Abul Ala MaududiEiner der Gründe, weshalb Gespräche mit Vertretern totalitärer Ideologien – seien sie nun sozialistischer, nationalsozialistischer oder islamischer Ausprägung – so nutzlos sind ist die unerschütterliche Überzeugung ihrer Vertreter, daß nur mit einer gesellschaftlichen Umwälzung, einer vollständigen Umgestaltung der bestehenden Verhältnisse alle Probleme des sittlichen und wirtschaftlichen Zusammenlebens gelöst werden können. Dazu erforderlich ist die Einführung einer „gerechten“ Ordnung. Der Weg ins neue irdische Paradies erfordert exzessive Kontrollen zur Durchsetzung der notwendigen rigiden moralischen Normen wie auch die Ausschaltung von Systemgegnern – werden sie nun Konterrevolutionäre, Kapitalisten, Apostaten, Heuchler oder Ungläubige genannt. Eine säkular oder theokratisch legitimierte Nomenklatura von neuen Machthabern stellt die punktgenaue Einhaltung der dogmatischen Vorgaben sicher.

Abul Ala Maududi (1903 – 1979, Foto) war einer der wichtigen islamischen Theoretiker des 20. Jahrhunderts. Im folgenden Traktat „jihad im Islam“ verwendet er die revolutionäre Sprache dieser Zeit. Demnach definiert er den jihad als die größtmögliche Anstrengung „auf dem Wege Allahs“ zur Errichtung einer rein islamisch geprägten Idealgesellschaft unter der scharia. Dies ist der revolutionäre Auftrag Allahs: „jihad ist das wichtigste und eigentlich fundamentale Ideal für Muslime und ihre überragende revolutionäre Partei, daß sie ihr Leben, ihre Seele und alle zur Verfügung stehenden Ressourcen im Kampf gegen die bösen Mächte dieser Welt opfern. Nicht um deren Platz einzunehmen, sondern um das Böse vollständig zu eliminieren und das Wort Allahs der ganzen Welt aufzuzwingen.“

Selbstredend müssen bei diesem gewaltigen Vorhaben die muslimischen Revolutionäre frei von jeglichen menschlichen Schwächen wie Verblendung, Selbstsucht und Machtstreben sein: „Das setzt notwendigerweise voraus daß jede Gruppe, die sich in einem vorherrschenden System für eine Revolution einsetzt um ein neues System einzuführen, welches auf der Ideologie des Islam basiert, von jeglichen selbstsüchtigen Motiven frei sein muß.“ und: „Ein so nobler Kampf sollte vollkommen frei sein vom Makel selbstsüchtiger Motive wie Reichtum, Pracht, Ruf, Ruhm, Glanz und Selbstüberhöhung. Alle Opfer und Anstrengungen sollten daraufhin gerichtet sein, das einzige Ziel überhaupt – nämlich die Errichtung einer gerechten und ausgewogenen sozialen Ordnung für die Menschheit insgesamt zu erreichen.“

Eine der Prämissen, welchen das Verhalten der meisten Bürger westlich zivilisierter Länder – ob religiös oder areligiös – bei ihren Handlungen mehr oder weniger bewußt leitet ist:

„Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein“.

Genau diese heilsame Einsicht des Individuums in seine innerpsychische Dynamik und Motivationslage wird von Allah „überwunden“ denn Er weiß:

Sure 3 Vers 110: Ihr seid die beste Gemeinde, die für die Menschen entstand. Ihr heißet was Rechtens ist, und ihr verbietet das Unrechte und glaubet an Allah.

Das ist das Fundament für das Überlegenheitsgefühl der Muslime und hat eine folgenschwere Konsequenz: Im Islam ist das Böse nicht im Menschen angelegt sondern tritt von Außen an ihn heran und zwar in Gestalt von Satanen, seien es nun dschinn (Geister), satanische Ungläubige, große (USA) oder kleine (Israel) Satane.

-> Satane im Islam

-> Sie sind die Helfer Satans

-> Den Ungläubigen wird von Allah ein Satan beigesellt

Introspektion – Fehlanzeige! Die Psychologie hat uns allerdings die Erkenntnis gebracht, daß abgespaltene unbewußte Inhalte (leider) nicht einfach verschwinden sondern in potenzierter Ausgestaltung im realen Leben inszeniert und dort dann bekämpft werden müssen. Muslime sind, ebenso wie die Vertreter anderen revolutionären Bewegungen nie mit sich selber sondern immer mit den als unvollkommen erlebten äußeren Bedingungen und ihrer Überwindung beschäftigt.

