Es war Ende vergangenen Jahres, als sich in Volksentscheiden der US-Bundesstaaten Colorado und Washington knappe Mehrheiten für den legalen Privatbesitz von bis zu 28 Gramm Cannabis fanden. Nach Bundesrecht, welches über dem Landesrecht steht, ist dieser jedoch nach wie vor illegal. Sorgen müssen sich Kiffer allerdings bis dato nicht machen: Denn die Obama-Administration lässt – wohl aus wahltaktischem Kalkül – keine Bemühungen erkennen, das Verbot in den beiden Staaten auch tatäschlich durchzusetzen.

Eine neue Studie zeigt nun, dass in Colorado bereits die Einführung von Cannabis zu vermeintlich medizinischen Zwecken Jahre zuvor mit einer signifikanten Erhöhung von Kindern, die versehentlich mit der Droge angereicherte Produkte wie Kuchen, Plätzchen, Pralinen und Getränken konsumiert hatten und deshalb in Krankenhaus behandelt werden mussten, einher ging. Durch die erfolgte Halb-Legalisierung 2012 dürfte deren Anzahl noch mal drastisch ansteigen.

Das Netz-Magazin „Telepolis“ schreibt:

In Colorado wurde Marijuana seit 2000 sukzessive legalisiert, erst mehr und mehr für medizinische Anwendungen, schließlich Mitte vergangenes Jahr auch zu Zwecken der Entspannung. Ärzte warnen nun, dass sich die Anzahl der Fälle mehrt, in denen Kinder versehentlich Cannabis in großen Mengen aufnehmen.

In der Kinderklinik von Colorado wurde seit der ersten Freigabe 2000 bei 1.378 Patienten im Alter zwischen acht Monaten und 12 Jahren eine unbeabsichtigte Aufnahme festgestellt, davon 588 allein seit dem 1. Oktober 2009 (an dem der Verkauf weiter gelockert wurde). Die Anzahl der Kinder, die wegen einer Überdosis eingeliefert worden war, sei von 0 vor dem 1. Oktober 2009 auf 14 seitdem gestiegen. Diese Kinder waren wegen extremer Schläfrigkeit, Lethargie, Bewegungs- oder Atemstörungen in die Notaufnahme gebracht worden, wo die Ärzte sie zuerst ausführlich untersuchen mussten, bis sie die Ursache der Symptome identifizierten.

Einer der Autoren der Studie klagte, dass die Cannabisprodukte in Colorado deutlich stärker geworden seien, seitdem Cannabis ähnlich verfügbar sei wie Bier und die „Edibles“ – essbaren Produkte – in der Massenproduktin hergestellt werden. Es gebe Zuckerstangen, die 300 Milligramm THC enthielten, was etwa einem Gramm Hasch von herausragender Qualität entspricht.

Auch in Tschechien, wo Anfang 2010 die Drogengesetze massiv liberalisiert worden sind, gibt es aktuell Negatives für die Jugend zu vermelden. So berichtet das Portal „Tschechien-Online“:

Was den Drogenkonsum betrifft, stehen Tschechiens Teenager weiterhin an der europäischen Spitze. Das geht aus dem aktuellen Drogenbericht der EU hervor, aus dem der tschechische Nachrichtensender CT 24 heute zitiert.

Danach hatten im vergangenen Jahr rund 42 Prozent der 15- und 16-Jährigen Cannabisprodukte konsumiert.

An zweiter Stelle in dieser Altersgruppe standen die Franzosen (39 Prozent).

Insgesamt ging der Drogenkonsum in Tschechien gegenüber den Vorjahren allerdings zurück. Beim Konsum von Marihuana stehen nun Frankreich und Polen an der Spitze Europas. Dort beträgt der Anteil der Benutzer jeweils rund 17 Prozent der 15- bis 34-Jährigen.

Das nationale Drogenzentrum in Prag schätzt die Zahl der Personen, die täglich Cannabis-Produkte konsumieren, landesweit auf 40.000.

Doch auch diese Fakten werden liberalistische Kräfte – ob nun aus der libertären Ecke oder von links-außen – wohl nicht davon abhalten, einer Rauschgift-Legalisierung das Wort zu reden…

» PI: „Langzeitstudie: Cannabis macht dumm

image_pdfimage_print
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.

111 KOMMENTARE

  1. Man kann zu Cannabis stehen wie man will, aber für mich hat dieser PI-Artikel etwas von der Hysterie, die man sonst eher bei linksgrüngestrickten Gutmenschen sieht.

    Wenn Erwachsene so blöd sind potentiell gefährliche und für Kinder Interessante Gegenstände einfach so runliegen zu lassen, dann ist das die Schuld genau dieser Erwachsenen.

    Sonst müsste man alles mögliche verbieten, woran sich Kinder verletzen oder umbringen können.

  2. Aber wenn in Tschechien seit der Liberalisierung der Konsum zurückgegangen ist, ist das doch ein Erfolg. Oder nicht ?

  3. #4 A.Monk (31. Mai 2013 19:44)

    Aber wenn in Tschechien seit der Liberalisierung der Konsum zurückgegangen ist, ist das doch ein Erfolg. Oder nicht ?

    Bist du des Lesens mächtig?

    Was den Drogenkonsum betrifft, stehen Tschechiens Teenager weiterhin an der europäischen Spitze. Das geht aus dem aktuellen Drogenbericht der EU hervor, aus dem der tschechische Nachrichtensender CT 24 heute zitiert.

    Und gerade für Heranwachsende ist das Zeug gefährlich.

  4. Mein Bruder war mal Klassenbester im Gymnasium. Dann entdeckte er Cannabis für sich. Heute ist er – ohne Schulabschluss – Beikoch.

  5. Wie viele Menschen sind denn eigentlich weltweit an Cannabis bereits gestorben?

    Null. ( Kein Wunder bei einer lethalen Dosis von etwa 150.000 Joints, die in 20 min geraucht werden müssten. Es gibt auch keinen nachgewiesenen Fall von Lungenkrebs oder ähnlichen Raucherkrankheiten. )

    Zum Vergleich sterben etwa 110.000 Deutsche an Tabak jährlich und an Alkohol etwa 50.000 bis 74.000.

    Prohibitionspolitik funktioniert nicht, das ist keine neue Erkenntnis.
    Cannabis ( Altdeutsch: starker Tobak ) hat eine 5500 Jahre alte Geschichte auf deutschem Boden ( als Werkstoff ) und eine 2400 Jahre alte Tradition als Medizin und Rauschmittel.
    Die Behauptungen, welche zum Verbot geführt haben, sind allesamt wissenschaftlich widerlegt. Verglichen mit Alkohol und Tabak steht Cannabis sehr gut da, nur wenn man mit zweierlei Maß misst, kann man versuchen die Cannabisprohibition zu rechtfertigen. Die schlimmste Nebenwirkung von Cannabiskonsum ist die Strafverfolgung.

  6. Habt ihr keine anderen Sorgen? Lasst die Leute doch kiffen. Kinder können auch aus Unachtsamkeit von Erwachsenen Alkohol trinken oder andere schädliche Sachen zu sich nehmen.

  7. Hört doch mal endlich damit auf, Cannabis zu verteufeln. Das ist eindeutig das falsche Schlachtfeld

  8. Kann ich #13 nur zustimmen. Wir sind eine fakten-basierte Community, informiert euch!

  9. Ich persönlich habe vor vielen Jahren über einen längeren Zeitraum Cannabis konsumiert, bin für eine „nicht geringe Menge“ sogar verurteilt worden.

    Nach langer Zeit der Abstinenz sehe ich Cannabis eher kritisch aber egal wie man persönlich zu Cannabis steht, eins muss jeder eingestehen, die Droge ist in der Gesellschaft und zwar in allen Schichten angekommen und bei dieser Tatsache halte ich es für sehr fragwürdig, so viele Menschen zu kriminalisieren. Das bringt doch nichts mehr.

    Momentan hätte die Legalisierung weniger negative Folge, als die Kriminalisierung.

    Mir persönlich solls egal sein ich würde nicht mehr kiffen, auch wenn es legal wäre. Eine Legalisierung halte ich trotzdem für sinnvoll.

    Übrigens sitze ich hier grade mit mit meinem ersten alkoholfreien Bier und es schmeckt überhaupt nicht. 🙂

  10. 300mg Wirkstoffmenge in einer Zuckerstange. Der BGH geht von einer Wirkstoffmenge von 15mg aus, die man beim Rauchen für eine Konsumeinheit verbraucht.
    Dass Cannabis dumm macht, ist anzunehmen, allein schon deshalb, weil die SED und die Gruenen sich für die Legalisierung von Cannabis stark machen.

    Man muss schon einige dieser Zuckerstangen verzehrt haben, um Kretschmanns Fukushima-Lügerei nicht zu durchschauen.
    Kretschmann war in Japan mit seinen Hofschranzen und einer davon hat diesen Artikel geschrieben
    Zwei Zitate daraus von Kretschmann:
    „Japan hat eine Dreifach-Katastrophe erlebt: ein Erdbeben, den Tsunami und das Reaktorunglück“
    „Fukushima hat Japan aufgerüttelt und die Welt verändert. Das Ende der Atomkraft ist nicht mehr aufzuhalten.“

    Und noch ein Satz von dem Hofschranzen:
    580 Quadratkilometer wurden damals verseucht, 20000 Menschen starben, 500000 mussten evakuiert werden, noch immer leben 150000 Menschen in provisorischen Unterkünften.

    Es wird also deutlich, dass Kretschmann und seine Hofschranzen die Opfer der Tsunami-Katastrophe als Opfer des Atomunglücks darstellen wollen. Das sind abgefeimte Lügner.
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kretschmann-in-fukushima-das-gesicht-der-energiewende.1d9999bc-d59a-4168-ab34-7d13875f81e8.html

    Und hier die Wahrheit:

    http://www.stern.de/panorama/un-bericht-niemand-erkrankt-durch-fukushima-2018898.html

  11. Ad 6 Rosinenbomber

    Erst mal selber lesen lernen !
    Und dann versuchen zu bemerken, dass die Daten, die der Artikel nennt, eine valide Aussage nicht zulassen, und der Artikel somit als Argument nicht zu gebrauchen ist.
    Und selbst WENN der Drogenkonsum in Tschechien noch europäische Spitze wäre (!), wäre ein Rückgang dennoch ein Erfolg.

  12. Legalisierung von Rauschgift, Übersexualisierung der Gesellschaft und das Aushöhlen von traditionellen Werten, insbesondere Ehe, Familie und Kirche, sind alles Bausteine zum 68er Umbau des Menschen nach den Vorstellungen der sozialistischen „Frankfurter Schule“ (Marcuse, Adorno, Horkheimer, …). Dieses Experiment wird zwar misslingen, weil es gegen die Natur des Menschen gerichtet ist, aber es wird sehr viele zerstörte Seelen produzieren, was ganz im Sinne des Sozialismus ist. So entsteht Proletariat, was wiederum die Bedingung für Revolution ist, mit anschließender Diktatur des Proletariats. Nur wer das verstanden hat, ist immun gegen alles was unsere Freiheit bedroht!!!

