Das war eine ganz normale, sunnitisch-moslemische Familie, die den Großteil der Türken ausmachen.

Fundamentalisten sind nochmal eine Stufe härter. Man hat es hier wirklich nicht mit einer Randerscheinung zu tun, sondern mit der überwiegenden Mehrheit der Türken in Deutschland und in der Türkei. Man muss sich das wie eine Droge auf verschiedenen Ebenen vorstellen. Da gibt es welche die die Droge sanft dosiert einnehmen, da gibt es diejenigen, die es in mittelstarken Dosen nehmen und dazu auffordern diese zu nehmen, da man kein echter Moslem ist und dann gibt es wiederum welche, die es ganz hart dosiert nehmen und alle anderen als ungläubig betrachten, die es in der Form nicht praktizieren. Die sanfte Form kann man mit den Aleviten vergleichen, die ca. 20% der Türken ausmachen, die überwiegende Mehrheit mit der mittelstarken Form durch die Sunniten und eine kleine Minderheit in der sehr stark dosierten Form wie durch Salafisten.

Die Erfahrungen die ich hier schildere, betrifft die sunnitische Form, also keine Randerscheinung sondern die breite Mehrheit. Hierbei ist es besonders wichtig zu wissen, wie die psychologische Vergewaltigung funktioniert. Und zwar abgehend von der stärksten Dosis wird versucht, die weniger stark dosierten Gruppierungen zu verändern. Das bedeutet im Klartext, dass die Salafisten als die wahren Gläubigen angesehen werden, die tatsächlich nach den Regeln des Koran leben. Diese versuchen ihren Einfluss auf die Sunniten auszuüben, ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden, da diese ja schließlich nicht exakt nach den Regeln des Koran leben. Und bedauerlicherweise erkennen die Sunniten dies an. Die Mehrheit der Sunniten betrachten sich in der Tat als Gläubige, die jedoch sündigen, da sie nicht exakt nach den Regeln des Korans leben. Sie hoffen eben, dass die Sünde vergeben wird, spätestens wenn sie ihre Pilgerfahrt nach Mekka durchführen.

Für die Sunniten wiederum, sind die Aleviten die noch weniger Gläubigen, die es zu beeinflussen gilt. Bei vielen Aleviten habe ich jedoch die Erfahrung gemacht, dass sie im Gegensatz zu den Sunniten zu dem stehen, was sie glauben. Das heißt, sie erkennen die Richtigkeit des “wahren” Islam wie durch die Fundamentalisten praktiziert, öffentlich nicht an und denken auch nicht, dass sie im Grunde häufig sündigen und hoffen auch nicht, die Sünden durch Pilgerfahrt oder sonstige Rituale reinzuwaschen. Sie haben häufig moderne, aufklärerische Ansichten.

Trotzdem sind sie in der öffentlichen Wahrnehmung in der Defensive, da die breite Mehrheit zu den Sunniten gehört und die Aleviten somit als “Ungläubige” darstellt. Und die Aleviten haben nicht die Kraft, sich aus dieser Defensive zu befreien. Der einzige Kritikpunkt an den Aleviten ist, dass sie nicht konsequent sind. Denn, obwohl sie nicht nach den Regeln des Islam leben, lassen sie von dem Glauben nicht endgültig los. Trotz allem seien sie Moslems, so heißt es. Nun wird sehr deutlich erkennbar, wie sehr die Menschen insgesamt psychisch beeinflusst werden. Denn, erinnern wir uns an die Grundthese der Moslems “Nicht-Moslems haben erst gar nicht die Chance, in den Himmel zu kommen, Moslems werden, sofern sie ihre Strafe in der Hölle abgesessen haben, am Ende im Paradies sein.” Und “welch ein Glück, dass wir vor der Geburt den richtigen Glauben gewählt haben” nicht wahr? Hier wird die psychologische Tragweite des islamischen Glaubens sehr deutlich. Selbst diejenigen, die eigentlich überhaupt nicht mehr nach den Regeln des Islam leben, haben die psychische Barriere zu sagen “Ich bin kein Moslem mehr”.

Daher sage ich, der Islam ist eine psychologisch vergewaltigende Religion. Die starken Formen dominieren, wenn es darum geht, die Menschen zum Glauben zu drängen, die bereits den Glauben angenommen haben. Liegt auch in der Logik der Sache, dass die stärker Gläubigen immer versuchen, die schwächer Gläubigen dazu zu bewegen, den Glauben, die Lebensweise etc. zu ändern. Ein Beispiel. Ein mittelstark Gläubiger betet 5 mal am Tag zuhause. Ansonsten geht er seiner geregelten Arbeit nach, sorgt für sich und die Familie. Ein anderer Gläubiger betet nicht nur 5 mal am Tag zuhause, sondern er geht zum Beten sogar in die Moschee. In der öffentlichen Wahrnehmung der Moslems ist derjenige, der zum Beten sogar immer in die Moschee geht, der “Gläubigere”. Und dann passiert das, was ich als psychologische Vergewaltigung definiere.

Der weniger Gläubige wird entweder aktiv oder passiv dazu gedrängt, “mehr gläubig” zu sein und z.B. zum Beten doch in die Moschee zu kommen. Entweder wird man aktiv dazu aufgefordert, mit allen möglichen Begründungen, von der sanften Form bis zur harten Form. Die sanfte Form könnte z.B. ein Satz in der Form sein “Hey, wir wissen, du bist ein gläubiger Mensch, du bist ein Moslem, der 5 mal am Tag betet. Aber wir würden es schön finden, wenn du nicht nur zuhause für dich betest, sondern dich aktiv in der Gemeinde engagierst….. “. Es kann aber auch vorkommen, dass man die harte Form wählt, in dem man z.B. folgenden Satz sagt “Hey, du bist zwar ein gläubiger Moslem und betest 5 mal am Tag zuhause, aber um in den Himmel zu kommen, reicht das allein nicht. Indem du nicht in die Moschee kommst, zeigst du, dass du den Glauben eigentlich nicht richtig ernst nimmst. Außerdem, wer weiß überhaupt, ob du tatsächlich 5 mal am Tag betest. Als ein echter Moslem musst du, sofern es dir möglich ist, in der Moschee beten. Sonst bist du kein richtiger Moslem, da du nicht in die Moschee kommst obwohl es dir möglich ist.” Sofern möglich, könnten sogar Argumente mit konkreten “Befehlen und Regeln von Gott” hervorgebracht werden, um ihn massiv unter Druck zu setzen. Auf jeden Fall erfolgt jedoch zusätzlich eine passive Beeinflussung. Selbst wenn der “weniger Gläubige” nicht aufgefordert wird, in die Moschee zu kommen, in der öffentlichen Wahrnehmung hat der “Gläubigere” automatisch einen höheren Rang. Er wird in der Gemeinschaft mehr respektiert, schließlich praktiziert er den Islam “besser” als der “weniger Gläubige”. Dem weniger Gläubigen wird durch diese Art und Weise, wenn auch nur im Unterbewusstsein, ein schlechtes Gewissen eingeredet. Nun können Sie auch verstehen, warum damals niemand einschritt, als wir regelrecht verwahrlost bei dem Vereinsvorsitzenden der islamischen Gemeinde des Ortes aufwuchsen. Schließlich war er nicht nur ein sehr Gläubiger, der ständig in der Moschee war, nein, er war sogar eine tragende Säule des Islams in dem Ort, der dafür sorgte, dass eine Moschee und ein Haus für den Imam gebaut wurde und die Institution überhaupt existierte.

Ich habe erläutert, wie es abgehend von der starken zur sanften Form funktioniert. Es funktioniert aber auch in die andere Richtung. Je nachdem, welche Ziele man verfolgt, wird mal die eine Richtung ausgepackt, mal die andere Richtung.

