Emmet Scott ist ein Historiker, spezialisiert auf die antike Geschichte des Nahen Ostens. Während der letzten zehn Jahre hat er sich insbesondere mit der späten klassischen Zeit und ihrem Niedergang beschäftigt, den er als eines der wichtigsten Ereignisse der westlichen Zivilisation ansieht. Das vorliegende Dokument ist das letzte Kapitel aus dem Buch von Emmet Scott. Er befasst sich mit den Thesen des belgischen Historikers Henri Pirenne zur Geschichte Europas vor und nach dem Beginn der islamischen Eroberungen um 700 n.Chr. Wir haben den Text übersetzt, leicht umstrukturiert und mit Untertiteln und ->Links versehen.

Henri Pirenne  (1862 – 1935)

1. Die germanische Völkerwanderung hat weder die Einheit der vom Mittelmeer getragenen Kulturwelt zerstört noch das vernichtet, was an wesentlichen Elementen der römischen Kultur noch im 5. Jahrhundert bestand. […]

2. Das Abbrechen der antiken Tradition ist durch den raschen unvorhergesehenen Vormarsch des Islam ausgelöst worden. Die Folge war, daß die Einheit des Mittelmeerraumes zerstört und der Orient endgültig vom Abendlande geschieden wurde. Länder wie Afrika und Spanien, die bis dahin zur abendländischen Welt gehört hatten, fallen seitdem in den von Bagdad aus bestimmten Bereich.

Die Schließung des Mittelmeeres und der Verlust von Papyrus

Wir haben gesehen daß – egal was auch sonst in Europa jener Zeit geschah – die griechisch-römische Kultur in ihrem Kernland, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika ein abruptes Ende genommen hatte. In rasantem Tempo erschien in diesen riesigen Territorien eine neue, komplett andersartige Zivilisation. Diese neue islamische Kultur erbte die Ressourcen, den Reichtum und Wissensschatz der vorhergegangenen und hatte von Anfang an einen enormen Vorteil gegenüber den Überbleibseln des römischen Reiches in Europa. Letzteres war noch vorwiegend ländlich, meistens „heidnisch“ und tribalistisch. Trotzdem war es das Zuhause einer großen und anwachsenden Population welche in den Gebieten des ehemaligen römischen Reiches wie Gallien, dem zentralen Europa sowie Spanien noch immer stark unter dem Einfluß von Rom, oder spezifischer von Byzanz stand. Wie Pirenne aufzeigte, beendete der Verlust des Nahen Ostens sowie Nordafrikas an den Islam die meisten der Handels- sowie kulturellen Kontakte welche vorher zwischen diesen Territorien und Europa bestanden hatten.

Letzteres verarmte jedoch nicht, es war im späten 6. Jahrhundert ökonomisch größtenteils unabhängig. Der Handel mit Luxusgütern wie Wein und Gewürzen sowie der kulturelle und politische Einfluß von Byzanz nahmen allerdings ein Ende. Die großartigen westgotischen und merowingischen Basiliken mit ihren Marmorsäulen und bunten Mosaiken wurden nach einer längeren Pause in der Bautätigkeit mit den eher düsteren und kleineren Strukturen der romanischen Periode des 10. Jahrhunderts ersetzt. Im großen Ganzen hatte der Kontaktverlust mit dem Osten für die Mehrheit der Europäer also keine schrecklichen ökonomischen Konsequenzen. Im Gegenteil; sie wurden auf ihre eigenen Ressourcen zurückgeworfen und es kann durchaus sein, daß den wichtigen westlichen Traditionen wie Erfindungsreichtum und Innovation eben zu jener Zeit Leben eingehaucht wurde. Es gab jedoch ein Produkt, dessen Verlust nicht einfach wieder gut gemacht werden konnte, und sein Fehlen hatte einen tiefgreifenden Einfluß auf den Westen: Papyrus.

Als kulturelles Ereignis kann der Abbruch der Lieferungen von Papyrus nach Europa nicht überschätzt werden; in Tat und Wahrheit wurde es bisher unterschätzt. Papyrus gehörte zu den relativ billigen Schreibutensilien und wurde überall im städtischen sowie merkantilen Milieu verwendet. Es bot sich auch als Material an, auf welchem fast das ganze Wissen und  Gedankengut der Antike festgehalten wurde. Der Verlust von Papyrus führte unweigerlich zum Verlust der Hauptmasse klassischer Literatur – einmal abgesehen von den Bemühungen der Kirchenleute davon Abschriften auf Pergament zu erstellen. Von der Mitte des 7. Jahrhunderts an entwickelte sich Europa im Grossen und Ganzen zu einer ungebildeten Gesellschaft und die gelehrten sowie redegewandten Stadtbewohner welche so typisch für die klassische Antike waren, verschwanden. Von nun an konnten außer dem Klerus (auch da nicht ausnahmslos) sehr wenige Menschen lesen und schreiben.