  13. Wie viele Menschen sterben jährlich wegen Alkohol? Wie viele jährlich wegen Canabis?
    Wie viele Verkehrsunfälle passieren jedes Jahr, weil der Fahrer besoffen war? Wie viele, weil ein Fahrer bekifft war? Wieviele schlägereien passieren, weil zwei besoffen waren? Wie viele, weil zwei Typen bekifft waren?

  14. Nicht verallgemeinern. Suchen Sie nach aktuellen (nicht vom Staat finanzierten) Studien über Cannabis. Ja man wird stumpf, wenn das Gehirn noch nicht ausgewachsen ist. Die positiven Auswirkungen überwiegen.

  15. Vorweg: ich bin starke Raucherin 😉 Und es sterken auch bestimmt genug Kinder daran, dass sie an Zigarettenkippen nuckeln etc.

    Habe aber trotzdem was dagegen, dass Cannabis als „weiche“ Droge legalisiert wird. Klar, macht beides abhängig.

    Aber durch Bekannte durfte ich beobachten, wie desinteressiert und träge Kiffer nach einiger Zeit wurden.

    Einer Freundin hat das auch nicht gereicht und sie hat sich bis zum Goldenen Schuß durchgprobiert.

  16. Ich bin auch gegen Cannabis, weil ich gesehen habe, dass es die Menschen dumm macht. Ein ehemalige Freund aus Schulzeiten hat auch viel gekifft. Und das hat ihn dumm und langsam gemacht, er konnte sich kaum noch konzentrieren, den Ball im Volleyball hat er nie bekommen weil er so langsam war. Cannabis tötet vllt. nicht, aber die körperlichen Folgeschäden sind dennoch beträchtlich.

  17. #9 keks33 (31. Mai 2013 20:00)

    Wie viele Menschen sind denn eigentlich weltweit an Cannabis bereits gestorben?

    Null. ( Kein Wunder bei einer lethalen Dosis von etwa 150.000 Joints, die in 20 min geraucht werden müssten. Es gibt auch keinen nachgewiesenen Fall von Lungenkrebs oder ähnlichen Raucherkrankheiten. )

    Es geht nicht nur darum, wie viele Menschen an etwas sterben. Es geht auch darum, wie viele Leben eine Drogen aus der Bahn wirft oder gar zerstört. Und da dürfte auch Cannabis auf eine beachtliche Bilanz blicken können.

    Davon abgesehen gibt es natürlich Todesfälle durch Cannabis – ob nun durch Krebs, (Verkehrs-)Unfälle oder Suizid infolge einer durch Cannabis ausgelösten Psychose. Denn dass eine Substanz, die unbestritten eine Vielzahl an Karzinomen enthält – sowie bis zu 20 Mal mehr Ammoniak und drei- bis fünfmal mehr Stickstoff-Oxide als in Tabakrauch – nicht zu einem höheren Krebsrisiko führt, wäre äußerst unlogisch.

    Das Gebiet ist noch unzureichend erforscht, aber es gibt starke Indizien u. a. für Lungenkrebs und Prostatakrebs. Zu behaupten, dass hier nach aktuellem wissenschaftlichen Stand kein Risiko bestehen würde, ist deshalb unredlich.

    #11 hagberd (31. Mai 2013 20:04)

    Habt ihr keine anderen Sorgen? Lasst die Leute doch kiffen.

    Ich denke nicht, dass unser größtes Problem der Islam ist. Unser größtes Problem sind wir selbst – eine auf reine Spaßmaximierung getrimmte Gesellschaft. Ohne diesen exzessiven Hedonismus hätten wir jenen galoppierenden Werteverfall, auf den so gut wie alle Probleme zurückgehen, nicht. Und die Relation zwischen Drogen und Werteverfall dürfte offenkundig sein.

  18. Ich bin nicht für die Legalisierung von Cannabis – außer in einem strengen medizinischen Rahmen eventuell.

    Ich bin aber auch nicht dafür, Kindern bewusst scharfe Waffe in die Hand zu geben:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fuenfjaehriger-erschiesst-schwester-toedliches-spielzeug-a-897698.html

    Bei allem Verständnis für das in der US-Verfassung garantierte Recht auf Waffenbesitz – das geht einfach zu weit.

    Viel zu weit.

    Wenn schon scharfe Waffen in Privatbesitz, dann wenigstens nur für Erwachsene.

    Und das muss auch gesetzlich so vorgeschrieben sein.

  19. @ K.Huntelaar (31. Mai 2013 20:21)

    Wer sich vor einem Sportereignis „bekifft“ mag eingeschränkt reagieren, aber wer sich vor dem Sport betrinkt wird auch nicht durch Geschicklichkeit glänzen. Das meinte ich in meinem ersten Kommentar mit „messen mit zweierlei Maß“.
    Es gibt EINE Krankheit die mit extremem Cannabiskonsum in Verbindung gebracht werden kann und das ist chronische Bronchitis. Kiffen schadet dem Hirn weniger als Alkohol.

    Wenn man Deutschland auf einer Zeitleiste mit Cannbis zusammen betrachtet fällt auf, dass die Prohibition ziemlich neu ist (ca. 40 Jahre).
    Dass in dieser Epoche Deutschland seine Talfahrt begonnen hat, sehen wir an vielen politischen Themen, z.B. Waffengesetz, Einwanderungspolitik usw.

  20. #21 Genau das ist der Punkt.
    Kiffen verdummt und macht langsam.

    Wollen wir wirklich auf so eine Gesellschaft zusteuern.

    Schon allein ist es eine Zumutung das ein nüchterner Mensch mit solchen unter Drogen stehenden Menschen in Berührung kommt.
    Die stehen da komplett prall im Raum und verstehen nichts wenn man mit ihnen redet geschweige vom ständigen hyänenartigen Lachen mit denen diese ihre Dummheit noch untermauern.

    Ich sag nichts wenn jemand ein oder zweimal im Monat sich ein Joint reinpfeift aber die meisten Kiffer sind Abhängige die mindestens 2 bis 3 mal täglich ihre Dosis brauchen.

  21. Manche Kinder haben schon versehentlich Alkohol getrunken! Und daran kann man sogar sterben.
    Wie viele Alkoholtote haben wir allein in Deutschland?
    http://www.welt.de/welt_print/wissen/article8194870/74-000-Alkoholtote-pro-Jahr-in-Deutschland.html
    Und wie viele sterben an Cannabis?
    74.000 zu null für den Alkohol. 😀
    Diese Artikel sind etwas lächerlich.
    Ich konsumiere weder Alkohol noch Cannabis. Aber man kann sich auch mal wissenschaftlich mir den Gefahren unterschiedlicher Suchtmittel beschäftigen! Man müsste mal Einschränkungen beim Alkohol diskutieren. Allein wegen der Verkehrstoten, die durch Alkoholtrinker unschuldig getötet werden.
    Ich warte auf einen Artikel gegen Alkohol…

  22. Jetzt bin ich aber entsetzt. Legalisierung von Cannabis vergiftet also die Kinder. Man hat es ja schon immer gewußt wie teuflisch dieses Zeugs ist – aber so?
    Zum Glück wissen unsere Kinder dass Cannabis verboten ist und naschen deshalb nicht aus dem Beutelchen aus Papas Schublade. Also ist da schon ein schwerwiegender Zusammenhang da.

    Das letzte mal, als ich so entsetzt war, ließ das Jugendmagazin der Ahmadiyya-Gemeinde verlauten, dass der Genuß von Schweinefleisch schwul macht. Und wieviel Leute essen das ahnungslos zentnerweise in sich rein? Unglaublich einfach!

  23. Was soll das? Ich kiffe nicht, aber ich beanspruche das Recht, es zu tun. Was geht das den Staat an? Vor hundert Jahren gab e das meiste heut verbotene einfach in der Apotheke.
    Und was haben denn diese ganzen Drogenverbote schon gebracht, außer dreckigen Stoff und ausufernde Beschaffungskriminalität und internationale Verbrecherkartelle? Die Prohibition in den USA hätte wohl Lehre genug sein sollen, aber man hat daraus leider nichts gelernt.

  24. @ #22 Rosinenbomber (31. Mai 2013 20:31)

    Die Wirkung von Cannabis wird extrem überbewertet. Der Rausch ist harmloser als ein starker Alkoholrausch.

    Im Frankreich konnte von 1960 bis 1990 eine Zunahme von etwa 50% bei den Cannbiskonsumenten festgestellt werden, aber keine Zunahme bei den Geistesgestörten.

    Es wäre auch nur eine Relegalisierung, Hanf ist seit Jahrtausenden Teil unserer Kultur.

  25. Die Grünen wollen Cannabis freigeben, aber Alkohol verbieten.

    Verkehrte Welt !!

    Das Problem ist nicht, ob jemand ab und zu einen Joint raucht, sondern daß
    alles Traditionelle abgeschafft werden soll.

  26. Achtet die gottgegebenen Eigentumsrechte. Kein Mensch hat das Recht anderen Menschen vorzuschreiben wer was besitzen darf.

    Hört auf zu moralisieren und setzt euch für konsequent freie Märkte ein !!!

  27. Mein liebster Artikel zu Cannabis ist immer noch dieser in Daily Mail. Willie Nelson fuhr mit seinem Tourbus von Mexico nach Hudspeth County in Texas. In dem Bus roch es nach Cannabis und bei einer Nachschau fand die Polizei sechs Unzen Cannabis. Willie Nelson sagte, das gehöre ihm. Der Staatsanwalt sagte, als er das ausgepackt habe, seien es 3 Unzen gewesen. Es könne sein, dass beim Auspacken etwas heruntergefallen sei oder er mit dem Sheriff etwas davon geraucht habe. Eine Menge von 3 Unzen falle gerade noch in seine Zuständigkeit und er wäre ein Arschloch, wenn er Willie Nelson etwas Böses tue. Die Richterin verurteilte Willie Nelson dann dazu, wenn er wieder in Hudspeth County sei, bei ihr im Gerichtsaal zu erscheinen und ihr Lieblingslied ‘Blue Eyes Crying in the Rain’ zu singen.
    http://www.dailymail.co.uk/news/article-1370646/Willie-Nelson-ordered-sing-judges-favourite-song-court-avoid-marijuana-jail-sentence.html

    Willie Nelson, nachträglich alles Gute zu Deinem 80.

  28. #31 keks33 (31. Mai 2013 20:49)

    Es wäre auch nur eine Relegalisierung, Hanf ist seit Jahrtausenden Teil unserer Kultur.

    Nutzhanf ja. Rauschhanf hat in Deutschland erst ab den 1960er Jahren Verbreitung als Freizeitdroge gefunden – durch die 68er.