Die sanfte Form wird ausgepackt, wenn es darum geht, die Menschen überhaupt zum Islam zu bringen oder wenn sich der Islam durch berechtigte Kritik in der Defensive befindet. Ein Beispiel. Jemand ist kein Moslem, lebt wie er will, macht was er will. In den Augen der Moslems ein “unhaltbarer Zustand”. Somit wird versucht, ihn überhaupt zum Glauben zu bewegen. Meistens wird dabei die “schöne Seite des Islams” ausgepackt. Der Islam wird in der schönsten Form dargestellt, es wird vom Paradies erzählt, vom Gott der so gutmütig ist, allwissend und verzeihend. Natürlich würde Gott ihn für seine bereits begangene Sünden verzeihen. Schließlich gibt es nichts größeres, denn als Nicht-Moslem den Islam anzunehmen. Wenn man das tut, dann hat man bei Gott einen sehr großen Stein im Brett. Durch solche Aussagen sollen diejenigen regelrecht motiviert werden und sich auf den Glauben freuen. Natürlich werden die Versuche auch durch Angstmachen wie mit der Hölle flankiert, im Grunde versucht man jedoch die sanfte Form, um die Menschen zum Islam zu bringen. Und wenn jemand nicht jeden Tag beten will? Ach, ist doch alles nicht so schlimm. Wirklich, man gewöhnt sich dran, es sind eh nur 5 Minuten, das übrigens nicht stimmt. Und selbst wenn man als Moslem nicht betet, ist nicht schlimm. Schließlich ist man trotzdem ein Moslem, bekennt sich dazu und hat so überhaupt die Chance, in den Himmel zu kommen. Außerdem gibt es ja immer noch die Pilgerfahrt, die einen von der Sünde “Nicht-Beten” reinwäscht. Wichtig ist überhaupt einmal, sich zum Glauben zu bekennen. Alles andere wird nicht so heiß gegessen wie gekocht.

Merken sie, wie die Menschen psychologisch beeinflusst werden? Zuerst die sanfte Form, um ihn überhaupt zum Glauben zu bringen, dann die immer stärkere Form, um ihn “mehr gläubig” zu machen. So funktioniert der Islam, die Rekrutierung und die Aufrechterhaltung der islamischen Gesellschaft. Die sanfte Form wird übrigens auch verwendet, wenn der Islam sich in der Defensive befindet. Der Koran hat ja paradoxerweise mal sanfte Töne, mal starke Töne. Je nach Grad der Gläubigkeit, orientiert man sich entweder nach den sanften Tönen, nach den starken Tönen oder beiden. Und wenn nun eine Richtung kritisiert wird, meistens die streng Gläubigen, dann wird als Verteidigung der sanfte Islam ausgepackt. Ein Beispiel. Man kritisiert den Islam, dass Gott Menschen in die Hölle schmeißt. Das ist schließlich grauenvoll. Besonders wenn man bedenkt, dass die Wurzel des Glaubens von jedem Menschen in starkem Maße von seiner Herkunft abhängt, z.B. die Indianer doch gar nichts dafür können, dass sie als Indianer geboren sind und nun mal wenig vom Islam gehört haben, nicht wissen können, dass man 5 mal am Tag Richtung Mekka beten soll und dass es doch grauenhaft ist, diese Menschen mit der Hölle zu bestrafen, dann merken die Moslems, dass sie mit der “harten Tour” nicht weiterkommen und plötzlich wird die “sanfte Rute” ausgepackt. Dass Gott doch allwissend, gutmütig und verzeihend ist, man doch gar nicht wisse, ob Gott den Menschen verzeiht und somit überhaupt nicht gesagt werden kann, dass die Menschen in die Hölle kommen. Plötzlich wird von der harten Tour abgewichen und zurückgerudert. Eine sehr perfide Art und Weise, wie sie alles drehen und wenden, so wie es ihnen grade passt.

Und genau das macht den Islam auch so gefährlich. Sie haben im Prinzip für alles Ausreden, drängt man sie in die Defensive, wird die sanfte Rute ausgepackt, lässt man sie gewähren, wird die strenge Rute ausgepackt. So wie es grad passt. Auch wenn das Gesamtbild nicht passt, für einzelne Kritiken wissen sie sich mit solchen Mitteln zu wehren und den Glauben zu verteidigen. Daher ist es auch nicht sinnvoll, wenn die deutsche Gesellschaft versucht, den Islam anzugreifen, mit Themen wie “Ehrenmorde, terroristische Anschläge” etc. Hier haben die Islamisten leichtes Spiel. Erstens gehören solche Dinge tatsächlich nicht zum Islam, wenn überhaupt zur Kultur und Verhaltensweisen von Menschen aus islamischen Ländern, zweitens ist es kinderleicht, dagegen die sanfte Rute des Islams auszupacken und zu sagen “Nein, das ist doch gar nicht der Islam”. Vielmehr sollte verstanden werden, wie die Struktur des Islams ist, wie der Glaube eigentlich funktioniert, wie die Menschen funktionieren. Ich hoffe Ihnen mit diesen Zeilen Denkanstöße gegeben zu haben.

Es ist schwierig zu sagen, ab wann ich mich vom Glauben abgewendet habe. Es gab keinen fixen Punkt und mit Sicherheit haben viele Faktoren eine Rolle gespielt, die mich im Laufe der Zeit dazu gebracht haben zu sagen “Ich bin kein Moslem mehr, ich glaube daran nicht”. Zunächst einmal sind wir irgendwann von meinem Onkel weggezogen. Mein Bruder hat, sobald er 18 wurde, eine Wohnung gemietet und uns quasi “aus der Hölle” befreit. Ich war damals 13 Jahre und war sehr froh darüber, dass ich nicht mehr in die Moschee gehen musste und mein Leben weitestgehend als freier Teenager gestalten konnte. Man darf aber nicht vergessen, dass der Glaube grundsätzlich weiterhin tief in mir verankert war. Zum Beispiel habe ich mich nach wie vor als Moslem identifiziert, habe an Himmel und Hölle, an den Teufel geglaubt, der einen zur Sünde verführt. Ich habe in jungen Jahren übrigens viel Geld dadurch verloren, da man nach moslemischer Lehre auf dieser Erde “getestet” wird. Und wenn mich jemand gefragt hat, ob ich ihm Geld leihe, habe ich natürlich auch daran gedacht, dass ich nun evtl. getestet werden würde. Und man sollte ja “gut” auf dieser Erde sein. So habe ich leichtsinnigerweise an einige Freunde und Bekannte Geld geliehen, welches ich nie mehr zurück erhalten habe. Bei meinem Bruder war es ähnlich.

Mit 17 Jahren lernte ich meine damalige Jugendliebe kennen. Doch anders als bei meinen bisherigen Freundinnen, hat sie mich in ihr Familienleben einbezogen. Sie hat mich nach Hause mitgenommen, die Familie hat mich angenommen, sie haben mich zu verschiedenen Anlässen eingeladen. Wir haben zusammen Ostern und Weihnachten verbracht. Es waren überhaupt die ersten Male, wo ich sowas erlebt hatte. Einerseits hatte ich natürlich ein komisches Gefühl dabei. Es war mir irgendwie fremd. Schließlich hatte ich bis dahin noch nie Weihnachten gefeiert. Außerdem würde ich doch gerade etwas tun, was normalerweise diejenigen tun, die später einmal in der Hölle landen werden. Andererseits waren das jedoch tolle Momente. Zum ersten mal im Leben haben Menschen gezeigt, dass ich ihnen etwas wert bin, wo es nicht darauf ankommt ob ich Moslem oder Christ bin, sondern einfach nur dass ich der Freund meiner damaligen Freundin war. Religiöse Dinge waren zum Glück kein Thema, ich habe sie geliebt, sie hat mich geliebt. Mein erstes Weihnachtsgeschenk war eine silberne Kette mit einem Anhänger und der Gravur “Ich liebe dich” und dem Datum unserer ersten Begegnung darauf. Sie hat diese Kette bis zu unserer Trennung 8 Jahre lang getragen. Im Nachhinein betrachtet, war sie wie ein Türöffner zur deutschen Gesellschaft für mich und war mit Sicherheit auch ein Grund, weshalb ich mich vom Islam abgewendet habe.

