Türkischer Politiker wirft EU-Bericht auf Boden

Burhan KuzuDer Zorn in Ankara war, wie immer, sehr groß. Der jährliche Fortschrittsbericht der Europäischen Union zur Türkei im Oktober 2012 war mal wieder ziemlich kritisch ausgefallen. Er beklagte unter anderem die mangelnde Meinungs- und Pressefreiheit, die Situation religiöser und ethnischer Minderheiten und den großen Einfluss des türkischen Militärs auf die Politik. Diese Einschätzungen seien „subjektiv, voreingenommen und engstirnig“, schimpfte daraufhin der türkische Europa-Minister Egemen Bagis. Der Regierungspolitiker und Vorsitzende der türkischen Verfassungskommission, Burhan Kuzu (Foto), warf den Bericht der EU-Kommission in einer Live-Sendung des Nachrichtensenders CNN-Turk gar medienwirksam auf den Boden – und damit symbolisch in den Müll. Zum ausführlichen Artikel bei „Welt-online“ gehts hier.