  29. Ich bin dafür, das alle Drogen für Erwachsene, nicht vorbestrafte frei in der Apotheke erhältlich sind.
    Wir sind doch keine Kinder. Und warum haben nur Ärzte das Privileg?
    Kiffen würde ich nicht. Vielleicht ab und zu mal koksen, wie das Siegmund Freud zu einer anderen Zeit auch getan hat. Oder bei Schmerzen mal Morphin nehmen.
    Besser ist es die Menschen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Drogen zu erziehen, bzw. beraten. Der Alkohol ist ja auch in jeder Form ab 18 erhältlich. Und wenn ich eine Droge schlimm finde, dann ist es besonders der Alkohol.

  30. Cannabis ist die ideale Droge für diktatorisch-totalitäre Systeme, denn der Konsument wird dumm, paranoid und wehrt sich nicht. Kein Wunder, dass die Grünfaschist_innen und selbst die Genoss_innen der Linkspartei Sympathie_innen für das elende Teufelszeug entwickelt haben.

  31. Vorneweg- ich konsumiere kein Cannabis- habe es mit 20 2-3mal ausprobiert und fand es uninteressant. Wie das halt so ist wenn man jung ist. Darüber hinaus bin ich jetzt nicht direkt für ne Freigabe, finde es aber verdammt albern, worüber sich manche hier echauffieren.

    Offenbar sind hier viele nur gegen Cannabis, weil Linksgrüne dafür sind. Die Argumente sind jedenfalls sehr, sehr dünn.
    Cannabis wird halt bevorzugt bei den LRGs konsumiert und ist häufig ein Teil linken Lebens.

    Der Aufhänger „14 Kinder haben Cannabis gegessen“ ist schlichtweg dümmlich- wieviele Kinder haben versehentlich Alkohol getrunken? Wieviele Reinigungsmittel die herumstanden? Wieviele wurden Opfer im Straßenverkehr? etc.,etc.

    Und was das „Traditionelle“ angeht: Im Odenwald z.B. haben die Bauern früher nach der Hanfernte die Überreste in großen Feuern verbrannt und dann ging es ab… 😉
    Das war halt bevor „Hanf“ verboten wurde.

    Fazit: Lächerlicher Artikel der vor allem der Abneigung gegen linke „Kultur“ geschuldet ist.

  32. Ja…

    Ein republikanischer Gouverneur namens Arnold Schwazenegger hat die Entkriminalisierung von Cannabis befürwortet:

    USA: Arnold Schwarzenegger entkriminalisiert Besitz von geringen Mengen Cannabis

    Am Freitag hat der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger den Gesetzesvorschlag SB 1449 zur Entkriminalisierung von Cannabis unterzeichnet, welcher letzten Monat das Unterhaus Kaliforniens passierte (ShortNews berichtete).

    Nun stellt der Besitz von bis zu 28,5 Gramm Cannabis keine Ordnungswidrigkeit mit Gerichtsverfahren mehr da, sondern wird nur noch mit einem Bußgeld von höchstens 100 US-Dollar geahndet.

    Unter seine Unterschrift schrieb Gouverneur Arnold Schwarzenegger, dass in dieser Zeit der drastischen Haushaltskürzungen es sich Judikative und Exekutive nicht leisten könnten, ein Verbrechen zu ahnden, welches der Kriminalität eines Strafzettels gleichkommt.

    http://www.shortnews.de/id/852287/usa-arnold-schwarzenegger-entkriminalisiert-besitz-von-geringen-mengen-cannabis

  33. Dieses Gezeter um Cannabis geht mir auf die Nerven. Der Konsum von Cannabis, in welcher Form auch immer, ist nicht schädlicher und sozial unverträglicher, als Alkohol. Aber Alkohol ist ein Bestandteil unserer abendländisch christlich/jüdischen Kultur. Wenn ihr Cannabis verdammt, dann verdammt doch bitte auch Alkohol.

    Ich würde sogar noch weiter gehen. Verdammt doch auch alle Psychopharmaka und alle Schlafmittel. Auch davon wird man abhängig.

    Habt ihr euch schon einmal überlegt, wie sich die internationale Kriminalität und der internationale Terrorismus finanzieren würden, wenn es keine Suchtmittelgesetze gäbe? Die Einkunftsquellen einer jeder mafiosen Gesellschaft weltweit wären gekappt, wenn es diese Gesetze nicht gäbe.

    Wenn sich einer umbringen will, kann er aus dem Fenster springen, sich aufhängen oder sich tot saufen oder auch tot rauchen. Wenn er sich tot säuft, was jahrzehntelang dauert, hinterlässt er zerrüttete Beziehungsverhältnisse. Wenn er medikamentenabhängig ist, detto. Das alles interessiert uns nicht.

    Aber der Konsum von Cannabis ist verdammt. Was für eine Heuchelei!

  34. Blödsinnige Panikmache…..habe einen IQ von 110 trotz Canabiskonsum (hilft bei meiner chronischen Migräne), wähle weder grün, noch bin ich links.
    Was Kinder und Teenager anbelangt, ist jedes Rauschmittel schädlich…..Alkohol, Tabak, Kaffee, Fastfood u.s.w.

    PI sollte sich besser Themen widmen, von dem es etwas versteht…..

  35. Cannabis ist definitv unterschätzt. Anstatt es zu verbieten sollte man lieber darüber aufklären.

    In den 1920ern konnte man noch Heroin,Kokain und Opium in der Apotheke erwerben. Im Vergleich zu den heute billigen syntethische Drogen wie Meth sind die noch fast harmlos.

    Selbst das „harmlose“ Graß wird heutzutage mit Bleistaub gestreckt/schwerer gemacht um mehr Kohle raus zu holen. Das ist super gefährlich. Da reicht ein Joint, um lebenslange Gesundheitsschädigung davon zu tragen evtl. sogar zu sterben.

    Vorbote und Krimminalisierung verschlimmern nur die Gesamtsituation. Wer das nicht erkennt bei dem Funktioniert da oben was nicht richtig.

  36. #39 Logiker

    Vorbote und Krimminalisierung verschlimmern nur die Gesamtsituation. Wer das nicht erkennt bei dem Funktioniert da oben was nicht richtig.

    Ich befürchte, dass bei Dir etwas nicht ganz richtig funktioniert. Die Pönalisierung von Drogen verschlimmert also die Gesamtsituation? Dann schauen wir uns doch mal die Zahlen an: Am Mißbauch von Alkohol sterben jedes Jahr etwa 40.000 Menschen in Deutschland. An den Spätfolgen des Nikotinkonsums 110.000. Wie viele Rauschgifttote gibt es hierzulande? 944 in 2012!

    Alkohol und Nikotin sind mehr oder weniger frei verfügbar, Rauschgifte sind verboten. Die Zahlen zeigen, dass das Verbot von Drogen selbstverständlich sinnvoll ist.

  37. #43 Chris (31. Mai 2013 21:41)

    Die Pönalisierung von Drogen verschlimmert also die Gesamtsituation? Dann schauen wir uns doch mal die Zahlen an: Am Mißbauch von Alkohol sterben jedes Jahr etwa 40.000 Menschen in Deutschland. An den Spätfolgen des Nikotinkonsums 110.000. Wie viele Rauschgifttote gibt es hierzulande? 944 in 2012!

    Treffer und versenkt!

  38. @Rosinenbomber

    Wie viele Rauschgifttote gibt es hierzulande? 944 in 2012!

    Treffer und versenkt!

    ———————————–

    Und wieviel von den 944 sind aufgrund von Canabiskonsum gestorben?

  39. #43 Chris
    #44 Rosinenbomber

    Schon die ersten beiden bei denen was geölt werden muss.

    Und du meinst jetzt da würde es was helfen Alkohol und Tabak auch zu verbieten. tss

    Schon mal was von der Prohibition in den USA gehört? Die haben da mehr gesoffen als vorher und Leute wie Capone konnte mit dem illegalen Verkauf und Vertrieb erst richtig Aufsteigen.

  40. Alle mit ihren Traditionen Canabis war hier legal und es gab Canabiszigaretten wurde alles erst verboten durch die Nazis oder sogar erst nach dem Krieg

  41. #37 Caldonazzi

    Der Konsum von Cannabis, in welcher Form auch immer, ist nicht schädlicher und sozial unverträglicher, als Alkohol. Aber Alkohol ist ein Bestandteil unserer abendländisch christlich/jüdischen Kultur. Wenn ihr Cannabis verdammt, dann verdammt doch bitte auch Alkohol.

    Das immer gleiche falsche Argument, das in solchen Diskussionen regelmäßig auftaucht. Die Tatsache, dass Alkohol und Nikotin schädlich sind, kann nicht als Begründung dienen, um mit Cannabis eine weitere schädliche Substanz zu legalisieren. Vielmehr muss es darum gehen, den Konsum der „Kulturdrogen“ Alkohol und Nikotin in der Gesellschaft schrittweise zurückzudrängen. Das geschieht auch. So ist z.B. der Nikotinkonsum von Kindern und Jugendlichen in Deutschland dank verstärkter Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

    Habt ihr euch schon einmal überlegt, wie sich die internationale Kriminalität und der internationale Terrorismus finanzieren würden, wenn es keine Suchtmittelgesetze gäbe? Die Einkunftsquellen einer jeder mafiosen Gesellschaft weltweit wären gekappt, wenn es diese Gesetze nicht gäbe.

    Das nächste Mythos der Drogen-Legalisierungsfreunde. Den Drogenschwarzmarkt könnte man nur dann austrocknen und damit der organisierten Kriminalität den Boden entziehen, wenn der Staat bereit wäre, alle Rauschgifte für alle in jeder beliebigen Dosierung zu legalisieren. Andernfalls blieben für die illegalen Anbieter ausreichende Betätigungsfelder, um ihre Geschäfte fortzusetzen. Der Schwarzmarkt würde sich nur auf andere, sehr viel gefährlichere Substanzen bzw. Zielgruppen verlagern. Freigegeben werden müssten auch synthetische Drogen wie beispielsweise das extrem zerstörerische Crystal Meth. Und auch Kinder und Jugendliche dürften nicht ausgenommen bleiben.

    Die Freigabe aller Rauschgifte ist eine völlig absurde Vorstellung, die katastrophale Folgen für die Gesellschaft hätte und auch mit dem Grundgesetz nicht vereinbar wäre.

  42. „extreme Schläfrigkeit, Lethargie, Bewegungs- oder Atemstörungen“

    Was sich nach einigen Stunden auch ohne Behandlung oder ggf. etwas Beatmung von selbst gibt und keine nachweisbaren Langszeitschäden nach sich zieht.

    Ratet mal, was passiert, wenn ein Kind eine einzige Zigarette (Tabak) oder eine Packung Schnapspralinen isst?
    Bei Alkohol gibt es keinerlei Gegengift, man kann nur symptomatisch behandeln (Flüssigkeitszufuhr, Beatmung, krampflösende Mittel), entgiften muss der Körper alleine, dosisabhängig sind schwerste Schäden, auch dauerhafte sowie Tod wahrscheinlich.
    Bei Nikotin kann man Antidota einsetzen, aber wird das nicht rechtzeitig getan, kommt es rasch zu einem sehr grausamen Tod.

