Uiuiui! Karfreitags darf die taz nicht tanzen!

Alle Jahre wieder beklagen sich die taz und ein paar andere bresthafte Linke (auch BILD, siehe Aufmacher) gebetsmühlenhaft, daß sie am Karfreitag nicht tanzen dürfen, weil es wegen der Kirche verboten sei. Schlimm, schlimm. Muß abgeschafft werden, das Tanzverbot! (Dafür brauchen wir mehr mohammedanische Feiertage, fordert die taz immer wieder.) Da fragt man sich doch, in welcher Müsli-Bar wieviele der müden, alten Weiber in der taz-Redaktion heute abend zwischen 20 und 24 Uhr eigentlich ihr Tanzbein schwingen wollten. Da hat doch sowieso noch keine Disko offen!

Der „Berghain“ macht um Mitternacht erst die Garderobe auf, da ist ja schon Samstag, und es darf getanzt werden! Aber die Tazler wollen unser – ausgerechnet – Mitleid, was übrigens auch eine christliche Erfindung ist! Im Kommentarteil schreibt einer:

Der TAZ geht es nicht im geringsten um die identitätslosen jungen Menschen, die sich besaufen möchten. Es ist schlicht ein weiterer Baustein in der immer radikaleren anti-christlichen Rhetorik und im Feldzug gegen das Christentum in Deutschland.

Stimmt, es gibt aber noch ein anderes interessantes Moment. Jahrhundertelang war es bei Christen verboten, am Freitag Fleisch zu essen. Das fand natürlich jeder taz-Ökologe völlig sinnfrei und idiotisch. Und was sagen die Ökomüsli-Hohenpriester heute? Donnerstags ist fleischfreier Veggiday! Natürlich kommt nur der Donnerstag in Frage. Der Freitag auf keinen Fall. Wir sind doch atheistisch und aufgeklärt und glauben an nichts! An nichts?

Irgendwann kommt die taz-Forderung auf einen diskofreien Tag in der Woche – um Strom und CO2 zu sparen! Das ist sicher!