NPD-Chef Apfel: „Aus Respekt vor dem Islam“

Die Feindbilder von Rechtsextremisten und islamische Fundamentalisten sind die Gleichen: Demokratie, Kapitalismus sowie die USA und Israel. Dass sich daran auch unter dem vor einem Jahr gewählten NPD-Vorsitzenden Holger Apfel (Foto) nichts geändert hat, bewies dieser nun im Gespräch mit der „FAZ“. Demzufolge würden die Nationaldemokraten anders als die“Pro“-Bewegung „niemals diese respekt- und niveaulosen Mohammed-Karikaturen zeigen“. Warum nicht? „Aus Respekt vor dem Islam.“

Die „FAZ“ schreibt dazu in einem lesenswerten Artikel:

In der Öffentlichkeit würde Apfel gerne als „seriöser Radikaler“ (Apfel) gesehen werden, jemand, der radikale Reformen zum Beispiel des Einwanderungsrechts fordert – im Rahmen der Verfassung. Solange er die NPD führe, werde man auf Demonstrationen zum Beispiel „niemals diese respekt- und niveaulosen Mohammed-Karrikaturen zeigen“ – „aus Respekt vor dem Islam“. Aber ein Fackelmarsch vor einem Asylbewerberheim in Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern, das geht – auch wenn er am Jahrestag der Novemberpogrome gegen jüdische Mitbürger 1938 stattfinden soll. Die Veranstaltung wurde später von der Kreisverwaltung verboten und fand nicht statt.

Auch ein anderer Parteivorsitzender hatte übrigens schon immer ein gutes Verhältnis zum Islam (siehe Video).