Rudolf Augstein vor seinem Sylter Haus im beschaulichen Archsum mit Kindern Franziska, l., und Jakob, r.Heute vor vier Jahren, auch paar Monate vor einer Bundestagswahl, wurde der Chefredakteur des SPIEGEL, Stefan Aust, nach einer langen, intensiven Untergrundarbeit von seinen eigenen Kollegen aus dem Blatt geworfen. Die Spiegelredakteure konnten das. Sie waren nach dem Tod des Alleininhabers und Blattmachers die Inhaber des Magazins geworden, organisiert in der sogenannten Mitarbeiter-KG.

(Von Klaus Rainer Röhl, PAZ)

Unglücklicherweise hatte Augstein, einer Schnapsidee des Zeitgeistes von 68 nachgebend, seinen Redakteuren schon zu einem frühen Zeitpunkt fast die Hälfte seines Verlages geschenkt, so dass die „Mitarbeiter KG“ jetzt über die Mehrheit des Verlages verfügte. Selber schuld. Solange er lebte, konnte er die von ihm gegründete Zeitschrift leiten. Immerhin bestimmte er noch seinen Nachfolger, den ehemaligen „konkret“-Redakteur Stefan Aust. Der bis 2009 im Amt blieb. Keineswegs alle Mitglieder der Mitarbeiter-KG wollten ihren Chef aus dem Sessel kippen. Doch die aktiven unter ihnen, und das waren keineswegs immer die besten Journalisten, versuchen das Blatt zu ändern. Nach Vorstellungen und Vorurteilen, die letzten Endes auf 68 zurückgehen.

Und die 68er hatte Aust oft durch den Kakao gezogen in den 13 Jahren seiner Herrschaft. Aust hatte nicht nur allen Unsinn der 68er, von der Haschischverharmlosung bis zum radikalen Feminismus („Gender-Mainstreaming“), von der Gentechnik-Hysterie bis zum Bio-Wahn, durch kritische Berichterstattung lächerlich gemacht, vor allem aber hatte er die SPD vor der letzten Bundestagswahl ziemlich schonungslos angegriffen. Durch die Absetzung von Aust würde das Blatt wieder auf „linken Kurs“ gebracht werden, freute sich damals die taz.

In diesen Tagen soll der Versuch, das Flaggschiff der deutschen Publizistik nach links zu drehen, offenbar wiederholt werden. Die nach dem Rauswurf von Aust eingesetzte Zweimannspitze ist abgesetzt worden. Vordergründig geht es um die Auflagezahlen und Verkaufserlöse aus der Anzeigenwerbung. Untergründig geht es um die Macht. Rückt der SPIEGEL wieder nach links?

Die Frage ist nur, ob der SPIEGEL je links war. Das Nachrichtenmagazin, für das Augstein von den Engländern noch während der Besatzungszeit eine Lizenz erhalten hatte, nach dem Vorbild von „Time“ mit einer reichlichen Portion verbalem Zynismus und Oberschichten-Humor (mit einem Schuß Massenverachtung) ausgestattet, beim bürgerlichen Leserpublikum der Nachkriegszeit bald sehr beliebt. Den SPIEGEL zu lesen gehörte jeden Montagmorgen zum guten Ton bei Intellektuellen und Halbintellektuellen vom Dorfschulmeister bis zum Generaldirektor. Man war immer dagegen, und das war schick. Links im Sinne von sozialdemokratisch oder gar kommunistenfreundlich war das Blatt nie. Bei der Opposition gegen die Adenauer- und Erhard-Regierung, war es mit seinem, ebenfalls ungeniert von „Time“ übernommenen, flapsigen SPIEGEL-Stil, durch seinen Kampf mit Akten und Fakten gegen eingebildete Autorität und Machtwillkür allen voran. Über den kommunistischen Teil des Landes machte man sich lustig. Das Ulbricht-Regime und seine Nachfolger waren geradezu ideale Objekte für bissigen Hohn und Spott, und das Blatt war dem Regime denn auch zutiefst verhasst. Jedes einzelne Exemplar wurde an der Grenze als feindliche Hetze eingezogen – und sogleich von den Grenzkontrolleuren – gern gelesen.