Das Resultat der muslimischen Eroberungen:

Die kulturelle Zerstörung der Levante und Nordafrikas

Der Einfluß des Islam auf Europa war also in erster Linie kultureller und nicht, wie Pirenne annahm ökonomischer Natur. Und nachdem der Islam Europa von den Quellen der klassischen Lehren abgeschnitten hatte, begann er seine Macht auf den Kontinent auszuüben. Hier müssen wir wiederum etwas betonen, was bisher zu wenig Beachtung gefunden hat: tatsächlich war die Einwirkung des Islam auf Europa immens. In den vorislamischen Jahren kam der überwiegende kulturelle Einfluß aus dem Osten, von Byzanz und der Levante. Nachher kam er noch immer aus dem Osten; Osten bedeutete nun aber Islam. Und die Ideen vom Nahen und Mittleren Osten sowie von Nordafrika, welche jetzt das Mittelmeer überquerten waren alles andere als aufgeklärt.

Avicenna und Averroes – was haben sie gebracht?

Der Konsens geht dahin, daß der Islam im Frühmittelalter eine bedeutende kulturelle und ideologische Auswirkung auf Europa hatte. Wie wir gesehen haben tendieren die Historiker dazu, sich auf Wissenschaft und Philosophie zu konzentrieren. Es ist zum Beispiel bekannt, daß islamische Gelehrte im späten 10. und frühen 11. Jahrhundert, beginnend mit dem Perser Avicenna (Ibn Sina), ausführliche Kommentare zum Werk von Aristoteles verfaßten.

Avicenna (Abdullah Ibn Sina) 980 – 1037

Diese versuchten sie – allerdings mit nur geringem Erfolg muß man hier anfügen – ins islamische Gedankengut zu integrieren. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts übernahm der spanische Muslim Averroes (Ibn Rushd) den Stab von seinem Vorgänger und schrieb seine eigenen Kommentare über den griechischen Philosophen.

-> Ibn Rushd (Averroes)
-> Bidayat-al-mudjtahid: DER JIHAD

Zu der Zeit waren die arabischen Lehren den europäischen Schriftgelehrten bekannt. Männer wie zum Beispiel John von Salisbury hatten sogar eigene Vertreter in Spanien, welche die arabischen Manuskripte beschafften und sie dann ins Lateinische übersetzten. „Bald waren die Ausführungen von Averroes so verbreitet in Europa“, sagt ein Historiker, „daß er der ‚Kommentator’ und Aristoteles der ‚Philosoph’ genannt wurde.“ [1] Etwas früher hatten sich christliche Europäer in die von Muslimen kontrollierten Gebiete wie zum Beispiel Sizilien aufgemacht um sich – oft verkleidet – Zugang zum wissenschaftlichen und alchemistischen Wissen der Sarazenen zu verschaffen. Kein Geringerer als Gerbert von Aurillac, das Genie des 10. Jahrhunderts auf welchem die Figur von Faust basiert, reiste genau zu diesem Zweck in die muslimischen Territorien.

Der tief greifende islamische Einfluß auf das philosophische und theologische Denken der Europäer wurde auch von Briffault hervorgehoben der dazu folgendes sagt: „Der exakte Parallelismus zwischen der islamischen und der christlichen Kontroverse ist zu engmaschig um mit der Ähnlichkeit ihrer Situation wegdiskutiert werden zu können und die Überschneidungen sind zu fundamental und zahlreich als daß sie lediglich als solche anerkannt werden sollten. … Dieselben Fragen, dieselben Themen welche die theologischen Schulen in Damaskus beschäftigten, tauchten nach einer Zeitspanne von einem Jahrhundert auf identische Weise in Paris auf.“ [2] Und weiter: „Die gesamte Wortklauberei der arabischen theologischen Debatte hat sich physisch auf das Christentum übertragen. Die Schlagwörter, Dispute, die verärgerten Fragen, Methoden, Systeme, Konzepte, Häresien, die Apologetik und -> Irenik wurden von den Moscheen an die Sorbonne transferiert.“ [3]

Die Juden bringen kulturelles Wissen aus dem Osten

Natürlich kamen die Europäer nicht umhin, von dem was sie im islamischen Spanien und Süditalien entdeckten beeindruckt zu sein. Sie selbst lebten ja in einer relativ zurückgebliebenen Umgebung. Wichtige Technologien gelangten in dieser Zeit via jüdische Händler und Gelehrte – sie waren für eine Weile die einzige Menschengruppe welche die christlich-islamischen Grenzen in Sicherheit überqueren konnte –  nach Europa. Letzteres verdankt seine Aneignung von Erkenntnissen über das „arabische“ numerische System,  alkoholische Destillation, möglicherweise Algebra sowie eine Menge anderer Information diesen jüdischen Reisenden unter welchen sich Ärzte, Alchemisten und Mathematiker befanden. „Mohammedanische Philosophie und Theologie wurden von den Juden und dem weltstädtischen Haus von Monte Cassino in die Klöster der Benediktiner gebracht.“ [4] Speziell die spanischen Juden „überbrachten arabische Versionen griechischer Denker der Christenheit.“ [5] In Tat und Wahrheit war der Beitrag dieser jüdischen Händler und Gelehrten derart wichtig, daß man wohl sagen kann, die Juden hätten Europa im richtigen Moment mit dem Wissen beliefert, welches es ihnen ermöglichte, dem muslimischen Ansturm stand zu halten. Und wir wissen ja, wie Europa sich später bei ihnen bedankt hat!

