Anders als in den bundesdeutschen „Qualitätsmedien“ empfinden andernorts nicht alle Bürger den neuerlichen knappen Wahlsieg von Präsident Barack Obama als Anlass zum Jubel. In Texas haben binnen nur zwei Wochen 117.000 Menschen eine Petition an die US-Regierung unterzeichnet. Es wären dafür aber nur 25.000 nötig gewesen. Die hohe Zahl zeigt, dass der Wunsch nach Unabhängigkeit offenbar immer stärker wird.

(Von Étienne Noir)

In der Petition wird eine „eigene Regierung“ gefordert. Auch soll „dem Staat Texas auf friedlichem Wege gestatten werden, sich aus den Vereinigten Staaten von Amerika zurückzuziehen“. Texas hat rund 25.146.000 Einwohner.

Das Verlangen der Texaner nach einer Sezession von den USA wird mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Land begründet. Diese hätten ihre Ursache, wie die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichten, in einer „Pflichtvergessenheit seitens der Bundesregierung“ in Bezug auf eine Reform bei den Staatsausgaben „Zuhause und im Ausland“.

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39 KOMMENTARE

  1. Ein neuer Sezessionskrieg?

    Die Leute werden einfach nicht schlauer! Es ist zum… na ja, das weiss man schon 🙁

  2. Auch nicht schlecht.
    Die „Abspalter“ in Barcelona haben nach den Wahlen vermutlich eine 2/3 Mehrheit.
    Über 20 Sitze gingen lt deutschen Meldungen an die „nationalistische Linke“…
    Äähm, sind das nicht „nationalistische Sozialisten“?
    Die „nationalen Sozialisten“ Ägyptens haben sich mittlerweile angeblich aufgelöst und unterstützen jetzt Mursi.

  3. Das ist nichts Neues. Schon als Bush gewählt wurde, wollten – nach Umfragen – einige US-Bundesstaaten die USA verlassen.

  4. Auch wenn einige Suedstaaten ueber Abspaltung sprechen, dazu wird es nicht kommen.
    Die Mehrheit des Kongresses und der Bevoelkerung, sehr nationalbewusst, wird dies natuerlich ablehnen, genau wie im letzten Jahrhundert, als ein schrecklicher Buergerkrieg die Einheit der Nation per Gewehr herstellte.

  5. #1 zuhause (26. Nov 2012 22:10)

    Es handelt sich um Marxisten-Kommunisten – die, die bereits vor 1936 bürgerkriegsähnliche Zustände verursachten.

  6. wo,was ,wie?
    Im Bundesstaat werden Unabhängigkeitswünsche wach?
    Und bei uns will man den Bundesstaat Europa?
    Verrückte Welt!

  7. Bald werden auch die Bayern aus der Bundesrepublick austreten wollen, die Sachsen sowieso und dann die Rheinländer, das sind die schlimmsten,… Das führt auch zu nichts.

    Die Texaner sollten lieber schauen, dass sie die Politik der USA in Ihrem Sinne beeinflussen. In den USA ist die Meinungsfreiheit noch wirklich geschützt.

    Hier in Deutschland haben wir die Meinungsfreiheit schon im Namen der politischen Korrektheit geopfert; sie existiert nur noch auf dem Blatt Papier.

  8. Wird sich der Süden wieder erheben ?;-)
    Ich dachte das haben die Amerikaner 1865 ein für alle mal geklärt.
    Spaß beseite,die Welt wird immer bekloppter!

  9. Oh, ein halbes Prozent ist für Sezession und daraus leitet man ab, dass Texas „raus“ will?
    Lächerlich!
    Dieses halbe Prozent hätte mal im Geschichtsunterricht besser aufpassen sollen. Aber was sag ich da, ich weiß mehr über amerikanische Geschichte als meine amerikanischen Bekannten, die in Yale, Cornell oder Stanford waren.
    Derzeit kann man in ganz EU-Europa, egal welches Land, wohl eine stärkere Sezessionsstimmung feststellen als diese 0,5% in Texas und trotzdem wird es nicht passieren.

  10. #3 zuhause

    Über 20 Sitze gingen lt deutschen Meldungen an die “nationalistische Linke”…

    Sind das jetzt die Guten, weil sie links sind oder die Bösen weil sie nationalistisch sind?
    Oder gibt’s da noch keine Sprachregelung?

  11. Texas. War das nicht mal das Land das sich von Mexiko abgespalten hatte und sich unbedingt den USA anschließen wollte und dies dann auch getan hat? Deswegen gabs sogar einen heftigen Krieg. Ihr wisst ja. Unglaublich!

  12. #12 Tess (26. Nov 2012 22:46)

    Oh, ein halbes Prozent ist für Sezession und daraus leitet man ab, dass Texas “raus” will?

