Kolat stellt Deutsche unter Generalverdacht

Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde in Deutschland Kenan Kolat wirft den deutschen Behörden die Verniedlichung von Bränden in „türkischen Häusern“ vor. Kolat wünscht sich, bei „solchen Ereignissen“ nach dem Vorbild von England, immer von einem rassistischen Anschlag auszugehen und dann auch in andere Richtungen zu ermitteln. Dies sagte Kolat in einem Interview im Kölner Stadt-Anzeiger.

Auszug aus dem Interview:

Kann es nicht auch sein, dass die türkische Gemeinde im Moment etwas überempfindlich ist?
Kolat: Was heißt überempfindlich?! Wir haben seit 1990 so viele rassistische Morde hinnehmen müssen. Da muss die gesamte Gesellschaft unruhig sein. Ich finde die Reaktion völlig normal. Das hat mit Überempfindlichkeit nichts zu tun. Viele erinnern sich jetzt an die Worte des damaligen Bundesinnenministers Otto Schily nach dem Anschlag in der Kölner Keupstraße. Der hat gleich gesagt, dass war kein rassistischer Anschlag. Das sind Erfahrungen, die die Menschen mitnehmen. Es wurde jahrelang vertuscht. Es gibt in der türkischen Community überhaupt kein Vertrauen mehr in die deutschen Sicherheitsbehörden.

Was erwarten Sie?
Kolat: Bisher haben die Sicherheitsbehörden einen rechtsradikalen Hintergrund bei solchen Ereignissen gleich von vornherein ausgeschlossen. Wir sollten es machen wie in England. Dort geht man automatisch von einem rassistischen Anschlag aus, um dann zu schauen, ob doch etwas anderes dahintersteckt. Bei uns ist es umgekehrt. Bei uns wird erst mal verniedlicht.

Na, wenn das mal kein Rassismus ist, was Kolat hier betreibt. Im umgekehrten Fall ist natürlich immer erst einmal von der Unschuldsvermutung auszugehen. Am besten man nennt die Herkunft von Tätern erst gar nicht. Aber wenn ein „türkisches Haus“ brennt dann gilt: „Die Deutschen sind Schuld.“

Das ganze Interview gibt es beim Kölner Stadt-Anzeiger.

(Vielen Dank an alle Spürnasen)