Es ist schwierig zu sagen, ob das möglich gewesen wäre, wenn ich weiterhin bei der Familie meines Onkels geblieben wäre. Ich denke es wäre nicht möglich gewesen. Ich hätte alleine die Zeit nicht erhalten, um mich dazu noch heimlich mit meiner Freundin zu treffen. Ein gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit wäre mit Sicherheit nicht möglich gewesen, da die Familie das sofort mitgekriegt hätte und ich danach die Hölle auf Erden erlebt hätte. So ist auch heute noch die Situation vieler moslemischer Kinder, die die Freiheit nicht haben, die ich zum damaligen Zeitpunkt glücklicherweise hatte.

Die Beziehung mit meiner Freundin festigte sich. Wir haben zwar keine konkreten Zukunftspläne geschmiedet, da sie bei mir im Hinterkopf immer noch als “Christin” betrachtet wurde, die ich sowieso nicht heiraten würde. Aber, man hat auch nicht großartig darüber gesprochen. Man hatte Spaß und hat sich geliebt. Irgendwann wurde sie schwanger und ich wurde mit knapp 20 Jahren sehr früh Vater. Das war der entscheidende Wendepunkt. Denn, ich hatte von nun an eine Tochter, die selbst halb Deutsche ist. Wie sollte ich mit der Situation umgehen? Natürlich habe ich mir bereits ausgemalt, dass sie ebenfalls Jungfrau bleiben müsse, dass sie keinen Freund haben soll und dies auch offen gesagt. Auch wenn das meiner Freundin nicht gefiel, sie hielt die Füße still. Und ich denke, das war richtig so. Nicht weil meine Ansichten richtig waren, sondern, weil sie mir dadurch Zeit gegeben hat, zu lernen. Wir haben das Thema auch mit ihren Freunden und Bekannten besprochen, wobei ich nach wie vor meinen Standpunkt vertreten hatte. Ihre Freunde haben mir zwar in dem Punkt widersprochen, doch auch sie lehnten mich grundsätzlich nicht ab. Das war denke ich ganz wichtig. Ich weiß nicht wie ich reagiert hätte, wenn man mich von da an als den “bösen Moslem” abgelehnt hätte oder gar die Beziehung in die Brüche gegangen wäre. Wir haben solche Themen nicht mehr angesprochen und weiterhin unser Leben, von nun an mit der gemeinsamen Tochter, gestaltet. Ich habe meine Tochter über alles geliebt. Meine Freundin hat immer einen leeren Kinderwagen geschoben, da ich meine Tochter immer getragen hatte.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich intensiv über alles nachgedacht hab. Ich kann mich sehr gut erinnern, wie ich abends im Bett lag. Zunächst einmal habe ich Parallelen zu den Nazis gezogen. Ich meine, was denken denn Nazis? Sie denken, dass die Deutschen quasi die Herrenrasse und anderen Nationen überlegen sind. Ich habe gedacht, ist das nicht dasselbe, was die Moslems denken? Die Moslems denken auch, dass sie die “Guten” sind, dass sie in den Himmel kommen werden und dass alle anderen für immer in der Hölle schmoren werden? Ich habe ganz deutlich Parallelen gesehen. Ich habe gedacht, was passiert denn mit meiner Freundin? Sie ist eine Christin. Sie soll in der Hölle landen? Für was? Sie war immer gut zu mir und einfach nur weil sie eine Christin ist, soll sie so grausam bestraft werden? Außerdem ist sie die Mutter meiner Tochter. Und was ist mit meiner Tochter? Ich könnte natürlich versuchen sie weitestgehend “islamkonform” großzuziehen. Aber, was ist wenn es nicht funktoniert? Dann soll auch sie in der Hölle landen? Meine allseits geliebte Tochter? Finde ich solche Bestrafungen gut? Nein war die Antwort. Der entscheidende Schritt weg vom Islam war getan. Ich habe natürlich noch über viele weitere schwachsinnige Dinge nachgedacht, die man mir als Kind beigebracht hatte, wie z.B. Engel, Teufel etc.. Das waren jedoch die entscheidenden Eckpunte meines Sinneswandels. Ich begann, den Glauben, die Bestrafungen etc. abzulehnen. Ich konnte mich zwar immer noch nicht gedanklich damit anfreunden, dass meine Tochter irgendwann Freunde und Sex vor der Ehe haben würde, doch die Bestrafungen mit dem Höllenfeuer habe ich noch viel mehr abgelehnt. Meine Tochter, die Mutter meiner Tochter sollten nicht bestraft werden.

So entwickelte ich erstmals eine negative Grundhaltung zum Islam, habe akzeptiert, dass meine Freundin Christin war und habe nicht mehr daran gedacht, dass sie doch irgendwann in der Hölle schmoren würde. Ich glaube nicht daran, dass Gott so grausam ist und meine liebe Freundin in die Hölle schmeißt, waren meine Gedanken. Ganz hatte ich mich vom Glauben zwar nicht abgewendet, die entscheidenden Schritte in die Richtung waren jedoch getan.

Irgendwann hatte meine Freundin und meine Tochter auch Kontakt zu meiner Verwandschaft. Schließlich wollte man das “Familienmitglied” sehen. Wir waren bei ihnen zu Besuch. Sie kamen zu uns und wir besuchten sie. Wie das bei den Moslems eben üblich ist, fingen sie, obwohl sie vorher etwas anderes versprochen hatten, damit an, meine Freundin zu manipulieren. Sie solle doch Moslemin werden, unseren Glauben annehmen etc.. Erinnern wir uns, die stärker Gläubigen, versuchen immer die weniger stark Gläubigen zu beeinflussen. Auch hier ist das Muster identisch gewesen. Ich habe mich jedoch ganz klar hinter meiner Freundin gestellt und gesagt, nein, sie hat ihren Glauben, sie ist Christin. Die Diskussionen über Kopftücher fingen an, über Himmel, Hölle etc.. Wie man das eben von ihnen gewohnt ist. Hier habe ich festgestellt, wie wichtig es ist, selbst über den Glauben etwas zu wissen. Und zwar, nicht nur irgendwelche Koranverse, sondern, wie der Glaube tatsächlich entstanden ist. So begann ich zu forschen und mich weiterzubilden. Schließlich wird die nächste Diskussion mit meiner Familie mit Sicherheit kommen.

Ich begann, mich darüber zu informieren, was damals eigentlich geschehen ist, wie der Glaube eigentlich entstanden ist, wer Mohammed war, was seine Thesen waren etc.. Was ich dann entdeckt habe, hat mich im Grunde regelrecht umgehauen. Konkret, es stimmt im Grunde nichts, was die Moslems erzählen. Das fängt schon bei Kleinigkeiten an, wie bei den Widersprüchen im Koran. Der Koran steckt voller Widersprüche. Mal wird auf der einen Seite dies erzählt, mal wird auf der anderen Seite das erzählt. Völlig im Widerspruch zueinander. Natürlich haben die Moslems zwar für alle möglichen Widersprüche ihre Ausreden. Aber, wenigstens einen letzten Widerspruch können sie nicht widerlegen. Nämlich, dass der Koran klar, verständlich und eindeutig ist. Wenn nämlich im Koran mal dies und mal jenes steht, dann kann man das meinetwegen mit allen möglichen Dingen begründen, aber die Aussage des Korans über sich selbst, klar, eindeutig und verständlich zu sein, stimmt in diesem Fall eben nicht. Das bedeutet, im Koran steht etwas Unwahres drin.