Der Islam konfrontiert Europa mit einer ausgefeilten Unterwerfungsdoktrin

Alles oben gesagte ist weit herum bekannt und wird von niemanden in Abrede gestellt. Wie wir jedoch sahen, mangelte es den Europäern keinesfalls an ihren eigenen griechischen und lateinischen Texten. Buchstäblich alle klassische Literatur welche uns überliefert ist, wurde von fleißigen christlichen Mönchen und nicht von arabischen Philosophen überliefert. Zudem werden wir nun verfechten, daß der wahre ideologische Abdruck des Islam nicht das aufgeklärte Denken von Avicenna und Averroes – welches abgelehnt und aus dem muslimischen Kanon herausgeworfen wurde – sondern dunkleres Material aus dem Koran und den hadith-Sammlungen war: Dies sind die Doktrinen

– des immerwährenden Krieges gegen die Ungläubigen
-> Ziel des „Heiligen Krieges
– der heiligen Täuschung (taqiyya)
-> Taqiyya
– der Todesstrafe für Apostaten und Häretiker
-> Abfall vom Glauben / Apostasie
– der Folter im Rechtswesen
-> Ungläubige können bei Bedarf gefoltert werden
– des Sklaven- und Konkubinenerwerbs als rechtschaffene Arbeit
-> Sklaven im Islam
-> Sexueller Mißbrauch von Sklavinnen und weiblichen ungläubigen Kriegsgefangenen

Es waren diese Lehren und nicht diejenigen der Philosophen welche unauslöschliche  Spuren im mittelalterlichen Europa zurückgelassen haben – gleich von allem Anfang an.

Bilderstürmerei

Die erste islamische (oder koranische) Idee, welche in Europa Anhänger fand, und die erste sichtbare und beachtete war der Impuls zu Bilderstürmerei, die Zerstörung von religiösen Bildern und Kunst. Sie begann ungefähr zwischen 726 und 730 als der byzantinische Kaiser Leo III die Entfernung und Zerstörung aller sakralen Statuen und Bilder im gesamten Reich anordnete. Die Rechtfertigung entnahm er der diesbezüglichen Anprangerung im Alten Testament, allerdings ist es offensichtlich, daß er dazu in der aktuellen Situation vom Islam inspiriert wurde.

Dieses Ereignis der Bilderstürmerei-Episode ist von vorrangiger Wichtigkeit. Es wurde immer wieder die Frage aufgeworfen: Wie ist es möglich, daß der byzantinische Kaiser gegen eine der fundamentalen Grundpfeiler seines Glaubens (die Verehrung von heiligen Bildern) vorging indem er sie in einer Art zerstören ließ, die an Oliver Cromwell erinnert? Das konnte nur durch eine sehr tiefgehende Krise ausgelöst worden sein. Wir sahen bereits, daß das Vordringen des Islam in den ersten Jahren unaufhaltbar schien. Das Kaiserreich erlitt Niederlage um Niederlage. Innerhalb einer guten Dekade hatte es alle Besitzungen außerhalb Anatoliens verloren. Das schloß die reichsten und produktivsten Provinzen Ägypten und Syrien ein, einst zentrale Reichsteile während mehr als 700 Jahren. Das Reich erlebte seine dunkelsten Zeiten und der Fall von Konstantinopel schien unausweichlich. Es sind genau Erschütterungen dieser Art – solche, die unsere schiere Existenz bedrohen – die Menschen dazu führen, grundsätzliche Fragen zu stellen und das zuvor Undenkbare zu denken. Die Byzantiner werden ihre Niederlagen als Zeichen göttlichen Zorns interpretiert haben und als Indikator etwas falsch zu machen – etwas, was ihre muslimischen Gegner vielleicht richtig machten: Ein zentraler Grundsatz des Islam ist das Verbot der Verehrung von Bildern und Statuen welche als Götzenanbetung verdammt wird. Sicherlich erkannten einige Byzantiner genau dies als zentrales Problem.

Wenn diese psychologischen Hintergründe der byzantinischen Bilderstürmerei zugrunde liegen wird klar, daß Konstantinopel islamisches Denken nicht willentlich und enthusiastisch übernommen hat. Vielmehr muß man annehmen, daß die Byzantiner glaubten, der neue Glaube aus Arabien stünde in der Gunst Gottes. Die Übernahme islamischer Ideen schien also ein Weg zu sein, tiefliegende Probleme zu lösen. Immerhin gilt es zu vermerken, daß so oder so islamische Konzepte übernommen wurden. Die ganze christliche Welt in Ost und West wurde durch den Islam bedroht und auf die eine oder andere Art begannen Christen, die Übernahme islamischer Ideen als Antwort auf diese Krise anzusehen.

