Die Erkenntnis, dass der National-Sozialismus eine linke Bewegung war, ist keine neue; letztendlich sahen sich die Nazis sogar selbst als die politische Linke. Warum aber nun die ideologische Ausrichtung einer seit bald 70 Jahren untergegangenen Ideologie jenseits des geschichtswissenschaftlichen Diskurses eine Rolle spielen sollte; warum es im 21.Jahrhundert so ungemein wichtig ist, genau in dieser Richtung aufzuklären, sollte auf der Hand liegen.

(Von Marc Doll)

Zum einen kann die Verbreitung dieser Tatsache in einem Land, in dem ein eigentlich dem Neutralitätsgebot verpflichteter Staat unter einem vorgeblich „guten“ Vorsatz, „Rechtsextremismus“ zu bekämpfen, Steuergelder dafür aufwendet, verfassungstreue Bürger jeglicher Couleur verfolgen zu lassen, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Zumal es nicht im Geringsten um die Bekämpfung von Neonazis geht, die seit Jahrzehnten ein Nischendasein fristen und dort wohl auch für immer bleiben werden – im Gegenteil: jeder neonazistische Anschlag, jede Ausschreitung von Thor-Steinar-tragenden Glatzköpfen (oder entsprechend verkleideten Journalisten), jeder fremdenfeindliche Übergriff ist für unsere Blockparteien und Medien eine willkommene Gelegenheit, den Kampf-gegen-das-eigene-Volk-Maßnahmenkatalog um weitere Repressionsmaßnahmen zu erweitern.

Zum anderen aber – und das soll den Kern dieses Artikels bilden – ist die Aufklärung über die ideologische Ausrichtung der National-Sozialisten deshalb so wichtig, weil es dem Staat, seinen Akteuren und Fußtruppen sowie selbst dem normalen Berufsempörer von nebenan die Möglichkeit gibt, all diese Repressionsmaßnahmen mit einer guten Absicht zu begründen. Dies werden sie auch dann weiter tun, wenn es allgemein anerkannt sein wird, dass die Nazis eine linke Bewegung waren, nämlich über die Unterscheidung zwischen nationalem und internationalem Sozialismus. Auch dieser Zahn muss gezogen werden.

Es gibt nämlich trotz aller strukturellen Ähnlichkeiten einen wichtigen Unterschied zwischen dem Dritten Reich und den Menschenvernichtungsmaschinerien in anderen linken Systemen: die moralische Rechtfertigung! Während diese bei den Nazis recht dünn gesät war („der Jude ist schuld“, „wir brauchen Lebensraum“), so kämpften Lenin, Stalin, Mao und wie die ganzen von linken verehrten Massenmörder alle heißen, für „gute Vorsätze“ wie Freiheit, Gleichheit und internationale Solidarität.

Schon der erste linke Praxistest während der Jakobinerherrschaft in der Französischen Revolution zeigte auf, wie „gute Menschen“ im Namen der „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ ihre Mitmenschen zu Zehntausenden köpfen lassen können und dies mit der Tugend rechtfertigen. Das Phänomen, dass man sich trotz offensichtlicher Verbrechen gegen alles was nach objektiven Maßstäben eines friedlichen Zusammenlebens gut und recht ist, subjektiv als der Gute sieht und sich aus dieser selbstauferlegten Heiligkeit im zweiten Schritt den Freibrief bis hinauf zum Massenmord erstellt, hat sich in jedem sozialistischen System wiederholt und ist in der Funktionsweise (wenn auch noch nicht in der Intensität) heute in der Bundesrepublik wieder gegeben.

Einer näheren Betrachtungsweise hält keine der linken Parolen stand. Mittlerweile hat es sich rumgesprochen, dass Freiheit und Gleichheit unvereinbare Gegensätze sind, denn Menschen sind von Natur aus in allen Belangen unterschiedlich und jeder Versuch, hier eine Angleichung vorzunehmen, kann nur dadurch getan werden, dass man den Menschen auf den kleinsten, gemeinsamen Nenner bringt und der unterscheidet sich wenig von dem Dasein eines Zombies. Auch der Kampf für Toleranz, Vielfalt und bunte Städte fällt auseinander, wenn man sieht, wie die zu verteidigenden Subjekte zu solchen Konzepten stehen und die empirische Beweislast, die eindeutig gegen multiethnische Experimente spricht, wurde hierbei noch nicht einmal in die Waagschale geworfen. Wie man es dreht, es kommt das Gegenteil von dem raus, was man vorgibt zu tun.