Ich habe mich über die weitläufige Meinung der Moslems, “der Koran ist in arabisch geschickt worden”, informiert. Auch das stimmt nicht. Zu der damaligen Zeit, ist Arabisch nicht einmal eine vollwertige Sprache gewesen. Im Gegenteil, die arabische Sprache hat sich wegen dem Koran erst entwickelt. Das bedeutet, zuerst war der Koran da und dann erst irgendwann die Schrift.

Damit wird auch die nächste Lüge entlarvt, nämlich, dass der Koran nie verändert wurde. Bedingt durch die Entwicklung der arabischen Sprache, hat sich auch die arabische Schrift verändert und daher wurde der Koran ebenfalls mehrmals geändert. Zum Teil bedeutete dies eine gravierende Änderung der Deutung.

Durch die Änderungen und “Uminterpretierungen” sind wiederum sogenannte dunkle Stellen im Koran entstanden. Man schätzt, dass ca. 25% des Korans von keinem Gelehrten der Welt gedeutet werden können, da sie einfach keinen Sinn ergeben. Man muss sich das einmal vorstellen, 25%. Das ist nicht wenig. Und das, im wichtigsten Buch, das angeblich von Gott stammt. Hinzu kommt, dass diese 25% wieder im Widerspruch zu dem stehen, was der Koran über sich selbst schreibt. Nämlich, dass der Koran klar, eindeutig und verständlich wäre.

Eine interessante Frage ist, wie ist der Koran ursprünglich gewesen? Welch ein Glück, dass man im Jahre 1972 die ältesten Korantexte in einer Moschee in Jemen gefunden hat, die ca. auf das Jahr 680 n. Chr. datiert werden. Die gezeigten Funde belegen zunächst einmal eindeutig, dass der Koran ursprünglich keinesfalls in der heutigen Schrift geschrieben wurde. Die Schrift war rudimentär und bestand aus einem einfachen Gerüst von Konsonanten. Allein dadurch wird die Lüge entlarvt, der Koran sei nie verändert worden. Die Koranfunde in Jemen beweisen sogar noch mehr. Die Suren sind anders angeordnet, zudem gibt es Fragmente, bei denen die ursprünglichen Texte entfernt und durch neue ersetzt wurden. Und es enthält Worte nichtarabischer Herkunft.

Auch das arabische Manuskript 328, ebenfalls in der Zeit 650-700 n. Chr. geschrieben und im 18. Jahrundert in Kairo entdeckt, verdeutlicht, wie damals der Koran geschrieben wurde. Es besteht ebenfalls aus einem einfachen Gerüst von Konsonanten. Auch die kurzen Vokale sind nicht notiert. Die Suren hatten keine Überschrift und wurden durch einen Zwischenraum voneinander getrennt. Diese beiden und viele weitere Funde belegen, dass das Bild des “unberührten Koran” schlicht falsch ist, was die Koranlehrer den Kindern eintrichtern. Die Moslems mögen zwar alle möglichen Gründe für die Änderungen anführen, ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass das eine Lüge ist, wenn man behauptet, der Koran sei unberührt und heute noch so, wie es damals geschrieben wurde. Hinzu kommt, dass es laut Koran eine Sünde ist, den Koran überhaupt zu ändern. Wenn sie also den Koran lesen, sollen sie ihn auch bitteschön in der tatsächlich ursprünglichen Form lesen und nicht einfach behaupten, der heutige Koran sei die ursprüngliche Version. Das ist sie nämlich definitiv nicht.

Auch die angeblich ursprüngliche Form des Korans, die der Kalif Uthman als Standardversion anfertigen ließ und heute noch von den meisten Moslems als der wahre Koran angesehen wird, ist nicht in der heutigen arabischen Schrift geschrieben. Diese Version ist heute noch in Kairo. Es gibt keine Zeichensetzung und keine Vokale. Selbst moslemische Gelehrte sagen, dass es total schwierig ist, die Suren ohne Zeichensetzung und Vokale zu lesen oder gar zu deuten. Uthman wurde übrigens mit der Begründung ermordet, er habe den Koran, der aus mehreren Büchern bestand, zu einem einzigen Buch gemacht. Ein Vorwurf der deutlich zeigt, dass Uthman entgegen den eigenen Regeln den Koran geändert hat. Auch in den Jahrhunderten danach wurde der Koran mehrfach geändert.

Es gab nicht nur Änderungen am Koran. Viele der “Offenbarungen” wurden sogar zu Lebzeiten Mohammeds geändert. Man hat das damit begründet, dass Allah sein Wort überarbeitet hätte. Ach, so ist das also. Allah ändert seine Meinung? Zum Teil hat er seine “Meinung geändert”, weil die Araber gegen gewisse “neue Regeln” protestierten. So geschehen, als man den Frauen gleiches Erbrecht zugestanden hat und diese nach Protesten einiger Araber aus Mohammeds Umgebung umwandelte in die 1/3-Regelung. Allah lässt sich also davon beeindrucken, ob eine kleine Minderheit dieser Welt gegen seine Regeln protestiert? Welch ein Armutszeugnis für einen Gott, der angeblich allwissend ist, alles erschaffen hat und die Macht hat, über Milliarden von Menschen zu richten. Gleichzeitig haben die Chinesen, die Afrikaner, die Europäer, die Indianer, die Eskimos, die Aborigines und alle sonstigen Völker der Welt kein Mitspracherecht? Allein durch solche Dinge wird deutlich, wie die Moslems selbst das Bild von “Gott” als stümperhaft, undemokratisch und ungerecht kreieren, der seine Meinung aufgrund einer Minderheit ändert und dabei die Meinung von hunderten Millionen Menschen aus anderen Teilen der Welt völlig unberücksichtigt lässt. Die Offenbarungen können daher nicht von “Gott” sein.

Das verdeutlichen auch alle anderen Offenbarungen und Koransuren, die stets in einem direkten Bezug zu den damaligen Geschehnissen in Arabien stehen. Da gibt es also einen Gott, der allen Menschen seine Offenbarungen schicken will, dabei aber nur die Geschehnisse innerhalb eines kleinen Volkes berücksichtigt, welches nicht einmal über eine voll entwickielte Sprache verfügt? Welche ein Armutszeugnis. Die Welt ist so groß, ist die Heimat so vieler unterschiedlicher Menschen, mit unterschiedlichen Lebens- und Denkweisen und ihm fällt nichts anderes ein, als ein kleines Völkchen auszuwählen, deren Lebens- und Denkweisen als Maßstab heranzunehmen und alle anderen Völker zu den Todgeweihten zu erklären, für die bereits das Höllenfeuer angefacht wird? Welch eine rassistische Denkweise. Und überhaupt, wenn “Gott” damals in der Lage war zu erkennen, dass einige Offenbarungen korrekturbedürftig waren, wer garantiert denn uns heute und vor allem ihn selbst, dass die Offenbarungen nicht weiterhin korrekturbedürftig sind? Schließlich wird nach Mohammed kein weiterer Gesandter mehr kommen. Was für ein Dilemma, wenn doch noch etwas zu korrigieren wäre nicht wahr?

