Belgien: Bart Debie war Spion des Geheimdienst

Wie belgische Medien berichten, war das Ex-Vlaams Belang-Mitglied Bart Debie (Foto l. mit dem früheren Parteichef Filip Dewinter) jahrelang Mitarbeiter des belgischen Inlandsgeheimdienst (»Staatsveiligheid«). Debie war unter anderem 2007 Teilnehmer des Counter Jihad Treffens in Brüssel und nahm im gleichen Jahr auch bei einer Anti-Moschee-Demo von Pro Köln in Köln-Ehrenfeld teil.

Pro Deutschland schreibt dazu:

Bart Debie vom Vlaams Belang, ehemaliger Abgeordneter im Antwerpener Stadtparlament, war ein Agent des belgischen Geheimdienstes. Das ist heute durch eine Veröffentlichung in der flämischen Zeitung „De Standaard“ bekannt geworden, siehe hier. Debie gesteht demnach selbst ein, im Jahr 2007 vom belgischen Geheimdienst in den Vlaams Belang eingeschleust worden zu sein. Dort richtete er bis November 2010 Unheil an, bis ihn die Partei ausschloß.

Der ehemalige Polizist Debie trat stolz mit dem Spitznamen „Robocop“ auf. Er wurde strafrechtlich belangt, nachdem er im Jahr 2003 einen türkischen Gefangenen mißhandelt haben soll. Die spektakuläre Verurteilung erfolgte bemerkenswerter Weise erst im Jahr 2008, als Gelegenheit bestand, sie für eine Schmutzkampagne gegen den Vlaams Belang zu instrumentalisieren. Mittlerweile ist der Verdacht aufgekommen, dabei könne es sich um einen politisch interessengeleiteten Schauprozeß gehandelt haben.

Debie integrierte innerhalb des Vlaams Belang in schäbigster Art und Weise gegen den Kopf der Partei, Filip Dewinter, den er intern in Mißkredit zu bringen versuchte. Sein Verhalten führte zur Einleitung eines Parteiordnungsverfahrens, das mit seinem Ausschluß endete.

Im Juli 2010 war Debie offizieller Vertreter des Vlaams Belang bei der Bundesversammlung der Bürgerbewegung pro Deutschland im Schöneberger Rathaus. Sein kurzes Grußwort nutzte er für beleidigende Äußerungen gegen Berlins „schwulen Bürgermeister“ Klaus Wowereit, die vom RBB-Fernsehen genüßlich dokumentiert und kommentiert wurden.

Zur Enttarnung Bart Debies erklärt Manfred Rouhs:

„Der Fall Debie zeigt wieder einmal, wie umfassend Demokratie und Rechtsstaat in Europa geheimdienstlich zersetzt werden. Selbst bei gewählten Volksvertretern wie Bart Debie handelt es sich zum Teil um ferngesteuerte Gummipuppen der Geheimdienste, deren Einsatz offenbar das Restvertrauen der Bürger in die parlamentarischen Institutionen erschüttern soll. Daß die Wahlbeteiligung immer weiter zurückgeht, kann nicht wundern unter Verhältnissen, in deren Rahmen der Wähler nicht weiß, in wessen Sold die aufgestellten Kandidaten stehen.

Wir werden uns durch Provokateure und Zersetzer wie Bart Debie nicht aufhalten lassen. Unsere Solidarität gilt den Freunden vom Vlaams Belang, die in Flandern einen demokratischen, unabhängigen Staat errichten wollen, der sich vom Schmutz der belgischen Verhältnisse schnell absetzen wird.“