Die Bilderstürmerei verursachte einen großen Zwist im Reich und wurde insbesondere im Westen verworfen – was wiederum, so scheint es,  zum endgültigen Bruch zwischen dem Papst und Konstantinopel beitrug. Schon die einfache Tatsache, daß ein byzantinischer Kaiser eine so offensichtlich vom Islam inspirierte Politik einführte beweist den großen Einfluß, welche diese Ideologie in Europa gewann.

» Morgen: Teil 2

(Im Original erschienen auf derprophet.info)

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28 KOMMENTARE

  1. Wie schon mehrfach geschrieben,der kulturelle und wissenschaftliche Anteil an der Entwicklung Europas im Mittelalter, ist ein gigantisches Nichts.

  2. Danke, danke dafür, einen so ausführlichen geschichtlichen Rückblick über den tatsächlichen Islam zur Verfügung zu stellen.
    1400 Jahre Macht der eigentlich Ohnmächtigen, der heute lächerlich dahingleitenden und das mitten in Europa. Malmö, Brüssel, Berlin als derzeit größte Machtzentralen einer vorsteinzeitlichen Begierde sprechen eine zu deutliche Sprache, als dass wir uns als Germanen mit historischen Hintergründen im Sinne von Schlacht im Teutoburger Wald, Bauernkrieg 1525, Thomas Münzer, Martin Luther, Reformation, Aufklärung, Völkerschlacht 1813 auch nur ansatzweise, wie von den islamgetreuen, egal ob in rot-grüner Unverantwortlichkeit oder nicht mehr zu ertragenden sogenannten Zentralräten der „…“
    auch nur für etwas zu schämen haben oder hätten.
    Mitunter sei ein Gang in die Geschichte gewagt, besonders für die o.g. Clique. Voraussetzung natürlich: man kann lesen….
    Und wenn ich die Gesprächsthemen und die Art so mancher Muslimen im Unterricht oder in öffentlichen Verkehrsmitteln reflektieren lasse, sei die Deutung eines IQ-Wertes einfach nicht mehr notwendig: das Hirn trägt man versteckt im iPod. Immerhin besser als die Mühe des Lernens.
    Im Übrigen bin ich Lehrer an einer Hauptschule, Migrantenateil 90%

  3. Auch wenn weniger Leute kommentieren, als bei Reißerthemen. Geschichte ist so wichtig, denn:

    1. sie zeigt uns, daß wir heute nicht die ersten sind, die sich mit diesem Irrsinn auseinandergesetzt haben

    2. Sie macht Vorschläge über gangbare Lösungen, sodaß mit nicht gangbaren Lösungen (z.B. zu versuchen mit Appeasement der „Politkult“ Islam beikommen zu wollen) keine Zeit verschwendet zu werden braucht.

  4. „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und Da wirst Du nur Schlechtes und Inhumanes finden….“

    Dieses Diktum des byzantinischen Kaisers Manuel II. Palaiologos zitierte Papst Benedikt an der Universität Regensburg. Die Reaktion der Moslems darauf — weltweit hunderte Morde an Christen und hemmungslose Gewalt.

    Quod erat demonstrandum.

  5. Sehr interessant. Was ich aber dann nicht ganz verstehe ist, warum sich die Bilderverehrung (Ikonographie) in der Ostkirche bis heute erhalten hat. Sie ist ja dann im Grunde verstärkt worden gegenüber den Lehren des Islam.
    Im Artikel wird von Anpassung an den Islam diesbezüglich gesprochen – also Ablehnung der Verbildlichungen (kein Bildnis zu machen, ist dabei aber auch biblisch!). Die Orthodoxie ist ja gerade für ihre Verehrung von Ikonen bekannt. Stärker noch als die Westkirche (Katholische Kirche).

  6. Zur Bilderstürmerei und den islamischen Einfluss:

    Was die Ablehnung der Bilder-, „Heiligen“-, Reliquien-, Klerus- und Dogmenverehrung angeht, ebenso wie die Ablehnung der Kreuzesvergötzung, der Sakramentszaubereien, der angeblichen Dreilichkeit Gottes und der daraus abgeleiteten Hierarchisierung der Gesellschaft mit dem Klerus an der Spitze, hat der Islam völlig recht.

    Es wäre für die Menschen auch heute noch heilsam, statt infantil-kindisch die Rettung in derartigen Scharlatanereien und Äußerlichkeiten bzw. bei „ihren“ profanen oder klerikalen Regierenden zu suchen, sich auf die innere Gottesebenbildlichkeit zu besinnen und durch Überwindung der eigenen Charakterschwächen die eigene schöpferische Gestaltungskraft (auch gesellschaftlich) und Freiheit wiederzugewinnen, die heute so sehr fehlt und auch eine Mitursache für den gesellschaftlichen Verfall ist.

