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Thierse wettert gegen Schwaben in Berlin

Posted By Gastbeitrag On 31. Dezember 2012 @ 12:18 In Bunte Republik,Diskriminierung | Comments Disabled

[1]Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (Foto) hat in einem Interview mit der Berliner Morgenpost [2] über die nach Berlin zugezogenen Schwaben geschimpft. Er ärgere sich, wenn er etwa beim Bäcker erfahre, dass es keine Schrippen gebe, sondern Wecken. “Da sage ich: In Berlin sagt man Schrippen, daran könnten sich selbst Schwaben gewöhnen.”

(Von GrundGesetzWatch)

In dem Interview macht Thierse außerdem für das Desaster am neuen Berliner Grußflughafen nicht die Politik, sondern die Firmen verantwortlich. Thierse selbst lebt in bester Wohnlage im Prenzlauer Berg am Kollwitzplatz und meinte früher schon mal, es sei dort die Demokratie abgeschafft [3].

Hier ein Auszug aus dem Morgenpost-Interview:

Morgenpost: Erkennen Sie Ihren Wahlkreis denn noch wieder?

Thierse: Wissen Sie, dass ich seit 40 Jahren ununterbrochen im Prenzlauer Berg wohne, inzwischen in der dritten Wohnung am Kollwitzplatz? Ich erinnere mich noch, wie der Platz in der DDR ausgesehen hat. 90 Prozent meiner Nachbarn – man stelle sich das vor – sind erst nach 1990 dorthingezogen. Die freundliche Seite der Veränderung, dass sprichwörtlich alles schöner aussieht, hat mit der Verdrängung also eine schmerzliche Rückseite. Ich sage ironisch, ich muss als einer der letzten Eingeborenen dort wohl allmählich unter Artenschutz gestellt werden.

Können Sie dem Nachbarschaftsmix mit den vielen Schwaben und Latte-Macchiato-Muttis etwas abgewinnen?

Was sollte ich dagegen haben, dass im Prenzlauer Berg besonders viele Eltern mit Kindern wohnen? Es ist schön, dass das kein vergreistes Stadtquartier ist. Es sind andere Dinge, die das alltägliche Zusammenleben manchmal strapaziös machen. Ich ärgere mich, wenn ich beim Bäcker erfahre, dass es keine Schrippen gibt, sondern Wecken. Da sage ich: In Berlin sagt man Schrippen, daran könnten sich selbst Schwaben gewöhnen. Genau das gleiche mit Pflaumendatschi. Was soll das? In Berlin heißt es Pflaumenkuchen. Da werde ich wirklich zum Verteidiger des berlinerischen Deutsch. Ich wünsche mir, dass die Schwaben begreifen, dass sie jetzt in Berlin sind. Und nicht mehr in ihrer Kleinstadt mit Kehrwoche. Sie kommen hierher, weil alles so bunt und so abenteuerlich und so quirlig ist, aber wenn sie eine gewisse Zeit da waren, dann wollen sie es wieder so haben wie zu Hause. Das passt nicht zusammen.

Zur fachlichen Weiterbildung des Bundestagsvizepräsidenten: Eine Schrippe sieht länglich aus und ist eingeschnitten.

Ein (schwäbischer) Wecken, auch Weckle genannt, ist quasi identisch mit einem Wiener Kaisersemmel und ist mit einem speziellen Gerät “gestipfelt”, wurde also eingedrückt, ist aber keinesfalls geschnitten.

Eine Pflaumendatschi gibt es im schwäbischen nicht, Thierses Sprachfehler tut mir leid. Bei uns heißt das immer noch Zwetschgendatschi [4] und ist kein runder Kuchen, sondern eine Schnitte.

Kein Wunder, dass auf dem geistigen Boden, den Thierse vertritt, auch Kinderwagen aus Schwabenhass [5] abgefackelt werden. Allerdings schämt [6] sich der Schwabenhasser dafür – ob Thierse sich auch dafür schämt? Eine kleine Bilderauswahl der Berliner Willkommenskultur:

Weiterhin äußert sich Thierse in dem Interview über das Fiasko mit dem geplanten Berliner Großflughagen:

Ich lasse es nicht zu, dass immer nur mit dem Finger auf die Politik gezeigt wird. Beim Großflughafen sind es die Firmen Bosch und Siemens, die die Brandschutzanlage nicht zum Laufen kriegen.

Herr Thierse, als Unternehmer empfehle ich ihnen erst einmal aufgelaufene Rechnungen in Höhe von 60 Millionen Euro,  siehe hier [7] und hier, [8] zu zahlen. Solange die nicht gezahlt sind, werden die Firmen auch nicht weiterbauen.

Ein abschließendes Wort noch von mir an Thierse. Das Wort Rassismus gegen Schwaben habe ich in dem Artikel strikt vermieden, wir Schwaben sind keine Rasse und mit dem Wort Rasse bei Menschen habe ich die größten Schwierigkeiten. Hunde kann man in Rassen einteilen, bei Menschen lehne ich diesen Ausdruck ab, sind doch ein Großteil meiner persönlichen Freunde Latinos, Afrikaner oder Asiaten. Eins fordere ich aber, um in den Jargon der Herren Mazyek und Alboga zu wechseln: Wir Schwaben fordern Teilhabe und Partizipation. Denn Integration möchten wir nicht, seitdem Integration auch nicht mehr von den Muslimen gefordert wird. Das muss auch für Schwaben in Berlin gelten. Punkt.


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[2] Berliner Morgenpost: http://www.morgenpost.de/politik/inland/article112308474/Thierse-gibt-Konzernen-Schuld-an-spaeterer-BER-Eroeffnung.html

[3] Demokratie abgeschafft: http://www.berliner-zeitung.de/archiv/beschwerde-keine-demokratie-am-kollwitzplatz,10810590,10534334.html

[4] Zwetschgendatschi: http://de.wikipedia.org/wiki/Zwetschge

[5] Schwabenhass: http://www.tagesspiegel.de/berlin/angezuendete-kinderwagen-in-prenzlauer-berg-taeter-nennt-schwabenhass-als-motiv/4529054.html

[6] schämt: http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/feuerteufel-maik-d--hier-schaemt-sich-ein-schwabenhasser,7169126,11522062.html

[7] hier: http://www.rbb-online.de/themen/flughafen-ber/flughafen_ber/wirtschaftsfaktor/wirtschaft_hat_ber.html

[8] hier,: http://www.zeit.de/2012/37/Flughafen-Berlin/seite-2