Türkische „Geburtstagschläge“ für deutsche Schüler in Neukölln

Ein Neuköllner Junge wurde von Mitschülern an seinem Geburtstag dermaßen traktiert, daß er ambulant behandelt werden mußte. Jetzt hat sich herausgestellt, daß „Geburtstagsschläge“ in Schulen bestimmter Bezirke Berlins und anderswo weit verbreitet sind. Da in der Türkei der Geburtstag nicht so gefeiert wird und es keine Geschenke gibt, kommt da Neid auf, und offenbar werden deutsche Schüler an ihrem Geburtstag von ihren türkischen Mitschülern regelmäßig verprügelt. 

Das zumindest muß aus diesem Artikel im Tagesspiegel geschlossen werden. Wir zitieren einen der Leserkommentare dazu:

Nicht zu fassen!
Welch ein Armutszeugnis muss das für Neuköllns „Bildungsstadträtin“ Franziska Giffey sein, wenn sie doch allen Ernstes und dazu auch noch „aus dem Fernsehen von gestern abend“ erst jetzt über dieses seit Jahren bekannte „Geburtstagsklatschen“ erfährt! Diese Amtsperson hat sich in meinen Augen für ihren Job komplett disqualifiziert und jede Glaubwürdigkeit verloren. Soviel Naivität, Ignoranz, Realitätsferne und Wissensdefizite über die Vorgänge an den Problemschulen im eigenen Problembezirk Neukölln machen mich sprachlos. Aber Augenverschließen benötigt bekanntermaßen kaum Energie, sich über den sozialen Istzustand ein umfassendes Bild zu verschaffen, dagegen sehr viel mehr.

Und das „Neid“-Argument des Soziologen Pfeiffer halte ich für sehr stichhaltig und einmal mehr für einen Beleg des „Kulturclashes“ der Religionen Islam vs. Christentum. Wie ich hier schon an anderer Stelle ausgeführt habe, gibt es neben dem Kindergeburtstag noch viele weitere sehr schöne – speziell für Kinder entstandene – christlich-abendländische Feierrituale (die dem Islam gänzlich fremd sind!) wie Fasching, Laternennachtumzug zu St. Martin, Ostereiersuche, Nikolaus, Weihnachtszeit, neuerdings auch Halloween usw. Aus dem Islam sind mir solcherlei Feste – bis auf das Zuckerfest –, die regelmäßig Kinderherzen höher schlagen lassen, nicht bekannt.

So gesehen, ist das Neid-Argument sehr gut begründbar. Wie sollen sich auch islamisch sozialisierte Kinder fühlen, die Jahr für Jahr mehrmals miterleben müssen, dass sich ihre christlich sozialisierten Kameraden immer aufs Neue auf all diese Bespaßungsmomente freuen können, die sie selbst bestenfalls als fremde Zaungäste miterleben dürfen. Das erzeugt Neid, was sonst!

Also: Augen auf beim Gesellschaftsbeobachten, kostet genauso wenig Kraft wie das Augenverschließen!

PI hält die Augen auf!