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Türken-Lobby: Lego & Star Wars sind ganz böse!

Posted By Gastbeitrag On 21. Januar 2013 @ 15:28 In Islam,Political Correctness,Österreich | Comments Disabled

[1]Offensichtlich ist man nicht einmal mehr im Universum von Star Wars vor empörten Muslimen sicher. Das bekommt nun der Spielzeughersteller von Lego zu spüren. Dieser hat mit einem Lego-Bausatz mit dem Themenbereich Star Wars den Missmut der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich auf sich gezogen.

(Von Étienne Noir)

Auf der offiziellen Seite der Gemeinde [2] empört man sich über Lego und Star Wars. Stellenweise strotzt dabei das Gefasel vom beleidigten Moslem und dem religiös angeblich ganz und gar nicht sensiblen Spielzeughersteller nur so von inhaltlichen Fehlern. Man muss sich die Aufregung auf der Zunge zergehen lassen. Weil die türkische Kulturgemeinde offensichtlich von Star Wars gar keine Ahnung hat, empfindet sie überall Angriffe auf Muslime. Es wird von Volksverhetzung schwadroniert und man behält sich juristische Schritte vor. Doch worum geht es? Es handle sich gar um „pädagogischen Sprengstoff für Kinder“ – eine Nummer kleiner ging wohl bei der Türken-Lobby nicht.

Der unhaltbare Vorwurf lautet, wie so oft, wenn es eigentlich nichts für die Empörungsbeauftragten zu vermelden gibt, es seien religiöse Gefühle verletzt worden. Dabei wird auf das Spielzeug verwiesen, das angeblich eine Moschee und ein Minarett darstelle. Es seien „tatsächlich pädagogisch verwerfliche Mängel und kulturell fragliche Assoziationen am Produkt von LEGO Star Wars“ festgestellt worden, wie Dr. Melissa Günes, Generalsekretärin der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, behauptet. Lego hingegen wehrt sich und verweist auf die getreue Nachbildung aus dem Film.

Nehmen wir die einzelnen Vorwürfe unter die Lupe:

Vorwurf 1:

„Bei genauerer Betrachtung sind das fertig zusammengebaute LEGO-Haus und der dazugehörige Turm tatsächlich aber ein 1:1-Abklatsch der Hagia Sophia in Istanbul oder der Moschee Jami al-Kabir in Beirut und eines Minaretts.“

Jabba the Hutt lebt in der Wüste. Deshalb hat er, wie es dort üblich ist, ein halbrundes Dach auf dem Haus. Wie auch die Moschee befinden sich beide Gebäude also in der selben klimatischen Landschaft. Daraus zu schließen, dass es sich um einen „1:1-Abklatsch der Hagia Sophia in Istanbul oder der Moschee Jami al-Kabir“ handeln soll, ist abstrus. Der Wachturm ist ein Wachturm und mit Sicherheit kein Minarett. Beide haben gemeinsam, dass sie in die Höhe gebaut sind. Ist deshalb der Fernsehturm in Berlin auch ein Minarett? Die Muslime sollten nicht glauben, nur weil sich hier in Mitteleuropa alles um ihre Wünsche dreht, dass dies auch im Universum von Star Wars so ist. Diese Teile der Star Wars-Filme sind sehr detailliert ausgeschmückt und fantasievoll und entstanden noch zu einer Zeit, als es weniger politische Korrektheit gab. Zudem spielen im Star Wars-Universum Religionen aus unserer Welt gar keine Rolle. Als Religion gibt es beispielsweise den Glauben der Jedi-Ritter an die Macht. Islam gibt es, auch wenn das Muslimen vielleicht nicht passen mag, dort eben nicht. Um ein bisschen vom Thema Islam abzulenken, wird auch noch auf ähnliche Gebäude von Christen, Hindus und Buddhisten verwiesen. Von denen hat sich aber bislang niemand empört.

Vorwurf 2:

„Tatsächlich wird Jabbas Palace in Star Wars auch von (pseudo-buddhistischen) Mönchen bevölkert.“

Nein. Schaut man sich den Film oder auch das Spielzeug an, so sind das einfach nur Mitglieder der Schmugglerorganisation von Jabba the Hutt. Es sind Außerirdische und Roboter. Ein Außerirdischer sieht beispielsweise aus wie ein Wildschwein. Möchte die türkische Gemeinde buddhistische Mönche etwa in die Richtung von Schweinen setzen?