Was bleibt, ist die stets formulierte „internationale Solidarität“ als letzter Rückzugsort und es ist kein Zufall, dass Linke dies so oft als Rechtfertigung ihres Vorgehens heranziehen. Aber ist dies wirklich so? Ist die linke Ideologie (in Abgrenzung zum National-Sozialismus) weltoffen und Welt-solidarisch? Nicht im Geringsten! Kein sozialistisches Land war jemals solidarisch mit den USA. Oder Israel. Oder sonst wem. Die Solidarität galt einzig und allein ebenfalls sozialistischen Ländern, also Staaten, die auf dem gleichen System oder Weltbild basierten und dies fällt eben nicht unter bedingungslose Solidarität, sondern knüpft die Unterstützung an die Bedingung, das gleiche System zu besitzen, was sich in nichts von Hitlers Solidarität mit dem faschistischen Spanien unter Franco oder dem faschistischen Italien Mussolinis unterscheidet. Nun, in einem schon: Hitler kam nicht drauf, seine Bündnisse als „internationale Solidarität“ zu verkaufen. Die PR war bei den Kommunisten einfach besser.

Auch waren alle kommunistischen Staaten nur in dem Maße international ausgerichtet, als dass sie ihr System dem Rest der Welt überstülpen wollten, ein weiteres Ziel, welches sie mit den Gesinnungsbrüdern aus Deutschland teilten. Die Sowjetunion, das maoistische China, Kuba, Vietnam, die DDR und sämtliche anderen kommunistischen, also alle zweifelsfrei linken Staaten bis hin zum heutigen Nordkorea waren ausnahmslos nationale Sozialismen. Wenn die Sowjetunion den europäischen Osten als Satellit verwaltet, ist dies genauso wenig „international“ wie das durch Deutschland besetzte Polen. Kurzum: es gibt keinen International-Sozialismus und es hat ihn jenseits der kommunistischen Propaganda auch nie gegeben.

Jeder Sozialismus, die komplette linke Ideologie, mündet automatisch in nationale Sozialismen mit all ihrer Repression, Freiheits- und Gesinnungsbeschränkung und staatlichem Totalitarismus.

Es gibt im weiteren Sinne nicht mal eine ausreichende Unterscheidung zwischen National-Sozialismus und Kommunismus in Bezug auf die Verstaatlichung von Produktionsgütern, wie der folgende Ausschnitt aus Haffners „Anmerkungen zu Hitler“ zeigt:

Eine große gesellschaftliche Veränderung gibt es, die Hitlers persönliches Werk war und die in der Bundesrepublik rückgängig gemacht worden ist und in der DDR beibehalten worden ist. Hitler selbst nannte sie die „Sozialisierung des Menschen“. „Was haben wir das nötig, die Sozialisierung der Banken und Fabriken“, sagte er zu Rauschning. „Wir sozialisieren die Menschen.“

Wo sogar Menschen verstaatlicht werden, kann man mitnichten von einem nicht-Kommunismus sprechen. Es ist in der Tat so, dass viele Kommunisten gelernt haben, dass nicht die Verstaatlichung von Produktionsgütern, sondern die Sozialisierung des Menschen die Essenz ihrer Ideologie ist, woraus die neue Verbindung zwischen Sozialismus und Kapitalismus rührt. Es behält die Kontrollmechanismen über die Subjekte und wechselt die ineffiziente Planwirtschaft mit dem viel effizienteren Kapitalismus aus. Denn Bürger, denen es an wenig mangelt, initiieren keine „Wende“.

Und damit sind wir zurück im 21.Jahrhundert und seinen (national-)sozialistischen (wie gesagt: es gibt keine internationalen) Kontrollmechanismen. Es spielt wie damals heute offenbar wieder eine Rolle, ob man einen Menschen schikaniert oder ob man einen Menschen schikaniert und dies im Namen einer Ideologie macht, denn letzteres stellt dem Schikanierenden einen Freibrief aus. Wer für Toleranz, Vielfalt, Buntheit oder ähnlich wohlklingenden Begriffen sein Schwert erhebt, hat die Gewissheit, dass eben jener gute Zweck alle Mittel heiligt. Schlimmer noch: der angebliche gute Vorsatz muss dabei nicht einmal einer Prüfung standhalten; es reicht die bloße Erwähnung, dass man im Namen der genannten Tugend handelt, damit das Handeln legitimiert wird. So dürfen die intolerantesten Verbrecher des Landes im Namen der Toleranz gegen ihre Mitmenschen vorgehen – eine nähere Begründung ist nicht nötig, ein Einspruch des Opfers nicht erlaubt. Denn es geschieht mit einem „guten Vorsatz“.