    In diesen Dingen stehen Islam und Judentum einander und der Wahrheit des Einen Ewigen viel näher als beide dem leider immer noch verfälschten Christentum. Das Christentum hat eine radikale Rückkehr von den genannten Irrtümern zum Ursprung nötig.

  7. Sehr gut zu lesen.Bei Norbert G.Pressburg
    (Good Bye Mohamed)wird Avicenna und Averroes
    nicht als Muslime beschrieben.Also Mulsime gegen Willen,sonst hätte man sie umgebracht,ganz klar.Heute noch ist es so das viele sich als Moslems ausgeben um keinen Ärger zu kriegen.
    Warten wir auf den zweiten Teil…

  8. Die Bilderstürmerei verursachte einen großen Zwist im Reich und wurde insbesondere im Westen verworfen – was wiederum, so scheint es, zum endgültigen Bruch zwischen dem Papst und Konstantinopel beitrug.

    Das halte ich jetzt für sehr unwahrscheinlich, denn der Ikonoklasmus war im Byzantinischen Reich nur eine Episode. Der Bruch hat andere Ursachen. Auch die These, dass diese Episode des Ikonoklasmus vom Islam inspiriert wurde ist zwar eine interessante Idee aber ob sie stimmt? Eine Ablehnung von Bildern hat es im Christentum sicher von Anfang an gegeben (schließlich ging es ja aus dem nicht gerade bilderfreundlichen Judentum hervor), und möglicherweise hat sich der Islam aus einer solchen Strömung des Christentum entwickelt bzw. wurde von ihr zumindest stark beeinflusst.

  9. Zum Papyrus zitiere ich mal Wikipedia:
    Papyrus was replaced in Europe by the cheaper, locally produced products parchment and vellum, of significantly higher durability in moist climates, though Henri Pirenne’s connection of its disappearance with the Muslim overrunning of Egypt is contended. Its last appearance in the Merovingian chancery is with a document of 692, though it was known in Gaul until the middle of the following century. The latest certain dates for the use of papyrus are 1057 for a papal decree (typically conservative, all papal „bulls“ were on papyrus until 1022), under Pope Victor II, and 1087 for an Arabic document. Its use in Egypt continued until it was replaced by more inexpensive paper introduced by Arabs. By the 12th century, parchment and paper were in use in the Byzantine Empire, but papyrus was still an option.

  10. Es gibt nur einen Weg, die abendlaendisch, christlich, aufgeklaerte Kultur von Westeuropa zu erhalten

    Rekonquesta ala Spanien, alle Musleme raus, zurueck in ihre Herkunftslaender, die sie wieder bereichern koennen.

    Der Westen ist wahrscheinlich zu verweichlicht dazu, man hat aber einen Trumpf im Aermel, Russland mit seinen Soldaten koennte aushelfen, wenn wir ihnen gleichberechtigtem Zugang in westliche Zusammenschluesse anbieten, die ein Europa der Vaterlaender lt. DeGaulle-Adenauer nur sein kann, nicht das groessenwahnsinnige, zentralistisch-diktatorische, sozialistisch/gruenne Gebilde, was in Bruessel residiert.

  11. #7 Occident (16. Mrz 2013 20:54)

    Was ich aber dann nicht ganz verstehe ist, warum sich die Bilderverehrung (Ikonographie) in der Ostkirche bis heute erhalten hat… Die Orthodoxie ist ja gerade für ihre Verehrung von Ikonen bekannt. Stärker noch als die Westkirche (Katholische Kirche).
    ————————-

    Das frage ich mich auch. Oben im Text heißt es:

    die Zerstörung von religiösen Bildern und Kunst. Sie begann ungefähr zwischen 726 und 730 als der byzantinische Kaiser Leo III die Entfernung und Zerstörung aller sakralen Statuen und Bilder im gesamten Reich anordnete.

    Edessa musste 944 sein Mandylon bzw. Apgar-Bild an Byzanz abtreten. Das Mandylon von Edessa wurde aber nicht zerstört, sondern in der Kirche des Kaiserpalastes ausgestellt. Heute hängt es in der Privatkapelle des Papstes im vatikan, wurde also nicht „gestürmt“.

  12. #8 Confluctor

    Was die Ablehnung der Bilder-, “Heiligen”-, Reliquien-, Klerus- und Dogmenverehrung angeht, ebenso wie die Ablehnung der Kreuzesvergötzung, der Sakramentszaubereien, der angeblichen Dreilichkeit Gottes und der daraus abgeleiteten Hierarchisierung der Gesellschaft mit dem Klerus an der Spitze, hat der Islam völlig recht….

