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Silvester-Schmonzette

Posted By Gastbeitrag On 31. Dezember 2012 @ 18:41 In Bunte Republik,Satire | Comments Disabled

[1]Merkel: Meine Damen und Herren, die letzte Sitzung des Bundeskabinetts im Jahr 2012 ist eröffnet. Heute wird gefeiert. Erlesene Spirituosen und Canapes sind eingedeckt, der Kaviar soll diesmal besonders gut sein. Guido, zünde bitte die Kerzen an. Wir machen es uns heute schön gemütlich. Politischer Jahresausklang. Zum Wohl allerseits, auf die erfolgreichste Bundesregierung aller Zeiten.

(Von Smiley)

Kabinett: (Allgemeine Heiterkeit und Gelächter). Prost, zum Wohl, auf uns, wir sind die Besten!

Merkel: Einziger Tagesordnungspunkt heute: Meine Neujahrsansprache. Die Bevölkerung freut sich bekanntlich schon das ganze Jahr auf meine Ansprache.

Schäuble: (verschluckt sich fast vor Lachen): Prost Angie, zum Wohl, Ihr Lieben, die Rechnung heute geht auf mich. Wird unter „Transaktionen Griechenland“ verbucht. Nach dem Motto: Ich trink Ouzo, was machst Du so?

Merkel: Prima. Zum Wohl. Ich bitte alle Ressortchefs um Textbausteine für meine Rede. Wichtig ist: Es muss staatstragend und erfolgreich klingen, die Wahrheit könnt Ihr also knicken, alles klar?

Westerwelle: Klar wie Kloßbrühe, Mutti.

Merkel: Welche Anrede nehmen wir für meine Rede?

Böhmer: Wie wär’ s mit „Liebe muslimische Migranten, liebe deutsche Steuerzahler“?

Schäuble: Sei nicht albern, meine schönes Kind. Besser klingt: „Liebe Untertanen“.

Protokollführer: Ist notiert. Als Einleitung schlage ich eine Standardformulierung vor, die wir so ähnlich schon beim alten Helmut Kohl verwendet haben: Zum Ausklang des Jahres grüße ich Sie in meiner Eigenschaft als Bundeskanzlerin der erfolgreichsten Bundesregierung aller Zeiten sehr herzlich. Ein ereignisreiches und zugleich überaus erfolgreiches Jahr geht zu Ende.

Merkel: Prost allerseits. Die Einleitung nehmen wir. Als erstes brauchen wir dann irgendwas Positives über die muslimischen Migranten. Wie siehts aus Maria, ist es gelungen, nach 50 Jahren muslimischer Einwanderung wenigstens einen einzigen Moslem zu integrieren? (lacht lauthals)

Ramsauer: Wetten, dass nicht? Prosit allerseits.

Rösler: Nie im Leben. Eher kann man aus einem Stein Wasser pressen, als einen Moslem zu integrieren. Prosit. (Haut sich vor Lachen auf die Schenkel)

Böhmer: Ihr seid richtig doof. Meine Mitarbeiter haben mir folgenden Textbaustein vorbereitet: „Meine Neujahrsgrüße gelten in besonderem Maße unseren muslimischen Migranten, die mit ihrer Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Liebenswürdigkeit, aber auch mit ihrem Bildungshunger und mit ihrem High-Tech-Unternehmertum den Wohlstand unseres Landes nachhaltig sichern. Früher sagte man: Islam ist Friede. Heute sagen wir zusätzlich: Islam ist Bildung, Wissenschaft und Wohlstand.“

Merkel: Prost, Kinderchen. Den Text nehmen wir. Gut, dass hier im Saal keine Holzbalken verbaut sind. Die würden sich bei all den Lügen so verbiegen, dass das ganze Bundeskanzleramt einstürzen würde.

Schäuble: Dieser Rotwein, einfach köstlich. Wohlsein. Übrigens, Kinder, kennt ihr den schon: Was ist der Unterschied zwischen Gaucks Weihnachtsansprache und einer U-Bahn? Gaucks Weihnachtsansprache war noch unterirdischer. (Schüttelt sich vor Lachen)

Kabinett: (Dröhnendes Gelächter)

Merkel: Prost, mein lieber Schäuble, auf die versenkten Billionen in diesem Jahr, auf den größten Schuldenmacher aller Zeiten.

