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Die zweite Amtszeit des “politischen Messias”

Posted By Gastbeitrag On 21. Januar 2013 @ 22:13 In Linke,Obama,USA | Comments Disabled

[1]Was hat Obama geleistet? Nichts. Wofür bekam er den Friedensnobelpreis? Für nichts. Was hat er am Ende seiner ersten Amtszeit vorzuweisen? Rekordschulden, sonst nichts. Obamas Esprit? Nichts außer trivialer Gutmenschenrhetorik. Seine ökonomische Kompetenz? Geld vermehren und verteilen, sonst nichts. Obama ist eine Null. Aber das macht alles nichts. Denn Obama gilt als Visionär, als Hoffnungsträger, als politischer Messias – und er meint es doch so gut. Das genügt heutzutage. Insbesondere dem Gros der europäischen „Intellektuellen“.

(Von Theobald Krude)

Hinzu kommt: Obama ist Schwarzer. Auch das genügt. Mit muslimischen Wurzeln personifiziert er die Negation des weißen, angelsächsischen und christlichen Amerika und avanciert im linken EU-Europa zur Ikone eines „neuen Amerika“, das die europäische Identität aufkündigt. Amerika unter Obama steht für ein vom Ursprung her europäisches Land, das sich selbst entkernt und überwindet. So wird auch im sonst antiamerikanischen Europa Amerika zwischenzeitig zur Inspiration, nämlich für das sozialutopische Projekt eines allenfalls noch geographisch und technokratisch gedachten Europa, das sich mit aller Gewalt einer mächtigen Zentrale selbst enteignet und seiner Identität entledigt.

Immer wieder fragen wir uns hier auf PI, woher dieser infernalische Selbsthass des Westens wohl kommen mag, dessen „Eliten“ sich am Aussterben der eigenen Art ergötzen, die eigene Geschichte zur schwarzen Legende umdeuten, sich im Namen der „Toleranz und Offenheit“ ausgerechnet dem Islam an den Hals werfen oder, wie hier, einem falschen Propheten auf den Leim gehen, weil sie in ihm die Selbstpreisgabe der westlichen, christlichen, weißen Kultur personifiziert sehen wollen. Wie kommt es, dass man sich in Europa unisono gar nicht mehr einkriegt vor gönnerhaftem Wohlwollen und Begeisterung darüber, dass mit einem Afro-Amerikaner als US-Präsident das europäische Amerika – unser Amerika – passé ist und ein Stück Europa sich abschafft?

Kränkt es vielleicht, dass das, was wir in Gestalt unserer distinkten westlichen Kultur an Menschen-Möglichem erfahren haben – unser Potential, die Welt zu verstehen und mitzugestalten, unsere Autonomie und Selbsterkenntnis, unsere Fähigkeit, die eigenen Möglichkeitsbedingungen zu hinterfragen – sich eben dieser Gestalt des „Westens“ auch verdankt, dass wir ausgerechnet an unserer menschlichen Macht und Freiheit vorgeführt bekommen, wie sehr wir gerade hierfür auf ein geistiges und materielles Erbe, auf einen ermöglichenden geschichtlich-kulturellen Zusammenhang verwiesen sind? Wollen wir diesen letzten, demütigenden Rest an Bedingtheit und Unverfügbarkeit mit aller Gewalt abstreifen?

Gehen wir mit Blick auf die kommenden vier Jahre davon aus, dass Barack-Hussein Obama auch künftig zu keinerlei Wertschöpfung in der Lage sein wird, wenn er auch leider einiges an Werten vernichten kann. Wenn am Ende seiner nun beginnenden zweiten Amtszeit nur gescheiterte Projekte, neue Rekordschulden und ein zerrissenes Land stehen, werden die linkseuropäischen Gutmenschen, als ultima ratio der Verdrängung, in den Weltschmerzmodus übergehen, in weinerlichen Feuilleton-Beiträgen ihren „Helden“ feiern, dem „primitiven“ – weißen, christlichen, männlichen, bewaffneten – Amerika die Schuld an all den unerfüllt gebliebenen Verheißungen geben und resigniert feststellen, dass ein edler Visionär wie Obama an dieser verderbten Welt scheitern musste. Wollen wir es hoffen!


Siehe auch:

» Steinhöfel: Die USA bekommen ihre Quittung [2]


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[2] Die USA bekommen ihre Quittung: http://www.steinhoefel.de/blog/2013/01/4247.html