Weil das Blatt bald zum bevorzugten Werbeträger, ja geradezu zum Pflichtorgan für die Industrie und Konsumgüter-Werbung geworden war, konnte es flächendeckenden wirtschaftlichen Murks des „ersten deutschen Arbeiter und Bauernstaats“ nicht ignorieren – auch dann nicht mehr, als die Bundesrepublik Deutschland in die Hände der SPD oder SPD-Koalitionen fiel, die blauäugig oder böswillig, – das wurde noch nie richtig untersucht – den „Wandel durch Annäherung“ an ein Terror-Regime erprobte. Solange, bis das System buchstäblich am Ende war, trotz des von Strauß erwirkten Kredits von 1 Milliarde DM.

Es kam, wie es kommen mußte, es kam die Wiedervereinigung. Zehn gute Jahre für den SPIEGEL, der trotz Freude über die Einheit Deutschlands genug Haare in der Suppe fand, um seine kleinen Bosheiten und großen Enthüllungen auf den Markt zu bringen. Treuhand und kein Ende. Der SPIEGEL blieb witzig, zynisch und regierungskritisch.

Richtig links wurde er nie. Sollte er aber werden nach dem Willen einer kleinen Minderheit von Redakteuren und einer größeren Gruppe Außenstehender. Der Kampf um die Macht hatte schon zu Augsteins Lebzeiten begonnen. Und endete mit der Mitarbeiter-KG.

Nun ist der Kampf erneut ausgebrochen. Im SPIEGEL streiten die Mitarbeiter der Druckausgabe gegen Macher von Spiegel Online. Ihr Kolumnist: Jakob Augstein. Sein Slogan: Im Zweifel links!

Denn die nächste Bundestagswahl steht vor der Tür. Schon jetzt ist sicher: Kein deutscher Wähler wird freiwillig der diffusen Allianz von Sozialdemokraten und Grünen eine Mehrheit geben. Die am Ende doch, zusammen mit dem Rest der SED-Truppe, regieren könnte. Die Wähler sind doch nicht blöd.

Da hilft auch ein linker, die Wirklichkeit spiegelverkehrt wiedergebender SPIEGEL nicht.

Woher kommt eigentlich die fixe Idee der linken und linksliberalen Minderheit in Deutschland? Sind es besonders kluge und gebildete Leute? Was treibt sie um, einer schon im 19. Jahrhundert nicht sehr einleuchtenden Lehre wie dem Marxismus anzuhängen? Bei der gezeigten Massenverachtung, die die Meinungsführer der Gesellschaft schon immer hatten, und ihrem gleichzeitigen Hang zu gutem Leben können sie richtige Sozialisten wohl nicht sein. Was heißt für sie links? Ihr Lieblingsorgan ist ja nicht das „Neue Deutschland“ oder die taz. Eher ist die „Süddeutsche Zeitung“ ihr Leitmedium. Was am Sonnabend in der „Süddeutschen“ steht, wird, zusammen mit der wöchentlichen Enthüllungsstory und der Titelgeschichte des SPIEGEL, am nächsten Dienstag in der Provinz veröffentlicht, meist ein bisschen schlechter geschrieben, aber die Botschaft bleibt: Alles Mist. Die Unternehmer, die Banken, der Kapitalismus sind schuld. Das steht am Dienstag in der ganzen deutschen Presse. Ausnahmen kommen vor, sind aber selten. Einige wenige größere Blätter wie z.B. die „Rheinische Post“ oder die „Stuttgarter Zeitung“ halten sich, so gut es geht, heraus.

Rückt der SPIEGEL nach links? Wer wird den Machtkampf gewinnen. Wer wird Chefredakteur von Augsteins Magazin?

Etwa der? Nach unseren unsterblichen, unwiederholbaren Hamburger Wochend-Partys im Jahr 68 kamen am Sonntag Vormittag alle noch mal zu einer Art Katerfrühstück zusammen. Abtrunk des Sommers. Da brachten wir alle unsere damals noch kleinen Kinder mit. Manchmal kam auch Maria Augstein mit ihrem Baby, das muß Jakob gewesen sein, Walsers Sohn, den Augstein aufzog. Ist er der Retter des Blattes? Der Vollstrecker von Dutschkes Vermächtnis, geboren aus dem Geist von 67 und auferstanden im Jahr 2013.

Im Zweifel links. Eine Probe hat er kürzlich in Spiegel Online abgeliefert. Eine vorsichtig verschwurbelte Diffamierung der „Alternative für Deutschland“, der Partei der EURO-Gegner, die an diesem Wochenende gegründet wurde. Das sei eine Partei für Leute über 50. Auweia. Weiß Jakob Augstein, wie viele das sind?