-> Fitna

Und hier wird ersichtlich, weshalb auch die islamische Revolution (die ja seit 1400 Jahren stattfindet und der Welt nicht viel mehr gebracht hat als Haß, Gewalt, Unrecht und Ignoranz) zum Scheitern verurteilt ist. Totalitäre Ideologen spalten in ihren theoretischen Werken die jedem Menschen anhaftende Unvollkommenheit, Fehlerhaftigkeit und Unbewußtheit oder – um einen religiösen Begriff zu gebrauchen – Sündhaftigkeit ab und projizieren sie auf die Welt. So wurde auch bei der Kompilation des Korans vorgegangen. Das Böse in der Welt wird in einer dramatischen intellektuellen Vereinfachung generell mit dem Unglauben und ihren Vertretern (kuffar) gleichgesetzt.

-> Sie sind unrein und in ihren Herzen ist Krankheit

Im vorliegenden Fall von islamisch-fundamentaler Ideologieentwicklung wird die Vorgabe aus dem Koran, welcher wie gesagt die Schuld an der falsch gepolten Welt ganz einfach dem Unglauben anlastet von Abul Ala Maududi übernommen. Er und alle anderen islamischen Ideologen sollten allerdings, da sie ja behaupten, von einer unfehlbaren Instanz ermächtigt worden zu sein ihre eigene Schuld- und Sündenfreiheit prüfen, bevor sie den ersten Stein werfen. Eine unerhörte Zumutung, welche sie mit den Bekämpften auf eine Stufe stellen würde. Wie gesagt: die koranische Doktrin regt zu einer derartigen Selbstreflexion nicht an.

(Fortsetzung des Artikels auf derprophet.info…)

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16 KOMMENTARE

  1. „… Sie sind unrein und in ihren Herzen ist Krankheit“

    Allah, 9:28 „The idolaters only are unclean“ (Ungläubige in der Einheit von Allah sind unrein)

    Bukhari No. 267 – 269 ‚… The Prophet said, „War (i.e. jihad) is deceit.“ ‚ (Krieg ist Täuschung, Betrug)

  2. Wie jede intolerante Ideologie mit Herrschaftsanspruch will auch der Islam eine „neue Welt“ nach ideologieeigenen Vorschriften gestalten, dazu Andersdenkende ermorden, vertreiben oder zwangsassimilieren und andere Ansichten bei Strafe verbieten.

    Nichts Neues unter der Sonne.
    Nichtmal, dass unsere Linken mit dem Islam sympathisieren, hat der Sozialismus respektive Kommunismus doch genau dieselben Ansprüche.

    Neu ist nur, dass der intoleranten, verfassungsfeindlichen, faschistischen Ideologie Islam Tür und Tor geöffnet wird.

    Genausogut könnte man heute mit Hitler, Mao, Stalin oder mit Pol Pot in einen „Dialog“ treten und den potentiellen Opfern Toleranz und Reschpeckt gegenüber deren Ideologieen befehlen.

  3. Dieser kranke Mist soll GG -konform sein ?
    Wann begreifen die BessermenschInnen,
    dass auf dieser Grundlage jede islamische
    Schandtat legitimiert wird ?
    Islamische Aussagen wie „Allah wird sie richten..“
    bedeuten: „Für Allah ist’s in Ordnung..“

  4. Homosexualität im Islam
    „Die bringen mich um“

    In ihrer Heimat sind sie ständiger Gefahr ausgesetzt. Homosexuelle müssen im Palästinensergebiet mit brutalen Attacken, teilweise sogar mit Hinrichtung rechnen. Die Gewalt geht dabei oft von den eigenen Verwandten aus, die durch die gleichgeschlechtliche Liebe eines ihrer Angehörigen ihre Familienehre beschmutzt sehen. Homosexualität gilt im Islam als Todsünde. So bleibt vielen Schwulen oft nur noch die Flucht nach Israel. Doch auch im liberalen Tel Aviv ist das Leid der Verstoßenen meist nicht zu Ende.

    http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auslandsreport/Die-bringen-mich-um-article10456706.html

  5. Ein weiterer Grund für die fehlende Fähigkeit vieler Moslems zur Selbstkritik auf der ganz persönlichen Ebene ist ein historisch gewachsener: Der Herrschaftsanspruch des Islam war schon immer stets nicht nur ein religiöser, sondern auch ein weltlicher. Der Kalif war religiöses wie – deswegen ist er ja nicht nur eine Religion, sondern auch eine Ideologie – bzw. eine im religiösen Gewand daherkommende und sich solchermaßen unter den Schutz der Religionsfreiheit stellende, privilegierte Ideologie. (Das ist es ja, was unsere lieben Gutmenschen nicht kapieren.)

