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Familiendrama™ in Kreuzberg

Familiendrama in KreuzbergGestern Abend hat in Berlin-Kreuzberg ein Türke (40) seine Cousine bzw. Ehefrau (39) erschossen, weil diese nicht in der Türkei leben wollte. Danach schoss er sich selbst in die Brust und verstarb im Krankenhaus. Zeugen des Familiendramas™ sind die drei Kinder. Die arrangierte Ehe zwischen dem türkischen Nationalisten und der strenggläubigen Muslimin stand wohl von Anfang an unter keinem guten Stern.

Die Berliner Zeitung schreibt:

Er wurde nie heimisch in Deutschland, wollte zurück in die Türkei. Sie wollte aber nicht aus Deutschland weg. Am Dienstagabend hat Attila U. seine Frau Turna erschossen und dann sich selbst – vor den Augen der drei gemeinsamen Kinder. Die Tragödie ereignete sich  gegen 22 Uhr in einer Wohnung in der Kreuzberger Oranienstraße. (…)

Nachbarn und Bekannten zufolge hatten sich der Mann und die Frau des Öfteren gestritten. Attila U. wollte zurück in die Türkei, in die Stadt Kaysery, wo seine Familie herstammt. Seine Frau wollte in Deutschland bleiben.

Turna U. war hier geboren, ebenso ihre Kinder. Attila U. waren Cousin und Kusine. Ihre Heirat wurde von beiden Familienzweigen im Jahr 1993 arrangiert, das Jahr, in dem er zu seiner Frau nach Berlin zog. Doch wohl fühlte er sich nach Angaben von Bekannten hier nicht.

Sie war streng gläubige Muslimin und ging nie ohne Kopftuch aus dem Haus. Er war dagegen türkischer Nationalist, wie seiner Facebook-Seite zu entnehmen ist. Darauf sympathisiert er mit der nationalistischen Bewegung „Graue Wölfe“ und der rechtsextremen „Milliyetçi Hareket Partisi“, der Partei der Nationalistischen Bewegung.

Unklar ist, woher Attila U. seine Waffe hatte. Die Staatsanwaltschaft veranlasste eine Obduktion der beiden Toten. Sie soll näheren Aufschluss über den Tathergang bringen. Mit einem Ergebnis wird nicht vor Donnerstagnachmittag gerechnet.

Das wird knapp, denn nach islamischen Bestimmungen muss das Begräbnis nach 48 Stunden stattfinden. Das Portal B2B berichtet allerdings, die Obduktion habe bereits stattgefunden und die Frau sei von zwei Pistolenschüssen getroffen worden. Die Polizei will außer dem genauen Tathergang noch das Motiv und die Herkunft der Waffe klären, für die es keinen Waffenschein gibt. Die drei Kinder (10, 12 und 18 Jahre) sind in der Zwischenzeit bei Verwandten der Mutter untergekommen. Der Focus schafft es, ohne Nennung jeglicher Hintergründe über die „Bluttat“ zu „berichten“. Genauso wie nTV: