Chaim Noll: Islamischer Imperialismus

Chaim NollSeit Dezember 2010 beschäftigt uns das Phänomen der »Arabischen Revolution«, von westlichen Medien euphemistisch »Arabischer Frühling« genannt, eine Serie von Volksaufständen, bewaffneten Revolten, in einigen Fällen Bürgerkriegen, die scheinbar unerwartet ausbrachen und zum Sturz mehrerer islamischer Staatsoberhäupter führten (Tunesien, Ägypten, Libyen, Jemen), zu Verfassungsreformen (Marokko), Regierungsumbildungen (Jordanien, Bahrain), in einigen Ländern zu mehr oder weniger offener militärischer Intervention aus dem Ausland (durch westliche und arabische Staaten in Libyen, durch Saudi-Arabien in Bahrain, durch Iran in Syrien), zu Tausenden Toten, weitreichenden Zerstörungen und Massenflucht. Die von den Revolten heimgesuchten Länder – die meisten schon zuvor in wirtschaftlichen Schwierigkeiten – haben schweren ökonomischen und strukturellen Schaden genommen. Auch für viele andere Länder, im Nahen Osten und anderswo, ergeben sich spürbare Auswirkungen. (Fortsetzung des fundierten Artikels zu den neuen Entwicklungen in Nahost und Nordafrika von Chaim Noll im Merkur hier, derzeit gratis!)