OB Kuhn empfiehlt Steinbrück von Mao zu lernen

Die Macht der Grünen in Deutschland sollte niemand mehr unterschätzen. Sie bestimmen den politischen Diskurs wie keine andere Partei es je getan hat. Und sie genießen quasi „Immunität“ – in vielerlei Belangen.

(Von cantaloop)

Das jüngste Beispiel zeigt es deutlich:

Stuttgarts grüner Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück Weisheiten des chinesischen Revolutionsführers Mao Tsetung mit auf den Weg gegeben. Beim Neujahrsempfang der SPD zeigte Kuhn ein kleines, rotes Bändchen, in der linken Szene als „Mao-Bibel“ bekannt, und zitierte daraus den Ratschlag: „Fest entschlossen sein, keine Opfer scheuen und alle Schwierigkeiten überwinden, um den Sieg zu erringen.“ – „Ihr Weg ins Kanzleramt hat einen ähnlichen Charakter“, meinte Kuhn.

Das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen: der aktuelle grüne OB von Stuttgart, bekannt auch wegen seiner kommunistischen Vergangenheit, zitiert öffentlich aus der „Linken-Bibel“, Zitate eines der nachweislich größten Schlächters der Menschheitsgeschichte, ohne dass dies irgendjemanden auch nur ansatzweise stören würde. Selbst die Regionalpresse nimmt es seit Januar 2013 unkommentiert hin.

„Keine Opfer scheuen“ – aus dem Munde des chinesischen Großinquisitors, da könnte man eine Menge „hineininterpretieren“, wenn man böswillig wäre.

So wird es einfach hingenommen – es sagt ja ein vermeintlich „Guter“. So weit so … gut.

Jetzt stelle man sich das Ganze einmal auf der anderen Seite des politischen Koordinatensystems vor; ein ehemaliger NPD-Mensch wünscht Angela Merkel alles Gute zur Verteidigung der Kanzlerschaft – und zitiert hierbei aus dem bekannten Machwerk „mein Krampf“.

Die mediale Empörung hierüber kann man sich leicht vorstellen – tagelang würde nichts anderes mehr gesendet und geschrieben werden. Alle Berufsempörten könnten sich zu Worte melden – und würden die entsprechende mediale Präsenz bekommen.

Quintessenz des Ganzen; wenn man auf der „richtigen“ Seite des politischen Spektrums steht, kann man im Grunde tun und lassen, was einem beliebt – man ist quasi „unantastbar“. Und solange man die „Menschenfreunde“ Mao, Polpot, Che Guevara oder Stalin zitiert, ist sowieso alles im Lot.

Denn was politisch „richtig“ ist, bestimmt einzig und allein – Linksgrün!