    Ich persönlich hatte großes Glück, ich hatte als Kleinkind Zigarettenreste gegessen, was aber glücklicherweise sofort entdeckt wurde und mit primärer Giftentfernung (Magenspülung) behandelt werden konnte. Hätte ich stattdessen Pur-Joints gegessen, wäre das definitiv ungefährlicher gewesen.

    Da ist das Cannabis-Verbot eine viel größere Gefahr, denn das befeuert die organisierte sowie die Beschaffungskriminalität, und in diesen Drogenkrieg sind schon zigtausend Menschen umgekommen, besonders in den USA und Mexiko.

    Im Haushalt muss Cannabis eben genauso unter Verschluss gehalten werden wie Medikamente, Reinigungsmittel u.ä. Allein an Paracetamol etwa sterben in den USA mehrere Kinder pro Jahr und auch viele Erwachsene. Das Zeug ist extrem lebertoxisch, wenn nicht binnen weniger Stunden ein Antidot gegeben wird, rettet nur noch eine Lebertransplantation.

  43. Hab da auch meine Meinung geändert – meine Ablehnung der Legalisierung hatte immer mit den linken Befürwortern zu tun – hauptsache „anti-Bürgerlich“.

    Aber der libertäre Ansatz hat mich überzeugt – warum soll irgendeiner die Macht haben, mir Dinge zu verbieten, die ich mit mir selbst machen will? Das sind die gleichen Leute, die andere als Spielsteine auf ihrem ideologischen Brett sehen.
    Natürlich wird die Liberalisierung auch Nachteile haben – aber man muss sich die Situation jetzt ansehen.

  44. #49 Chris (31. Mai 2013 21:58)

    Schön gesagt. Aber das ist bei denen wohl zwecklos…

  45. #46 Logiker

    Und du meinst jetzt da würde es was helfen Alkohol und Tabak auch zu verbieten. tss

    Ich habe nicht von Verbot gesprochen, sondern von Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen, um den gefährlichen Konsum dieser Substanzen zurückzudrängen. Beschäftige Dich mal mit den Zahlen und den Erfolgen der Nikotinprävention bei Kindern und Jugendlichen.

    Schon mal was von der Prohibition in den USA gehört? Die haben da mehr gesoffen als vorher und Leute wie Capone konnte mit dem illegalen Verkauf und Vertrieb erst richtig Aufsteigen.

    Ich kenne die Geschichte der Alkoholprohibition in den USA, Du offenbar nicht. Dass die Prohibition scheiterte, hing vor allem damit zusammen, dass die Gesetze in vielen Bundesstaaten gar nicht umgesetzt wurden bzw. die erforderlichen Polizeikräfte fehlten. Außerdem stimmt es nicht, dass der Alkoholkonsum während der Prohibition angestiegen war. Tatsächlich ging er zurück, ebenso wie alkoholbedingte gesundheitlichen Schäden.

    Die organisierte Kriminalität (vulgo Mafia) gab es schon vor der Prohibiton und sie existierte auch nach Aufhebung des Alkoholverbots weiter, betätigte sich aber auf neuen Feldern (illegales Glücksspiel, Rauschgift, Prostitution usw.).

  46. warum auch gras legalisieren?
    die moslimischen migranten müssen doch was zum dealen haben…

    lieber ganz legal ins koma saufen oder die leber kaputt saufen, ist ja viel gesünder und auch überall akzeptiert.
    aber wehe einer rauch einen joint…

    böses böses marihuana…

    warum wurde es nochmal zuerst verboten?
    informiert euch erstmal, bevor ihr hier alle gras raucher als dumme kiffer abstempelt.

  47. #49 Chris
    „Das nächste Mythos der Drogen-Legalisierungsfreunde. Den Drogenschwarzmarkt könnte man nur dann austrocknen und damit der organisierten Kriminalität den Boden entziehen, wenn der Staat bereit wäre, alle Rauschgifte für alle in jeder beliebigen Dosierung zu legalisieren.“

    Merkst du eigentlich noch was du da schreibst?(übrigens heist es der Mythos) Du erklärst selbst wie es funktioniert und meinst dann es wäre ein Mythos!?! Das dafür alle Drogen legalisiert werden müssen ist jedem klar.

    Meth ist übrigens gerade die Antwort auf die Kriminalisierung der herkömmlichen Drogen. Da sie so einfach hergestellt werden kann lohnt es sich für die Mafia nicht, da kaum Gewinn dabei rauspringt. Wenn sie es zu teuer machen würden basteln sich die Leute das lieber selbst un das ist ja auch gerade der Fall bei Meth.

    Und wer würde sich noch dieses Teufelszeug antun wenn er sauberes ungestrecktes Zeug seiner Wahl in der Apotheke bekommt.

  48. #49 „Der Schwarzmarkt würde sich nur auf andere, sehr viel gefährlichere Substanzen bzw. Zielgruppen verlagern“

    Crystal Meth war bis IIRC in die 80er legal per Rezept erhältlich, als Pervitin, wurde relativ oft verordnet, bei Müdigkeitsgefühlen, Leistungsschwäche etc., auch andere Amphetamine (z.B. ‚Captagon‘). Nehberg hatte einen Vorrat im Dschungel dabei, Sportler (Bern 54) haben es genommen, Manager, und natürlich Frauen als Appetitzügler.
    Nicht zu Vergessen die Karriere im zweiten Weltkrieg, Heinrich Böll z.B. verlangte in einigen Feldpostbriefen danach.
    Hat die Gesellschaft auch nicht ins Chaos gestürzt, ebenso wenig wie die damaligen liberalen Waffengesetze; und dass obwohl man noch nicht so um die Risiken wusste.

    Um den verbleibenden Schwarzmarkt (Zielgruppe Kinder & Jugendliche) zu bekämpfen, hätte man dann ja auch jede Menge freie Ressourcen, könnte die Kräfte dank der aus dem legalen Drogenhandel sprudelnden Steuereinnahmen noch zigfach verstärken.
    Ich bezweifle auch, dass es einen nennenswerten Schwarzmarkt für wirklich sehr schädliche Substanzen geben würde bzw. dürfte auch der legale Markt für die schädlicheren Substanzen klein bleiben, wenn der Konsument die freie Auswahl hat. Methamphetamin z.B. nehmen vermutlich nur viele, weil es derzeit billiger und reiner verfügbar ist als das normale Amphetamin (welches bis vor ein paar Jahrzehnten noch als so harmlos galt, dass es als Schnupfenmittel und Appetitzügler frei verkäuflich war).

  49. @Rosinenbomber
    @Chris

    Ich wiederhole mich ungern, aber meine Frage ist immer noch unbeantwortet…

    Wieviel von den 944 sind aufgrund von Canabiskonsum gestorben?

  50. #45 Glockenseil

    Und wieviel von den 944 sind aufgrund von Canabiskonsum gestorben?

    Erst mal die Postings lesen und dann antworten. In meiner Replik ging es um die Forderung nach einer generellen Legalisierung von Rauschgiften, die angeblich schädlich sei und die Situation verschlimmere. Das habe ich mit den o.g. Zahlen widerlegt.

    Auch wenn Cannabis nicht unmittelbar mortal wirkt, so sind die negativen psychischen Folgen des Konsums gerade bei Kindern und Jugendlichen hinreichend von der Wissenschaft belegt. Schon aus diesem Grund verbietet sich eine Legalisierung dieser Droge.

    By the way: Cannabis ist eine Einstiegsdroge, die den Umstieg auf harte tödliche Rauschgifte wie Heroin begünstigt. Somit ist Cannabis indirekt für die Zahl der Rauschgifttoten mitverantwortlich.

  51. #53 Chris

    „Ich habe nicht von Verbot gesprochen“

    Ich aber, weil du es verglichen und in den Kontext gesetzt hast.
    Schlussfolgernd konsequent müsstes du genauso wie bei den anderen Drogen, für ein Alkohol und Tabak Verbot sein.

    Mit deiner recht eigenwilligen revisionistischen Sichtweise der USAmerikanischen Prohibitionszeit unterstreichst du das ja auch noch.

    Zucker ist auch ungesund und macht nachweislich körperlich abhängig, sollte man gleich mit verbieten.
    Überhaupt alles was ungesund ist wird verboten!

  52. @Chris

    „By the way: Cannabis ist eine Einstiegsdroge, die den Umstieg auf harte tödliche Rauschgifte wie Heroin begünstigt. Somit ist Cannabis indirekt für die Zahl der Rauschgifttoten mitverantwortlich.“

    Aha….und woran liegt das?
    Vielleicht weil der kleine Straßendealer die ganze Pallette am Start hat?
    Kontollierte Abgabe von Canabis über Apotheken würden dieses Angebot gar nicht erst stellen!
    By the way…Alkohol und Nikotin sind demnach auch Einstiegsdrogen….sogar Schokolade ist eine!

  53. Statt Cannabis sollte man sich lieber mehr Sorgen um Nikotin- und Alkoholkonsum unter Jugendlichen kümmern. Denn die sind schädlicher als Cannabis und sind viel einfacher zu beschaffen. Und Cannabis könnte man auch in Deutschland legalisieren, es werden kaum mehr Menschen kiffen als jetzt. Ich bin kein Verteidiger der Drogen (strittig ob Cannabis eine Droge ist, starke alkoholische Getränke sind nicht besser) und es ist auch länger her, dass ich das letzte mal gekifft habe (und habe nicht mehr vor es zu tun), aber denkt drüber nach, vieles wird einfacher wenn es legal wird.

  54. #55 Logiker

    Merkst du eigentlich noch was du da schreibst?(übrigens heist es der Mythos) Du erklärst selbst wie es funktioniert und meinst dann es wäre ein Mythos!?! Das dafür alle Drogen legalisiert werden müssen ist jedem klar.

    Ich weiß sehr genau, was ich schreibe, leider verstehst Du es nicht! Mit Mythos meinte ich die Behauptung, man könne Rauschgift einfach legalisieren, um den Schwarzmarkt zu zerstören. Jedem normal denkenden Menschen sollte klar sein, dass diese Forderung absurd ist, weil die Folgen einer Rauschgiftfreigabe für die Gesellschaft katastrophal wären. Wer sich darüber informieren will, wohin es führt, wenn Rauschgift frei verfügbar ist, der sollte sich einmal mit der Geschichte Chinas im 19. Jahrhundert und speziell mit dem Kapitel Opiumkriege befassen.

    Meth ist übrigens gerade die Antwort auf die Kriminalisierung der herkömmlichen Drogen. Da sie so einfach hergestellt werden kann lohnt es sich für die Mafia nicht, da kaum Gewinn dabei rauspringt. Wenn sie es zu teuer machen würden basteln sich die Leute das lieber selbst un das ist ja auch gerade der Fall bei Meth.

    Die Herstellung von Crystal Meth ist so leicht nicht und vor allem recht gefährlich. Auch stimmt es nicht, dass man mit Meth kein Geld verdienen könne. Die Gewinnspannen sind erheblich, weil die Substanzen, die für die Herstellung benötigt werden, preiswert in jeder Apotheke zu haben sind.

