Mit Rassisten gegen Rassismus

Es ist wieder einmal soweit: Sozialisten ermahnen die Menschheit, die Verbrechen des Sozialismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Sozialisten rufen die Welt dazu auf ‚niemals wieder’ den Sozialisten zu erlauben, die Welt in den Krieg zu stürzen. Sozialisten demonstrieren erbost, empört und ‚ein Stück weit traurig’ gegen Sozialismus. Was ist passiert? – Die „Woche gegen Rassismus“ steht an.

(Von Arent)

Freilich nicht den Rassismus. Nein, gemeint ist der andere Rassismus, der von den anderen. Mit dabei: Keine Buddhisten, Menschenrechtler, Liberale, Christen, keine Sabatina James, Ayaan Hirsi Ali oder die Eltern von Miriam Monsonego – sondern vielmehr ein Potpourri aus Antisemiten, Verschwörungstheoretikern, sonstigen ‚Experten’ für Rassismus und echten Rassisten zum Anfassen und Knuddeln.

Es ist an der Zeit, anlässlich der „Woche gegen Rassismus“ (PI berichtete) die schlimmsten Exponenten dieses Gruselkabinetts Revue passieren zu lassen, nur um sich einmal zu verdeutlichen, was für ‚Experten’ für Rassismus das sind, die uns jedes Jahr aufs neue unwidersprochen Toleranz und Frieden predigen:

Platz 1: Wolfgang Benz

Der Antisemitismus-‚Experte’ schoss den Vogel ab, als er nach dem Mord an drei kleinen Kindern in Toulouse, unter ihnen die siebenjährige Miriam Monsonego, durch den Salafisten Mohammed Merah, den darauf folgenden Demonstrationen in Frankreich für einen Mörder an Kindern – die in Forderungen nach einem Völkermord an den Franzosen gipfelten – „keine neue Dimension von Antisemitismus“ „erkennen“ konnte. Natürlich konnte er auch bei Augstein keinerlei Antisemitismus erkennen. Überhaupt scheint es die Aufgabe von Herrn Benz zu sein, Rassismus wegzudefinieren, wenn er der Politik gerade nicht in den Kram passt.

Platz 2: Jakob Augstein

Das Geraune vom Weltfinanzjudentum, dem Inside-Job & Co. ist bei Augstein fast vergleichsweise harmlos – den 9. Platz auf der Liste der schlimmsten Antisemiten des Simon Wiesenthal Centers hat er sich eher stellvertretend verdient für das kollektive Nachtreten und Feixen der europäischen Medien, die Verschwörungstheorien vor allem dazu brauchen, damit sie ihre Freude und ihren Hass irgendwie als anständig verkaufen können. Macht sich ja nicht so gut im Lebenslauf, sich über 3000 tote Amis, Frauen, Kinder zu freuen – der moderne Sozialist muss so etwas moralisch abdichten.

Platz 3: Beate Frankenberger und Benjamin (richtiger Name: Bajrambejamin) Idriz

Eigentlich eher ein unbeschriebenes Blatt. Wenn es eine evangelische Pfarrerin allerdings fertig bringt, zu einer Woche die (zumindest offiziell) gegen Rassismus gerichtet ist, einen vom Verfassungsschutz beobachteten Kontakt der Muslimbrüder Ägyptens einzuladen, dann ist sie entweder verdammt subversiv oder sieht die Woche, wohl zu Recht, eher als eine Woche für Rassismus an. Wir erinnern uns daran, dass die Muslimbrüder an der Kairoer Erklärung der Menschenrechte nicht ganz unbeteiligt waren, in deren ersten Artikel die Gleichheit aller Menschen abgeschafft wird.

Platz 4: Beate Klarsfeld

Immer noch. Wer es schafft in einem MfS-Bericht für die ‚erfolgreiche Geschichtspolitik’ (Geheimdienstjargon für Geschichtsfälschung) belobigt zu werden und abzukassieren, weil sie Kurt Georg Kiesinger im Auftrag der Stasi medienwirksam für seine sozialistische Vergangenheit ohrfeigte – und dann noch die Chuzpe besitzt, als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt anzutreten -, hat sich auch heute noch wahrlich einen Platz auf der Liste der schlimmsten ‚Experten’ für Rassismus der heutigen Bunten Republik verdient.

