Ein neues Buch des Berliner Kulturhistorikers Michael Mann, „Sahibs, Sklaven und Soldaten“, widmet sich in spannender Ausführlichkeit der Geschichte des Menschenhandels rund um den Indischen Ozean: „Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass Sklaverei und Sklavenhandel auch in der afrikanisch-arabisch-asiatischen Weltregion, umspült, vom Indischen Ozean, einen immensen ökonomischen und sozialen Faktor darstellten. Es ist höchste Zeit, daß auch die afrikanische und arabische Menschenhändlerei historisch erforscht wird, anstatt dauernd politkorrekt den weißen Mann anzuklagen. Und um es zu wiederholen: moslemische Sklaverei gibt es bis zu dieser Minute. Im Westen interessiert sich dafür niemand in Forschung und Presse.

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22 KOMMENTARE

  1. Geduldet, verdrängt und beschönigt

    Ein prominenter saudischer Islamgelehrter namens Scheich Saleh al-Fazwan habe sich noch vor wenigen Jahren öffentlich gegen die Abschaffung der Sklaverei ausgesprochen, berichtet etwa der amerikanische Journalist und Islamkritiker Daniel Pipes. Sklaverei sei «Teil des Islam wie auch des Jihad» und werde es auch bleiben, solange der Islam existiere, soll der Gelehrte, welcher dem höchsten religiösen Gremium Saudiarabiens angehört, verkündet haben. Auch andere – selbsternannte oder stattlich anerkannte – religiöse Autoritäten haben sich in diesem Sinn geäussert.

    Kaum zu bestreiten ist allerdings der Umstand, dass sich der Impuls zur Abschaffung der Sklaverei aus der europäischen Kultur heraus entwickelt hat und keineswegs aus dem islamischen Raum

    http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/geduldet-verdraengt-und-beschoenigt-1.1095056

    Der verlinkte Artikel im Weltartikel ist wesentlich interessanter, als der weichgespülte Weltartikel.

  2. Unterschiede und Gemeinsamkeiten:

    Christliche Europäer haben Sklaven gekauft und nach Amerika deportiert. Sie waren Sklavenhändler und Sklavenhalteer.

    Muslimische Araber haben Sklaven gejagt, gehandelt und deportiert. Sie waren Sklavenjäger, Sklavenhändler und Sklavenhalter. Um Sklaven zu fangen wurden sogar Djihads, sog. heilige Kriege, geführt. Um einen Sklaven zu fangen, wurden viele andere Menschen getötet. Außerdem wurden die Sklaven kastriert, woran noch einmal viele gestorben sind. Auf diese Weise wurden z. B. in Afrika viele Ethnien einfach auslöscht. In ihrer Not sind viele Schwarzafrikaner zum Islam konvertiert, was ihnen aber nicht wirklich geholfen hat.

    Engländer und Franzosen haben dafür gesorgt (nachdem der europäische Sklavenhandel geächtet war), dass der islamische Sklavenhandel in Afrika verboten wurde. In Saudi-Arabien, das niemals europäische Kolonie war, ist die Sklaverei erst 1964 abgeschafft worden.

  3. Buchtipp, direkt dazu:

    Der verschleierte Völkermord: Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika

    Tidiane N’Diaye (Autor), Christine Belakhdar (Übersetzer), Radouane Belakhdar (Übersetzer)

    für knapp 20 Euro. Eine gute Beschreibung bei:

    http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/lesezeit/144916/index.html

    Abschließend darin, o Wunder:

    „Aufarbeiten will man diese 13 Jahrhunderte der Sklaverei aber weder in der islamischen Welt noch in Afrika, denn man fühlt sich mitschuldig. „Es gibt eine Solidarität zwischen den Afrikanern und den Arabern – wegen der gemeinsamen Religion, dem Islam“, so N’Diaye. „Man zieht es vor, über diese schmerzhafte Geschichte nicht zu sprechen und richtet die Aufmerksamkeit lieber auf die Schuldigen, die alle schon kennen: die Europäer und die Amerikaner.“ Tidiane N’Diaye will das nicht hinnehmen – weder als Intellektueller noch als Moslem, noch als Enkel eines bedeutenden senegalesischen Königs. Religion darf kein Deckmantel sein für Rassismus und Sklaverei.“

  4. und hier die Ankündigung, wie es uns ergehen soll:

    „In unserer Zeit ist die Sklaverei fast verschwunden. Es gibt mittlerweile weder Sklaven noch Knechte, die Gründe dafür sind bekannt. Das heißt jedoch nicht, dass die Vorschrift zur Versklavung ausgetilgt ist, falls die passenden Bedingungen dafür gegeben sind, z. B. im Fall eines Krieges zwischen Muslimen und Ungläubigen. Die Frauen derjenigen, die [gegen Muslime] kämpfen, gelten als Kriegsbeute [für Muslime]. Für diese Frauen gelten die Vorschriften der Sklavinnen und das ‚von Rechts wegen besitzen‘, selbst wenn weltliche Gesetze dies verbieten würden.“

    http://www.islaminstitut.de/Nachrichtenanzeige.4+M53efa3089aa.0.html

  5. Entschuldigung für das OT! Das Folgende verdient eindeutig einen eigenen Artikel. Man kann dem Blogger Kareem Amer in einem Beitrag des „Weltspiegel“ am 20.01.13 deutlich ansehen, wie erleichtert er sich in Polen fühlt.