Im Zweifelsfall – ahnungslos!

(Foto oben: Rudolf Augstein vor seinem Sylter Haus im beschaulichen Archsum mit Kindern Franziska, l., und Jakob, r. / Foto aus dem Buch von Otto Köhler, Rudolf Augstein, Ein Leben für Deutschland, München 2002, Droemer)

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37 KOMMENTARE

  1. Es kam, wie es kommen mußte, es kam die Wiedervereinigung.

    Wie es kommen musste?

    Mal wieder ein typisches Beispiel für die Klugheit der „Rück“sicht. Damals hat das kaum einer so vorhergesehen. Willy Brand nannte das – vorher – immer die „Lebenslüge der Republik“.

    Nur die „Rechten“, die „Konservativen“, wie FJS, haben immer dazu gestanden. Hat es ihrem (Nach-)Ruf genützt? Nein. Die Linken sind immer obenauf, auch wenn Realität und Geschichte sie ständig widerlegen.

  2. Eine vorsichtig verschwurbelte Diffamierung der „Alternative für Deutschland“, der Partei der EURO-Gegner, die an diesem Wochenende gegründet wurde. Das sei eine Partei für Leute über 50. Auweia. Weiß Jakob Augstein, wie viele das sind?

    nun kann ich als schweizer, mit stolz mitteilen, dass die AfD bereits die LINKE überflügelt hat!

    http://wahl-o-meter.com/Willkommen.html

    CONGRATULATIONS!

    möglicherweise entsteht hier wirklich etwas, wie die PVV. SVP . FPÖ etc.?

  3. Mein Vater, FDP Mann vor der Koalition mit der SPD las immer den Spiegel, aber wahrscheinlich als Gegengewicht zur konservativen Presse.

    Mein Schwager, strammer SPD Mann, hat den Spiegel inzwischen abbestellt. Ein kluger Mann, wenn er auch noch die SPD fahren liesse.

  4. Rudi war für kurze Zeit im Bundestag, für die FDP. Eine SPD-Alleinregierung gab es nur für ein paar Tage, als die FDP wegen dem provozierenden Lambsdorff-Papier die Koalition mit Schmidt aufgekündigt hatte.

  5. #4 5to12 (19. Apr 2013 23:33)
    Spannend finde ich die Vergleichszahlen im Wahlometer, also 1 Woche, 1 Monat, 3 Monate. Im Vergleich zu 3 Monaten vorher hat die SPD 5,5 verloren, die CDU 0,1, und die AfD liegt jetzt bei 6,4. Auch wenn das Wahlometer keine Umfragen als Basis, sagt das m. E. einiges über das Wählerpotential der AfD aus.
    Es sind eben nicht hauptsächlich enttäuschte CDU und FDP-Wähler, sondern mindestens genauso enttäuschte SPD-Wähler und andere, die sich von der AfD einen frischen Wind erhoffen.

  6. Ich bin nie gegen Rudi gewesen. Bei allen Ideen war er immer sehr praktisch veranlagt und hat immer eine konservative Wahlempfehlung ausgesprochen, vielleicht außer vor der Sozial-Liberalen Koalition.

    Rudi ist für seine Überzeugung zweimal für kurze Zeit ins Gefängnis gegangen, einmal wegen Strauß und einmal weil er mit Haschisch auf einer Fähre von Sardinien zum italienischen Festland erwischt wurde. Damals titelte das Oxmox: Rudi – auch Du?

  7. #7 johann (19. Apr 2013 23:41)

    FRISCHER WIND denke ich, ist das zauberwort für die völlig festgefahrene deutsche politik.

    ich denke, dass die AfD auch für den denkenden deutschen arbeiter attraktiv sein kann, weil der auch nicht seine wohlverdiente rente auf dem EURO-ALTAR verbrennen sehen will.

  8. Lustig ist auch eine Geschichte, die Bernt Engelmann einmal veröffentlichte. Da kam Rudi in seinem viel zu kurzen Konfirmandenanzug auf den Bauernhof geradelt auf dem sich Bernt aufhielt um einen Artikel zu bestellen, den er laut Bernt nie bezahlt hat. Die Frau von Bernt sagte noch hinter vorgehaltener Hand: „Gib dem nur nichts von Deinem Selbstgebrannten, der kippt sofort aus den Latschen“.

