Türkei will unsere Museen erleichtern

Der türkische Kulturminister Ömer Celik (Foto) fordert fünf antike Schätze aus Berlin zurück, die nach seiner Auffassung illegal aus der Türkei ausgeführt wurden. Dazu will er eine Entschuldigung und macht sein Maul ganz weit auf: Viele Deutsche in der Türkei würden die Standards nicht einhalten und die Stätten als „wüste Landschaft“ zurücklassen. Als Beispiele nennt er Göbekli Tepe in Südostanatolien – wo im Jahr 2000 eine 11500 Jahre alte Statue gestohlen wurde, angeblich wegen mangelhafter deutscher Sicherheitsmaßnahmen – und die deutsche Grabungsstätte in Milet. Dort werde seit 114 Jahren gearbeitet, „doch ist bis heute nicht einmal für den Wasserabfluss gesorgt“, weshalb Teile eines Weltkulturerbes unter Wasser stünden. Dazu ein paar Anmerkungen:

Die Türkei ist nicht das einzige Land, das unsere Museen erleichtern will. Führend ist auch Ägypten. Hätte es aber deutsche Archäologen und andere europäische imperialistische Mächte wie England in den letzten 150 Jahren nicht gegeben, wären die Schätze längst kaputtgeschlagen, verkommen und von Grabräubern verkauft worden. Gerade die islamischen Staaten waren völlig uninteressiert an allem, wo nicht Allah draufstand! Wie ist das mit den Museen in Bagdad? Ist da noch was? Wie ist es mit dem ägyptischen Museum in Kairo? Ist da noch was oder ist es bereits ganz ausgeräumt und beklaut worden. Wesentliche Teile fehlen sicher. Ein alljährlicher Schwund, derzeit noch befördert durch den „arabischen Frühling“, ist eine Tatsache. Der Türke soll also gefälligst schweigen. Zu Zeiten, als Schliemann Troja ausgrub, wußten die Türken nicht mal, was Troja war! Und die Akropolis in Athen ließen sie während ihrer jahrhundertelangen Besatzung verkommen!

Vielleicht guckt dieser unverschämte türkische Minister erstmal, daß der Wasserabfluß überall in Istanbul funktioniert und in Anatolien die Klospülung!