    Das sind nur die Zahlen einer einzigen Unterschriftensammlung, die ab 25000 den Kongreß zwingt, sich mit dem Thema zu befassen. Warten wir mal ab, ob es tatsächlich zum Referendum kommt, aber wenn ja, dann darf man durchaus gespannt sein.
    Mich wundert ein wenig, daß man in diesem Zusammenhang nicht mehr von New Hampshire und das Free State Project hört. Die Bewegung scheint doch noch nicht besonders stark zu sein. Auch einige der First Nations (z.B. die Lakota) denken dem Vernehmen nach über Wege in die Unabhängigkeit nach. Quebec besitzt seit längerem eine mehr oder weniger lautstarke Unabhängigkeitsbewegung. Nunavut als neue kanadische Provinz wurde erst vor einigen Jahren geschaffen, wer weiß wohin die sich orientieren wenn Grönland es dank neuem Ölreichtum vielleicht bald in die Unabhängigkeit schafft. Ich glaube nicht, daß die derzeitigen Grenzen in Nordamerika für die Ewigkeit sind.

  13. #12 Tess

    Naja, wenn die UKIP weiter zulegt, dann sind die Briten vielleicht wirklich bald raus.

    Allerdings ist die politische Situation in GB ja noch viel schlimmer als hier. Da würde mich auch nicht wundern, wenn die bald Lagerhaft für EU-Dissidenten und „Multukultur-Leugner“ einführen.

  14. #2 HansWurstus (26. Nov 2012 22:10)

    Und wenn Deutschland aus der EU raus will, dann ist das nach deiner Logik schlecht?

  15. #14 Hokkaido (26. Nov 2012 23:13)

    Da die EU kein Bundesstaat ist, dürfte der Vergleich kaum angemessen sein.

    Vergleichbar wäre allenfalls ein Austritt Bayerns aus der Bundesrepublik.

  16. Stille vom Weissen Haus – Während Morsi in Ägypten nach mehr Macht greift und Sharia einführt:

    012/11/26/white-house-silent-as-egypts-president-grabs-power-moves-toward-shariah-law/

  17. dann wird Texas angesichts des Gewichts der Flüchtlinge aus Obama-Land im Meer versinken. Im ernst: die zweite Wahl Obamas ist fatal. Er spaltet: hier seine Anhängerschaft, also Blacks, Latinos, Homos, Dope Heads, Studenten, Linke und sonstiger White Trash und dort seine Gegner, also die fleissigen Bürger jüdischen und christlichen Glaubens, welche die USA stark gemacht haben. Es war dumm, das er überhaupt noch einmal zur Wahl aufgestellt wurde.

  18. Wenn es Bayern schaffen würde, aus der BRD auszutreten, würde ich meine Hütte in NRW vergessen und nach Hause kommen. Falls dann noch ein paar m2 frei wären.
    Und die reden von Europa!

  19. Die Abspaltung eines Teils von Deutschland könnte eines Tages der einzige Weg sein, auf dem sich die Urdeutschen noch als selbstbestimmtes, autonomes Volk zusammenfinden können.

  20. „dass der Wunsch nach Unabhängigkeit immer stärker wird“… so ein Unsinn. Das war mal wieder typisch journalistisch. Die sehen ein paar Zahlen, ohne die davor zu kennen und schließen daraus, dass es „immer mehr“ oder „immer stärker“ wird. Falls nicht, hätte man ja nichts zu berichte. Sowas ist in den USA nix besonderes, gibts auch in anderen Bundesstaaten und zwar immer mal wieder. Um es mit Homer Simpson zu sagen: „Das ist wie ‚Friede auf Erden‘, das bedeutet gar nichts“ 😉

  21. Dass die Preußen im Süden Asyl erhalten wage ich zu bezweifeln.

    Aber auch auch Deutschland ist ein Bundesstaat und vor allem die Grenzen nach dem Krieg mit Unkenntnis gezogen.

  22. Inzwischen verachte und verabscheue ich die EU so sehr daß ich lieber in einem eigenständigen Bayern außerhalb der EU leben würde als wie in einem weiterhin zu Deutschland gehörenden Bayern innerhalb der EU.

    Zugegeben, mein illusionärer, unrealistischer Traum ist ja immer noch die vereinigte Alpenrepublik aus Altbayern, Österreich, Deutschschweiz und Südtirol.

    Dieses Land wäre das mit Abstand reichste und prosperierenste Land in Europa. Natürlich außerhalb der EU, versteht sich!

  23. Eine schlechte Idee. Dann hätten wir eine neuen Latino-Staat im Süden der USA. Dann wird dort nach mexikanischen Regeln gespielt.

  24. #29 Bayernstolz

    „Inzwischen verachte und verabscheue ich die EU so sehr daß ich lieber in einem eigenständigen Bayern außerhalb der EU leben würde als wie in einem weiterhin zu Deutschland gehörenden Bayern innerhalb der EU.