Vorwurf 3:

„Der Terrorist Jabba der Hutte liebt es, Wasserpfeife zu rauchen und seine Opfer töten zu lassen.“

Jabba ist kein Terrorist, sondern ein gewöhnlicher Schmuggler. Er ist sicher mit den rigorosen Maßnahmen des dunklen Imperiums nicht einer Meinung, aber er ist kein Terrorist, sondern geht nur seinen kriminellen Machenschaften („König der Schmuggler“) nach. Er tötet auch, das stimmt. Jabba ist ein Widerling, das ist unstrittig. Spannende Geschichten brauchen eben Bösewichte, damit es auch Helden geben kann.

Vorwurf 4:

„Es ist offensichtlich, dass für die Figur des hässlichen Bösewichts Jabba und die ganze Szenerie rassistische Vorurteile und gemeine Unterstellungen gegenüber den Orientalen und Asiaten als hinterlistige und kriminelle Persönlichkeiten (Sklavenhalter, Anführer von Verbrecherorganisationen, Terroristen, Verbrecher, Mörder, Menschenopferung) bedient wurden.“

Man kann es auch übertreiben. Die Übertreibung fängt schon damit an, dass neben dem Wort „Verbrecher“ noch verschiedene Verbrecherarten genannt werden. Was ist ein Mörder schon anderes als ein Verbrecher? Den „Terroristen“ streichen wir auch ganz schnell, da das nicht stimmt und seit wann sind “Menschenopfer” in einer Reihe mit “kriminellen Persönlichkeiten” aufzulisten? Sind „Menschenopfer“ aus Sicht der türkischen Kulturgemeinde in Österreich etwa Verbrecher? Wie man von diesen Fantasiefiguren auf Asiaten und Orientale zu schließen vermag, bleibt wohl das Geheimnis der eifernden Türken-Lobby. Interessant, mit was man sich selbst dort so assoziiert.

Vorwurf 5:

„Erschreckend ist auch die rot-schwarze Teufels-Fratze auf der Schachtel rechts oben, die zumindest ein augenfälliges Signal ist, dass das Spiel nicht unter dem Christbaum am Weihnachtsabend liegen sollte.“

Es handelt sich nicht um eine „Teufels-Fratze“, sondern um den Sith Darth Maul, dem Schüler des Sith-Lordes Dark Sidous. Die Siths sind die Bösen, die dunkle Seite der Macht. Kein Wunder also, dass diese Figuren entsprechend gestaltet sind. Man sollte sich doch, bevor man meckert, erst einmal die Filme anschauen. Bei der türkischen Kulturgemeinde in Österreich hat man von Star Wars zuvor sicherlich noch nie etwas gehört.

Vorwurf 6:

„Die Raketen, Kanonen, Waffen wie Laserpistole, Gewehre und Samuraischwerter (dienen als Füße des B’omarr-Mönchs) und Falltüren in der LEGO-Burganlage sind pädagogisch bedenklich.“

Ginge man nach Gewalt und entsprechenden Darstellungen, dürften Kinder eigentlich auch nicht mehr das Kinderfernsehen anschauen, diverse Bücher müssten verboten werden und natürlich könnte man auch den Koran nicht mehr lesen. Da geht es ja durchaus auch nicht überall so friedlich zu. Was sagt eigentlich die türkische Kulturgemeinde in Österreich zu den „pädagogisch bedenklichen“ Erziehungsmodellen in islamischen Ländern?

Vorwurf 7:

„Die Kombination aus Tempelbau und Bunkeranlage, aus der geschossen wird, kann für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren sicher nicht geeignet sein, vor allem in Hinblick auf ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen in Europa.“

Es ist zum einen kein Tempel und ansonsten siehe Entkräftung des vorigen Vorwurfs.

Vorwurf 8:

„Von einem Spielehersteller, der seit Jahrzehnten pädagogisch wertvolle Spielzeuge und Modelle herstellt, darf man sich mehr Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein erwarten.“

Von einem Verein, der sich Kulturgemeinde nennt, könnte man auch mehr Allgemeinbildung erwarten. Aber die türkische Kulturgemeinde ist eben auch nicht mehr als nur ein gewöhnlicher Lobbyverein für Islam, der mit Phrasen aus dem Wortschatz von linksliberalen Gutmenschen versucht, seine Wertvorstellungen und Ideologien durchzusetzen.

Die Mitteilung der vorgeblichen Kulturgemeinde beinhaltet noch ein paar vorwurfsvolle Fragen an Lego und jede Menge Phrasendrescherei. Bleibt nur zu hoffen, dass Lego seine bei jung und alt beliebte Star Wars-Produktreihe nicht abändert oder gar aus dem Handel zieht.

Weiterführender Link:

» Spezielle Wikipedia für Star Wars [3]


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[2] offiziellen Seite der Gemeinde: http://www.turkischegemeinde.at/index.php?id=312

[3] Spezielle Wikipedia für Star Wars: http://www.jedipedia.de/wiki/Jedipedia:Hauptseite