    Jedenfalls

  6. #5 bitte ignorieren 🙂

    Ein weiterer Grund für die fehlende Fähigkeit vieler Moslems zur Selbstkritik auf der ganz persönlichen Ebene ist ein historisch gewachsener: Der Herrschaftsanspruch des Islam war schon immer stets nicht nur ein religiöser, sondern auch ein weltlicher. Deswegen ist der Islam ja nicht nur eine Religion, sondern auch eine Ideologie – bzw. eine im religiösen Gewand daherkommende und sich solchermaßen unter den Schutz der Religionsfreiheit stellende, privilegierte Ideologie. (Das ist es ja, was unsere lieben Gutmenschen nicht kapieren.)
    Jedenfalls war der Kalif/der Sultan/… immer religiöses wie weltliches Oberhaupt in Personalunion. Folglich war jegliche Kritik an den weltlichen Verhältnissen in der islamischen Welt, etwa an der archaischen Gesellschaftsordnung, immer zugleich auch Blasphemie.

  7. Normale Menschen haben eine Antwort für sich. Ideologien haben die Antwort für die anderen.

  8. Leonardo die Caprio als Anti-Terror-Spezialist in „Der Mann der niemals lebte“ :

    Eins muss Ihnen klar sein:
    Die Menschen, von denen ich spreche,

    … die haben keine Lust zu verhandeln.

    Nicht die geringste.

    Sie wollen ein weltweites Kalifat
    auf der Erde errichten.

    Und sie wollen jeden Ungläubigen
    konvertiert oder tot sehen.

    Geändert hat sich also, … dass unser scheinbar so schlicht gestrickter Feind …

    … die tatsächlich schlichte Wahrheit spitzgekriegt hat,

    … dass wir leichte Beute sind.

    Wir sind leichte Beute.

    Und die Welt, so wie wir sie kennen,
    ist sehr viel einfacher …

    … zu zerstören, als Sie vielleicht denken.

    Wenn wir nur einen Augenblick lang den
    Fuß vom Nacken dieses Feindes nehmen,

    … ändert das unsere Welt vollkommen.

  9. #4 Wilhelmine (14. Apr 2013 18:55)

    Das ist eines der verstörendsten Ergebnisse des Islams: Die absolute Mordlust gegenüber Familienmitgliedern, die nicht islamisch sind.

    In Deutschland unbemerkt, brachte am Ostersonntag ein „Mann“ seinen Vater in einer Kirche in Ohio/USA während des Gottesdienstes um und rief „Gott will es“. Der Vater wurde mit Richard Riddle benamst.

    Nun stellt sich raus: Sein Sohn war zum Islam konvertiert, nannte sich Reshad, rief in Wahrheit „Allahu akbar“ und knallte anschließend einen Koran auf die Kanzel.

    http://www.jihadwatch.org/2013/04/myjihad-in-ohio-muslim-who-murdered-his-christian-father-at-church-left-quran-on-church-podium-quote.html

    Der Familienmord wurzelt, wie sollte es anders sein, in Mohammeds Vorbild und einem Hadith:

    Keiner von euch ist wirklich gläubig, bevor ich ihm nicht lieber bin als sein Vater, sein Sohn und alle Menschen miteinander.

    Das begründet das islamische Familienblutopfer, den so häufigen Familienmord an allen, die nicht islamisch sind. Wo Westler dastehen und sich am Kopf kratzen und sich fragen: „Wieso ist der so irre?“

    Weil es ihm der Islam befielt. Weil der Islam Menschen jegliche liebevollen Regungen abdressiert, um sie dem Islam gefügig zu machen. Tollwütig irre mit der islamischen Familie als persönliches Heer und Streitmacht; tollwütig irre mit der dem Islam entsagenden Familie als niederzumetzelnde Einheit. Ein gläubiger Mohammedaner schlachtet seine „ungläubige“ Familie problemlos ab, um sich als würdiger Allahsklave zu erweisen.