    Zugegeben, mein illusionärer, unrealistischer Traum ist ja immer noch die vereinigte Alpenrepublik aus Altbayern, Österreich, Deutschschweiz und Südtirol.

    Dieses Land wäre das mit Abstand reichste und prosperierenste Land in Europa. Natürlich außerhalb der EU, versteht sich!“

    Mein lieber Freund und Kupferstecher Bayernstolz. Unbewusst hast du hier ein Beispiel gebracht, warum ein europäischer Bundesstaat Utopie bleiben wird oder nur mit extremer Gewalt geschaffen werden kann.

    Vor knapp 200 Jahren habt ihr euch mit Hilfe der Franzosen Unterfranken einverleibt (Zerschlagung des Fürstbistumes Mainz). Und zweihundert Jahre später gehört es immer noch nicht zu Bayern? Das beruht auf Gegenseitigkeit, da ich als Unterfranke mich auch nicht als „Bayer“ fühle. Auch wenn ich noch der Generation angehöre, die FJS live erlebte und hören sagte: „Unterfranken ist der Kopf des bayerischen Löwen“.

    Man kann einfach nichts zusammenpressen was nicht zusammen gehört. Das kleine Land Bayern besteht aus 5 Stämmen (Oberpfälzer,Franken, Altbayern, Schwaben und Sudeten). Es gibt noch nicht einmal eine einheitliche Sprache. Der fränkische Dialekt hat mit dem bayerischen nichts zu tun. Die Unterfranken sprechen zum größten Teil die Mainzer Mundart, die eher hessisch ist.

    Es ist schon Wahnsinn, das es überhaupt die BRD gibt. Hat ja auch Jahrhunderte gedauert, bis ein einheitliches Reich entstand.

    Und wenn man nun die USA anschaut, dort ist es ja noch wesentlich komplexer. Wenn also ein Bundesstaat raus will, warum nicht. Aber das wird man dort genausowenig erlauben, wie man in Europa den Katalonen oder Wallonen erlauben wird, sich selbständig zu machen. Das geht nur bei muslimischen Enklaven. Da ist die Eu dafür. (Also Ruhrpottler packt schon mal eure Koffer, in zwanzig Jahren ist es so weit für euch zu gehen).

    Und wenn schon einen Südstaat…ich würde Thüringen noch einbinden..

  25. @ Pi…warum stehe ich eigentlich unter Dauermoderation?

    ***PI: Bitte dauerhaft und konsequent an die „Policy“ halten! Mod.***

  26. @Pi..

    Ok. Ich probiers.

    Aber wird mir nicht gelingen.

    Ich sage meine Meinung offen, auch wenn sie dem Mainstream entgegensteht. Und Pi ist mittlerweile sehr „Mainstream“ und PI geworden. Auf seine Weise…

  27. #21 Wilhelmine (26. Nov 2012 23:28)

    Bezüglich Wahlfälschung:

    Die Republikaner sollten einfach mal die grosse FRESSE halten.

    Denn die waren die ersten, die mit Wahlfälschungen begonnen haben:

    Jeb Bush und George W. Bush.

  28. #33 norbert.gehrig:

    Danke für Ihren Beitrag. Mein Nichtaufzählen von Franken ist nicht als Diskriminierung Ihres Volksstammes gedacht, sondern einfach als Anerkennung der Tatsachen. Die Franken sind keine Baiern und viele Franken wollen auch keine Baiern sein. Eigentlich sollten Ober-, Unter- und Mittelfranken ein eigenes Bundesland begründen. 😉

    Ich hege keine Abneigung gegen Franken, im Gegenteil: Franken wurde damals unrechtmäßig Bayern zugeschlagen. Das war ein Fehler, das könnte man irgendwann auch korrigieren.

    In einer „Alpenrepublik“ hätten die Franken auch aus dem Grund nicht viel verloren weil sie nicht zu den alpenländischen deutschen Stämmen zählen, also weder zu den Bajuwaren noch zu den Alemannen.

    Allerdings besteht Bayern nur aus vier Stämmen: Altbaiern, Franken, Schwaben, Alemannen und Sudetendeutsche. Die Oberpfälzer gehören in jeglicher Hinsicht zur altbairischen Bevölkerung. Herkunft, Kultur, Dialekt, Traditionen, etc.

  29. Lächerlich! diese wahnsinnige Masse von 117.000 Menschen entspricht nicht einmal 0,5% der texanischen Bevölkerung, das ist eine winzige Minderheit von ***Gelöscht!***, die soetwas fordert,… warum wird das auf PI überhaupt erwähnt?

    ***Moderiert! Bitte sachlich bleiben! Mod.***

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