    In diesen Dingen stehen Islam und Judentum einander und der Wahrheit des Einen Ewigen viel näher als beide dem leider immer noch verfälschten Christentum. Das Christentum hat eine radikale Rückkehr von den genannten Irrtümern zum Ursprung nötig.

    ——————————-

    Völliger Blödinn. Ich gehe hier aber nur auf das Thema Bilder ein. Du sprichst von einer „radikalen Rückkehr“. Wohin soll das Christentum denn zurückgehen? Vor Christus? Wenn du eine Bilderverbot forderst, kann ja nichts anderes gemeint sein, denn ab der Geburt Christi hat Gott sein Gesicht in seinem Sohn gezeigt. Deswegen gilt im Christentum schon mal ganz generell, dass das Antlitz Jesu gezeigt werden darf.

  13. @ #13 Al-Harbi (17. Mrz 2013 01:28)

    @ #7 Occident (16. Mrz 2013 20:54)

    Weil die Ikonodulen die Ikonoklasten besiegten!
    Sie werden doch ein wenig googeln können. Ich verstehe nicht, warum manche Leute dazu zu bequem sind!

    „“Nach Theophilus’ Tod übernahm dessen Frau Theodora die Regierung für den unmündigen Erben Michael III. Wie Irene von Athen 50 Jahre vor ihr mobilisierte Theodora die Ikonodulen und ordnete 843 die Wiederherstellung der Ikonen an. Um den Ikonoklasmus endgültig niederzuringen, befahl sie außerdem die Verfolgung und Vernichtung der Paulikianer. Von evangelikaler Seite wird heute in diesen Vorgängen eine Durchsetzung der Bilderverehrung durch Mönche, gegen das einfache Volk, gesehen. Die Sachlage ist aber keineswegs so eindeutig.

    Seitdem wird das Dekret von 843 jährlich am ersten Sonntag der Fastenzeit in der orthodoxen Kirche als das Fest der Orthodoxie gefeiert…““
    http://de.wikipedia.org/wiki/Byzantinischer_Bilderstreit

  14. Hier mal ein Datenabgleich:

    Karte der islamischen Eroberungen 622-750:

    – bis 661 islamisches Kalifat fast bis Antiochien
    – bis 750 Umayyaden bis nach Spanien vorgedrungen

    http://wiki.zum.de/Datei:Age-of-caliphs-en-text.png

    Themen, mit denen sich die Christen in der Zeit bis zum Schisma beschäftigt haben:

    680-681: Konstantinopel Nr. 3: Monotheletismus wird als Häresie verworfen. Ergebnis: Christus besitzt einen menschlichen und einen göttlichen Willen und ordnet den menschlichen Willem dem göttlichen unter.

    787: Nicäa Nr. 2: Bilderverbot wird als Häresie verworfen. Christus ist die sichtbare Person des dreifaltigen Gottes und darf gemalt werden. Die Anbetung gilt Christus und nicht dem Bild. (Johannes von Damaskus, Irene von Athen)

    879 Konstantinopel Nr. 4: Häresie der 2-Seelen-Lehre wird verworfen.Außerdem: Primat des Bischofs von Rom ohne Jurisdiktionsprimat für die anderen Patriarchate. Ablehnung des Filioque – Heiliger Geist geht nur vom Vater aus.

    1054 Schisma – Zerfall in römische Westkirche und griechische Ostkirche wegen Einführung des Filioque ins Glaubensbekenntnis der römischen Kirche: Heiliger Geist geht aus dem Vater UND dem Sohn hervor.

  15. Ein Streit um Bilder erscheint auf den ersten Blick belanglos und doch ist diese Frage existentiell. Denn der Versuch, das Gesicht Jesu auszumerzen und seine Betrachtung sogar für schädlich zu erklären, hat zum Ziel, Jesus in das Reich der Fabelwesen zu verbannen.

    Dabei gibt es ein Bildnis, das die Existenz und Göttlichkeit Jesu beweist! Es handelt sich bei diesem Bildnis um ein Acheiropoieton, d.h. ein Bildnis, das nicht von Menschenhand gemacht ist.

    Es kann nicht von Menschenhand gemacht sein, weil der antike Stoff, auf dem es sich befindet, nicht bemalbar ist. Und so gibt es nur eine einzige Erklärung für die Existenz dieser „ersten Fotographie“ der Menschheitsgeschichte und die lautet: Jesus selbst hat sein Gesicht dort hinterlassen.

    Es handelt sich demnach entweder um das Tuch, das in den Evangelien als das Tuch beschrieben wird, das im leeren Grab gesondert neben den Leinentüchern gefunden wurde oder um jenes Tuch, das Veronika (Name bedeutet „echte Ikone“) Jesus auf dem Kreuzweg gereicht hat.

    Das Gesicht ist klar und deutlich zu erkennen und es stellt die Vorlage für alle bekannten Ikonen dar.

    Das Gesicht entspricht zudem exakt dem Gesicht auf Grabtuch von Turin, wobei diese Übereinstimmung erst lange nach der Entdeckung des Bildnisses auf dem Turiner Tuch mittels eines Fotonegativs festgestellt wurde.