All diese Dinge und noch vieles mehr verdeutlichen, dass Mohammed kein Gottgesandter ist, der Koran und die Offenbarungen nicht göttlich sind. Im Gegenteil, wenn man das alles mal auseinander nimmt, kommt ein stümperhaften Bild heraus, mit primitiven Denkweisen und absolut unlogischen und falschen Behauptungen. Das Grauen beginnt erst richtig, wenn man das Leben von Mohammed und die Verbreitung des Islams näher beleuchtet. Nachdem man ihn zurecht aus Mekka verjagt hat, begann er, die Karawanen von und nach Mekka zu plündern. Das alles wird bei den Moslems zwar als Krieg, um den Glauben zu verteidigen, betrachtet. In Wirklichkeit gab es aber keinen klassischen Krieg. Es war Piraterie, wo es um materiellen Reichtum ging. 20% der Beute erhielt Mohammed, wozu nicht nur Material gehörte, sondern auch die Ware Mensch. Sowas tut also ein Gottgesandter? Fremdes Eigentum zu plündern, um seine eigene Macht zu festigen und dabei sogar Menschen versklavt? Zu den Sklaven gehörten übriens viele Frauen aus seinem Harem, mit denen er regelmäßig Sex hatte. Man schätzt, dass er ca. 100-150 Sexsklavinnen hatte. Maria al-Qibtiyya ist ein bekanntes Beispiel, mit der er sogar ein Kind gezeugt hat. Zum Teil hatten die Sklavinnen traumatische Erlebnisse wegen Mohammed durchmachen müssen. Safiye, eine seiner Frauen ist ein Beispiel. Nachdem man ihren Mann und ihren Vater vor ihren Augen getötet hat, wurde sie wie es heißt “zur Sklavin Mohammeds”, die er später auch ehelichte. Man stelle sich einmal vor. Da lässt jemand meinen Vater und meinen Mann umbringen und danach muss ich ihm sogar meine sexuellen Dienste anbieten und ihn irgendwann heiraten. Wie göttlich, da fühlt man sich doch gleich wie Gott in Frankreich.

Solch einen Gottgesandten lehne ich ab, unter anderem erkenne ich auch deshalb die Göttlichkeit des Korans nicht an. Und wenn es tatsächlich einen Gott gibt, so glaube ich fest daran, dass er mich dafür loben wird, solch einen Schwachsinn nicht angenommen zu haben. Je mehr man über den Islam erfährt, umso grauenhafter wird das Bild. Es ist eine sektiererische Religion, die die Menschen psychisch vergewaltigt, mit Lügen indoktriniert, deren Freiheit raubt, sie daran hindert, eine eigene Identität aufzubauen und eine starke Persönlichkeit zu entwickeln. Besonders die Kinder sind die Leidtragenden. Und jeder erwachsene Moslem sollte seinen Glauben gründlich hinterfragen. Die wenigsten tun es leider. Häufig ist es so, dass man mit dem Teufel daherkommt und meint “bei solchen Gedanken versucht dich der Teufel zu verführen”. Es ist eine Psychosekte, bei der die Gesellschaft nicht zurückweichen und Kante zeigen sollte. Da widerspreche ich auch dem ehemaligen Bundespräsidenten. Es mag zwar innenpolitisch klug sein zu behaupten, der Islam sei Teil Deutschlands, weil man so Unruhen verhindert. Richtig wird die Sache dadurch trotzdem nicht. Der Islam darf kein Teil Deutschlands sein. Seit wann ist eine Psychosekte ein Teil Deutschlands, nur weil viele Migranten daran festhalten? Im Gegenteil, all die von mir genannten Dinge und noch vieles mehr müssen in die Öffentlichkeit, damit den Menschen die Augen geöffnet werden.

Ich könnte natürlich noch viel mehr schreiben, über wesentlich mehr Details, auch zu meinem persönlichen Leben. Ich bin übrigens der deutschen Gesellschaft sehr dankbar. Sie hat mir trotz der grauenhaften Kindheit ermöglicht, mich aus den Fesseln der islamischen Welt zu befreien, ein aufrichtiges, stolzes Leben zu führen. Ich bin in Deutschland integriert, habe meinen Beitrag zur Integration geleistet. Meine Tochter spricht fließend Deutsch, hat soeben ihr Abitur gemacht. Mit dem Studium hapert es gerade, aber ich hoffe und denke, dass sie die Kurve kriegen wird und demnächst ein Studium beginnt. Sie führt ein offenes Leben, mit allen Vor- und Nachteilen die das Leben so mit sich bringt. Mit Liebeskummer, mit Ausgehen, Freunde treffen, freuen und traurig sein. Sie kann all diese Dinge erleben, die ich in meiner Kindheit leider nicht erleben konnte. Einerseits durch die persönliche Situation, andererseits aber auch durch den Glauben. Es ist einfach vieles verboten im Islam.

Mein Leben ist dermaßen mit Höhen und Tiefen verlaufen, dass ich wirklich darüber nachgedacht habe, ein Buch zu schreiben. Andererseits weiß ich gar nicht, ob das die Menschen tatsächlich interessiert. Von daher belasse ich es einfach bei den Denkanstößen. Sollten Sie Zweifel an meinen Darstellungen haben, Fragen haben, möchten Sie noch mehr erfahren, können Sie mich natürlich jederzeit kontaktieren. Viel Glück an alle Menschen dieser Welt.




„Mutter, warum wünschst du mir den Tod?“

Die Facebook-Seite der libanesischen Terrorgruppe Fatah hat ein Foto gepostet, auf dem eine Mutter ihrem jungen Sohn einen Sprengstoffgürtel anzieht. Das Bild, das seit einigen Jahren im Internet zirkuliert, wurde im Zusammenhang mit einem fiktiven Gespräch zwischen dem Sohn, der in den sicheren Tod geschickt wird, und der Mutter, die ihn antreibt, veröffentlicht.

Hier der Dialog:

Meine Mutter hat mir diesen komischen Gürtel angeschnallt (einen Sprengstoffgürtel für einen Selbstmordanschlag).
Ich fragte sie: „Was ist das, Mutter?“
Sie antwortete, „Das ziehe ich dir an, um dich in den Tod zu schicken.“
Ich fragte: „Mutter, warum wünschst du mir den Tod? Wie habe ich das verdient?“
Sie vergoss eine einzige Träne und sagte mir: „Das Vaterland braucht dich, mein Sohn. Geh jetzt, und töte die Söhne Zions.“
Ich sagte ihr: „Warum ich und nicht du?“
Sie sagte: „Ich werde hier bleiben, um für Palästina Kinder zur Welt zu bringen.“
Ich küsste ihr die Hand und sagte ihr: „Mach weiter so, Mutter, denn deinetwegen und für Palästina werde ich die Unreinen und die Verdammten abtöten.“
[Facebook-Seite von Fatah-Lebanon, gepostet am 3. Sept. 2012, am 28. Okt 2012 aufgerufen]

(Quelle: Palestinian Media Watch. Die Website liefert zahlreiche weitere Beispiele von Kindern, die zu Mordanschlägen für die palästinensische Sache angestachelt werden / Übersetzung: Ben)




Weltwoche löscht GEZ-Artikel von Broder

Am 10./11. Oktober hatte Henryk M. Broder einen Artikel über die GEZ als „Gestapo light“ auf der Achse und in der Weltwoche veröffentlicht (PI berichtete). Die Weltwoche bekam deshalb Email-Post vom WDR, in welcher der Beitrag kritisiert wurde. Danach fragte Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel beim (vermutlich schweizerischen) Anwalt nach. Der empfahl eine Löschug, und Köppel löschte den Beitrag leider, leider. Broder kommentiert das in der aktuellen Ausgabe. 

Wir zitieren:

Vor drei Wochen, am 11.10., schrieb ich in ­meiner Kolumne über die meistgehasste ­Institution in der Bundesrepublik, die Ge­bühreneinzugszentrale (GEZ), die für die ­öffentlich-rechtlichen Anstalten (ARD, ZDF, Deutschlandradio) die Gebühren eintreibt, ­gelegentlich auch mit extrem fragwürdigen Mitteln am Rande der Legalität. Ich zitierte u.a. Die Welt, die von einer «kafkaesken, ­unerreichbaren» Behörde spricht, die sich auf einem von Videokameras überwachten Ge­lände «hinter Stacheldrahtzäunen und hohen Eisengittern» verschanzt. Ich gab meiner ­Kolumne den Titel «Gestapo light», wohl ­wissend, dass es sich um eine Übertreibung handelt, denn nur wo «Gestapo» draufsteht, ist auch «Gestapo» drin. Angemessener wäre es gewesen, die GEZ mit der Stasi der DDR zu vergleichen.