Rösler: Leute, wollt Ihr noch mehr lachen? Zum Wohl übrigens. Ich lese euch mal was aus dem Koalitionsvertrag 2009 vor: „Wir werden den Haushalt konsolidieren, die Verschuldung zurückdrängen und dafür Sorge tragen, dass das jährliche Ausgabenwachstum unter dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts liegt“.

Kabinett: (Grölt vor Lachen)

Merkel: Göttlich. Prosit, meine Lieben. Steht das echt so im Koalitionsvertrag? Schäuble, alte Weindrossel, ehe Du die dritte Flasche köpfst, brauche ich Deinen Textbaustein für meine Rede.

Schäuble: Prost (hicks). Einen Moment bitte (kramt in seinen Taschen). Ah, ja, hier habe ich den Zettel meines Stabschefs:

Die Finanz- und Euro-Politik ist unverändert eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Es ist uns gelungen, den Anstieg der Staatsverschuldung auf unter 2,5 Billionen Euro zu begrenzen und die Haftungen und Garantien für die Euro-Rettungsschirme auf eine Billion Euro zu deckeln. Diesen Kurs einer auf solider Haushaltsführung gründenden verantwortungsvollen Politik im Interesse der Zukunft unserer Kinder werden wir auch im kommenden Jahr unbeirrt und konsequent fortsetzen.

Merkel: Sehr schön. Zum Wohl meine Lieben. Diese Neujahrsansprache wird der Knaller des Jahres. Guido, prost mein Junge, wie läufts in der Außenpolitik? Der arabische Frühling blüht und gedeiht? Islam ist Frieden? Oder: Islam marschiert – Onkel Guido finanziert? Außer Spesen nichts gewesen? (lacht schallend). Was soll ich in meiner Rede sagen?

Westerwelle: (beleidigt). Sei nicht ungerecht Angie, wer ahnt denn, dass die Islamisten überall an die Macht kommen? (Zum Protokollführer):

Die Überwindung des Nationalismus durch Integration der Staaten und ihrer Interessen hat Europa nach Jahrhunderten blutiger Nachbarschaftskonflikte eine beispielslose Periode von Frieden, Wohlstand und Stabilität garantiert. Deshalb gehört die Vollendung der europäischen Integration zu den wichtigsten Zielen deutscher Politik. Die Bundesrepublik Deutschland mit ihrer auf Frieden, Freiheit und Wohlstand ausgerichteten Außenpolitik ist heute weltweit ein geschätzter Partner unter den Nationen dieser Welt.

Merkel: Der übliche Sermon (hicks). Meinetwegen. Prost Guido, prost Kinderchen. Guido, was machst Du eigentlich nach der nächsten Bundestagswahl beruflich? (lacht lauthals)

Schavan: Der Guido wird Meteorologe. Der kennt sich gut mit Frühling und Winter aus. (Kichert wie verrückt)

Merkel: Thomas, Wohlsein (hicks), was macht die Verteidigung? Krieg in Afghanistan endlich gewonnen? Haben die blöden Taliban kapituliert? Ist es der Bundeswehr gelungen, den Feind solange aufzuhalten, bis Militär zu Hilfe kommt?

De Maizière: Wir haben gewaltige Fortschritte in Afghanistan erreicht. Erst letzte Woche ist es uns gelungen, einen Waggon Knäckebrot an die Front zu bringen. (Zum Protokollführer): Hier, mein Textbeitrag für die Rede. Tenor: Die Demokratie wird am Bosporus, äh … (hicks) am Hindukusch verteidigt. (Voller Stolz in die Runde): Vor zwei Monaten war ich vor Ort. Ein Kampfeinsatz. Ich bin sogar Panzer gefahren. Fast hätte ich einen Taliban-Chef erwischt. Leider ist er im letzten Moment zu Hause geblieben …

Merkel: Sehr schön, Thommy, Du bist ein Held. Prost. Wie ich höre wollt ihr jetzt auch in Syrien und in Mali einmarschieren?

