Fritz VahrenholtWir betreiben eine angstgetriebene Energiepolitik. Und die Angst ist so groß gemacht worden, die Angst vor der Klimakatastrophe, dass wir Deutschen, die wir doch Vorbild sein müssen und die Welt retten, jetzt sogar Weizen importieren, um unsere Biospritquote zu erfüllen. Immer haben wir Weizen exportiert, jetzt nehmen wir ihn anderen weg. Wir legen Windkraftanlagen in den Wald, wir vermaisen ganze Landschaften und nehmen der Natur den Raum. Weil wir gut sein wollen. Doch sind wir in Wahrheit selbstzerstörerisch. (Aus einem sehr guten Interview mit Fritz Vahrenholt in der WELT!)

image_pdfimage_print

 

14 KOMMENTARE

  1. Der ehemalige Hamburger Umweltsenator und RWE-Manager Fritz Vahrenholt (SPD) macht den Deutschen wenig Hoffnung, dass die Energiewende wirklich das Klima verbessern kann.
    In einem Interview mit der „Welt“ sagte er: „Wir dürfen nicht glauben, dass wir mit unseren Maßnahmen in irgendeiner Weise überhaupt irgendeinen Einfluss auf das Weltklima haben. Alles das, was wir in Deutschland mit großen, großen Anstrengungen, aber auch Wohlstandsverlusten und Naturbeeinträchtigungen in den nächsten Jahrzehnten tun werden, nämlich die Verminderung von 300 Millionen, 400 Millionen Tonnen CO2, macht China in zwei Monaten wieder wett.“ Er glaube, dass bis spätestens 2020 erkannt werde, „dass das Klimagas CO2 maßlos überschätzt worden ist“ Seine große Sorge sei aber, „dass wir in der Zwischenzeit zu viel zertrümmern. Zertrümmert an Industrie, zertrümmert an sozialer Gerechtigkeit. Zertrümmert an Natur.“
    (dts)

  2. Unser Land wird in beängstigendem Tempo in eine Idiokratie umgewandelt. Leichtmatrosen setzen sich über Ratschläge und Warnungen von Fachleuten hinweg. Die Bevölkerung scheint es selbst dann nicht zu interessieren, wenn es ökonomisch für die meisten richtig weh zu tun beginnt. Es ist zum Verzweifeln.

  3. „…Alles das, was wir in Deutschland mit großen, großen Anstrengungen, aber auch Wohlstandsverlusten und Naturbeeinträchtigungen in den nächsten Jahrzehnten tun werden, nämlich die Verminderung von 300 Millionen, 400 Millionen Tonnen CO2, macht China in zwei Monaten wieder wett….“

    So einfach ist das auch wieder nicht, wenn wir die nicht einsparen, dann sind das schon 800 Millionen Tonnen! 😉

    Und überhaupt, die Chinesen essen auch viel weniger Fleisch als wir Deutschen – können die sich gar nicht leisten – ist ja auch gut für die C02 Bilanz. 😀

    Schließlich soll am deutschen Wesen die Welt genesen – von Chinesen hat da keiner was gesagt……

    Blockparteienspießer getrieben von gutmenschen Journalisten erhöhen meine Stromkosten, und die allgemeinen Lebenshaltungskosten, ermorden Fledermäuse, versauen die Landschaft mit Windrädern und warum?

    Weil der Gutmensch diffusen Glücksseeligkeiten hinterherträumt, gerne Lichterketten bildet, und mit seiner infantilen Intifada die mediale Republik verkrebst!

    Sauzucht, verdammte…..

    semper PI!