Der Schlüssel dazu liegt in der Vergangenheit begraben, weil jegliche Repression, die Systemkritiker heute erfahren, zuallererst über eine Zuordnung zu dieser Vergangenheit geschieht: Nazi, Rechtsextremist, Faschist und ähnliches sind die Waffen des heutigen Systems. Dabei spielt es nicht mal eine Rolle, ob ein Dritter diese Vorwürfe glaubt; es langt schon aus, dass er weiß, es wird auch ihn treffen, wenn er nicht sofort von dem Diffamierten Abstand gewinnt. Und so wird eben das gebuchte Hotelzimmer gekündigt, der Veranstaltungsort gesperrt, der Chef unruhig und der Freundeskreis dünner. Die einzig gute Nachricht dabei ist, dass haltlose Diffamierungen die einzige Waffe ist, die das System besitzt.

Wer dabei Rechtsextremist ist – und mittlerweile sind sogar „Populisten“ (freilich nur jene von der vermeintlich rechten Seite), Eurokritiker und Klimawandelskeptiker zum Abschuss freigegeben– das bestimmt der Staat, seine Satelliten in Medien, Forschung und den unzähligen NGOs, und auf der Straße seine finanziell geförderten und mit schierer Narrenfreiheit ausgestatteten Fußtruppen (die Verbindungen zwischen Staat und verfassungsfeindlichen Linksextremisten wurde an anderen Stellen ausgiebig dokumentiert).

Dass es hier Parallelen zu genannten Diktaturen gibt, scheint die Akteure dieser modernen Hexenjagd wenig zu beunruhigen. Über den geäußerten „guten Vorsatz“, unter dem dieser Eingriff in die Privatsphäre und verbrieften Rechte des Bürgers von statten geht, begründen von etlichen staatlichen Akteuren bis zum Linksfaschisten auf der Straße alle ihr repressives Vorgehen mit tugendhaften Vokabeln und stellen sich damit eben jenen Freibrief aus, der ihnen die Gewalt gegen Andersdenkende erlaubt. Erst mit der Kenntnis, dass es einen für hehre Ziele streitenden Internationalsozialismus nie gab, sondern lediglich Nationalsozialismen mit guter PR, ergibt deren Handeln einen Sinn und zeigt deutlich, mit wessen Geistes Kind man es heute wirklich zu tun hat: die Nazis waren nie weg, weil die Ideologie des Nationalsozialismus überlebt hat, in der DDR, der UdSSR, China, der über die 68er ins Parlament getragen wurde und sich mit der Wiedervereinigung auch institutionell verankert hat.

Solange wir nun die Unterscheidung zwischen nationalem Sozialismus und einem ominösen internationalen Sozialismus mit weltoffener Solidarität annehmen, werden alle Systemfaschisten immer den Rückzugsort des „guten Vorsatzes“ haben. Es ist an der Zeit, dass wir sie als das entlarven, was sie wirklich sind.

(Titelbild: Michael Mannheimer Info)

image_pdfimage_print
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.

29 KOMMENTARE

  1. Durch eigene Erfahrung: Die Entgegnung, dass ich weder ein nationaler Sozialist, noch ein internationaler Sozialist bin, hat bewirkt, dass die Nazikeule nicht mehr gegen mich verwendet wird. Dass diese Unterscheidung gar nicht nötig ist, macht alles noch einfacher!

  2. Die These ist leider falsch.

    Selbstverständlich gibt es einen „International-Sozialismus“. Er würde begründet durch Leo Trotzki. Trotzki wendete sich damit explizit gegen Stalin und dessen Theorie der Möglichkeit eines „Sozialismus in einem Lande“ (mithin eines „nationalen“ Sozialismus). Der eher pragmatische Stalin stellte demgegenüber mit Recht die Frage(n):“Und was sollen wir jetzt machen? Warten, bis der Rest der West ebenfalls mit seinen Revolutionen fertig ist? Warum haben wir dann überhaupt die Oktoberrevolution veranstaltet?“

    Nach Eskalation dieser Auseinandersetzung sah sich Trotzki genötigt, nach Latainamerika zu fliehen. Er wurde dort später im Auftrag Stalins mit Hilfe eines – mittlerweile legendär gewordenen – Eispickels ermordet.