Elf Tage später, am 22.10., meldete sich die Unternehmenssprecherin des WDR per ­E-Mail beim Chefredaktor der Weltwoche, Roger Köppel. Es sei in Ordnung, schrieb sie, die «extrem fragwürdigen Methoden» der GEZ «zu diskutieren». Es gehe aber zu weit, sie als «Gestapo light» zu bezeichnen. Das sei «nicht nur eine Verharmlosung der gefürchteten NS-Organisation, sondern vor allem auch eine Diskreditierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der GEZ». Sie hielte es deswegen «für angemessen, wenn der Artikel aus dem Online-­Angebot der Weltwoche gelöscht würde». Nota­bene: Die Unternehmenssprecherin des WDR forderte nichts, sie drohte nicht einmal mit rechtlichen Konsequenzen, falls die Weltwoche die Anregung nicht befolgte.

Dennoch wurde mein Text auf Anraten des Weltwoche-Anwalts umgehend gelöscht. Er meinte, im Falle einer Klage hätte die Welt­woche keine Chance. Wobei er offenbar unbeachtet liess, dass die GEZ gar nicht klagen kann, sondern einen Mitarbeiter vorschicken müsste, der sich persönlich beleidigt fühlt…

Nun ist das Veröffentlichen von Meinungsbeiträgen immer mit einem Restrisiko behaftet. Meist geht es darum, wann zulässige ­Kritik in unzulässige «Schmähkritik» übergeht. Die Grenzen sind fliessend und werden fallweise festgelegt. Eine Zeitung, die nicht bereit ist, ein solches Restrisiko einzugehen, hat ihre Aufgabe verfehlt. Wer aber im Meinungskampf mitmischen will, der sollte es darauf ankommen lassen, statt präventiv zu kapitulieren…

Vorauseilender Gehorsam hat sich noch nie bezahlt gemacht. Die Weltwoche ist grundlos eingeknickt. Der WDR wird es sich merken. Andere auch.

Der Artikel steht noch auf der Achse bereit!




Kassel: Nach Halit-Platz auch Halit-Haltestelle?

Am 1. Oktober 2012 wurde in Kassel durch SPD-Oberbürgermeister Bertram Hilgen (Foto r.) im Beisein des türkischen Botschafters Hüseyin Avni Karslioglu und des hessischen Justizministers Jörg-Uwe Hahn der Halitplatz eingeweiht und eine Stele mit einer Gedenktafel aufgestellt (PI berichtete). Für Hilgen offensichtlich noch nicht genug: Der Kasseler OB will nun zur Erinnerung an Halit Yozgat auch die Straßenbahnhaltestelle Mombachstraße/Philipp-Scheidemann-Haus umbenennen – und stößt damit nicht nur in der örtlichen CDU, sondern auch innerhalb seiner eigenen Partei auf großes Unbehagen.

Die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine berichtet:

Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) werde dies am Montag dem Magistrat vorschlagen und die Dezernenten um Zustimmung bitten, sagt Hans-Jürgen Schweinsberg, Sprecher der Stadt Kassel. Sollte der Beschluss gefasst werden, werde der Magistrat die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) um die Umbenennung bitten. Derzeit trägt die Haltestelle am Hauptfriedhof noch die Bezeichnung Mombachstraße/Philipp-Scheidemann-Haus.

Bereits am 1. Oktober war der Platz vor dem Hauptfriedhof, der in direkter Nachbarschaft zur Haltestelle und nahe des Tatorts liegt – nach dem Mordopfer benannt worden. Die geplante Umbenennung der Haltestelle in Halitplatz/Philipp-Scheidemann-Haus sei Ergebnis der Gespräche, die Hilgen mit der Familie Yozgat in der Frage geführt hat, wie man eine angemessene Würdigung des ermordeten Halit erreichen könne.

Oberbürgermeister Hilgen hat Monika Sprafke (SPD), Ortsvorsteherin der Nordstadt, in einem Brief über das Vorhaben unterrichtet. Sprafke las diesen am Donnerstagabend bei der Ortsbeiratssitzung vor. Die Mitglieder seien über die Umbenennung nicht sehr erfreut, sagt Sprafke. Die Ortsvorsteherin erinnert daran, dass auch die Entscheidung, den Platz nach Halit Yozgat zu benennen, im Stadtteilgremium nur ganz knapp ausgefallen sei.

„Wir empfinden die Personifizierung des Platzes und der Haltestelle als nicht geglückt“, sagt die Sozialdemokratin. Bei der Haltestelle komme hinzu, dass die Menschen den Namen Mombachstraße, der nun weichen soll, „total verinnerlicht“ hätten. Widerstand kündigt auch die Kasseler CDU an: „Wir werden dieser Umbenennung nicht zustimmen“, sagte der Fraktionsvorsitzende Dr. Norbert Wett. Für die CDU stelle der Alleingang des Oberbürgermeisters einen übertriebenen Aktionismus dar, der bei der Mehrzahl der Kasseler Bevölkerung auf völliges Unverständnis stoße.

„Dieser überflüssige Vorstoß von Hilgen trägt weder dem Bedürfnis nach einem angemessenen Gedenken an das Mordopfer Halit Yozgat noch dem Wunsch nach Aufklärung der Vorgänge um die Zwickauer Terrorzelle Rechnung.“ Wenn der Magistrat die Umbenennung am Montag beschließe, „dann setzen wir das natürlich um“, sagt KVG-Sprecherin Heidi Hamdad.

Durch die Umbenennung entstünden natürlich auch Kosten. Die Schilder an der Haltestelle, die Zielanzeigen in den Fahrzeugen, die Fahrpläne und die Liniennetzpläne müssten entsprechend geändert werden.

Was wohl der sozialdemokratische Politiker Philipp Heinrich Scheidemann (Foto l.), der im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts einer der Protagonisten und Repräsentanten seiner Partei und bis 1925 Oberbürgermeister seiner Geburtsstadt Kassel war und später vor den Nazis flüchtete, zu der Umbennung der Straßenbahnhaltestelle, die bisher seinen Namen trägt, in Halit Yozgat sagen würde?

» bertram.hilgen@stadt-kassel.de




Ulfkotte: Wenn aus Tätern Opfer werden

Wer in Deutschland Opfer einer Straftat wird, der wird härter bestraft als der Täter. Das gilt vor allem, wenn das Opfer Deutscher und der Täter ein Zuwanderer ist. Dann kümmert man sich liebevoll um den Täter. Man will schließlich nicht ausländerfeindlich sein. Das freut die Täter. (Fortsetzung mit Links bei Udo Ulfkotte/Kopp.Verlag!)




Jahrestag: Neues von NSU und Zschäpe?

Zum Jahrestag der Aufdeckung von Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe (Foto) ist die Qualitätspresse wieder schwer am Nazi-Brutzeln. Wir haben mehrere Artikel durchgelesen. Neu war für uns, daß Beate Zschäpes leiblicher Vater ein Rumäne war und daß die Zwickauer DDR-Feuerwehr ihr bereits im Mai 44.000 Euro abnehmen wollte für den Einsatz beim Brand des Hauses, obwohl weit und breit kein Gerichtsurteil da ist. Neu ist auch, daß sieben Staatsanwälte und hunderte Helfer an der Anklageschrift arbeiten, Zschäpe bisher aber nur einen einzigen Pflichtverteidiger bekam, was der Staat für ausreichend hielt, was aber gleich den ersten Skandal abgibt, wenn das nicht schleunigst geändert wird. Dankenswerter Weise hat allein die taz darauf hingewiesen!