    Glücklicherweise hat sich der Hauptteil der Christen dafür entschieden, das Antlitz Jesu zu verehren und zu verbreiten und so muss dieses Wunder nicht versteckt werden, sondern kann von jedem in Manopello als das „Volto Santo“ (heiliges Antlitz) bewundert werden.

    Der Islam hat ein Bilderverbot, weil es dort nichts weiter zu sehen und zu zeigen gibt außer einem schwarzen Stein, der völlig ungöttlich in Fragmente zerfallen ist. Deswegen hängen sie ein Tuch über die Kaaba, um die Frakturen ihres Steingottes notdürftig zu verdecken.

    Warum die Protestanten dem Islam in dieser Frage nacheifern und man in ihren Kirchen nicht den geborenen, nicht den predigenden, nicht den gekreuzigten und nicht den auferstandenen Jesus sieht, wundert mich bis heute. Vielleicht stellt die fehlende Präsenz Jesu auch die Grundlage für die besondere Affinität zwischen Islam und evangelischen Kirchen dar?

    Wenn dort ein Fremdkörper wie Idriz predigen darf, muss es eine geistige Ursache dafür geben. Und die liegt meiner Meinung nach darin begründet, dass die Protestanten sich vom Mysterium Jesu verabschiedet haben als sie die Schrift über die Tradtion der Kirche stellten und zu einer Buchreligion wurden. Aber Jesus ist nun mal das Haupt der Kirche und nicht das Haupt eines Buches.

  16. #15 Schweinsbraten

    Jaja, das weiß ich doch. Für mich stellte sich eher die Frage, warum man diesem Bilderstreit so viel Bedeutung beimisst, wo es doch nur eine vorübergehende Phase war und man danach wieder ganz begierig auf wertvolle Ikonen war, wie zum Beispiel auf das Mandylon von Edessa.

    Ich hab den byzanthinischen Bilderstreit bisher für eine Nebensächlichkeit gehalten, weil sich das Bilderverbot ja nicht durchsetzte. Aber wenn ich höre, dass der Islam da seine Finger im Spiel hatte, bekommt das Ganze natürlich eine andere Dimension 😉

    Denn alles, wo der Islam sich einmischt und seine Sichtweise durchsetzen will, hat eine besondere geistige Relevanz. Wenn der Islam allergisch auf Bilder von Jesus reagiert, obwohl er ihr „Prophet“ ist, dann hat das sicherlich seinen tieferen Grund…

  17. Der Bilderstreit ist kein Streit zwischen Christentum und Islam. Er existiert genauso im Islam. Bei den Schiiten sind Abbildungen Mohammeds und Alis erlaubt und üblich. Die Sunniten sind für ein stärkeres Bilderverbot.

  18. Sehr interessanter Text und Kommentare, die einem zum Einlesen in dieses Thema bringen.
    Danke

  19. Und wieder einmal ein Beispiel für die antichristliche Propaganda der sogenannten Aufklärer im 19 Jahrhunderts. Eine fatale Bewegung die völlig unwissenschaftlich war.

    Daraus folgte die abwertung des Mittelalters, der Kirche, der Religion, der Kultur und alles andere.

    Letztlich landet man damit bei Nietzsche, in den Utopien und der Islamisierung aufgrund unseres Selbsthasses.

    Weder war das Mittelalter eine dunkle Periode noch war der Islam eine Wissenschaftliche Kultur. Der EINZIGE Grund warum der Islam sich so verbreitet hat, war die brutale Gewalt, Raub und Sklaverei. Die reichsten und wohlhabendsten Länder wurden erobert, ausgeraubt und vernichtet. Später auch in Indien – mit bis zu 50 Millionen toten in mehreren Hundert Jahren – die Gewinne aus diesen mörderischen Raubzügen führten dazu dass die Kreuzritter vertrieben werden konnten, Bagdad blieb reich und mächtig. Und natürlich die Versklavung der Ungläubigen.

    Am Hofe Karls des Grossen gab es griechisch und lateinisch sprechende Priester und Wissenschaftler, dass der Norden Deutschlands nichts mehr von all dem weiss liegt daran das die Christentaliban, auch als Protestanten bekannt, dort alle Klöster zerstört haben, Mönche und Nonnen ermordeten, Kirchen plünderten und die gesamte Kultur vernichteten. Danach kam der 30 Jährige Krieg der alles vernichtete.

    Templarii

  20. Heute abend bei Jauch:

    Im Namen Allahs – was tun gegen Deutschlands Gotteskrieger?

    Razzien, Festnahmen, Verbote: Der Staat nimmt die radikalislamische Szene, vor allem die Salafisten, ins Visier. Etwa 4.500 Salafisten soll es in Deutschland geben, so Schätzungen von Bundesinnenministerium und Verfassungsschutz. Als besonders fanatisch und aggressiv gelten junge Deutsche, die zum Islam konvertieren. [mehr]
    Im Namen Allahs – was tun gegen Deutschlands Gotteskrieger?