    Allerdings gelang es Trotzki vorher, die sogenannte „Vierte Internationale“ aufzubauen, die sich explizit dem trotzkischen Gedanken des International-Sozialismus verschrieb.

    In Grossbritannien stellen trotzkistische Gruppierungen einen wesentlichen Bestandteil der Linken dar. Auch in der Bundesrepublik gab es in den 70er Jahren mehr oder weniger einflussreiche trotzkistische Bewegungen. Einige ihrer führenden Vertreter landeten später bei den Grünen oder wurden Qualitätsjournalisten.

  3. Ich denke, wir haben es in Europa mit „internationalen Sozialismus“ zu tun, da die EUdSSR ein multi-nationales Gebilde ist, das sich die Unterordnung (und langfristig Zerstörung)der Nationalitäten auf die Fahne geschrieben hat.

    Wichtig ist es, immer wieder auf das Kernelement des Sozialismus hinzuweisen: die Enteignung. Sie ist das Haupterkennungsmerkmal des Sozialismus.

    Und wie Marc Doll ganz richtig geschrieben hat, geht es dabei längst nicht nur um den klassischen Kommunismus durch Verstaatlichung der Produktionsmittel. Der heutige Sozialismus geht ganz anders vor. Man kann viel mehr aus den Menschen herauspressen, wenn sie in Eigenregie produzieren. Die sozialistische Enteignung und Umverteilung findet auf anderen volkswirtschaftlichen Ebenen statt und dazu brauchen die Sozialisten von heute den Euro, den ESM und die EZB. Die Enteignung findet über die Entwertung des Geldes und die Veruntreuung und Umverteilung von Steuergeldern statt.

    Das bedeutet, dass die Wirtschaftssubjekte dazu gezwungen werden, sich anders zu verhalten: sie müssen mehr von ihrem Einkommen verkonsumieren, sie können weniger sparen, sie müssen effektiver und länger arbeiten, es müssen immer mehr Familienmitglieder zum Familieneinkommen beitragen. Damit die Leute nicht ausscheren und verlangen, dass das System geändert wird, wird Druck aufgebaut: Wir MÜSSEN den Euro retten, wir MÜSSEN die Integration in Europa vorantreiben… Das Gegenteil davon wird mit Tabus belegt, damit die Menschen sich nicht trauen, Alternativen zu entwickeln und zu fordern. Das Schlagwort lautet „Solidarität“.

    Mit Solidarität meint der Sozialist aber nicht Nächstenliebe (die immer freiwillig ist), sondern Enteignung und Umverteilung.

    Damit Sozialismus funktioniert, wird der Mensch nicht nur wirtschaftlich enteignet, sondern auch physisch (seine Arbeitskraft, seine Lebensarbeitszeit) und psychisch (seine Meinungsfreiheit, seine Lebensgestaltungsmöglichkeiten).

    Ja, ganz klar, wir sollen wieder abgerichtet werden, uns an ein sozialistisches System anpassen. Für „ein höheres Ziel“ sollen wir unsere Individualität, Nationalität, Souveränität opfern. „Gut“ ist nur, wer sich da hinein fügt und nicht aufmuckt, das Meinungsmonopol lässt grüßen. Es ist wieder so weit.

  4. #2 Stefan Cel Mare (06. Feb 2013 10:39)

    Ergänzend: die trotzkistische Bewegung propagierte übrigens seit ihrem Beginn offen die Unterwanderung anderer Parteien („Maulwurf“-Prinzip).

    In NRW vertritt Wolfgang Zimmermann eine offen internationalsozialistische Position. Er war Fraktionsvorsitzender der Partei „Die Linke“ im letzten Landtag.

    Siehe auch:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Trotzkismus
    http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_sozialistische_linke

  5. Das „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ von Marx klingt aber schon sehr international.
    Im Gegensatz zum Koran wird das Manifest von seinen Jüngern nicht wortwörtlich gelebt. Es gibt keine göttliche Macht, die alles kontrolliert. Jeder Diktator formt sich sein eigenes Machtgebilde.

  6. Alle totalitären Ideologien haben internationale, heute würde man sagen „globale“ Implikationen, selbst wenn sie sich auf einen Nationalstaat gründen.

    Der Internationalismus des Hitlerismus (den ich für eine besondere Form des Nationalsozialismus betrachte)hatte seinen Internationalismus im „Lebensraum im Osten“ den die Germanische Rasse zum überleben benötigt.