    Eine Legalisierung von Meth und anderen synthetischen Drogen scheitert schon daran, dass praktisch täglich neue Substanzen auftauchen. Die würden auch nicht vom Markt verschwinden, wenn man „klassische“ Rauschgifte wie Heroin oder Kokain freigeben würde. Denn ihre Wirkungsweise ist häufig stärker. Deshalb werden sie von vielen Konsumenten bevorzugt. Das ist auch der Grund, warum die Bedeutung von Heroin und Kokain in der Drogenszene zurückgeht.

  55. #43″Die Pönalisierung von Drogen verschlimmert also die Gesamtsituation? Dann schauen wir uns doch mal die Zahlen an: Am Mißbauch von Alkohol sterben jedes Jahr etwa 40.000 Menschen in Deutschland. An den Spätfolgen des Nikotinkonsums 110.000. Wie viele Rauschgifttote gibt es hierzulande? 944 in 2012!“

    Durch Alkohol und Tabak sterben die Menschen aber vor allem an den vielfältigen massiven Langzeitschäden, wie Leberversagen und Lungenkrebs (chronische Toxizität).

    Bei den meisten illegalen Substanzen dagegen stirbt man normalerweise nur bei einer akuten Überdosierung, schon allein deswegen sind die Todeszahlen da natürlich sehr gering. Sauberes Heroin z.B. hat keine körperlichen Langzeitschäden, in Großbritannien wird es daher genau wie andere Opioide regulär in der Schmerztherapie verwendet und kann wie bei uns etwa Fentanyl-Pflaster jahrzehntelang problemlos dem Patienten gegeben werden.

    Von anderen illegalen Drogen wie Kokain und Amphetaminen stirbt man bei Reinsubstanz auch höchstens bei massiver Überdosis oder falscher Injektion, und ggf. reduziert sich etwas die Lebenserwartung aufgrund der Herz-Kreislauf-Belastung; welche aber nicht dramatischer als bei Übergewicht, ungesunder Ernährung und Sportmangel sein dürfte.

    Bei Cannabis bestehen praktisch auch nur die Todesgefahren des Rauchens, die sich aber durch oralen Konsum oder das Verdampfen von Extrakten (ähnlich E-Zigarette) vermeiden ließen.

  56. Alle Drogen, ob Alkohol, Zigaretten, THC oder Koran gehören einfach nicht in Kinderhände. Punkt.

    Was Erwachsene machen, ist deren Sache. Ich bspw. kiffe seit 1998. Ich habe einen guten Job, 2 Kinder, eine schöne Frau, bin wohlgenährt, islamkritisch, wehrhaft, habe viele Freunde und kriege auch sonst mein Leben gebacken.

    Wenn ich mir zum Feierabend – die Familie ist im Bett – auf dem Balkon die „grüne Brille“ aufsetze, wen gefährde ich damit? Ja, Lungenkrebs, aber wir diskutieren hier nicht über das Rauchen generell.

  57. P.S.

    Mag sein, das Cannabis-Konsum langfristig dumm macht – scheinbar war ich „zu“ intelligent vorher, denn ich werde von meinen Mitmenschen für gewöhnlich als „äußerst intelligent“ beschrieben.

  58. #60 Glockenseil

    Aha….und woran liegt das?
    Vielleicht weil der kleine Straßendealer die ganze Pallette am Start hat?

    Nein, daran liegt es nicht. Die Vorstellung, die Dealer würden Kinder und Jugendliche mit Cannabis anfüttern, um sie später zu harten Drogen wie Heroin zu verführen, ist ebenfalls ein Mythos. Tatsächlich sind die Zugangswege zu beiden Drogengruppen unterschiedlich: Cannabis wird in der Peergroup (z.B. Freundeskreis) herumgereicht, während harte Drogen von interessierten Konsumenten aktiv in der Drogenszene nachgefragt werden.
    Das zeigt übrigens auch das Beispiel Holland: Trotz quasi-Freigabe von Cannabis ist dort die Zahl der Heroinkonsumenten nicht zurückgegangen.

    By the way…Alkohol und Nikotin sind demnach auch Einstiegsdrogen….sogar Schokolade ist eine!

    Das Risiko, von Cannabis auf harte Drogen umzusteigen, ist fünf- bis sechsmal höher als bei jeder anderen Substanz. Das ist schon seit längerem bekannt.

  59. #55 Logiker (31. Mai 2013 22:16)

    Und wer würde sich noch dieses Teufelszeug antun wenn er sauberes ungestrecktes Zeug seiner Wahl in der Apotheke bekommt.

    Sauberes Heroin aus der Apotheke – wie wunderbar!

    #56 liberaler_demokrat (31. Mai 2013 22:19)

    Nicht zu Vergessen die Karriere im zweiten Weltkrieg, Heinrich Böll z.B. verlangte in einigen Feldpostbriefen danach.

    Und warum? Weil er süchtig geworden ist. Du arbeitest mit Halbwahrheiten. Perventin (sprich: Methamphetamin) hat sich übrigens im 2. Weltkrieg nicht bewährt. Die Soldaten waren zwar einige Zeit leistungsfähiger, konnten Gewaltmärsche hinlegen und mussten nicht schlafen. Nachher waren sie aber kraftlos und mussten den Schlaf doppelt und dreifach nachholen.

    Hat die Gesellschaft auch nicht ins Chaos gestürzt, ebenso wenig wie die damaligen liberalen Waffengesetze; und dass obwohl man noch nicht so um die Risiken wusste.

    Stimmt, denn die Gesellschaft WAR nach dem 2. Weltkrieg bereits im Chaos. Da waren perventin-süchtige Landser, von denen ja ohnehin viele bereits tot oder in Gefangenschaft waren, nur eines von vielen Problemen.

    Ich bezweifle auch, dass es einen nennenswerten Schwarzmarkt für wirklich sehr schädliche Substanzen geben würde bzw. dürfte auch der legale Markt für die schädlicheren Substanzen klein bleiben, wenn der Konsument die freie Auswahl hat.

    Du bezweifelst es? Ein bisschen wenig Evidenz, um so ein Menschenexperiment zu starten, findest du nicht? Wenn jemand ganz unten ist, etwa weil er seine Arbeit verloren oder ihn seine Frau verlassen hat, ist er durchaus bereit, für einen kurzen Moment der Besserung auch eine stark risikobehaftete Droge einzunehmen. Derzeit wird das durch die verringerte Verfügbarkeit eingedämmt. Aber nach einer Legalisierung wäre der Schritt zu Kokain nur ein kleiner. Und von Kokain zu Heroin ist es auch nicht weit.

    #59 Logiker (31. Mai 2013 22:27)

    #53 Chris

    “Ich habe nicht von Verbot gesprochen”

    Ich aber, weil du es verglichen und in den Kontext gesetzt hast.
    Schlussfolgernd konsequent müsstes du genauso wie bei den anderen Drogen, für ein Alkohol und Tabak Verbot sein.

    Alkohol und Tabak kann man faktisch nicht mehr verbieten. Man kann aber versuchen, deren Missbrauch zurückzudrängen. Und man kann darauf verzichten, durch Legalisierung einer weiteren Droge noch mehr Probleme zu schaffen.

  60. #64 Chris „Die Herstellung von Crystal Meth ist so leicht nicht und vor allem recht gefährlich.“

    Leicht genug offenbar, dass es selbst unterbelichtete texanische Landeier mitten in der Wüste auf dem Sitz ihres Autos hinbekommen, und wirklich gefährlich ist es wohl auch nur, wenn man es sich besonders einfach macht und alles in einer Cola-Flasche zusammenrührt.
    http://www.vice.com/de/read/news-amerikanische-crystal-meth-junkies-zuenden-sich-weiterhin-an

  61. #70 Chris (31. Mai 2013 22:56)

    „Nein, daran liegt es nicht. Die Vorstellung, die Dealer würden Kinder und Jugendliche mit Cannabis anfüttern, um sie später zu harten Drogen wie Heroin zu verführen, ist ebenfalls ein Mythos“

    ————————————–

    Diese ständigen Mythos-Thesen halte ich selbst für einen Mythos und zeugt von Unkenntnis!

    ————————————–

    „Zugangswege zu beiden Drogengruppen unterschiedlich: Cannabis wird in der Peergroup (z.B. Freundeskreis) herumgereicht, während harte Drogen von interessierten Konsumenten aktiv in der Drogenszene nachgefragt werden.“

    ————————————-

    Also mir hat man beim Kauf von Canabis nicht gerade unoft schon andere Drogen schmackhaft machen wollen….ergo kann die These nicht ganz stimmen!
    Mit Ihren Worten….ein Mythos!

    ————————————-

    „Das Risiko, von Cannabis auf harte Drogen umzusteigen, ist fünf- bis sechsmal höher als bei jeder anderen Substanz. Das ist schon seit längerem bekannt.“

    ————————————-

    Sagt wer?
    Ich persönlich habe noch nie etwas anderes ausprobiert….trinke nicht mal Alkohol(DIE Einstiegsdroge überhaupt)

  62. #65 liberaler_demokrat

    Bei den meisten illegalen Substanzen dagegen stirbt man normalerweise nur bei einer akuten Überdosierung, schon allein deswegen sind die Todeszahlen da natürlich sehr gering.

    Die Todeszahlen bei Rauschgift sind deshalb deutlich niedriger, weil die Verbreitung dieser Substanzen in der Gesellschaft dank Pönalisierung deutlich geringer ist als die von Alkohol und Nikotin.
    Die Hauptgründe für den Tod von Heroinkonsumenten sind die unbeabsichtigte Überdosierung sowie Suizid im Rauschzustand. Je mehr Menschen harte Drogen aufgrund der freien Verfügbarkeit konsumieren, desto mehr würden aufgrund dieser Ursachen sterben.

    Sauberes Heroin z.B. hat keine körperlichen Langzeitschäden,

    Das mortale Risiko aus den genannten Gründen bleibt aber. Sieht man davon einmal ab, dann kommt es mit Blick auf harte Drogen wie Heroin nicht so sehr auf die physischen, sondern vor allem auf die psychischen Folgen an. Rauschgift macht abhängig, macht den Konsumenten zum Sklaven seiner Sucht und damit zu einem unfreien Menschen. Vor diesem Hintergrund ist es widersprüchlich, die Forderung nach einer Legalisierung von Rauschgiften ausgerechnet mit dem Freiheitsargument zu rechtfertigen.

    Bei Cannabis bestehen praktisch auch nur die Todesgefahren des Rauchens, die sich aber durch oralen Konsum oder das Verdampfen von Extrakten (ähnlich E-Zigarette) vermeiden ließen.

    Wie ich schon schrieb geht es bei Cannabis nicht um das mortale Risiko, sondern um die wissenschaftlich belegten psychischen Folgen gerade bei Kindern und Jugendlichen bis hin zur Schizophrenie.

  63. Naja..nicht schön aber wieviele Babys haben aus versehn eine Trüffelpraline mit Alkohol genascht? Wie gross was der Aufschrei?

