Buddhisten & Aleviten finden St. Martin gut

Kinder im (noch) christlich geprägten Deutschland haben am vergangenen Freitag Abend mit ihren Eltern, Lehrern und Kindergärtnern den St. Martins-Umzug mit Laternen gefeiert. Doch in einigen Kitas und Schulen wurde diese Tradition wegen der „religiösen Neutralität“ mittlerweile in „Lichterfest“ umbenannt. Es soll wohl keine Erinnerung mehr an den barmherzigen Bischof Martin von Tours stattfinden. Wer sich wohl daran stören könnte? Welt online berichtet nun, dass Buddhisten und Aleviten nichts gegen dieses Fest haben. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wenn die Friedensreligionisten nicht wären..

(Von Michael Stürzenberger)

So stellt sich ein weiterer empörender Verrat an der eigenen Kultur dar:

In den vergangenen Jahren schafften einige Kitas die Martinsfeier ab. Es verstoße gegen ihre religiöse Neutralität, hieß es. Seitdem wird vor dem Untergang alter Bräuche und Traditionen gewarnt. Aber ist diese Gefahr wirklich gegeben?

Groß war die Aufregung, als bekannt wurde, dass in mehreren Revierkindergärten kein Sankt Martin mehr gefeiert würde. Einen Laternenzug sollte es noch geben. Aber die Martinslieder wurden abgeschafft, der Martin zu Pferde auch, und sogar die Martinsgeschichte durfte nicht mehr gelesen oder vorgespielt werden. All das verstoße gegen die religiöse Neutralität des Staates, so begründeten die Kitaleiter 2010 und 2011 ihre Entscheidung.

Es ist ein Zeichen der geistig-moralischen Zerrüttung, wenn ein Land seine eigene Kultur aufgibt, damit sich eine aggressive Eroberungsideologie immer breiter machen kann. Wer aus Gründen der „religiösen Neutralität“, „Toleranz“, „interkulturellen Kompetenz“ oder „Rücksicht“ seine christlichen Traditionen über Bord wirft, zeigt damit, dass er zum Unterwerfen bereit ist. Die Mohammedaner werden bereits klammheimlich triumphieren: Das Land der schwächlichen Kuffar ist bereit zur Übernahme.

Dass andere Religionen hingegen kein Problem mit den christlichen Traditionen haben, zeigt das Beispiel der Buddhisten und Aleviten. Letztere werden von Sunniten bekanntlich nicht zum Islam zugehörig bezeichnet und in der Türkei auch schon mal bei lebendigem Leibe verbrannt.

Am wenigsten überrascht vermutlich, dass sich buddhistische Gruppen dafür aussprechen, die starke Betonung der Nächstenliebe im christlichen Brauchtum positiv aufzugreifen. Werner Heidenreich, der Buddhismuslehrer und Vertreter des zenbuddhistischen Intersein-Ordens in Köln, erläutert das so: Wesentliche Kriterien für einen Boddhisattva, also einen buddhistischen Heiligen, seien Mitgefühl und Weisheit, zu der entscheidend „ein Wissen um die Verbundenheit allen Seins“ gehöre.

Aber auch bei einer großen Gruppe der Türkeistämmigen haben die Heiligen einen erstaunlich guten Stand: bei der Alevitischen Gemeinde Deutschlands. Deren Kulturbeauftragter Ismail Kaplan betont nun, die Aleviten wünschten sich ausdrücklich eine rege Teilnahme an „Festen wie St. Martin und Nikolaus, weil sie Wertvorstellungen wie ‚Teilen und Teilhaben lassen‘ an unsere Kinder vermitteln. Die Botschaft von St. Martin, die Güter mit den Bedürftigen zu teilen und damit die Liebe an Menschen zu fördern“ sei ganz im alevitischen Sinne – was auch eine unter Aleviten verbreitete Maxime ausdrücke: Dem Menschen dienen heißt Gott dienen.

Europe News über ein verstörendes Ereignis beim St. Martinsfest im Kindergarten des österreichischen Viehofen im Jahr 2010:

Kurz vor Beginn des eigentlichen Umzuges mit den Laternen unterbrach ein türkischstämmiger Familienvater die Feier mit Gebetsversen in türkischer Sprache und zwar in einer Intensität, dass die Minderheit, nämlich die Eltern mit den österreichischen, dem christlichen Glauben angehörigen Kindern, diese Feier verlassen und den Laternenumzug dann in Eigenregie durchführen mussten, um ihren Kindern nicht die ganze Freude an diesem Fest zu verderben.

Ein betroffener Vater schilderte den Vorfall so: „Wir in der Minderheit anwesenden Österreicher mussten uns von einem türkischen Vater ein türkisches Gebet anhören, wo wir sofort darauf hin empört den Raum verlassen haben. Wir kamen uns vor wie in einer Moschee, und ich finde es war eine Zumutung, uns sowas anzutun.“

RP online in seiner Kolumne „Politisch Inkorrekt“: Das Fest der heiligen Laterne

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es eine zunehmende Zahl von Kindergärten und Grundschulen, die „religiös neutral erziehen“, wie das eine Kita-Betreuerin im Fernsehen formulierte. Man wolle Rücksicht auf Menschen mit anderem Glauben oder auch ohne Glauben nehmen, den Kindern aber ihre Freude lassen.

Das ist in etwa so, als wenn wir den Tag der Deutschen Einheit zukünftig „Fahnenfest“ nennen, weil wir Rücksicht auf Menschen in Deutschland nehmen, die den Pass eines anderen Landes haben. Wir geben Stück für Stück und ohne jede Notwendigkeit Traditionen und einen Teil Identität auf und halten das für modern. Das Beste dabei ist, dass es niemand von uns verlangt.

Wenn Leser von St. Martins-Umzügen Kenntnis haben, die am vergangenen Freitag als „Lichterfeste“ veranstaltet wurden, bitte Name und email des Kindergartens oder Schule im Kommentarbereich posten. Wir werden diese Verräter mit emails fluten.