    So tief reicht der Islam: Er dressiert die menschlichsten, liebevollsten Impulse ab. Er trennt den Allahsklaven von seiner Familie, wenn die kritisch ist. Er verlangt ein Blutopfer als Siegel. Er drückt diese bestialische Norm allen lauwarmen Mohammedanern auf, sowie er an die Macht kommt.

    Ekelhaft, widerlich. Und das zu erkennen macht einen zum Verfassungsfeind.

  10. „… sondern um das Böse vollständig zu eliminieren und das Wort Allahs der ganzen Welt AUFZUZWINGEN“

    Islam bedeutet Frieden, iss klar.

  11. Eigentlich sollen Moslems „Ungläubige“ nicht bekehren / unterdrücken / töten usw.

    Denn wenn „Ungläubige“ verschwinden, werden Rechtgläubige einfach nicht genug zum Leben haben (siehe alle muslimischen Länder mit Ausnahme von arabischen Golfstaaten, die allerdings von Petrodollars, also auch von Westen leben).

    Es kommt kein Gutmensch mehr aus dem Westen, um Lebensmittel zu verteilen.
    Es bleibt dann nichts anders als zu hungern und einander umzubringen, was sicher kein Paradies ist.

    Aber um diese einfache Tatsache zu begreifen, reicht die Intelligenz nicht.

  12. Ein sehr lesenswerter Beitrag über die Zustände in Ägypten unter den Muslimbrüdern. Leider wird der Islam als Hintergrund für die Probleme nicht genannt, aber trotzdem sehr informativ:

    14.04.2013

    Das Schlagloch
    Mittelmäßige Muslimbrüder

    Kommentar von Sarah Eltantawi

    http://www.taz.de/Das-Schlagloch/!114446/

  13. Zwischen dem Kommunnistischen und dem islamischen Paradies ist noch ein Unterschied.

    Der Kommunismus verspricht kein jenseitiges Paradies, aber ein diesseitiges. Wie das dann aussieht mach(t)en DDR, UdSSR, China, Kuba und Nordkorea vor.

    Der Islam malt ein jenseitiges Paradies aus und zwar eine Mischung aus Kneipe mit Bächen von Wein und Puff nur für Männer.
    Die Mehrheit der Fraue kommt in die Hölle, es sei denn ihr Mann war zufrieden mit ihnen. Aber im Islam-Paradies erwartet Frauen nur ihr Alter. Dieser hat allerdings keine Zeit für sie, denn er ist mit den männlichen und weiblichen Huris, Unterhaltungsknaben und Mundschenken beschäfitgt.

    Wie die Umma aussieht wissen wir auch: elendig fürs Fußvolk, luxuriös für die Islamführer, Paschas und Sultane. Ständige Bruderkriege und blutige Flügelkämpfe(zw. Schiiten, Sunniten, Wahabiten usw. und Terror gegen laue bzw. sündige Moslems)

    Nirgendwo wird die Umma als irdisches Paradies mit allen Bequemlichkeiten, die der Mensch so braucht beschrieben oder doch. Wer weiß da mehr?

    Es lockt die Umma mit Steinigungen, Hängungen, Köpfungen, Glieder abhacken, Totalbeschneidungen, ständigem Beten, tagsüber Vollfasten ohne Trinken, nachts Fressen bis die Schwarte kracht. Also wenn das lustig bzw. paradiesisch für die Betroffenen und Ausführenden ist…

  14. Vielleicht, ist das jetzt ein dummer Gedanke von mir aber nicht unbedingt nicht denkenswert. Erst kommt die Islamisierung und dann kommt der Ami und befreit uns. Somit hätte er nicht nur einen Fuß in Europa sondern beide. Der Weg der NWO der USA.

  15. @ Schweinebraten

    Das was die DDR,UdSSR und China… gemacht haben, hatte nicht mal annährend was mit dem Kommunismus zutun. Genau so wenig wie eine Brille was mit einen Schweizer Uhrwerk zutun hat. In den Werken von Marx, ist nicht mit einem Wort erwähnt, das dem Menschen ein Zwang auferlegt werden soll.

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