    Nur ;-):
    Todesfälle Cannabis Weltweit==> 0 !
    Todesfälle Alkohol Allein BRD==> ca70.000 pro jahr !

    ..von daher wieder flach atmen^^

  64. #73 Glockenseil

    Persönliche Erlebnisse, so unterhaltsam sie im Einzelfall auch sein mögen, ersetzen weder wissenschaftliche Erkenntnisse noch die langjährigen Praxiserfahrungen der Polizei.

  65. #62 Feniks (31. Mai 2013 22:38)

    Und Cannabis könnte man auch in Deutschland legalisieren, es werden kaum mehr Menschen kiffen als jetzt.

    Wie kommst du denn darauf? Alkohol ist legal – und mehr als 90 % der Erwachsenen konsumieren ihn. Cannabis ist illegal – und nur etwa 2,5 % bis 5,0 % konsumieren es. Fällt dir etwas auf?

    Ich bin kein Verteidiger der Drogen (strittig ob Cannabis eine Droge ist, starke alkoholische Getränke sind nicht besser) und es ist auch länger her, dass ich das letzte mal gekifft habe (und habe nicht mehr vor es zu tun), aber denkt drüber nach, vieles wird einfacher wenn es legal wird.

    Wenn du Cannabis nicht als Droge ansiehst, solltest du dir Sorgen machen. Jede Substanz, die auf das Zentralnervensystem wirkt und dadurch Gefühlsveränderungen herbeiführt, ist eine Droge.

    #64 Leo Nardo (31. Mai 2013 22:48)

    Interessant ist in diesem Zusammenhang, welche Erfahrungen die Portugiesen mit einer weitgehenden Liberalisierung der Drogenpolitik gemacht haben:

    http://www.fr-online.de/politik/kampf-gegen-drogen-der-tolerierte-rausch-,1472596,22522906.html

    Die „Frankfurter Rundschau“ wird es wissen. 😉

    #66 liberaler_demokrat (31. Mai 2013 22:48)

    Bei den meisten illegalen Substanzen dagegen stirbt man normalerweise nur bei einer akuten Überdosierung, schon allein deswegen sind die Todeszahlen da natürlich sehr gering.

    So, so. Regelmäßiger Kokain- und Heroinkonsum beeinträchtigt also nicht die Lebenserwartung? Muss man dazu noch etwas sagen?

    Bei Cannabis bestehen praktisch auch nur die Todesgefahren des Rauchens, die sich aber durch oralen Konsum oder das Verdampfen von Extrakten (ähnlich E-Zigarette) vermeiden ließen.

    Ich sehe die Jugendlichen, die aus lauter Gesundheitsbewusstsein einen Vaporisator benutzen, schon bildlich vor mir. 😉

  66. #71 „Du bezweifelst es? Ein bisschen wenig Evidenz, um so ein Menschenexperiment zu starten, findest du nicht?“

    Ich gehe davon aus, weil auch sehr schädliche Drogen, die derzeit aber (noch) nicht reglementiert sind und daher eigentlich aus Beschaffungsgründen ja vorzuziehen wären, keine gigantischen Probleme verursachen, obwohl das Wissen darüber und die Kaufangebote dank Internet in jedem Wohnzimmer verfügbar sind und durch chinesische Chemiefabrikanten ein großer Markt bedient werden könnte. Bzw. gibt es manches sogar in Super- und Baumärkten oder in der heimischen Natur.

    Etwa euphorisierende/sedierende Stoffe wie GBL/1,4-Butandiol und Benzodiazepin-Kreationen wie Etizolam, allesamt auch mit ordentlichem Suchtpotential, andere Chemikalien wie Amyl-/butylnitrit und Lachgas oder auch zig stark halluzinogene Pflanzen (Muskatnuss, Fliegenpilz, Trichterwinde, Iboga) oder der pflanzliche Opium-Ersatz Kratom.

    Ich meine aber auch historische Beispiele, z.B. ist mir nicht bekannt, dass es eine große Zahl von Arsenik-Konsumenten noch zu Zeiten gegeben hätte, wo die Toxizität von Arsen gut erforscht und bekannt war, man Arsen aber noch leicht im Handel kaufen konnte.

  67. #75 Chris (31. Mai 2013 23:17)

    #73 Glockenseil

    Persönliche Erlebnisse, so unterhaltsam sie im Einzelfall auch sein mögen, ersetzen weder wissenschaftliche Erkenntnisse noch die langjährigen Praxiserfahrungen der Polizei.

    ——————————————

    Wissenschaftliche Erkenntnisse?
    Die Klimaerwärmung basiert angeblich auch auf
    wissenschaftlichen Erkenntnissen!
    Die Polizei ist ein Staatsorgan, welches dazu angehalten ist, Kriminalstatistiken zu beschönigen…..da macht sich bei mir automatisch tiefste Skepsis breit!

  68. Mein Gott. Jetzt möchte ich mich auch Mal wieder zu Wort melden. Bin 21, habe noch nie gekifft, rauche nicht und trinke nur höchst selten Alkohol (=> 1-2 Glas Sekt zum Geburtstag und zu Silvester bzw. Neujahr).

    Die Meldung jedoch, dass Kinder versehentlich Cannabis gegessen haben, sollte m. E. allerdings nicht so stark aufgerissen werden. Ich stimme einigen Kommentatoren zu, dass manch ein PI-ler mit zweierlei Maß misst. Wo war der Aufschrei, als vor wenigen Tagen ein Mann verurteilt wurde, weil er seinen Sohn im Alkoholrausch „auf den Boden hatte fallen lassen“?

    Hanf verursacht aus meiner Sicht nicht wesentlich gravierendere Schäden als Alkohol oder Tabak. Insbesondere Ersteres findet quer durch alle Gesellschaftsschichten ein hohes Maß an Akzeptanz („ein kleines Bierchen“).

    Daher stelle ich hiermit die ernsthafte Frage: Wo liegt der Unterschied zwischen einem Raucher, der sich den Tumor und Infarkt quasi auf Zeit bestellt, einem Alkoholiker, der sich das Hirn kaputt“säuft“ und einem Kiffer, der auf lange Sicht verblödet?

    Man komme mir nicht mit „Schutz der Jugend“ oder solch einem Gedöns. Es ist wie beim Waffenrecht: Wer einen anderen explizit erschießen will, der wird auch an eine entsprechende Schusswaffe gelangen. Paragraphen hin oder her.

    Ich empfinde die Debatte um das Verblöden durch den Konsum dieses Stoffes als scheinheilig, ja geradezu opportunistisch. Wovor sollte ein halbwegs normaler Mensch Angst haben? Es wird immerhin niemand gezwungen, diesen Schrott zu rauchen. Als erwachsener Mensch sollte ein jeder die Freiheit besitzen, das zu sich zu nehmen, was er möchte, solange er dadurch die Umwelt nicht gefährdet. Das ist mein Freiheitsbegriff.

    (Ich rede in dem Beitrag ausdrücklich von Cannabis, nicht aber von Heroin, Kokain, Ecstasy, LSD oder anderen Übeln.)

  69. Jetzt hört einmal auf, euch als Gesundheitsapostel und Sachwalter für jeden aufzuspielen. Jeder darf sich ungestraft zu Tode saufen, zu Tode fressen, zu Tode medikamentieren. In allen diesen Fällen zahlt die Allgemeinheit ganz selbstverständlich für die gesundheitsschädlichen Folgen dieser Übeltäter.

    Nur die sogenannten Suchtgiftdelikte nach dem Suchtmittelgesetz sind strafrechtlich verfolgt. Und genau diese Gesetze erlauben weltweit operierenden Verbrechern ihre Netzwerke zu unterhalten, damit Billionen in die Finanzierung von Terrorismus und staatsfeindliche Mafia-Strukturen fließen können.

    Es ist unmöglich, diese Strukturen wirksam zu bekämpfen. Wir konnten es noch nie und wir können es auch heute nicht.

    Mit dem Verzicht auf staatliche Verfolgung würde man diesem weltweit operierenden Vertriebsnetz von Verbrechern den Mehrwert ihrer illegalen Handlungen entziehen und auch den Konsum für labile Jugendliche unattraktiv machen, weil der Anreiz des Verbotenen wegfiele. Auch die Suche nach künstlich/chemischen Ersatzdrogen würde mit einem Schlag wirtschaftlich unattraktiv.

    Aber setzen wir doch Billionen unserer Steuergelder für den Kampf gegen Drogen ein, den wir nicht gewinnen können und gönnen wir doch den Drogenproduzenten und Drogenvertreibern ihren Milliardengewinn und lassen wir Alkoholsüchtigen, Nikotinsüchtigen, Medikamentensüchtigen und Fresssüchtigen ihren auf Kosten der Steuerzahler gewählten Freitod.

    Mir kommt es nur etwas seltsam vor, dass die Verteidiger der individuellen Rechte zwar den Alkoholmissbrauch, den Nikotinmissbrauch und die Medikamentensucht akzeptieren, bei anderen Suchtmitteln aber nach staatlicher Sanktion schreien.

    Irgendwie ist da etwas faul.

  70. #81 Caldonazzi (31. Mai 2013 23:39)

    Jetzt hört einmal auf, euch als Gesundheitsapostel und Sachwalter für jeden aufzuspielen. Jeder darf sich ungestraft zu Tode saufen, zu Tode fressen, zu Tode medikamentieren. In allen diesen Fällen zahlt die Allgemeinheit ganz selbstverständlich für die gesundheitsschädlichen Folgen dieser Übeltäter.

    Da kann man also noch ein paar Drogen legalisieren? Damit der Steuer- und Krankenkassenbeitragszahler für noch mehr Kosten aufkommen muss? Was für eine hochgradig asoziale Denke.

  71. #81 Caldonazzi (31. Mai 2013 23:39)

    Jetzt hört einmal auf, euch als Gesundheitsapostel und Sachwalter für jeden aufzuspielen. Jeder darf sich ungestraft zu Tode saufen, zu Tode fressen, zu Tode medikamentieren. In allen diesen Fällen zahlt die Allgemeinheit ganz selbstverständlich für die gesundheitsschädlichen Folgen dieser Übeltäter.

    Insbesondere der erste Teil ist leider traurige Wahrheit. Ich bin dafür, dass jeder für sich selbst entscheiden sollte, was für ihn gut ist – allerdings sollte diese PErson auch die Konsequenzen tragen.

    Soll heißen: Gravierende Adipositas, nachweislich durchs Rauchen entstandener Lungenkrebs (der Nachweis ist möglich) sowie alle durch Alkoholkonsum entstandenen Folgeschäden (auch hier ist ein medizinischer Nachweis möglich) sollten von den Kassenleistungen ausgeschlossen werden, zumindest sollte jedoch eine starke Eigenbeteiligung stattfinden.

    Wie der alte Fritz bereits sagte: Jeder soll nach seiner eigenen Facon glücklich werden – wenn er auch die Konsequenzen trägt und nicht die Steuergelder der Allgemeinheit strapaziert.