Platz 5: Aiman Mazyek

Fand Toulouse – völlig zu Recht – rassistisch. Allerdings nur, bevor herauskam, dass der Täter Mohammed Merah hieß. Danach konnte er sich an diese Einschätzung mit einem Mal gar nicht mehr erinnern. Vielmehr war es jetzt die siebenjährige Miriam Monsonego, die den armen Mohammed Merah ausgegrenzt und ihn damit quasi dazu gezwungen hatte, sie an den Haaren zurückzuziehen, ihr die Pistole an die Schläfe zu setzen und abzudrücken. Es stellt sich die Frage, wer eigentlich schlimmer ist – Mohammed Merah – oder vielleicht doch eher die ‚Experten’, die auf ihre ganz eigene Art Beifall klatschen – Wolfgang Benz und Aiman Mazyek.

Platz 6: Laura Himmelreich/Die Sexismus Debatte

Ach ja, immer dieser Sexismus in unserer Gesellschaft. Natürlich nicht der Sexismus. Nein, der andere. Zwangsheiraten, Ehrenmorde, die gewaltsame Verhinderung interethnischer Heiraten – ja, all das sieht irgendwie oberflächlich nach Sexismus und Rassismus aus. Aber in Wirklichkeit, der wahre, echte Sexismus, wird von Dirndl-Attentätern wie dem kapitalistisch-imperialistischen Schmerbauch Brüderle begangen. Für echten Sexismus bleibt den Sexismus-‚Experten’ da gar keine Zeit mehr, irgendwo muss man ja anfangen und Gleichberechtigung ist sowieso nur was für weiße, reiche Frauen.

Platz 7: Maischberger und Kerner

Wollen sich nicht mehr daran erinnern, wie der Steinigungs-Befürworter Pierre Vogel durch ihre Sendungen getingelt ist. Quasi der Super-Gau, das Tschernobyl der Toleranz und Friedensprediger. Im Gegensatz zur Atomkraftindustrie redet heute allerdings keiner mehr darüber. Was nicht daran liegt, dass Vogel seinen neuen Bekanntheitsgrad nicht effizient nutzen würde, sondern vielmehr daran, dass die ÖR nicht gerne erinnert werden, dass sie an allem schuld sind.

Platz 8: Die ‚Antirassismusreferate’ an deutschen Unis

Haben im Jahre 2013 immer noch nicht mitbekommen, dass Benno Ohnesorg von Karl-Heinz Kurras, einem Stasi-IM, getötet wurde. Ziehen immer noch in den Kampf gegen den ‚Polizeistaat BRD’, weil sie sich nicht eingestehen wollen, dass sie eben doch nicht so clever sind und ‚das System’ eben nicht ‚durchschaut’ haben. Wollen nicht wahrhaben, dass in Stammheim die Mitglieder der RAF letztendlich im Dienste ihrer eigenen Mörder Selbstmord begangen haben. Finden Verschwörungstheorien, Antisemitismus und Rassismus dufte und das Weltfinanzjudentum total blöd – solange alles dem Endsieg über den Kapitalismus dient. Werden ganz böse, wenn Christen, Juden, Buddhisten, Aleviten, Homosexuelle gegen jeden anderen Rassismus demonstrieren wollen.

Platz 9: Ahmadinedschad

Zwar reisen die Sozialisten in letzter Zeit seltener in den Iran, Ahmadinedschad steht hier allerdings stellvertretend für eine ganz andere, gruselige Allianz, die eine eigene Geschichte hat und die man sehr schön in Marjanne Satrapis „Persepolis“ oder Alice Schwarzers „Die große Verschleierung“ nachlesen kann. Wer es schafft, mit den Stimmen der OIC eine UN-Konferenz „gegen“ Rassismus, Durban II, durchzudrücken und dort Ahmadinedschad als Hauptredner auftreten zu lassen – beklatscht von so toleranten und friedliebenden Staaten wie Nordkorea, Sudan und Pakistan -, der lässt die Initiatoren der ‚Woche gegen Rassismus’ wie blutige Anfänger aussehen.

Platz 10: Der Sozialismus

Mehr als 100 Millionen tote Menschen in zwei Jahrzehnten. Teilt die Menschen in Gruppen ein, vernichtet und deportiert Minderheiten, identifiziert die Mitglieder der besitzstandswahrenden Klasse im Zweifel an fehlenden Schwielen an den Händen und spricht ihnen jedes Recht auf Leben ab. Regt sich unwahrscheinlich über Diskriminierung am Arbeitsplatz und Intoleranz bei Einwanderung auf. Das nennt man auch Spinning.