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70 Jahre Stalingrad – und die EUdSSR

Posted By Gastbeitrag On 22. Dezember 2012 @ 21:53 In Deutschland,EUdSSR,Geschichte | Comments Disabled

[1]Zweiter Weltkrieg. Ostfront, Unternehmen Barbarossa. Die sechste deutsche Armee sitzt im Winter 1942-43 fest in der Stadt an der Wolga. 300.000 deutsche Soldaten sind von der Roten Armee im Kessel von Stalingrad eingeschlossen.

(Von Survivor)

Die Stadt wurde zuvor von der deutschen Artillerie, der Luftwaffe und einem erbitterten Häuserkampf bis auf die Ruinen zerstört. Nach dem erfolgreichen Vorstoß der deutschen Truppen bis ins Stadtzentrum von Stalingrad schloss die Rote Armee am 6. Oktober 1942 den Ring um Stalingrad. Ab diesem Zeitpunkt waren die deutschen Soldaten von jeglichem Nachschub abgeschnitten. Die Versorgung von 300.000 Mann über eine Luftbrücke war völlig illusorisch. Nach monatelangen Kämpfen waren die deutschen Soldaten bei Temperaturen von minus 20° und kälter total von der Außenwelt abgeschnitten. Ohne geeignete Winterkleidung (das Unternehmen Barbarossa war im Spätsommer 1941 gestartet worden) und ohne Nahrung erfroren und verhungerten zehntausende deutsche Soldaten bei der historischen Schlacht um Stalingrad.

Die meisten verbrachten ihr letztes Weihnachtsfest im Kessel von Stalingrad. Heute gibt es nur noch wenige Zeitzeugen, denn diese müssten alle über 90 Jahre alt sein. Ich habe noch Freunde, deren Väter und Schwiegerväter dort gefallen sind. Von 300.000 Mann der sechsten Armee unter Generalfeldmarschall Paulus verblieben bei der Kapitulation am 31. Januar 1943 noch 90.000 Mann, die den Weg in die sibirische Gefangenschaft antraten. Zu Fuß machte sich eine endlose Kolonne völlig entkräfteter und ausgehungerter Männer auf den Marsch in die Gefangenenlager des Sowjets. Von diesen überlebten nur knapp 10.000 Männer die Strapazen in den Lagern. Einige davon kehrten erst nach über zehn Jahren aus der Gefangenschaft zurück. Konrad Adenauer hatte durch seinen Besuch im Januar 1954 in der Sowjetunion diese Freilassung bewirkt. Es gibt zahllose Berichte und Dokumentationen über diese Schlacht. Darunter ein Spielfilm von 1992 [2].

Die Schlacht um Stalingrad war der Wendepunkt des Zweiten Weltkriegs. Die bis dahin erfolgreiche deutsche Wehrmacht wurde vernichtend geschlagen. Der Siegeszug der Nazis hatte sein Ende gefunden. Ab diesem Zeitpunkt befand sich die deutsche Wehrmacht auf dem Rückzug. Der Wahnsinn dieses Krieges, der 50 Millionen Opfer gefordert hatte, fand sein Ende bekanntermaßen am 9. Mai 1945 mit der Unterzeichnung der totalen Kapitulation Deutschlands.

Die Schlacht um Stalingrad hätte aber auch anders enden können. Der Tod und das Elend von 300.000 deutschen Männern und unzähligen Russen hätte vermieden werden können. Der Rückzug aus der umkämpften Stadt wäre noch vor der Bildung des russischen Rings um Stalingrad ohne weiteres möglich gewesen. Aber der „größte Führer aller Zeiten“ befahl die Stadt um jeden Preis zu halten. Wörtlich, bis zum letzten Mann! Diese strategisch völlig irrsinnige Entscheidung war dem Narzissmus dieses Verrückten geschuldet. Er wollte die Stadt, die den Namen seines Erzfeindes, der im Grunde ein Gesinnungsgenosse war, um jeden Preis halten. Koste es, was es wolle. Auch ein Kapitulationsangebot der Russen an die 6. deutsche Armee im Dezember 1942 wurde von ihm abgelehnt. Es war diesem Irren völlig gleichgültig, wie viele Menschen dabei geopfert würden. Sein Sprachrohr, der kleine Giftzwerg Joseph Goebbels, rief dann den totalen Krieg aus und das Ergebnis ist bekannt. Die meisten Opfer forderte dieser Krieg erst danach. All dies sind bekannte historische Tatsachen. Den älteren hierzulande sind diese Dinge noch durch die Erzählungen ihrer Eltern präsent.

Also was veranlasst mich dazu, darüber noch einmal zu schreiben, wo dies doch alles so gut dokumentiert ist? Zum einen sind es 70 Jahre, dass sich dieses Ereignis jährt. Zum anderen gibt es Parallelen zu der heutigen Zeit. Das klingt vermessen angesichts des großen Leids jener Tage.

Es sind die Durchhalteparolen, die „Alternativlosigkeit“, dieses um jeden Preis, und bis zum letzten Mann. Diese Parolen, die der Führer noch ausgab, als die Russen schon 500 m von seinem Bunker entfernt standen. Und bis zum letzten Moment wurden Greise und Kinder an die Front geschickt und geopfert.

