Deutsche Strompreise bald 45% über EU-Schnitt

Wie die WELT heute berichtet, werden die deutschen Strompreise bald 45% über dem EU-Durchschnitt liegen. Wegen Fukushima haben wir unsere AKWs abgestellt und jetzt haben wir endlich Ausblick auf die Strompreise in nächster Zeit. Obwohl Fukushima schon oft auf PI behandelt wurde, hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung und ein paar Gedanken. Langsam aber sicher geht es an unsere Substanz.

(Von felixhenn)

Wir erinnern uns an Fukushima und die Kurzschlussreaktion unserer Bundesphysikerin, deren Schwerpunkt im Studium wohl eher im Bereich Marxismus / Leninismus als in physikalischen Zusammenhängen und Zahlen.angesiedelt war.

Hier ein paar Informationen und Zahlen:

1. Fukushima liegt in einer Zone mit hoher Erdbebengefahr.
2. Fukushima liegt an der Küste und ist wegen der erhöhten Erdbebengefahr dort auch durch Tsunamis gefährdet.
3. Die Türen der Generatorenräume waren zum Zeitpunkt des Tsunami, aus welchen Gründen auch immer, offen, sodass die Generatoren und nicht die Dieselmotoren durch Seewasser unbrauchbar wurden.
4. Der wirkliche Schaden ist, wenn auch schlimm, mit dem Schaden, der durch Tschernobyl verursacht wurde, nicht vergleichbar.
5. Berlin ist etwa 8.800 Km Luftlinie von Fukushima entfernt.
6. Die deutschen Kernkraftwerke liegen weder in einem Erdbebengebiet noch in einem Gebiet, das durch Tsunamis gefährdet wäre.
7. Die deutschen Kernkraftwerke sind die sichersten der Welt.
8. Usw.

Anstatt die Kernkraftwerke sofort sinn- und verstandslos abzuschalten, hätte man sich auch Gedanken über bessere Sicherheitsmaßnahmen machen und aus Fukushima lernen können. Wären die Türen zu den Generatorenräumen geschlossen gewesen, hätte es wohl den Unfall, so wie geschehen, nicht gegeben. Da kann man auch einen Schritt weiterdenken und folgende zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen in Betracht ziehen:

1. Die Notkühlwasserpumpen werden direkt durch Dieselmotoren angetrieben und befinden sich in Räumen, deren Türen immer geschlossen sein müssen. Dass die Türen in Fukushima nicht geschlossen waren, war bestimmt auch dort ein Vergehen gegen die Sicherheitsvorschriften und deshalb sollten dann auch:
2. Alle Daten unverzüglich an einen Regierungscomputer übermittelt und sofort ausgewertet werden. Das heißt, wenn eine Tür geöffnet wird, weiß Berlin Bescheid. Und wenn die länger als fünf Minuten offen ist, müssen die Techniker vor Ort erklären warum.
3. Unangemeldete Kontrollen, denen sofort Zutritt gewährt werden muss.

Bestimmt gibt es da noch einige Maßnahmen mehr, aber das ist, was mir spontan einfällt. Auf jeden Fall ließen sich unsere AKWs absichern, was ich anzweifeln würde, wenn ein AKW in der Türkei, im Iran oder Frankreich, Tschechien oder auch Russland gebaut wird. Ebenso bestehen bei mir Zweifel, ob Japan AKW-tauglich ist. Die Verwaltung dort spielt sich zusammen mit den Topfirmen auf wie eine Diktatur. Das konnte man auch an den permanenten Falschmeldungen zu Fukushima sehen.

Jetzt betrachten wir aber einmal das Resultat der von der Bundesphysikerin angezettelten Energiewende: Photovoltaikanlagen und Windräder werden en masse gebaut, obwohl es weder ein dazu passendes Stromnetz noch Speichermöglichkeiten gibt. Es ist nun mal eine physikalische Tatsache, dass nachts keine Sonne scheint und diese Tatsache kann nicht einmal von der exzellentesten Physikerin verändert werden. Auch wird nicht immer Wind wehen. Also brauchen wir zuerst eine vernünftige Grundlastversorgung, dann Speichermöglichkeiten, ein entsprechendes Netz um AKWs dauerhaft abschalten zu können.

Momentan sieht es so aus, dass wir auf AKW-Strom vom unsicheren Ausland angewiesen sind, während unsere sicheren Anlagen still stehen. Und alles nur, weil sich einige Spinner bei den Grünen das ausgedacht haben und dieser Unsinn von Merkel übernommen wurde.