Ansonsten stimmen alle Blätter überein, man kann Zschäpe bis jetzt keine Beteiligung an den Morden nachweisen. Alles andere ist mit Vorsicht zu genießen. Laut zwei Märchenonkeln in der WELT redet Zschäpe mit einer Rechtsanwältin, laut taz schweigt sie immer noch. Wir zitieren mal uns selbst. Das stand vor einem Jahr in PI:

Schon seit Tagen wird berichtet, sie hätten einmal vor ihrem Untertauchen zur rechtsextremen Szene gehört. Was das bedeutet, ist klar. Wenn sich alles so bewahrheitet, wird eine Welle der Empörung durch das Land ziehen, Lichterketten, Gedenkgottesdienste, Demos, Ansprachen, Landtags- und Bundestags-Debatten, politische Forderungen, Verzehnfachung der Millionen im “Kampf gegen Rechts” und die Frage, wer dafür verantwortlich ist. Dann wird es nicht lange dauern, bis der links-versiffte Dumont-Verlag und tutti quanti völlig überraschend auf PI als Hauptanstifter stoßen.

Wir bleiben am Ball und werden während des Prozesses sämtliche Ungereimtheiten wieder hervorziehen.




Das rotgrünschwarze München wird nervös

Die Süddeutsche Zeitung berichtet in ihrem Artikel „Bewegung am rechten Rand“ unter anderem über das Bürgerbegehren der FREIHEIT gegen das geplante Europäische Islamzentrum beim Stachus. Grünen-Stadtrat Benker hält es darin für möglich, dass die 30.000 Unterschriften geschafft werden. „Viele Gruppen“ in München hielten die „Rechtspopulisten“ und „Islamhasser“ wie DIE FREIHEIT und PRO Deutschland, die am 10. November zeitgleich zwei voneinander unabhängige Aktionen gegen die Islamisierung veranstalten, für „genauso gefährlich wie Rechtsextreme“. Oberbürgermeister Ude vermutet, dass es der FREIHEIT gar nicht um die Verhinderung des Islamzentrums gehe, sondern „um eine grundsätzliche Absage an jegliche Religionsfreiheit für den Islam.“

Der Münchner CSU-Chef Schmid unterstellt beiden Parteien gar „den gleichen Grad an Ausländerfeindlichkeit wie der NPD“. Wie nervös man ganz offensichtlich auch bei den Schwarzen schon ist, zeigt diese Passage des SZ-Artikels:

Deutliche Worte findet auch CSU-Fraktionschef Josef Schmid: „Diese Leute sind keine bürgerlichen Kräfte. Ich unterstelle der Freiheit und Pro Deutschland den gleichen Grad an Ausländerfeindlichkeit wie der NPD.“ Schmid will damit auch deutlich machen, dass rechts von der CSU kein Platz mehr ist für eine weitere demokratische konservative Partei. Allerdings spürt die CSU auch deutlicher als andere Parteien, welche Gefahr von Rechtspopulisten ausgeht: Mit der Senioren-Union etwa spricht sich auch ein Ableger der Münchner CSU gegen das Ziem aus – obwohl OB-Kandidat Schmid sich seit Jahren für das Zentrum einsetzt. Und der hiesige Chef der „Freiheit“, Michael Stürzenberger, brüstet sich gerne damit, dass er unter Monika Hohlmeier Sprecher der Münchner CSU war.

Schmid demaskiert sich hier als ein verlogener Heuchler, der in Wahrheit mehr über die Gefährlichkeit des Islams weiß, als er öffentlich zuzugeben bereit ist. In einem Sechs-Augen-Gespräch am Rande des Schwabinger Fischessens der Münchner CSU am 19. Februar 2010 äußerte er, der Koran sei eine „Anleitung zum Kriegführen“. Seine Diffamierung von Islamkritikern als „ausländerfeindlich“ ist ein rein taktisches politisches Manöver. Er müsste aber wissen, dass ihn diese Äußerung als völlig ahnungslos bloßstellt, denn es ist in München bekannt, wie viele ausländische Mitbürger die Aktionen der FREIHEIT in München aktiv unterstützen, beispielsweise die koptische Christin Nawal aus Ägypten.

Weiter im SZ-Text:

Doch die verschiedenen rechtspopulistischen Gruppen sind weit mehr als ein Problem der CSU mit ihrem rechten Rand. Mit Themen wie der vermeintlichen Bedrohung durch den Islam oder ihrer Anti-Europa-Polemik reichen sie viel weiter in die Mitte der Gesellschaft hinein, als dies klassisch rechtsextreme Parteien vermögen. Nach Einschätzung von Miriam Heigl und Marcus Buschmüller, die im Auftrag der Stadt beziehungsweise des Feierwerks die rechte Szene beobachten, hat sich Stürzenberger in München zu einer Führungsfigur der Rechtspopulisten entwickelt. Er ist in Personalunion Landeschef der „Bürgerbewegung Pax Europa“ und der „Freiheit“ und schreibt regelmäßig auf dem Blog „Politically Incorrect“, über den sich Islamhasser europaweit vernetzen.

Interessant, wie ausführlich die beiden extremen Linken Heigl und Buschmüller bei der SZ zu Wort kommen, der dargestellte Stürzenberger aber nicht einmal zu einer Stellungnahme kontaktiert wurde. Hat die Süddeutsche etwa die Prinzipien des objektiven Journalismus verlassen? Heigl schrieb in der Vergangenheit übrigens öfters Artikel für die linksextreme Zeitung „Prokla – Probleme des Klassenkampfes“ und Buschmüller hat in den 80er Jahren diverse Strafen wegen versuchter Gefangenenbefreiung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Mitführen von Reizgas bei einer extrem linken Demonstration erhalten. Solche Interviewpartner sind der SZ offensichtlich genehmer als bürgerliche Kräfte aus der Mitte der Gesellschaft.

Mit der Unterschriftensammlung verfolgt die „Freiheit“ zwei Ziele: So bekundet die Partei pathetisch, man wolle „etwas Historisches erreichen“, weil im Falle eines Erfolgs in München zum ersten Mal in einer deutschen Großstadt über den Bau einer Moschee abgestimmt werde. Heigl und Buschmüller vermuten aber, dass es der „Freiheit“ vor allem darum geht, ein Netzwerk an Unterstützern für die Kommunalwahl 2014 aufzubauen, denn eine neue Partei darf nur dann antreten, wenn mindestens 1000 Wahlberechtigte dafür unterschreiben.

Unterdessen gehen die Aktionen der FREIHEIT in erhöhter Schlagzahl weiter. Wie aus München zu hören ist, war beispielsweise die Unterschriftensammlung an Allerheiligen vor einem Friedhof hocheffektiv. Unbeeinträchtigt von extremen Linken und aggressiven Moslems, die bei offiziellen Kundgebungen und Infoständen meist massiv stören,

konnten ein halbes Dutzend FREIHEIT-ler knapp 700 Unterschriften sammeln, was bisheriger Tagesrekord ist. Unterstützung erhielten die Münchner dabei von zwei angereisten BPE-/FREIHEIT-Mitgliedern aus Nordrhein-Westfalen, die bis Sonntag bleiben. Am gestrigen Freitag Abend sollen weitere vier Mitstreiter aus NRW angekommen sein und bei der heutigen Kundgebung mitwirken. Dieses Bürgerbegehren entwickelt sich immer mehr zu einem gesamtdeutschen Projekt der islamkritischen Szene, dessen Erfolgschancen mittlerweile auch ein Grünen-Stadtrat anerkennt:

Benker hält es für möglich, dass es der „Freiheit“ gelingt, mehr als 30.000 Unterschriften zu sammeln, um eine Abstimmung zu erzwingen, denn es gibt für die Sammlung keine zeitliche Begrenzung. „Deshalb müssen wir deutlich machen: Wer eine weltoffene Stadtgesellschaft will, darf da nicht unterschreiben“, sagt Benker.