    Der Internationalismus des Kommunismus ist bekannt, seine Tötungsrechfertigung bezog er statt auf „Rasse“ auf die „Klasse“. 7 Millionen Ukrainer mussten dafür in den Tod geschickt werden, weil sie das „Klassenziel“ nicht erreicht hatten.

    Das heutige System linker Menschheitsexperimente kann man wohl als Globalismus (Eine Welt Ideologie) bezeichnen. Seine Merkmale sind der Ökologismus und der Multikulturalismus als ersatzreligiöse Lehre.

    Ansonsten kann ich das Buch, was Herr Doll zitiert,
    „Anmerkungen zu Hitler“ von Sebastian Haffner, nur wärmstens empfehlen, auch wenn es schon in den 1970er Jahren geschrieben wurde. Gut zu lesen und nicht dick, aber jede Menge aha-Erlebnisse.

  7. Die Personen von denen hier die Rede ist haben keine guten Vorsätze. Wenn sie die Vorsätze nur hätten, könnte man ja mit ihnen noch darüber reden. Nein diese Personen „sind ihre guten Vorsätze“. Nur deshalb können sie sich gegen das stellen, „was nach objektiven Maßstäben eines friedlichen Zusammenlebens gut und recht ist“. Ich glaube nicht, dass da rationale Prozesse ablaufen.

    Insofern ist die Bemerkung mit den „Genen“ im Beitrag über die „grüne Säuberung bezüglich Straßennamen“ vielleicht korrekter als beabsichtigt. Das Problem ist also biologisch und nicht ideologisch begründet. Die Frage wäre also gewesen, wie ein „demokratischer“ (Rechts)Staat dieses biologische Phänomen ideologisch unter Kontrolle hätte halten können. Bis auf weiteres ist das in Europa mißlungen. Ich weiß nicht ob Nordamerika das noch kontrollieren kann.

  8. MARXISMUS und NATIONALSOZIALISMUS im direkten Vergleich. Die komplementäre Anlage der beiden Ideologien:

    hinter allem wirkende Kraft:
    MARXISMUS
    Mensch (herrscht über die Natur)
    NATIONALSOZIALISMUS
    Natur (herrscht über den Menschen)

    das Gesollte:
    MARXISMUS
    ewiger Frieden
    NATIONALSOZIALISMUS
    ewiger Kampf

    der Sündenfall:
    MARXISMUS
    Abkehr von der ursprünglichen Gemeinschaft – Schaffung des Privateigentums (Habsucht)
    NATIONALSOZIALISMUS
    Abkehr von der ursprünglichen Getrenntheit – Rassenvermischung (Bequemlichkeit)

    geschichtliche Folge:
    MARXISMUS
    Ungleichheit = Klassenkampf
    NATIONALSOZIALISMUS
    Gleichheit = Behinderung des Rassenkampfs

    Inkarnation des Bösen:
    MARXISMUS
    die Besitzenden = die Kapitalisten (Ausbeutung)
    NATIONALSOZIALISMUS
    die Juden = 1. die Kapitalisten (Bedürfnisbefriedigung statt Kampf)2. die Marxisten (Gleichheitsideologie)

    Instrumente des Bösen:
    MARXISMUS
    ökonomische Abhängigkeit
    NATIONALSOZIALISMUS
    1. ökonomische Abhängigkeit
    2. ideologische Beeinflussung

    geschichtsbestimmende Kraft:
    MARXISMUS
    die Ökonomie = die Bedürfnisse (durch den Sündenfall ist der Mensch nicht mehr Herr seines Schicksals)
    NATIONALSOZIALISMUS
    der Mensch = der Wille (im Sündenfall zeigt sich, dass der Mensch Herr seines Schicksals ist – er kann sich von der Natur abwenden)

    Heilsprinzip:
    MARXISMUS
    Materialismus
    NATIONALSOZIALISMUS
    Idealismus

    die Erlöser:
    MARXISMUS
    Proletarier
    NATIONALSOZIALISMUS
    Arier

    die erlösende Tat:
    MARXISMUS
    Vernichtung der feindlichen Klasse
    NATIONALSOZIALISMUS
    Vernichtung der feindlichen Rasse

    das Endziel:
    MARXISMUS
    radikale Gleichheit = klassenlose (Welt-)Gesellschaft
    = Aufhebung des Kampfes
    NATIONALSOZIALISMUS
    radikale Ungleichheit = rassenbestimmte Weltherrschaft
    = Kampf in Permanenz

    Begründung des Endziels:
    MARXISMUS
    – Überlebenssicherung durch Frieden
    – Entfaltung aller menschlichen Potenzen durch Befreiung vom Lebenskampf
    NATIONALSOZIALISMUS
    – Überlebenssicherung durch Ordnung (Über- und Unterordnung)
    – Entfaltung aller menschlichen Potenzen durch ständige Anstrengung im Lebenskampf

    Quelle: Adolf Hitler: Mein Kampf von Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig, Wilhelm Fink Verlag, München, ISBN 978-3-7705-5126-2, Seite 247.