  72. #76 „So, so. Regelmäßiger Kokain- und Heroinkonsum beeinträchtigt also nicht die Lebenserwartung? Muss man dazu noch etwas sagen?“

    Wie soll denn deiner Meinung nach pharmazeutisch reines Heroin toxikologisch die Lebenserwartung beeinträchtigen?
    Kokain, wie ich schrieb, auch nur ggf. peripher durch Herz-Kreislauf-Belastung. Oder vielleicht noch, falls man es immer nur schnupft, einem dann die Nase wegfault und es dadurch zu tödlichen Komplikationen kommt. Das sollte sich aber durch den abwechselnden Gebrauch anderer Applikationsrouten vermeiden lassen.

    #74 Chris
    „Die Todeszahlen bei Rauschgift sind deshalb deutlich niedriger, weil die Verbreitung dieser Substanzen in der Gesellschaft dank Pönalisierung deutlich geringer ist als die von Alkohol und Nikotin.“

    Trotzdem sind sie vergleichsweise sehr niedrig, insbesondere, wenn man bedenkt, wie du richtig schreibst:

    „Die Hauptgründe für den Tod von Heroinkonsumenten sind die unbeabsichtigte Überdosierung“

    Welche sicher in erster Linie der unbekannten Wirkstoffkonzentration von Straßenmaterial geschuldet ist.

    „sowie Suizid im Rauschzustand“

    Welcher sicher häufig aufgrund den der Illegalisierung geschuldeten, schrecklichen sozialen Zuständen in Erwägung gezogen wird.
    Oder der Grunderkrankung, denn oft stellt Heroinkonsum eine Selbstmedikation bei schon vorhandener Depression etc. dar.
    Von übermäßigen Suiziden in den legalen Heroin-Vergabeprogrammen ist mir jedenfalls nichts bekannt, und bei Schmerzpatienten dürften Suizide eher der Schmerzerkrankung zuzuschreiben sein, nicht dem Schmerzmittel.
    Der Suizid dürfte auch weniger aus dem Rauschzustand heraus erfolgen, als eher umgekehrt der goldene Schuss bewusst als Mittel für den Suizid gewählt wird.
    Denn normalerweise ist der Opioidrausch ja gerade von völliger Zufriedenheit und Sorglosigkeit geprägt.

    „Je mehr Menschen harte Drogen aufgrund der freien Verfügbarkeit konsumieren, desto mehr würden aufgrund dieser Ursachen sterben.“

    So sterben sie halt im Drogenkrieg, an den Folgen unreinen Schwarzmarktstoffs sowie an den Folgen der besonders schädlichen legalen Drogen Alkohol&Tabak, welche sie bei Vorhandensein von weniger schädlichen Alternativstoffen womöglich nicht gewählt hätten.

    Im Übrigen ist jeder mündige Erwachsene in einer freiheitlichen Gesellschaft auch berechtigt dazu, sich selbst zu schaden.

    Ich z.B. genehmige mir jetzt vor dem Zubettgehen noch ein üppiges Abendessen. Gute Nacht.

  73. Wie bei allem ist die goldene Mitte entscheidet.
    Freigabe aber kontrolliert sollte das Motto sein.
    Wie bei Tabak und Alkohol, freigegeben aber nicht für Jugendliche und natürlich striktes Verbot für Methanol oder anderes Gepanschte Zeugs.
    Dasselbe für Cannabis, freigegeben aber nicht für Jugendliche und natürlich striktes Verbot für Crack, Opium etc..
    Ich kenn noch die Debatten über die Abschaffung der Sperrstunde in England. Wie haben sich die Gutmenschen darüber aufgeregt und was ist passiert? Das Komasaufen in England verschwand nach Abschaffung der Sperrstunde.
    Achja, Relegionen sind auch nur in Maßen konsumiert gut für die Gesellschafft und jedem einzelnen, siehe Islam. Somit schliesst sich der Kreis wieder hin zu dem eigentlichen Thema von PI ! 🙂

  74. Keine Macht den Doofen.

    Ob naturdoof oder stoned ist egal, alle Doofen sind gleich.

  75. Sie habens doch überlebt, das spricht für mich klar für eine Freigabe von Cannabis – zumindest, wenn man die Folgen missbrauchter Schusswaffen zum Vergleich nimmt 😀

  76. Schon äußerst interessant wie hier einige ziemlich genau mit dem zweierlei Maß messen, dass sie der Politik/Gesellschaft gegenüber oft Anprangern :mrgreen: !

    Die gefährlichste Droge der Welt ist nich Methamphetamin, Heroin, Cannabis, Kokain, Krokodil o.a. sondern Alkohol – weil er überall an jeder Ecke legal zu erwerben ist.
    Desweiteren ist Alkohol das einzige Rauschmittel/die einzige Droge, die im Körper von jeder einzelnen Zelle aufgenommen wird und somit mannigfaltige Folgeschäden erzeugt.
    Jede illegale Droge u. Nikotin wirkt NUR an den Rezeptoren im Gehirn und erzeugt nur dort Folgeschäden.

    Gemessen an der Schädlichkeit, sowie an der Anzahl der lokalen Wirkung u. Schadensverusachung ist Alkohol de facto das/die übelste Rauschmittel/Droge von allen.
    Noch Fragen?

    #15 whitey
    Die Legalisierung wird niemals in der BRD eingeführt.
    Gerade mit Cannabis kann man fürs verdummte Volk „gute Drogenpolitik“ machen.
    Irgendwas muß die Politelite auf die Kette kriegen um dem Wahlvolk „etwas Präsentieren“ zu können.
    Die einfachste Methode ist da die Drogen/Anti-Drogen Politik.
    Mit solchen Aussagen wie „Cannabis/Haschisch ist die Einstiegsdroge“ ziehen Merkel & Co. die Bevölkerung auf ihre Seite, obwohl Junkies selber Nikotin u. Alkohol als Einstiegsdroge angeben.

    #35 Rosinenbomber
    Ist überhaupt nicht wahr! Rauschhanf gibts schon was länger! Was glaubst du wo der Begriff Knaster herkommt?
    Weiß du was der ürsprüngliche Knaster ist? Bestimmt keine Kräutermischung!

    #38 holgerdanske
    Hervorragender Kommentar! Volle Zustimmung.

    #42 Logiker
    Ein Joint mit Bleiverseuchtem Cannabis wird dir nicht gleich lebenslange Folgeschäden bringen – erst ein längerer Konsum.
    Übrigends macht sich eine akute Bleivergiftung in einer starken Trägheit u. Lethargie des Betroffenen bemerkbar.
    Erkennbar ist diese Vergiftung an einem weißen Saum an den Zahnfleischrändern.

    Blei im Gras ist aber nicht das schlimmste. Bleioxid ist die gefährlichste art der Verseuchung da sie unter den normalen Testmöglichkeiten die der Konsument/Süchtige hat absolut nicht feststellbar ist. Bei schnödem Blei brauchst das Gras ja nur über ein Blatt Papier ziehen und du siehst die Bleispuren. Wenn du als User das dann trotzdem rauchst, ist dir eh nicht mehr zu helfen… 😉

    #47 Mondhund
    Kann ich mir schwer vorstellen, dass die Cannabisprohibition im dritten Reich begann.
    Zu der Zeit gab es Kokain, Heroin, Amphetamine, Codeine u.a. in jeder Apotheke zu kaufen.
    Heroin sogar rezeptfrei als Krampflösendes Hustenmittel zur sanfteren Sekretlösung in den Bronchien, quasi als Vorläufer von Mucosolvan bzw. des Wirkstoffes Ambroxolhydroclorid.

    #49 Chris
    Völlig richtig. Dennoch denk ich mir das es irgendwo da draußen einen Juristen gibt, der in einer völligen Legalisierungsdebatte aller Drogen auf §2 GG Plädieren würde.

    #58 Chris
    In Studien der Landeskrankenhäuser der Bundesländer gaben 99% der befragten Heroinsüchtigen in aufsteigender Reihenfolge folgende Angaben zum Thema Einstiegsdroge an
    1.Kaffee
    2.Nikotin
    3.Alkohol

    #65 Chris
    Die letzten beide Sätze deines Posts sind so nicht ganz richtig.

    Ich kenne genügend Aussagen von Patienten, die sich – wenn Koks billig wäre – mit Kokain abdichten würden. Leider haben die wenigsten so viel Geld dafür. DAS ist der Grund warum die Leute Ampehtemine/Methamphetamine konsumieren. Unter den Konsumenten/Süchtigen werden diese Drogen als „Koks für Arme“ bezeichnet.
    Seit der Jahrtausendwende beobachten die Psychiatrien in der BRD eine steigende Anzahl an Behandlungen bei Kokain- u. Heroinmißbrauch. Und die Bedeutung von Heroin in der Drogenszene hat zu keiner Zeit abgenommen.

    #71 Rosinenbomber
    Der Schritt von Koks zu Heroin nicht weit?
    Junge, werd dir erstmal bewußt was du da schreibst. Koka u. Heroin haben völlig verschiedene Wirkungen. Das eine macht dich „klarer als jemals zuvor“ – das andere dichtet dich dermaßen ab wie du es noch nie hattest!
    Wenn jemand von Koks auf Heroin umsteigt stimmt mit dem Süchtigen generell was nicht!

    Ich habe noch nie von einem Heroin-Süchtigen gehört, der auf Kokain umstieg. Erstens bekommt er für den Preis eines Gramms Kokains ein paar Gramm Heroin u. zweitens stehen sich beide Konsumentengruppen ziemlich verfeindet gegenüber.
    Hättest du dieses Argument nicht mit Koks u. Heroin, sondern mit Amphetemin u. Heroin geäußtert würde ein Schuh daraus, denn diese Kombination ist die gebräuchliche in der Szene 😉 .

  77. Nachtrag

    Alkohol verblödet den Menschen ebenfalls!

    Ein verblödeter Alkoholiker wird aber nicht so genannt sondern:

    KORSAKOW-PATIENT (morbus Korsakow)

  78. #88 Guitarman (01. Jun 2013 03:12)

    Hierzu nur am Rande…diese alten einheimischen Hanfsorten, die Du ansprichst, hatten im Vergleich zu modernen Hochleistungszüchtungen so wenig THC, dass man das fast kiloweise rauchen konnte.

    Gras/Shit ist wie Alk, die Menge und die Regelmässigkeit gibt den Ausschlag, aber da leider schon mit Alk Komasauforgien agbehalten werden, muss nicht noch eine weitere Droge zur Volksdroge erhoben und dazu verwendet werden, dass sich die Leute ihre Hirnzellen wegschiessen.

  79. gestern war ich mal in Hamburg bei Gruner und jahr im Verlagsgebäude am Hafen. Da kann man im Voyer die Ausstellung der „World Press Foto“ Sieger anschauen.

    Neben dem gefaktem Bild mit den toten Pali Kindern war ein Bild besonders interessant, und zwar aus Afghanistan.
    Ein Opium rauchernder Vater bläst seinem kleinen Kind den Opium Rauch ins Gesicht, damit dieses besser einschläft.
    Die Sucht ist vorprogrammiert.

