Des Präsidenten neue Kleider

Als Joachim Gauck vor einem knappen Jahr zum neuen Präsidenten der Bundesrepublik gewählt wurde, wurde er mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Viele Bürger erhofften sich nach der Enttäuschung mit seinem Vorgänger Wulff, dass mit Gauck ein neuer, klarerer und ehrlicherer Ton ins Schloss Bellevue einziehen würde. Doch nach neun Monaten lässt sich ein erstes Fazit ziehen: Es hat sich mit Gauck nichts geändert.

(Von Jorge Miguel)

Gerade die erste Weihnachtsansprache des Präsidenten machte mehr als deutlich, dass Gauck sich innerhalb weniger Monate zu einem angepassten Propagandisten entwickelt hat, der sich in nichts mehr von der absoluten Mehrheit der deutschen Politiker unterscheidet.
Nur wenige Wochen, nachdem mitten in Berlin ein junger Mann von türkischen Jugendlichen zu Tode geprügelt wurde – und dies ist nur einer von vielen Fällen dieser Art in Deutschland – sprach Gauck darüber, dass Menschen in „U-Bahnhöfen oder auf Straßen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben.“ Kein Wort von ihm über die vielen Deutschen, die hierzulande bereits Opfer meist muslimischer Migrantengewalt geworden sind. Gauck scheint von dem wahren Leben auf Deutschlands Straßen und Bahnhöfen nichts mitzubekommen (wollen).

Und erst vor wenigen Tagen forderte Gauck beim Besuch des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg eine stärkere Willkommenskultur für Einwanderer, da diese „eine Bereicherung seien“. Auch hier hätten sich wohl die meisten Bürger von Gauck eine andere, wahrheitsgemäße und differenzierte Beschreibung der Tatsachen gewünscht.

So hat die „Bild“ erst vor wenigen Tage publiziert, dass von knapp 35.000 Libanesen in Deutschland etwa 30.000 von ALG 2 (Hartz IV) leben, also knapp 90 Prozent. Zudem können Hunderte libanesische Schwerkriminelle nicht abgeschoben werden. Was an dieser Art der Zuwanderung eine Bereicherung sein soll, erschließt sich wohl nur dem Bundespräsidenten. Genauso wie bei manch anderen Zuwanderergruppen mit hohem Gewaltpotenzial und/oder extrem hohen ALG 2-Quoten.

Nach einem knappen Jahr Gauck ergeht es ihm wie dem Kaiser im berühmten Märchen von Hans Christian Andersen. Der Präsident ist nackt, ohne es selber zu merken.