Es ist dieses um jeden Preis Festhalten an einer Ideologie, diese Alternativlosigkeit, mit der auch heute dringliche politische und auch existenzielle Fragen durch die politisch Verantwortlichen geprägt sind.

Unsere derzeitige Bundeskanzlerin hat ja wohl diesen Begriff “alternativlos” geprägt. Die Rettung des Euro und der Multikulturalismus sind alternativlos. Das ist natürlich Unsinn, denn es gibt immer Alternativen. Die Aufrechterhaltung des Euro in seiner jetzigen Form ist keineswegs alternativlos. Zahlreiche Fachleute wie Hans-Olaf Henkel, Professor Schachtschneider, Professor Hankel, Hans-Werner Sinn, Thilo Sarrazin und zahllose andere haben Möglichkeiten zur Lösung der Krise in der Eurozone aufgezeigt. Es gibt zum Beispiel sinnvolle Vorschläge zur Schaffung eines Nord- und Süd-Euro bis hin zur Rückkehr zu nationalen Währungen. Im Falle Griechenlands ist Letzteres sowieso unausweichlich.

All die zahlreichen sinnvollen Vorschläge von Fachleuten werden verworfen, um an einer Ideologie festzuhalten. Es ist nichts anderes als das Festhalten an einer Idee, die vernünftige Lösungen der Krise verhindert. Es ist die wahnhafte Idee, ohne Euro gebe es kein Europa und keinen Frieden. Das Gegenteil ist der Fall. Dies führt zurzeit ganz deutlich zu der antideutschen Stimmung in Griechenland und anderen südeuropäischen Ländern. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass innerhalb der EU noch einmal solche Ressentiments gegen die Deutschen aufkochen. Dabei ist Deutschland vollkommen unschuldig an dieser Krise, im Gegenteil, die deutsche Bevölkerung in seiner breiten Masse hat bereits einen hohen Preis bezahlt für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie, dem so genannten Exportwunder (das ja nichts Neues und nicht dem zu verdanken) ist. Lohndumping, Agenda 2010, die Einschleusung billiger Arbeitskräfte aus dem Ausland und die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland haben zu den niedrigen Lohnstückkosten in Deutschland geführt.

Die Deutschen haben das bezahlt mit einem massiv gesunkenen Wohlstand, niedrigen Reallöhnen und damit weitaus geringerer Kaufkraft. Dazu kommen natürlich noch die enorm gestiegenen Kosten durch die grüne Energiewende. Im Gegensatz hierzu sind der Wohlstand und die Kaufkraft in den südlichen Ländern permanent gestiegen, ohne dass diese irgendetwas dazu beigetragen hätten. Es hat dort keine Steigerung der Produktivität stattgefunden, sondern nur eine Umverteilung von Nord nach Süd. Wenn dies politisch gewollt ist, dann muss dies auch offen ausgesprochen werden. Dann müssen sich die verschiedenen oder auch die Blockparteien dezidiert äußern, dass sie dies so wünschen. Dann kann eine ehrliche Diskussion erfolgen. Dann können auch die Verantwortlichen benannt werden, was die so genannte Elite scheut wie der Teufel das Weihwasser.

Ein friedliches und geeintes Europa hängt nicht von der Existenz des Euro ab. Ein solches hatte es sehr wohl vor der Einführung des Euro gegeben und dies hat gut funktioniert. Es ist nun einmal nicht möglich, 27 Länder mit einer völlig unterschiedlichen Produktivität in einer Währungsunion unterzubringen. Gäbe es mehrere Währungen und Wechselkurse, würde sich die Wirtschaft der Länder über die Zinsen selbst regulieren. Wirtschaftsfachleute wie Hans-Werner Sinn und viele andere haben dies deutlich zum Ausdruck gebracht. Sie werden aber totgeschwiegen oder aber in eine rechtspopulistische Ecke gedrängt, was völlig absurd ist.

Es geht hier ausschließlich um wirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten. Wenn man diese nicht akzeptieren will, muss man zugeben, dass man ein planwirtschaftliches sozialistisches System der Euro-Länder mit einer Umverteilung von Wohlstand von Nord nach Süd haben will. Die Linkspartei könnte dies wenigstens offen vertreten, da sie ja kommunistische Zielsetzungen verfolgt. Alle anderen müssen sich erklären. Die Umverteilung von Geld und Wohlstand ist aber eine Tatsache (Target 2) und sie wird durch alle möglichen Rettungsschirme und den ESM weiter fortgesetzt. Eine Umverteilung kann aber nur solange erfolgen, bis die letzte Kuh gemolken ist. Auch die so genannten Märkte wissen, dass Deutschland nicht unbegrenzt den Dukatenesel abgeben kann. Das Ende wird eine Verarmung aller sein.

Wir wollen aber keine Alternativlosigkeit, wir wollen eine echte Alternative! Wir wollen ein friedliches Europa der Nationen. Wir wollen ein kulturell authentisches Europa mit all seinen liebenswerten regionalen Eigenheiten. Wir wollen keine erneute alternativlose mörderische Ideologie in Europa, die uns erneut in Elend, Armut und Unfrieden führt. Wir wollen keine EUdSSR.

Wir wollen eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder!

Ich wünsche Allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und hoffentlich noch viele weitere.


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[2] Spielfilm von 1992: http://www.youtube.com/watch?v=cBJb-QC5gAI