  9. OT
    Glückwunsch an uns! Mal wieder über 100.000!
    Herzlich willkommen für alle neuen PI-Leser!
    Mein Willkommen auch an den Verfassungsschutz, hier auf PI können sie wirklich unsere „Verfassung“ schützen, ich wünsche von ganzen Herzen Erfolg!

  10. Die Erbengeneration vefrisst gerade den Nachlass der Gründer- und Erbauergeneration.

    Wenn das kein Beweis für Westerwellis Theorie der „spätrömischen Dekadenz“ ist, weiss ichs auch nicht.
    Gut, Westerwelli hatte bei dieser Aussage eine andere Zielgruppe im Kopf als sich und Seinesgleichen, da Westerwelli selbst gerade eifrig am Verfressen und Verschenken beteiligt ist.
    Was allerdings nur belegt, dass diese Dekadenz ober- und unterhalb der leistenden Mittelschicht zu finden ist.

    Der Spiegel ist ein gutes Beispiel, verkommt doch gerade dieses Blatt rasant vom Sturmgeschütz der Demokratie zur Stalinorgel der Salonbolschewiki und Grünkommunisten.

  11. Als ich zum ersten mal den SPIEGEL las, ich war bereits 30 Jahre alt und gerade aus der DDR gekommen, habe ich mich gewundert, daß es eine Zeitung gibt, die zwischen so unendlich viel Reklame so minimal wenig Text hat.

  12. 1973 galt der SPIEGEL zwar auch als „links“, der Inhalt von Ausgabenummer 31 war aber aus heutiger politisch-korrekter Sicht mindestens rechtsextrem:

    Gettos in Deutschland – 1 Million Türken

    30.07.1973

    Die Türken kommen – rette sich, wer kann

    Fast eine Million Türken leben in der Bundesrepublik, 1,2 Millionen warten zu Hause auf die Einreise. Der Andrang vom Bosporus verschärft eine Krise, die in den von Ausländern überlaufenen Ballungszentren schon Lange schwelt. Städte wie Berlin, München oder Frankfurt können die Invasion kaum noch bewältigen: Es entstehen Gettos, und schon prophezeien Soziologen Städteverfall, Kriminalität und soziale Verelendung wie in Harlem. ….

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41955159.html

  13. auch ich möchte mich beim verfassungsschutz bedanken, dass PI noch immer funktioniert!

    gutes wochenende!

  14. #12 Don Quichote (20. Apr 2013 00:02
    und dass für einen blog, der laut SZ verfassungsfeindlich sein soll. Hilfe.

  15. Durch die systematische Verteufelung alles „Nichtlinken“ durch „die Linken“ ist ein Zustand erreicht, in dem man etwas nur „rechts“ nennen muß, um es ohne Diskussion und ohne Nachdenken unmöglich zu machen.
    Islamkritik ist Religionskritik, es gibt nichts Rückwärtsgewandteres als das politische System Islam und war Aufklärung nicht auch eine eher „linke“ Angelegenheit?
    Das behaupten doch die „Linken“, oder? Müsste Islamkritik daher nicht eigentlich viel stärker von „Linken“ betrieben werden?

    Wird sie aber nicht – jedenfalls nicht von den vielen vielen Zeitgenossen, die sich „ich bin links“ auf die Stirn tätowiert haben – sich aber gleichzeitig mit dem Palituch uniformieren.
    Der Zweck der Bezeichnung von etwas als politisch „links“ oder „rechts“ ist heute hauptsächliche nur noch – als recht hohle politische Kampfbegriffe – den heutigen Neulinken und ihrer Machterhaltung zu dienen.

    Neolinke Denkformate sind längst auch dominierend bei dem, was einmal als christkonservative CDU auf der rechten Seite der demokratischen Waage gedacht war.
    Die politische Waagschale in Deutschland liegt links auf. „Links“ ist gerade sehr erfolgreich dabei, unsere Sprache und das Denken der Masse umzumodeln.
    Es gibt kaum noch Widerstand dagegen. Ich bin nicht „links“ und nicht „rechts“. Die Begriffe halte ich für kontraproduktiv, weil sie ihrem Verwender immer auch völlig unsinnigen ideologischen Ballast mit aufladen und das Denken einschränken.
    Ich fühlte mich wohler, wenn es in meiner Heimat zwei politische Waagschalen gäbe.

