- Politically Incorrect - / -

Jimmy Jump – Beruf: Einkommensloser Flitzer

Posted By Gastbeitrag On 21. November 2012 @ 21:13 In Bunte Republik | Comments Disabled

[1]Ein zunächst lustig anmutender Artikel [2] kann seit gestern der Online-Ausgabe „Die Welt“ entnommen werden. Spaßflitzer Jimmy Jump [3] aus Katalonien wird dort der nicht fußballversierten Leserschaft vorgestellt. Wer Jimmy Jump nicht kennt, braucht sich an dieser Stelle sicherlich nicht als Kulturbanause schämen.

(Von Stephan S.)

Jimmy Jumps bescheidene bisherige Lebensleistung [4] besteht nämlich in erster Linie darin, so viele Sportereignisse wie nur möglich, durch sein „Flitzen“ über sämtliche Sportspielstätten dieser Welt gestört zu haben und dabei stolz auf nicht gezahlte Strafzahlungen von nicht zu verachtenden 200.000 € zu verweisen. Neben diesem kostspieligen Hobby versuchte sich der Aktionskünstler lobenswerterweise als Buchhändler und Immobilienmakler in seiner iberischen Heimat, was sich aber im Zuge der Euro- und Bankenkrise als weniger standhaftes Vorhaben erwies. Zugegeben, man mag über seine Vorliebe fürs „Flitzen“ schmunzeln, nicht aber darüber, wer in absehbarer Zukunft für sein Hobby aufkommen wird: der deutsche Steuerzahler!

Aus Katalonien in Berlin angekommen

Denn was will man auch derzeit in Spanien, wenn man erstens hochverschuldet, zweitens arbeitslos und drittens schlecht ausgebildet ist? Ein bankrottes und desaströses spanisches Sozialsystem bietet da nicht gerade die besten Voraussetzungen, Eintrittsgelder und Fahrtkosten für seine Leidenschaft des Flitzens zusammen zu schnorren. Zum Glück hat aber auch jemand wie Jimmy Jump vom honigfließenden Land der Deutschen gehört, in dem ein jeder ein üppiges Taschengeld nebst Wohnung und Krankenversicherung und sonstigen Annehmlichkeiten in einer Stadt wie dem wunderbar multikulturellen Berlin erhält. Und als Gegenleistung für ein solches deutsches Gastgeschenk an die Völker dieser Welt, muss man als Gast, oder politisch korrekter formuliert: als Fachkraft, eigentlich was tun? Richtig: de facto rein gar nichts, außer dem Bekunden einer baldigen Arbeitssuche.

Eine typische Fachkraft des EU-Südens

Es bleibt zu hinterfragen, in welchem Bereich Jimmy Jump denn nun in unserem Land so händeringend gesucht wird, dass wir ihn als Fachkraft aus dem europäischen Süden unbedingt benötigen, wie es uns unsere politische Herrschaftsklasse und unsere Systemmedien tagtäglich weismachen wollen. Seine „Flitzaktion“ am 19.11 im Hertha-Spiel gegen den FC St.Pauli mag wohl eine stichfeste Argumentation zur kulturellen Bereicherung für eine Claudia Fatima Roth sein. Für einen Bürger mit Verstand dürfte dies aber nicht unbedingt als Qualifikationsbeweis nachvollziehbar erscheinen. Auch bleibt zu hinterfragen, welchen Anreiz ein Jimmy Jump haben könnte, mit 200.000 € Schulden überhaupt noch arbeiten zu gehen, um dann letztendlich seine Gläubiger befriedigen zu dürfen. Eine Privatinsolvenz und das Einnisten in einem noch funktionierenden deutschen Sozialstaat ist unter solchen Gegebenheiten als wahrscheinlicher zu erachten und menschlich sogar nachvollziehbar. Ein Vorwurf an Jimmy Jump wäre hier jdeoch völlig deplatziert und das sollte jeder Leser dieses Artikels im Hinterkopf behalten.

Wie lange kann Deutschland seine Party bezahlen

Doch es sei an dieser Stelle die Frage erlaubt, wie lange man in Deutschland die Party für einen Aktionskünstler wie Jimmy Jump durch das hiesige Sozialsystem bezahlen kann. Ein einzelner Jimmy Jump belustigt vielleicht die Massen, aber bei über einer halben Millionen Zuwanderer alleine im ersten Halbjahr, dürfte unser Sozialsystem schnell an die Grenze seiner Belastbarkeit geraten und, spätestens wenn die Euro-Krise weitere Euro-Staaten fressen wird und schlussendlich Deutschland für alle zahlen darf, wird auch hier jeder aufwachen und sich fragen, warum wir diese EU, den Euro und unsere verblendeten Politiker nicht verhindert haben. Dann wird es aber zu spät sein und nicht nur Jimmy Jumps Party in Deutschland beenden, sondern auch den Lebenskampf vieler deutscher Hartz-4-Bezieher erschweren, um die sich unsere Politikvertreter eigentlich zuerst kümmern sollten. Bis dahin darf aber ein Jimmy Jump noch freudig durch die deutschen Fußballstadien hüpfen und das sicherlich auch bald staatlich finanziert.

Willkommen in Deutschland, Jimmy Jump.


Article printed from Politically Incorrect: /

URL to article: /2012/11/jimmy-jump-beruf-einkommensloser-flitzer/

URLs in this post:

[1] Image: /2012/11/jimmy-jump-beruf-einkommensloser-flitzer/

[2] lustig anmutender Artikel: http://www.welt.de/sport/fussball/2-bundesliga/article111331968/Jimmy-Jump-kuendigt-naechsten-Besuch-bei-Hertha-an.html

[3] Jimmy Jump: http://www.jimmyjump.com

[4] bisherige Lebensleistung: http://www.spiegel.de/panorama/leute/flitzer-jimmy-jump-ein-mann-rennt-seinen-weg-a-815707.html