  9. Wir wissen natürlich, dass es DIESE Linke es geschafft hat, sich die Lizenz zum Niederknüppeln ihrer Feinde, also aller Andersdenkenden, zu sichern.
    Die Frage ist, welche Gegenstrategie diesen verbrecherischen Gesinnungsterror aushebelt.
    Wenn ich so meinen Bekanntenkreis betrachte, werde ich langsam mutlos, die sind alle pc-mäßig abgerichtet wie willenlose Hunde.

  10. Wäre KARL MARX ein heutiger Zeitgenosse, er würde im München gegen die Islamisieruntg auftreten, ganz im Gegensatz zu dem von ihm verschmähten Lumpenproletariat, welche diese Invasion begrüßen.
    Es hat sich damals auch die Linke gespalten in die Richtung der Kommunisten, welche von Hitler bis zum Tod verfolgt wurden und die Sozialisten, welche zum Kader Hitlers geworden waren.
    Ähnliche Gegensätze gibts auch heute.

  11. #6 Al-Harbi (06. Feb 2013 11:20)
    Ich denke, wir haben es in Europa mit “internationalen Sozialismus” zu tun, da die EUdSSR ein multi-nationales Gebilde ist, das sich die Unterordnung (und langfristig Zerstörung)der Nationalitäten auf die Fahne geschrieben hat.

    Schon falsch, sie ist ein supranationales Mehrebenensystem. Sie schreiben also über etwas, das sie nicht kennen. In der BRD ordnen sich die Bundesländer in bestimmten Bereichen übrigens auch der Bundesebene unter, in den USA ebenfalls – also ein völlig normaler, demokratischer Vorgang.

    Die sozialistische Enteignung und Umverteilung findet auf anderen volkswirtschaftlichen Ebenen statt und dazu brauchen die Sozialisten von heute den Euro, den ESM und die EZB. Die Enteignung findet über die Entwertung des Geldes und die Veruntreuung und Umverteilung von Steuergeldern statt.

    Natürlich, darum haben wir ja auch den Fiskalpackt geschaffen und in fast ganz Europa Haushaltssperren installiert. Niemand wird enteignet, nichts ist bis jetzt in großem Umfang umverteilt worden – die Währung wird stabilisiert, nicht entwertet, umverteilt oder gar veruntreut.

    Wir MÜSSEN den Euro retten, wir MÜSSEN die Integration in Europa vorantreiben…

    So ist es – und zwar im eigenen Interesse. Letzteres steht übrigens auch im GG!! Wollen Sie ohne europäische Integration durch das 21 Jahrhundert wandeln? Wollen Sie einen gemeinsamen Markt ohne gemeinsame Währung? Viel Spaß, die internationale Wirtschaft, Kriminalität, sowie der internationale Terror freuen sich schon, wie auch die Konkurrenz in Washington, Moskau und Peking.

    Das Gegenteil davon wird mit Tabus belegt, damit die Menschen sich nicht trauen, Alternativen zu entwickeln und zu fordern.

    Zur Integration gibt es für die kleinen und mittleren europäischen Staaten nur eine einzige Alternative: den eigenen Untergang. Für mich ist diese Alternative nicht akzeptabel. Wer glaubt, andere; REALISTISCHE Alternativen zu kennen, möge sie vorbringen. Mit ist keine bekannt.

    Das Schlagwort lautet “Solidarität”.

    Falsch, es lautet Selbsterhaltung. Wir helfen anderen EU Staaten nicht aus Nächstenliebe und Solidarität ist für die Regierung ein Fremdwort, darum ist Merkel in anderen Staaten entsprechend beliebt. Es gibt nicht einen Cent geschenkt bzw. ohne Bedingungen.

  12. Und damit sind wir zurück im 21.Jahrhundert und seinen (national-)sozialistischen (wie gesagt: es gibt keine internationalen) Kontrollmechanismen.

    Falsch! Kontrafaktisch!
    Was ist mit der egalisierenden EU? Ein supranationales Konstrukt, das auf die Überwindung alles Nationalen abzielt?