    Eine Demokratie braucht zwei politische Waagschalen, von denen keine Seite aufliegen darf – weil sonst der Wind der Freiheit darunter nicht wehen kann!

  16. #16 5to12

    Hatte aber heute sehr viel Mühe die Site PI auf zu rufen, Bekam die meist fremden Meldungen. Etwas mit veränderte IP’s. Hätte eine kopie machen sollen.
    Heute abend, bezw. jetzt ist es wieder gelungen.

  17. #18 Kara Ben Nemsi (20. Apr 2013 00:17)
    Das gibt aber Ärger. Pirincci wehrt sich gegen seine facebook-Sperrung wegen seiner Kritik Radio Bremens Gabler. Den 5. Mai müssen wir uns vormerken und ausnahmsweise mal RTL schauen 🙂

    ….Ich werde diesen Akt der Willkür und des Unrechts seitens FACEBOOK auch in einem bald folgenden RTL-Interview und am 5. Mai in der Günther-Jauch-Talkshow zur Sprache bringen und aufzeigen, in wessen dreckigen Hände inzwischen selbst solch “coole” Unternehmen wie FACEBOOK geraten ist. Bis dahin bitte ich den/die Leser/in dieser Zeilen diesen Text im Internet so viel wie möglich zu verlinken und zu verbreiten und auch auf FACEBOOK zu teilen. Dafür danke ich allen unbekannterweise!

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/fuck_you_facebook

    @ alle: fleißig verlinken!

  18. RESPEKT – trotz der Tatsache, dass ich gestern oft Fehlermeldungen bekam, weil PI irgendwie nicht erreichbar war (warum auch immer), gibt es wieder eine Zugriffs-Zahl über den 100K. Wer hätte das noch vor zwei Jahren geglaubt? Man sieht, es werden immer mehr die auf die Lügen der Mainstream-Medien nicht mehr hereinfallen, sondern sich direkt und ungeschminkt die Wahrheit zu Gemüte führen wollen.

    Danke, PI! Hoffentlich bleibt diese Site so wie sie ist!

  19. In Boston ist wieder mächtig was los…. (CNN)

    @ Bernd: Ich bin auch noch ganz erstaunt, dass es gestern wieder über 100.000 ging, vielleicht sogar knapp das zweitbeste Ergebnis bisher. Aber egal ob 60.000 oder 100.000, die Tendenz geht ganz klar nach oben, immer mehr wollen Infos ohne politisch-korrekte Bearbeitung vorher.

  20. ABer Hallo Herr Röhl! Der BRD-Kredit an die DDR betrug 5,2 Mrd. DM, nicht nur 1 Mrd DM. Schon damals sammelten wir Erfahrung mit der finanziellen Sauerstoffgabe an marode Staaten. Es folgten die UdSSR und heute sind es die Südstaaten der EUdSSR. Die Aufnahme Zyperns war ein krasser Sündenfall, für den wir jetzt büßen müssen. Die demnächst durchgewunkene Aufnahme der Türkei wird die EU sprengen, aber vorher müssen wir noch unsere letzten Gelder in Ankara abliefern und dürfen dann pleite gehen. Mit unseren Geldern entsteht dann das große Turan, die Welt- und Hegemonialmacht Türkei von NRW bis Innerasien.

  21. #15 Mollberg (20. Apr 2013 00:06)

    Als ich zum ersten mal den SPIEGEL las, ich war bereits 30 Jahre alt und gerade aus der DDR gekommen …

    Ich kenn das Gefühl. 😉
    Meinen ersten käuflich erworbenen Spiegel habe ich 1973 ganz stolz im Bus gelesen – ich gehörte dazu.

    Heute würde ich eine Ausgabe des „Spiegel“ nur noch kaufen, um mir damit einen Weg durch die Unzahl linksversiffter und kackbrauner „Anti“faschisten in Berlin zu bahnen.
    Heute lese ich neben „Israelreport“ und „Preußische allgemeine Zeitung“ noch „Junge Freiheit“ und „PI“.

  22. @ Akif.
    Kannste mich hören?!
    Gut. Wenn Du von irgendeiner ..waldschaft angegriffen/verknackt wirst und materielle Unterstützung brauchst: sagen!
    Wir helfen gerne. Und reichlich.

  23. @29 11. Ja, vergessen (früh am Morgen). Habe mich auf @21 KBN`s Link zur Achse, (Akif wird attackiert!, alle mal hingucken!) bezogen.
    @ Akif: wir können auch diskret.