  4. Wenn hier einige überhastete Aktionen Anlass für Kritik geben, so ist das weiters nicht schlimm, denn diese sind lediglich marginal und revisierbar, währenddem aber solche Fehlentwicklungen, wie der Neubau von Fossil- Verbrennern ist für die nächsten Jahre systembestimmend und festgefahrene Fehlentwicklung
    Da unterscheidet Varenholt offenbar nicht.
    Noch fehlende Leitungsverbindungen kann man nachträglich fertigstellen, PV-Strom wird laufend billiger, Li-Akkumumulatoren auch, langsam erst kommt die Produktion von Elektro- Fahrzeugen in Schwung, die Lademöglichkeiten werden verbessert, noch fehlt es in der Facharbeiterausbildung dafür an Fachlichkeit, erst langsam sind die überhastet stillgelegten AKWs ersetzbar und es sinkt die Ausfallsgefahr.
    Manche sehen bei dieser Revolution den Wald vor lauter Bäumen nicht und weil die Lufttemperatur partout nicht steigen will übersehen diese Skptiker auch das Abschmelzen des Welteisvorrates. Jetzt soll uns dies mittels einer erkaltenden Sonne erklärbar gemacht werden, wozu die Sonne aber keine Veränderungen zeigt und deren Strahlung gleichmäßig auf die Erde auftrifft. Dass aber die steigende Anzahl der Umweltkraftwerke, wie Wind, PV und Wasserkraft, einen Einfluss auf eine Klimaänderung aufweisen ist nicht mehr von der Hand zu weisen und bedarf ebenfalls einer Beobachtung durch die Wissenschaft.
    Jedenfalls gilt mehr denn jeh: jede derart gewonnene Kilowattstunde ist eine weniger zum Schaden und eine mehr zum Nutzen! Darauf kommt es an.

  5. Alle Klimaforscher und viele andere Fraktionen, die sich gezielt hinter die Global-Warming-These stellen, werden mit massiven Forschungsmitteln unterstützt.
    Vermehrtes CO2 in der Atmosphäre ist aber kein Gift, wie manche Politiker und Journalisten Abenteuerlicherweise behaupten. Sondern CO2 erhöht zusammen mit ausreichender Sonneneinstrahlung signifikant die Fruchtbarkeit praktisch aller Pflanzen und verbessert damit die Ernährung.
    Während der letzten 500 Millionen Jahre war die Lufthülle mehrmals bis zu zehnmal reicher an CO2 als heute und in jüngster Zeit berichten Astronomen vom Planeten Pluto eine Erwärmung obwohl dort bekanntlich keine Menschen ihr Unwesen treiben.

  6. In Deutschland haben einige leider die falsche Lektüre in die Hand bekommen.

    „In seiner gesamten politischen Tätigkeit bemühte sich Robespierre, die aufklärerischen Ideale Rousseaus zu verwirklichen, so wie er sie verstand. Gemäß Jean-Jacques Rousseau erzeugen alle Mitglieder einer Gemeinschaft in freiwilliger Übereinkunft einen Gemeinwillen, die volonté générale. Der Gemeinwille orientiert sich am Gemeinwohl und hat dabei immer Recht. Er gilt absolut, auch wenn Einzelne ihn ablehnen. Er ist nicht einfach der Wille der Mehrheit, sondern derjenigen, die tugendhaft und im Besitz der Wahrheit sind. Jeder, der den Gemeinwillen angreift, stellt sich außerhalb der aufgeklärten Gemeinschaft.

    Für Robespierre bedeutete dies, dass die Gegner der Republik nur die Wahl zwischen einer Änderung ihrer Überzeugungen und dem Tod haben durften. Je grausamer die Regierung gegenüber den Verrätern auftrete, desto wohltätiger sei sie gegenüber den braven Bürgern, ließ Robespierre 1793 verlauten. Die Terrorherrschaft war demzufolge ein notwendiges Übel, um das Volk für den von Rousseau empfohlenen Gesellschaftsvertrag bereit zu machen. Ohne Tugend, meinte Robespierre, sei Terror verhängnisvoll, ohne Terror die Tugend machtlos.“

  7. Zur absoluten Schizophrenie von Rotzgrün muß man sich nur deren Kampf anfang der 80er gegen den Mais- und Rapsanbau angegücken. Die „Vermaisung“ vor allem des Oldenburger Landes (Mais war damals bundesweit Viehfutter, gedüngt wurde mit Gülle, die inzwischen ganz igitt und schwerts teuer und reglementiert und quotiert ist) konnte gar nicht laut genug bebrüllt werden; die Subventuionen der EG für Raps als Ölsaat gar nicht wüst genug gegeißelt werden. Und erinnert sich noch wer an das Geheule wegen der „Zersiedelung der Landschaft“? Oder die Kakophonie gegen Harvester bei der Holzernte?

