Medienmanipulation über Burschenschaften

Am 24. November hatte die Deutsche Burschenschaft, der Dachverband, dem zahlreiche Burschenschaften angehören, zu einem Sondertreffen eingeladen. Gegründet wurde die Deutsche Burschenschaft bereits während der Kaiserzeit. Zahlreiche Bünde bestehen jedoch schon wesentlich länger, ihre Geschichte reicht teilweise bis zu den Befreiungskriegen gegen Napoleon zurück. Die Burschenschaften spielten eine zentrale Rolle beim Hambacher Fest, das oft als Wiege der Demokratie bezeichnet wird. National und demokratisch waren die Forderungen am Hambach Schloss.

Wenn die Medien heute von den Burschenschaften schreiben, gerät ihre Rolle für die Demokratiebewegung in den Hintergrund. Stattdessen wird der Deutschen Burschenschaft „Rassismus“ und „Extremismus“ vorgeworfen. Dabei bescheinigt das Innenministerium der Deutschen Burschenschaft Verfassungstreue, wie die Frankfurter Rundschau zugestehen muss:

Es gebe aktuell „keine neue Bewertung“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Montag auf Anfrage. „Es gibt keine hinreichenden Anhaltspunkte für Bestrebungen im Dachverband, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richten“, so der Sprecher.

Das hält einen gewissen Florian Dieckmann vom Spiegel nicht davon ab, von einer „Allianz der Verfassungsfeinde“ zu fabulieren.

Noch haarsträubender ist der Bericht der linken 3sat-Kulturzeit. Geschickt verbindet die Kulturzeit die Aufnahmebedingungen einzelner Burschenschaften, die oft verschieden sind, mit dem Dachverband. Weil auch österreichiche Burschenschaften im Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ organisiert sind, unterstellt man sogleich NS-Ideologie. Kulturzeit im O-Ton: „Es gilt die alte NS-Ideologie und die ist Großdeutsch, Österreich gehört dazu“. Dass die Burschenschaften schon älter sind als die Bundesrepublik Deutschland und somit die Organistaionsstrukturen noch teilweise aus den Zeiten des deutschen Bundes stammen, ist der Kulturzeit nicht bekannt. Als Burschenschaftsexpertin durfte Alexandra Kurth, SPD- und Juso-Mitglied, ihre Meinung zum Thema kundtun. Die Vorsitzenden der Deutschen Burschenschaft kommen nicht zur Sprache. Dann bei Minute 2:57 wird noch kurz für Sekundenbruchteile eine Sequenz Adolf Hitlers in den Beitrag rein geschnitten. Eine bewusste Manipulation.

Es mag sein, dass einzelne Mitglieder extrem Rechte Positionen vertreten. Dann aber gleich eine traditionsreiche Kultur wie die der Burschenschaften pauschal in die verfassungsfeindliche Ecke zu schieben, obwohl es vom VS in der Vergangenheit immer wieder Bescheinigungen der Verfassungstreue gab, ist unlauter.