Jetzt betrachten wir uns einmal wohin uns diese „Energiewende“. Fakten sind: Der Strompreis in Deutschland liegt bald 45% über dem EU-Durchschnitt. Und wenn wir berücksichtigen, dass der EU-Durchschnitt schon weit höher liegt als der Welt-Durchschnitt, dann kann einem das Grausen kommen. Vielleicht werden im Moment einige stromintensive Firmen noch geschont, das wird aber trotzdem unsere Wirtschaft und das ganze ökonomische System abwürgen. Wenn 45% mehr für Energie aufgebracht werden muss, fehlt das Geld im Wirtschaftskreislauf, also wird unser guter Binnenmarkt, der uns oft über schwierige Zeiten geholfen hat, schwächer und schwächer, bis wir auf dem Niveau Indien und tiefer angelangt sind. Dann haben wir keine Ressourcen mehr. Das ist wie bei der Rente, wenn sie weg ist, ist die unwiederbringlich verloren.

Wenn es nicht so unmöglich wäre, könnte man fast denken, unsere Politiker, ich meine die Selbstdenker (5%) und nicht die Mitläufer (95%), gehen gezielt vor, um unser Land zu ruinieren. Einzelne Verhaltensweisen wie unsinnige Zuwanderung, unsinniger ESM, unsinnige Europolitik, unsinnige Energiepolitik, unsinnige Wirtschaftspolitik, unsinnige Justiz, usw. könnte man vielleicht verkraften, zusammen sind sie aber für unser Land verheerend.

Auch die WELT scheint langsam zu merken, wohin die Reise geht. Endlich kümmert man sich um Fakten und veröffentlicht Resultate einer Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey:

(…) Positive Entwicklung bei Fotovoltaik-Anlagen

Nach der Methode von McKinsey gilt eine Erreichung als realistisch, wenn das energiepolitische Ziel zwischen 90 und 100 Prozent erfüllt ist. Ein Index-Wert zwischen 70 und 90 Prozent sagt aus, dass die Zielerreichung zwar „kritisch“ ist, aber durch „leichte Anpassungsmaßnahmen“ noch ermöglicht werden kann.
Als „unrealistisch“ gilt eine Zielerreichung zwischen 0 und 70 Prozent, hier gibt es „deutlichen Anpassungsbedarf“.
Als positive Veränderung registrieren die McKinsey-Berater Thomas Vahlenkamp und Matthias Gohl im Wesentlichen nur eine Entwicklung: Der Zubau von Ökostrom-Anlagen, insbesondere der Fotovoltaik.
So sei das Ausbauziel der Bundesregierung für Solaranlagen zum jetzigen Zeitpunkt „um 45 Prozent übererfüllt“. Diese isoliert betrachtet positive Entwicklung zieht allerdings negative Folgen bei anderen Indikatoren nach sich, etwa bei den Kosten der Netzeingriffe und der EEG-Umlage.
(…)

Und dann auch hier:

(…)
Die Energiewende wankt

Freilich wäre es verheerend, wenn die Bundesregierung diese Gelegenheit zur Selbstkritik und Schaffung von Transparenz ungenutzt ließe. Das Projekt Energiewende ist zu groß und zu riskant, als dass man der Bevölkerung mit Wahlkampffloskeln Sand in die Augen streuen dürfte. Denn die Energiewende ist keinesfalls auf gutem Weg: Die Versorgungssicherheit ist bedroht, Kosten explodieren, eine effektive Steuerung des Umbauprojekts findet nicht statt.

Die Unternehmensberatung McKinsey hat den Versuch unternommen, alles zu messen, was am Fortgang der Energiewende quantifizierbar ist. Der so erstellte „Energiewende-Index“ belegt, dass die meisten Ziele der Energiewende nach derzeitigem Stand nicht erreicht werden können.

Das EEG muss dringend reformiert werden

Die Bundesregierung darf die Lage nicht beschönigen, auch wenn hier und da positive Entwicklungen absehbar sind. Noch vor Weihnachten werden einige wichtige Stromtrassen fertiggestellt, die zur Sicherung der Stromversorgung beitragen. Auch dürfte die EEG-Umlage zur Subventionierung von Ökostrom im kommenden Jahr nicht mehr so stark steigen.

Das alles darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz zur Steuerung der Energiewende völlig untauglich geworden ist und dringend, noch vor der Bundestagswahl, durch ein marktwirtschaftliches Fördersystem für Ökostrom ersetzt werden muss.
(…)

Ludwig Erhard würde im Grab rotieren, wüsste er, was die CDU mit seiner Freien und Sozialen Marktwirtschaft gerade anstellt.