    Seltsamerweise ist der Link zu der Seite falsch benannt:

    http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/wdr/marseille-kulturhauptstadt-100.html
    Den Beitrag in der Mediathek gibt es hier:
    http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/329478_weltspiegel/13113252_polen-heimatlos-in-krakau

    PI im Jahr 2008: http://www.pi-news.net/2008/11/kundgebung-fuer-kareem-amer/

    Zum Exil des Bloggers gab es u. a. in der „Zeit“ schon einen Artikel:

    http://www.zeit.de/2012/46/Aegyptischer-Blogger-Kareem-Amer/komplettansicht

    Ein „mutiger“ Beitrag des Weltspiegels. Aber ganz ohne Distanzierung kommt die Sendung dann natürlich doch nicht aus. Das Schlußwort des Moderators zu dem Beitrag:

    „Wohlgemerkt: Wir machen uns Kareems scharfe Islamkritik nicht zu eigen. Aber wir finden, daß ein freies Land sie aushalten muß.“

  6. Sklaverei zieht sich leider wie ein roter Faden durch die Menschheitsgeschichte, durch praktisch alle Kulturen. Der Westen ist die einzige Kultur, die es geschafft hat sich davon zu befreien und darauf können wir sehr stolz sein!

    Ein besonders peinlicher Aspekt in der Geschichte der Sklaverei ist, dass ausgerechnet die Kulturkreise, die dem Westen vorwerfen unter der Sklaverei durch den Westen gelitten zu, selber Sklaverei betrieben haben und heute noch Sklaverei betreiben!

    Sklaverei von Schwarzen an Schwarzen ist Afrika heutzutage keine Seltenheit. Auch in Haiti, wo ja der erste erfolgreiche Aufstand von schwarzen Sklaven gegen die weißen Sklavenhalter erfolgt ist und die erste schwarze Republik gegründet wurde, ist Sklaverei heute keine Seltenheit.

    http://www.youtube.com/watch?v=_rrpeT6Otak

    Auch einige wenig beachtete, aber wichtige Aspekte zum Thema Sklaverei:

    Es gab sogar schwarze (!) Sklavenhalter in den USA , bevor die Sklaverei dort 1865 endgültig abgeschafft worden ist:

    http://www.amazon.de/Black-Slaveowners-Masters-Carolina-1790-1860/dp/0786469315/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1358954070&sr=8-2#_

    Es gab auch Indianer, die schwarze Sklaven hielten:

    http://www.spektrum.de/alias/rassismus/cherokee…sklavenhalter/1142584

  7. Ach richtig, es gibt übrigens auch wider formen von Sklaverei in Westeuropa und in den USA und – wie könnte es anders sein –, dass haben wir der Politik der politischen Linken zu verdanken. Die Zwangsprostitution von Frauen durch die osteuropäische Mafia und die Zwangsehen muslimischer Frauen sind natürlich nichts anderes als Sklaverei.

  8. So, so:

    Aber dieses von einer Islamwissenschaftlerin und Juristin geschriebene, schon 2012 erschienene Buch über den arabomuslimischen Sklavenhandel in Ostafrika bleibt nach wie vor unerwähnt, dessen Erscheinen jahrelang durch die politkorrekten „Eliten“ verhindert werden sollte (s. Einleitung):

    http://www.amazon.de/s/277-2924295-9072354?ie=UTF8&field-keywords=Bakaschmar&index=blended&link_code=qs&sourceid=Mozilla-search&tag=firefox-de-21

    Ja, es ist teuer, das ist aber auch der einzige Makel (seitens des Verlags), außerdem gibt es auch die Fernleihe!

  9. #13 Mephisto1

    soweit ich das mitbekommen habe, war die Sklavenjagd in Afrika fest in der Hand der islamischen Völker und einiger afrikanischer Könige. Die Europäer nahmen die Sklaven dann als Zwischenhändler an den afrikanischen Küsten entgegen, um sie in Amerika zu verkaufen. In Deutschland/Europa wird aber immer so getan, als ob an der ganzen Sklaverei nur die Europäer schuld waren.

  10. Aber…es ist doch pöhse, islamischen Sklavenhandel anzusprechen. 😀

    Spätestens seit der türkische Genozid an den Armeniern im Schulunterricht nicht behandelt wird, um die gebeutelten und überaus empfindsamen Seelchen der mohammedanischen Bushido-Gewalt-Fi*k-Rap-Fans nicht über Gebühr zu belasten, müssen wir das doch wissen.

    Das ist dann auch der Grund, warum es solche Dokumentationen über mohammedanischen Sklavenhandel aus den 60er Jahren nicht ins deutsche Qualitäts-Kulturfernsehen schaffen.

    http://www.youtube.com/watch?v=gFIaja1JRf8&feature=player_embedded

    Im Übrigen frage ich mich, wer eigentlich deutsche Kinder für psychisch so überlegen hält, dass man deutschen Kinderseelen die Tatsachen aus dem Dritten Reich in der Schule um die Ohren schlagen darf, bis sie frustriert und aus Selbsthass kiffen oder saufen.

    Wenn man sich dazu noch anschaut, welche Leistungen zur „Inklusion“ der Kulturinkompatiblen den deutschen Kindern und den Kindern von integrierten Einwanderern noch abverlangt werden, während Nichtdeutsche zu dem Empfängern dieses Kindesmissbrauches dieser „Leistungen“ erklärt wurden, dann frage ich mich, wie sich das mit der Ansage verträgt, dass Deutsche nichts Besonderes sind.

  11. Geschichte hängt heute entscheidend davon ab, wie sie filmisch umgesetzt wird. Wenn man für einen Teil der Geschichte keinen guten Regisseur findet, dann bleibt er unbekannt.

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