Auch Benker ignoriert ganz offensichtlich, wie weltoffen und international die islamkritische Bewegung in München ist. Abgesehen von der aktiven Mitwirkung von koptischen Christen aus Ägypten und türkischstämmigen Kemalisten gibt es vielfältige Unterstützung auch von Exil-Iranern, die ein Ende der Islamisierung Deutschlands und eine Befreiung Persiens vom Würgegriff des Islams von Herzen wünschen. Viele jüdische Mitbürger aus Israel und irakische, syrische sowie armenischstämmige Christen wissen genau, wie gefährlich der Islam ist und stehen daher ebenfalls hinter der FREIHEIT in München.

Nachdem alle Münchner Medien den Skandal um den geplanten Bau des europäischen Islamzentrums bisher ignorieren, wurden nun die Preußische Allgemeine, die Junge Freiheit und die Stuttgarter Nachrichten mit den höchst alarmierenden Fakten versorgt. Es bleibt abzuwarten, wann und wie das Kartell des Schweigens durchbrochen wird.




Schweiz: Islam-Bekehrungsversuche an Schule

Wie in Deutschland nimmt der Anteil von moslemischen Kindern in Schweizer Schulklassen immer mehr zu – mit allen Folgen, die dieser demographische Wandel mit sich bringt. Der Schweizer Tagesanzeiger berichtet in einem Artikel über einen dramtischen Fall eines Islam-Bekehrungsversuchs an einer Winterthurer Primarschule.

Auszüge:

Peter ist ein ruhiger, unauffälliger Schüler. Der Sechstklässler geht gern zur Schule, doch ein Klassenkamerad macht ihm seit längerem das Leben in einer Winterthurer Primarschule schwer. Dabei geht es nicht um die üblichen Hänseleien, sondern vor allem um Glaubensfragen: Ali (Namen geändert) will Peter von seinen religiösen Ideen überzeugen und zum Islam bekehren. Die Interventionen der Lehrerin blieben erfolglos, weshalb der sensible Peter psychosomatische Reaktionen zeigte.

In der 1. Klasse verstanden sich Peter und Ali recht gut. Es spielte keine Rolle, dass 14 der 19 Schüler einen muslimischen Hintergrund hatten. Doch später begann Ali, dessen Vater muslimischer Priester ist, Peter religiös zu belehren. Wenn er ein Muslim wäre, könnten sie Freunde werden, sagte Ali, dessen religiöser Eifer mit der Zeit immer ausgeprägter wurde.

Pamphlet eines Hasspredigers

Ali machte sich auch über das Christentum lustig. Wie ist es möglich, dass Jesus der Sohn Gottes sei, habe Ali hämisch gefragt. Als die Klasse im Religionsunterricht eine Moschee besuchte, verlangte Ali von Peter, er müsse nun zu Allah beten.

Eines Tages gab Ali seinem Klassenkameraden ein religiöses Pamphlet des deutschen Konvertiten und Hasspredigers Pierre Vogel in die Hand, der in der Schweiz mit einem Einreiseverbot belegt worden war. Nun getraute sich Peter, die ganze Klasse zu informieren, dass er sich nicht zum Islam bekehren lasse. Alis Antwort: «Du bist vom Teufel besessen.» Danach wandten sich auch andere muslimische Klassenkollegen von Peter ab. Der Konflikt gipfelte darin, dass zwei Klassenkameraden Peter festhielten und Ali ihn mit Pingpongbällen bewarf und dabei immer wieder rief: «Stirb!»

«Persönliche Entwicklung stark beeinträchtigt»

Peter litt immer häufiger an Kopf- und Bauchschmerzen und entwickelte Angststörungen. Deshalb nahm ihn die Mutter aus der Schule und unterrichtete ihn selbst. Als Lehrerin war sie dazu befähigt. Peter ist seit mehreren Monaten in therapeutischer Behandlung. Sein Psychiater bestätigt, dass die psychosomatischen Beschwerden von den «Ängsten vor Mitschülern» verursacht wurden. «Peter ist durch die Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion aktuell in seiner persönlichen und schulischen Entwicklung stark beeinträchtigt», schreibt der Arzt in einem Gutachten. «In den letzten drei Jahren zeigten sich ähnliche Reaktionen rund um den Schulbesuch aufgrund von Konflikten, die meist durch die grossen soziokulturellen Unterschiede in Peters Klasse bedingt waren.»

[…]

Jesus gegen Allah

Es ist […] unbestritten, dass durch die Zuwanderung und Vermischung der Kulturen religiöse Themen auf den Pausenplätzen immer öfter diskutiert werden und zu Spannungen führen können, wie verschiedene Lehrer im Gespräch bestätigen. Religiöse Argumente würden oft benutzt, um sich abzugrenzen. Bei verbalen Disputen benützten Schüler gern die Religionsstifter als Argumentationshilfe. Die einen bezeichneten beispielsweise Jesus als Hurensohn, die andern Allah als Schlächter. Solche Redensarten seien zwar unschön, störten den Religionsfrieden aber kaum, bestätigen Lehrer.

Nicht immer dienen religiöse Differenzen nur als Ventil, eigene Frustrationen abzubauen. Dem TA ist ein weiterer Fall bekannt. Dabei forderte ein muslimischer Schüler seine Klassenkolleginnen, die kurze Röcke und enge T-Shirts trugen, ultimativ auf, sich züchtiger zu kleiden.

Zurück zu Peter. Da sich seine Mutter von der Schulleitung im Stich gelassen fühlte, verlangte sie die Versetzung ihres Sohnes an eine andere Schule. Der Antrag wurde bewilligt. Peters Mutter ist der Ansicht, dass eigentlich Ali als Urheber des Konflikts hätte versetzt werden müssen.

Alis Eltern schweigen

Im Gespräch mit dem TA spielte die Schulleitung die Vorfälle herunter. Eine religiöse Indoktrination habe nicht stattgefunden, sagte die Schulleiterin. Sie habe erst kurz vor Peters Versetzung von den Bekehrungsversuchen erfahren. Mails belegen allerdings, dass sie schon mindestens ein Monat zuvor über die Vorfälle informiert war. Darauf angesprochen, war die Schulleiterin nicht mehr bereit, weitere Fragen zu beantworten. Auch die Lehrerin von Peter, die mit der Mutter von Ali über die Vorfälle gesprochen hatte, liess die Fragen unbeantwortet. Die zuständige Schulpflege sagte, die Schulleitung habe richtig gehandelt und die Lehrerin angewiesen, sofort das Gespräch mit Alis Eltern zu suchen, was auch geschehen sei.

Die Eltern von Ali waren nicht bereit, über die Vorfälle zu sprechen. Der Vater wollte dem TA verbieten, über seinen Sohn zu schreiben. Er bestritt die Ereignisse und erklärte, Kinder könnten Mitschüler gar nicht religiös beeinflussen. So stehe es im Koran.

Leider steht auch im Koran:

Sure 2, Vers 191: „Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag.“

Sure 2, Vers 193: „Und bekämpfet sie, bis die Verführung [zum Unglauben] aufgehört hat, und der Glaube an Allah da ist. …“

Sure 3, Vers 118 : „Oh ihr, die ihr glaubt schließet keine Freundschaft außer mit euch. …“

„Ali“ hat sich bei seiner Dawa also schlicht und einfach an den Koran gehalten…

(Spürnase: Isley)