    Gäste: Barino, Güner Balci, Yashin Musharbash, Ferid Heider (Imam in Neukölln, Bosbach.

    @ PI: bitte rechtzeitig einen Artikel dazu plazieren.

  21. „Zum Papyrus zitiere ich mal Wikipedia:
    Papyrus was replaced in Europe by the cheaper, locally produced products parchment and vellum, of significantly higher durability in moist climates, though Henri Pirenne’s connection of its disappearance with the Muslim overrunning of Egypt is contended. Its last appearance in the Merovingian chancery is with a document of 692, though it was known in Gaul until the middle of the following century. The latest certain dates for the use of papyrus are 1057 for a papal decree …“

    Dieser Abschnitt ergibt keinen Sinn. Zuerst wird behauptet, dass Pergament (aus Tierhaut hergestellt) preiswerter und qualitativ hochwertiger als Papyrus war. Dann wird festgestellt, dass Papyrus bis ins 11. Jahrhundert verwendet wurde. Wieso importiert man ein minderwertiges und dazu noch teureres Produkt bis ins 11. Jahrhundert, wenn man ein qualitativ hochwertigeres und zudem preiswerteres besessen hat?

    Wieso wurde überhaupt jemals teures Papyrus importiert? Denn Pergament-Herstellung war doch schon 200 Jahre vor Christus unter den alten Griechen entwickelt worden?

    Der einzige Grund, weshalb man in Europa auf lokal hergestelltes Pergament umgestiegen ist, wird damit zu tun haben, dass mit der Eroberung Ägyptens durch Muslime der Handel von Papyrus mit Europa weitgehend zusammengebrochen ist, so dass man auf eigene Produkte zurückgreifen musste.

    Als letztes ist anzumerken, dass Pergament nicht besonders widerstandskräftig gegenüber Feuchtigkeit ist. Das Gegenteil ist der Fall:

    „it (parchment) is very reactive to changes in relative humidity and is not waterproof.“

    http://en.wikipedia.org/wiki/Parchment

  22. @#23 ginkontar
    Ach das ist typisches Hirngewich***e der modernen dekonstruierer…

    Hauptsache Europa kommt schlecht weg. Egal wie unlogisch es klingt. Sind halt alle bessesen von Selbsthass.

    Genauso wie dieser Unsinn vonwegen „die weisen Araber haben uns die griechische Philosophie gebracht..“, dabei gab es ein griechisches Reich, nannte sich „Byzantinisches Reich“ mit vielen Mönchen und Priestern die in den Westen zogen und dort griechisch beibrachten.

    Dies ist auch einer der Gründe warum erst so spät lateinische übersetzungen der alten Griechen entstanden – sie konnten griechisch!

    Empfehlenswertes Buch:

    http://recognoscere.wordpress.com/2012/02/17/buchempfehlung-aristoteles-auf-dem-mount-saint-michel/

    Templarii

  23. Es lohnt sich einen kulturgeschichtlichen Blick auf die völlig unterschiedliche Entwicklung zu beiden Seiten des Adriatischen Meeres zu werfen. Hier die italienische Blüte der Künste und des Geistes, dort balkanische Ödnis und theokratischer Stumpfsinn über Jahrhunderte. Wären die sarazenischen Okkupationsbestrebungen im Südteil Italiens von Erfolg gekrönt gewesen, sähe Rom heute wie Tirana aus und die palatinischen Esel wetteiferten in ihrem Geschrei mit den Muezzins Italistans …

  24. Confluctor,

    bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Religionen ohne Dogmen aus logischen Gründen sinnlose Religionen sind. Insofern sind Judentum, Islam und Protestantismus aus logischen Gründen sinnlose Religionen!

  25. Der Artikel von Emmet Scott enthält leider auch historische Schnitzer. In dem für morgen als Fortsetzung angekündigten Text, der heute schon auf http://www.derprophet.info zu lesen ist, findet sich folgende Aussage:
    .

    im Jahre 1487 verkündete die päpstliche Bulle mit dem Titel malleus maleficarum (Hexenhammer) den Tod für Hexen und Satanisten

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    Eine päpstliche Bulle unter diesem Titel hat es nie gegebenText in Fettdruck! Der „malleus maleficarum“ war ein Werk des Dominikaners Heinrich Kramer. Das Werk wurde ausgerechnet von der Inquisition in Spanien entschieden abgelehnt.
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    Hoffentlich bekommen wir diesen Quatsch morgen nicht auch auf pi zu lesen!
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  26. @punctum
    Sie haben einen Fehler gefunden – super, wir gratulieren! Anstatt das einfach mitzuteilen – damit es verbessert werden kann -stehen Sie scheinbar unter einem derartigen inneren Druck, dass Sie den ganzen Artikel als „Quatsch“ abtun müssen. Schade!

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