    Heute, wo subventionierte Maismonkulturen für Fäkalgäranlagen – die ab und zu explodieren oder Lecken und mit ihrer Gülle Flüsse, Seen, Äcker verseuchen – wuchern und Deutschland bis in die Naturschutzgebiete und Biospährenreservate mit hochsubventionierten gigantischen Beton-Windmühlen zugepflastert wird, kommt kein Quiek.

    Und wie dieser Irrsinn im Windspargel- und Maismonokulturen-Land SH-im Kleinen aussieht, zeigt dieser Irrsinn, wo Harvester plötzlich toll und Wald plattmachen auch toll ist, damit mit EUdSSR- und Steuerzahler Knete („Die Mittel für das Projekt kommen aus dem EU-Förderprogramm LIFE+, den Rest steuern Stiftung und das Kieler Ministerium bei“</i) sich irgendwie und aus dem Nichts ein längst verschwundener Falter manifestieren möge:

    Die Stiftung bereitet mit der Brachial-Rodung die Rückkehr des Goldenen Scheckenfalters vor, der in Schleswig-Holstein als verschollen gilt. Das letzte Mal wurde er vor 20 Jahren im Jardelunder Moor an der dänischen Grenze und in der Nordoer Heide südlich von Itzehoe gesichtet.

    „Fichtenwald stirbt für einen Falter“:

    http://www.shz.de/index.php?id=160&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2668226&no_cache=1

  8. Wie soeben gemeldet plant das Umweltministerium eine Regulierung der elektrischen Weihnachtsbeleuchtung. Die Weihnachtsbeleuchtung darf nur noch leuchten, wenn zuviel Wind weht oder die Sonne scheint und nicht genügend andere Abnehmer vorhanden sind. Also im Herbst und im Frühjahr oder um die Mittagszeit an Wochenenden.
    Ab 2013 dürfen nur noch Weihnachts-beleuchtungen mit einem speziellen Vorschaltgerät verkauft werden. Das Versorgungsunternehmen kann dann die Weihnachtsbeleuchtung bei Überangebot per Codeimpuls einschalten und bei Energiemangel ausschalten. Dies ist ein erster Schritt hin zu Smartgrids. Wer noch unregulierte Weihnachtsbeleuchtung hat muss dafür ein Vorschaltgerät verwenden. Die Verwendung unregulierter Weihnachtsbeleuchtung wird wie das Fahren ohne Führerschein geahndet. In Flensburg wird dazu eine Energiesünderdatei geführt.
    „Eine erfolgreiche Energiewende ist nicht zum Nulltarif zu haben. Die Kosten belaufen sich nur auf 0,6% der jährlichen Ausgaben eines Durchschnittshaushaltes. Größere Preistreiber sind Kraftstoff und Heizung.“
    ***Satire***

  9. #6 eclipse solaire (03. Dez 2012 12:10)

    Exakt auf diesem Denkmodell, das in ganz pechschwarzen Tiefen unseres Stammhirns verdrahtet zu sein scheint, beruht ja auch der Islam: Wenn das mit dem Islam nicht klappt, liegt das aus islamischer Sicht immer daran, daß es noch nicht genügend tugendsam zugeht. Deshalb muß noch mehr Tugendterror her, um die Tugend und somit den Ausbruch der islamischen Glückseligkeit herbeizuschlachten.

  10. Und die Angst ist so groß gemacht worden, die Angst vor der Klimakatastrophe, dass wir Deutschen, die wir doch Vorbild sein müssen und die Welt retten, jetzt sogar Weizen importieren, um unsere Biospritquote zu erfüllen.

    Da erhebt sich doch die Frage, wer denn der Angstmacher ist? Und nein, Rot – Grün war es nicht.

Comments are closed.