Schröder: Wer oder was ist Mali? Ist das ein neuer Baumarkt?

Merkel: Kristina, mein Kindchen, Mali ist ein Land in Asien.

De Maizière: Genau genommen in Afrika. Wo die kleinen Negerkinder wohnen, klaro? (Kicher) Prost, Kristina, meine Süße.

Schröder: Oh, wie putzig, kleine Negerkinderchen. Prost, ich glaube ich habe einen Schwips. Ich will auch nach Mali.

Von der Leyen: Ich fahre auch mit zu den Negerkinderchen. Guido, reich mir noch mal den Kirschlikör und den Kaviar rüber, bitte.

Merkel: Wer fehlt noch in der Sammlung? Alti, mein Dickerchen, lass Dir den Schladerer Himbeergeist schmecken. Wie läuft’ s mit der Energiewende? Stimmen die Gerüchte, dass bei Windstille und bedecktem Himmel der Blackout droht? Du willst jetzt allen Ernstes Nachtsichtgeräte an die Bevölkerung verteilen?

Altmaier: Alles Quatsch. Mein Geheimplan hat die Energiewende gerettet. Prösterchen allerseits.

Niebel: Watt denn fürn Geheimplan?

Altmaier: (verschwörerisch) Muss unter uns bleiben. Wir kaufen im Ausland Atomstrom. Bei Windstille treiben wir damit die Windräder an. Und die erzeugen dann Ökostrom. Genial, was? (hicks). Meine Idee.

Kabinett: (Donnernder Applaus, laute Rufe: Bravo Alti, bravo)

Merkel: Supi, wir sind durch. Ups, beinahe hätte ich es vergessen. Die innere Sicherheit. Hans-Peter, wie ist die Lage an der Front? Was bist Du heute so still? Wie viel kannst Du eigentlich trinken, bevor Du lustig wirst?

Friedrich: Der Kampf gegen Rechts erfordert nach wie vor den Einsatz aller verfügbaren Kräfte der Polizeibehörden, des Bundeskriminalamtes und des Verfassungsschutzes. Wir sind zuversichtlich …

Merkel: Quatsch keine Opern. Wir sind hier unter uns. Wie ist die Lage wirklich?

Friedrich: Eine einzige Katastrophe. Die muslimische Migrantengewalt eskaliert an allen Fronten. Wir werden der Situation kaum noch Herr. Erst jüngst …

Merkel: Danke, danke. Keine Einzelheiten. Wir nehmen Textbaustein Nr. 12 für die Rede. Kampf gegen Rechts, der übliche Schmonzes, ok?

Schäuble: Erhebt Eure Gläser. Wir trinken auf den Kampf gegen Rechts. Rechts ist alles, was gegen uns ist. Wohlsein.

Merkel: Die Rede ist so gut wie fertig. Fehlt noch ein Schlusssatz, der Ausblick für 2013. Bitte Vorschläge (hicks). Prost allerseits.

Schäuble: Danach singen wir dann schmutzige Lieder, tralalala. Prost Leute. Ich liebe Euch alle. Guido, alter Kumpel, reich mir den Weinöffner.

Protokollführer: Als Ausblick auf 2013 könnten wir einen Textbaustein aus früheren Jahren verwenden: „Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, wir haben allen Anlass, mit Selbstvertrauen und Zuversicht in das Neue Jahr zu gehen. Wir werden unsere verantwortungsvolle Politik im Interesse unseres Landes und unserer Bürgerinnen und Bürger energisch und unbeirrt fortsetzen. Dabei rechne ich auch weiterhin auf Ihre Unterstützung. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein erfolgreiches, glückliches und gesundes Neues Jahr und …“

Merkel: … und so weiter, bla bla bla. Sehr gut, mein Lieber (hicks). Die Rede ist fertig. Das wird das TV-Highlight des Jahres. Wir gehen zum gemütlichen Teil über.

Das gesamte Kabinett: (singt eingehakt und schunkelnd):

We are the champions
We are the champions
No time for losers
Cause we are the champions of the World


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