    Alle Linken argumentieren, daß der(International-)Sozialismus seine Wurzeln im Humanismus habe (siehe Erich Mielke, „Ich liebe euch doch alle!“), der National-Sozialismus hingegen auf dem Recht des Nietzsche’schen Übermenschen zu Amoralität und Egoismus fuße. Doll versucht also, das negative Moment nicht im Sozialismus, sondern im Nationalismus zu verankern, und geht mit diesem fragwürdigen Beitrag doch nur der Meinungsdoktrin des PC-Leftablishments auf den Leim.

  13. es ist schon richtig, dass der Sozialismus in der Praxis national wird und werden muss. Die Macht errungen wird nun einmal in einem Staat. Die Marx-Engel’sche Utopie eines fast gleichzeitigen Übergangs zum Sozialismus der führenden Industrienationen ist eine kindische Fata Morgana. Einmal die Macht in einem Staate errungen, muss der Sozialist seine Nation notwendig abgrenzen von der feindlichen Umwelt, wie wir es aus der DDR und der Mauer her kennen. Um die Menschen bei Stange zu halten muss er die nationalen Traditionen reaktivieren; in der DDR waren es die zutiefst autoritären Traditionen Preussens.

    Es fängt bereits viel früher im Kampf für die ’soziale Gerechtigkeit‘ an. Man appelliert an die ‚Solidarität‘ der kollektivistischen Entität ‚Volk‘ bzw. ‚Rasse‘. Indem man zudem noch die freiheitlichen Kritiker, wie es das totalitäre Deutschland von Linkspartei, Grübe bis zur Parteilinken der sogenannten ‚SPD‘ als ‚asozial‘ einstuft, erlebt der “Volksschädling‘ seine Wiedergeburt.

    Kein Wunder, dass der Nationalsozialismus in der Ex-DDR blüht und gedeiht. Das ist auch das Resultat der konsequenten sozialistischen Politik der SED.

  14. Und so haben sich die National-Sozialisten selbst gesehen (Zitat Horst-Wessel-Lied):

    Kam’raden, die Rotfront
    und Reaktion erschossen,
    marschier’n im Geist
    in unser’n Reihen mit.

    Das bedeutet, dass sie sich selbst keineswegs als reaktionär angesehen haben!

  15. Der satanische Geist sagt:

    Der Zweck heiligt die Mittel.
    Der (vermeintlich/ vorgeblich) gute Zweck rechtfertigt die unguten (niederträchtigen) Mittel.

    Das ist das gemeinsame Betriebssystem, der Wesenskern, das verbindende Element aller totalitären Herrschaftssysteme. Alles andere sind nur unterschiedliche Erscheinungsformen („Benutzeroberflächen“) der Herrschaft Satans. Mal heißen diese Kommunismus, mal Faschismus, mal Stalinismus, mal Maoismus, mal Nationalsozialismus, mal Mohammedanismus, mal Multikulturalismus und marktgerechte Demokratie.

  16. #19 Euro-Vison

    …also ein völlig normaler, demokratischer Vorgang…

    Dass Sie es fertigbringen, im Zusammenhang mit der EU von Demokratie zu sprechen, ist ein Witz. Wann sind wir denn GEFRAGT worden, ob wir die EU in ihrer jetzigen Form wollen? Schon vergessen: wir haben – im Gegensatz zu Ägypten und anderen Entwicklungsländern – KEINE Verfassung, über die wir jemals abgestimmt hätten. Und wir haben 0 – in Worten NULL – Einfluss auf die Gesetzgebung in der EU.

    Zum Thema Enteignung: Wollen Sie etwa behaupten, dass Sie mit 50 Euro das einkaufen können, was Sie mit 100 DM einkaufen konnten?

    Dann fie faseln sie auch noch vom Stabilitätspakt. An diesen „Pakt“ wird man sich genauso halten wie an den Vertrag von Maastricht: nach Gutdünken, Lust und Laune.

    Zum Thema nationale Währung: Ist die Schweiz ein Armenhaus? Ist Schweden ein Armenhaus? Nein? Komisch…

  17. #19 Euro-Vison

    Zur Integration gibt es für die kleinen und mittleren europäischen Staaten nur eine einzige Alternative: den eigenen Untergang.

    Na, das erzählen Sie mal den Einwohnern der Insel Jersey! Die gehören nicht zur EU. Und wissen Sie was: das wollen die auch gar nicht!