  24. So ist halt das Leben!
    Wenn der SPIEGEL, der wie oben beschrieben, nie LINKS, sondern wirklich „freidenkerisch“ war, zur „illustrierten“ taz oder ZEIT (- auf die man als links-bourgeoise Klugscheißer-, Relativierer- [„einerseits, andererseits“] und Langweilerpostille noch hätte eingehen können) mutiert, ist das sein Todesurteil!
    So, wie dem „realen Sozialismus“ in Ermangelung freier Wahlen, die Bürger wegliefen, werden dem SPIEGEL die Leser weglaufen; damit gehen Auflage und Werbeeinnahmen zurück. Die Printmedien befinden sich ohnehin in einer Krise, da der „Werbekuchen“ heute anders verteilt ist als noch in den 80ern, was manche Redakteure noch nicht gemerkt haben. Da hilft auch kein türkischer Teil! Unsere lieben Mitbürger haben nämlich – angeblich integriert – eigene Medien oder sind Analphabeten.
    Eigentlich wäre es um den SPIEGEL schade, zumal er sich „mit einer reichlichen Portion verbalem Zynismus und Oberschichten-Humor“ vom politisch-korrekten Einheitsjournalismus genauso abhob, wie vom sozialistischen Verlautbarungsjournalismus im Osten (der heute wieder überall durchscheint, vor allem in der Regierungspropaganda!).
    Aber auch wohlklingende Automarken wie Wartburg oder Borgwart sind heute – „Geschichte“…

  25. Ein hervorragender Artikel. Prezise beobachtet, messerscharf analysiert.
    Die Antwort auf die Fragen:
    „Woher kommt eigentlich die fixe Idee der linken und linksliberalen Minderheit in Deutschland? Sind es besonders kluge und gebildete Leute?“
    suche ich selbst seit Jahren.
    Meine Kollegen, oft mit Dr.-Titel sind begeisterte „Süddeutsche“-Leser und ganz tief im sozialistischen Gedankengut gefangen. Bei unseren manchmal heftigen Diskussionen, wo sie mit FAKTEN konfrontiert werden, ist ihre einzige Reaktion: Weglaufen…
    Aber ihre tief sitzende linksextreme Sicht der Dinge können sie nicht in Frage stellen. Wie gesagt, alles „Akademiker“….

  26. Nach unseren unsterblichen, unwiederholbaren Hamburger Wochend-Partys im Jahr 68 kamen am Sonntag Vormittag alle noch mal zu einer Art Katerfrühstück zusammen. Abtrunk des Sommers. Da brachten wir alle unsere damals noch kleinen Kinder mit. Manchmal kam auch Maria Augstein mit ihrem Baby, das muß Jakob gewesen sein, Walsers Sohn, den Augstein aufzog.

    Wenn ich mich recht erinere, stammt dieser Text aus den Erinnerungen von Klaus Rainer Röhl in „Linke Lebenslügen“. Sehr lesenswert!
    Beispielhaft für das „gute Leben“ der Edel-Linken, bis seine DDR-finanzierte Mitgenießerin und spätere Ex, Ulrike Meinhof das beendete.

  27. > Solange, bis das System buchstäblich am Ende war, trotz des von Strauß erwirkten Kredits von 1 Milliarde DM.
    Wieso eigentlich „trotz“? Ich habe als Schüler alle die, die ich nicht leiden konnte, immer bereitwillig abschreiben lassen, wirkungsvoller hätte ich ihnen kaum schaden können. Strauß war nicht dumm, und einen Pleitier treibt man am schnellsten mit Kredit in den totalen Ruin.
    Im übrigen, so gut er sich auch jetzt lesen mag, werde ich nicht vergessen, daß sowohl Klaus Rainer Röhl als auch seine „konkret“ jahrzehntelang von der SED finanziert und kontrolliert waren. Seine Generation und sein Umfeld waren es, die alten Männern, egal wie gewandelt, wegen ihrer Jugendvergangenheit das Leben zur Hölle machten – warum soll ausgerechnet er jetzt schonender behandelt werden?

  28. Auf dem Photo sieht man Rudolf Augstein vor seinem Haus auf Sylt.“Es muss ein sehr ärmliches Leben gewesen sein ,dass er dort auf Sylt geführt hat“.

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