  18. Natürlich gibt es ideologische Unterschiede zwischen den Nazies und den heutigen Linken. Aber das ist doch belanglos, wen interessiert es, ob die Lager nun KZs, Gulags oder Integrationscamps heißen?
    Sie versprechen alle das Paradies, wer diesem Ziel im weg steht, ist der Feind und darf mit allen Mitteln bekämpft werden. Bis hin zur physischen Vernichtung.
    Unsere Linken sind auf einem guten Weg, es ihren Brüdern im Geiste, den Nazies gleich zu tun.

  19. Es macht keinen Sinn, die BRD oder die EU als Sozialismen zu bezeichnen. Kennzeichen von Sozialismen ist es ja bisher immer gewesen, dass zuvor der Aufbau des Sozialismus explizit angekündigt wurde. Nein es haben sich aus demokratischen Strukturen heraus, totalitäre Systeme entwickelt. Die Wirtschaft ist kapitalistisch (und auch noch weitgehend rational geblieben), die Gesellschaft ist totalitär geworden. Ein Prozeß, den Ralf Dahrendorf (so meine ich) frühzeitig diagnostiziert hat, wenn auch nicht so drastisch. Das ist m. E. etwas völlig Neues und außerordentlich ernüchternd. Das hatte ich nicht auf der Rechnung.

  20. #28 ingres,

    so ist es wohl und damit haben Kritiker der Demokratie, siehe Hoppe, recht behalten.

    Die Demokratie kann ganz leicht entarten, wenn die Eliten falsch spielen.

    Dann kommen noch solche Schwätzer, wie #Euro-Vison, die tatsächlich glauben, dass irgendjemand ihr Geschwafel noch ernst nimmt, obwohl die Fakten eine andere Sprache sprechen und hinlänglich falsifiziert sind.

  21. #29 Antidote (07. Feb 2013 00:34)

    Es ist wohl so, dass mit der EU im Verborgenen eine „Lobby“-Diktatur geplant wurde. Der Anstoß könnte der Gedanke gewesen sein, dass Europa zusammengeschlossen werden muß, um im Konzert der Weltmächte zu bestehen. (So was sind einfach übergeordnete historische Prozesse, ähnlich der früheren Eroberungskriege, bzw. der Ausweitung eines Reiches Es kann keinen Stillstand geben) Dafür wurden halt diktatorische Kommissions-Strukturen usw. entworfen. Demokratisch läßt sich ein solches Projekt wohl auch nicht durchführen.

  22. #13 bullshito (06. Feb 2013 12:02)

    >>Die Frage ist, welche Gegenstrategie diesen verbrecherischen Gesinnungsterror aushebelt.<<

    Es gibt in der Demokratie kein Gegenmittel. Mir wurde das in den letzten 10 Jahren so langsam klar. (Ich hätte nie gedacht, dass ich mal an das Dreiklassenwahlrecht zurückdenken könnte)

    Entscheider dürfen nicht von der Bevölkerung gewählt werden. Solche Positionen müssen wie Hans Hermann Hoppe schreibt: nach überlegener Leistung hinsichtlich Vermögen, Weisheit, Mut oder einer Kombination davon an Individuen fallen, die in der Gesellschaft natürliche Autorität‘ erlangt haben und deren Meinungen und Urteile weitreichenden Respekt genießen.

    Die Auswahl der Politiker müßte also eher wie ein Berufungsverfahren an Universitäten oder die Besetzung von Positionen in der Wirtschaft vonstatten gehen. Dort haben sich ja Qualitätskriterien etabliert. Und sie sind bis heute nicht komplett ins Wanken gekommen.

  23. #19 Euro-Vison (06. Feb. 2013, 18:05)

    Zur Integration gibt es für die kleinen und mittleren europäischen Staaten nur eine einzige Alternative: den eigenen Untergang.

    Das ist eine durch nichts zu belegende Behauptung. Diese wird auch durch permanente Wiederholung nicht richtiger. Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass wirtschaftlich zwar kooperierende, politisch aber souverän agierende Staaten den Anforderungen der Zukunft in viel besserer Weise gerecht werden, als dies ein Völkergefängnis kann. Und es scheint auch eher so zu sein, dass demokratisch nicht legitimierte Konstrukte wie die EU und der Euro die Länder in Elend und Not treiben. Auch ist es keineswegs sicher, dass solche Machtblöcke wie die USA und China auf Dauer bestand haben und die nächsten 50 Jahre in ihrer heutigen Form überleben werden.

    Es bleibet dabei:

    „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg, aber der HERR allein gibt, dass er fortgehe.“
    (Sprüche 16,9)

Comments are closed.