  80. Hasch ist etwas für Leute die kein geistiges Leben führen – es verschafft gleichwohl die Idee eines Feuerwerks dessen. Was aber nie erfüllt, und immer nur ein euphorisch‘ Versprechen bleibt.
    Mohammedaner und Grün-Linke lieben es!

  81. Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Kommentatoren hier auf diesen Propagandaartikel einsteigen ohne sich zu informieren. (oder richtig zu lesen!)

    In diesem Artikel geht es um 14 Fälle (14!) seit 2009. Und es werden weder Todesfälle noch signifikante Nachwirkungen erwähnt.

    Laut CDC sterben in den USA täglich 87 Menschen durch die unfreiwillige Einnahme von Giftstoffen im Haushalt. Weitere 2.277 Menschen landen aus dem selben Grund in der Notaufnahme. (weil sie dort behandelt werden MÜSSEN (ob der Besuch in der Notaufnahme im Falle der 14 Kinder wirklich notwendig war wird im PI-Artikel nicht erwähnt.))

    Was außerdem nicht erwähnt wird, ist die Behandlungsmethode mit der die Kinder „gerettet“ werden mussten. Ich tippe auf Vitamin C, Traubenzucker und Bettruhe.

    Die mit Abstand meisten und gefährlichsten Vergiftungsfälle im Haushalt bei Kindern werden durch Putz- und Waschmittel verursacht. (verbieten?) Kinder essen viel lieber wohlriechendes Shampoo als müffelndes Cannabis.

  82. Es ist schon erschreckend, wie hier die Leute aufn den „alles verbieten Hype“ aufspringen. Das liegt womöglich daran, daß auch hier sehr viele der Meinung ist, der Staat sei dazu da, die Menschen vor allem und jedem zu schützen.
    Das winzigste vor dem der Staat die Bürger zu schützen hat ist derjenige, der die Freiheit der Einzelnen untergräbt. Dazu zählt z.B. der Islam!!!!
    Aber nicht der alleine!!!!

  83. Interessanterweise hat noch niemand den Kostenfaktor angesprochen.

    Was man alles an Steurgeldern sparen könnte durch die ausbleibenden Ermittlungen. Polizei,BKA,LKA,Zoll könnte entweder eingespart werden oder für echte Verbrechensbekämpfung eingestzt werden.(Auch wenn ein kleiner Schwarzmarkt wahrscheinlich nie ganz auszurotten wäre)

    Und auf der anderen Seite winken für den Staat Steuereinnahmen!

  84. PI sollte sich auf die Islamkritik konzentrieren.

    Mir ist jeder Kiffer zweitausendmal lieber als ein aggressiver, grölender Säufer mit Bierkrug in der Hand der umherstolpert, pöbelt und vollkommen außer Kontrolle mit Tunnelblick sein Auto als Geisterfahrer in den Wald fährt, oder sich anderweitig organisiert seiner Hirn- und Leberzellen entledigt.

    Zum Zusammenhang „Cannabis = RauschGIFT“…..

    Eine erwachsene und ca. 70 Kilogramm schwere Person müßte ca. 130 Gramm feinsten Marrok auf einmal FRESSEN, um überhaupt in die Nähe einer theoretisch lethalen Dosis zu kommen. So viel Dope kann man aber nicht auf einmal fressen, weil einem lange vorher die Zähne festkleben würden, vom Kotzreiz ganz abgesehen. Rauchen kann man diese Menge erst recht nicht, da müßte man ein Lagerfeuer in der Wohnung anzünden und ein paar Stunden feste einatmen.

    Cannabis ist im Gegenteil in vielerlei Hinsicht ein nicht körperlich abhängig machendes Heilmittel -nach Paracelsus und der Sache mit der richtigen Dosis- und deshalb im Visier der globalen Pharma- und daneben auch der Textilindustrie.

    Wahrscheinlich könnten noch tausende Schmerzpatienten von Schmerzen wirklich gelindert leben, wenn sie nicht Pharma-Schmerzmittel mit lethalen Nebenwirkungen gefressen, sondern zwei Tüten am Tag geraucht hätten.

  85. #1 Leo Nardo (31. Mai 2013 19:38)

    Die allgemeine Freigabe von Cannabis ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.

    Richtigerweise. Der Staat hat seinen Bürger nicht vorzuschreiben, was sie mit ihren Körpern machen dürfen.

    #22 Ikarus69 (31. Mai 2013 20:18)

    Habe aber trotzdem was dagegen, dass Cannabis als “weiche” Droge legalisiert wird. Klar, macht beides abhängig.

    Aber durch Bekannte durfte ich beobachten, wie desinteressiert und träge Kiffer nach einiger Zeit wurden.

    Einer Freundin hat das auch nicht gereicht und sie hat sich bis zum Goldenen Schuß durchgprobiert.

    Hatten Sie mal das leidliche Glück mitzuerleben, wie sich ein Ihnen lieber Mensch an den Rande des körperlichen Ruins trinkt?

    Dennoch wäre dies für mich kein Grund zu befürworten, dass ab nun allen Bürgern vorgeschrieben würde, gefälligst keinen Alkohol mehr zu trinken.

  86. #99 wieauchimmer

    Richtigerweise. Der Staat hat seinen Bürger nicht vorzuschreiben, was sie mit ihren Körpern machen dürfen.

    Geben Sie sich keinen Illusionen hin. Eine Freigabe von Cannabis wird es sicher nicht geben, das würde bereits gegen internationale Vereinbarungen und hier insbesondere die Single Convention on Narcotic Drugs von 1961 verstoßen. Entgegen eines hierzulande weit verbreiteten Irrglaubens ist auch in den vielzitierten Niederlanden Cannabis nicht legal, sondern wird von den dortigen Behörden lediglich „toleriert“.

    Für Deutschland hat das Bundesverfassungsgericht 1994 entschieden, dass es ein „Recht auf Rausch“ nicht gibt.

    Wenn der Staat seinen Bürgern nicht vorschreiben dürfe, was sie mit ihren Körpern machen dürfen, dann müssten Sie konsequenterweise nicht nur die Legalisierung von Cannabis, sondern aller Rauschgifte befürworten. Oder sehe ich das falsch?

    Hatten Sie mal das leidliche Glück mitzuerleben, wie sich ein Ihnen lieber Mensch an den Rande des körperlichen Ruins trinkt?

    Es wurde hier von verschiedenen Diskussionsteilnehmer zu Recht darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit, Alkohol legal zu erwerben, kein Argument sein kann, um die Freigabe auch von Rauschgiften zu rechtfertigen. Es gibt keine Gleichheit im Unrecht!

    Im Übrigen hinkt die Gleichsetzung von Alkohol mit Cannabis: Natürlich ist Alkohol bei missbräuchlicher Verwendung ein gefährliches Suchtmittel, das zu erheblichen Gesundheitsschäden führen kann. Alkohol ist aber auch Lebens- und Genussmittel, und eben diese Verwendung – und nicht das Streben nach einem Rauschzustand – ist die eindeutig dominierende in unserer Gesellschaft. Der Konsum von Cannabis und anderen Betäubungsmitteln zielt dagegen typischerweise auf eine berauschende Wirkung ab.
    Aus eben diesem Grund hält das Bundesverfassungsgericht die unterschiedliche Behandlung von Cannabis und Alkohol durch den Gesetzgeber für gerechtfertigt.

  87. #96 Logiker

    Was man alles an Steurgeldern sparen könnte durch die ausbleibenden Ermittlungen. Polizei,BKA,LKA,Zoll könnte entweder eingespart werden oder für echte Verbrechensbekämpfung eingestzt werden.

    Mit der gleichen Argumentation könnten wir auch das Glückspiel, die Prostitution und den Waffenhandel freigeben. Da würde man ebenfalls Steuergelder sparen, weil ja die Ermittlungsarbeit wegfiele.

    Im Übrigen würden die eingesparten Gelder nicht einmal ansatzweise die Folgekosten decken, die der Steuerzahler zu tragen hätte, wenn sich die Zahl der Rauschgiftkonsumenten nach einer Freigabe von Betäubungsmitteln deutlich erhöhte und damit auch die negativen Begleiterscheinungen zunähmen (Stichwort Drogenfolgekriminalität, etwa im Straßenverkehr, Anstieg psychischer Erkrankungen, volkswirtschaftlicher Schaden durch Arbeitsausfall usw.).

  88. Islam bedeutet Frieden,
    und
    Cannabis ist gefährlich. 😉

    Seid nicht wie viele Islamverklärer.

    Informiert Euch unabhängig und denkt
    für Euch selbst.

    Cannabis ist ein wirkliches Wunderkraut,
    das so viele Anwendungsmöglichkeiten bitten
    könnte, speziell in der Medizin.

    Cannabis sollte natürlich gut aufgeräumt sein.
    Genauso wie der wirklich gefähliche Alkohol
    oder Tabak, zu Beispiel.

  89. #90 nicht die mama
    Des mit der Menge der alten Hanfsorten im Vergleich zu den Hochleistungszüchtungen ist mir bekannt.

    Bei deinem Argument mit der Regelmäßigkeit liegt der Hase im Pfeffer!
    Kein Rausch-/Suchtmittel würde in negativem Licht stehen, wenn eine nicht kleine Minderheit in der Gesellschaft solche Sachen nicht regelmäßig u. in übertriebenem Maße Konsumieren/Mißbrauchen würden.

    Beim Alkohol ist die Jugend wesentlich enthemmter was den Aspekt mit der Übertreibung angeht. Für sehr viele männl. heranwachsende gehört es zur Männlichkeit viel trinken zu können – und wenn diese dann noch mehr vertragen als andere sind sie NOCH männlicher.
    Diese gesellschaftliche Geißel aus den letzten beiden Jahrhunderten wird Europa – restriktive Deutschland – wohl nie ganz los werden.

    #92 Jean Paul
    Da irrst du dich aber gewaltig!
    Wenn du wüßtest, wieviele Künstler ohne Drogen nie Künstler wurden bzw. aus dem Drogenrausch ihre Inspiration fanden (u. finden)…

    …und das nicht nur mit Alkohol (das man im Theaterbereich als Talentwasser bezeichnet).

    Welche Musik z. B. hörst du gerne? Da findet sich garantiert ein Drogenabhängiger Künstler.

    Komm mir jetzt aber nicht mit der Ausrede das das den 68ern zu schulden sei.

    -Monet u. van Gogh z.B. tranken regelmäßig und viel Absinth (dessen Abgabe in Frankreich zu der Zeit bereits reglementiert war)
    -der Autor Lewis Carroll soll im Absinthrausch den Weltroman Alice im Wunderland verfasst haben
    -Jimmi Hendrix (gut er war Heroinsüchtig) schrieb ein Lied über eine Grassorte das zu seinen Hits wurde
    -The Rolling Stones schrieben einen Song (Brown Sugar) der ein Hit wurde. Was bedeutet Brown Sugar? Heroin!
    -Andy Warhol war ein Amphetaminsüchtiger. Ohne Amphetamine wäre das eine oder andere Werk von ihm wohl nie entstanden
    -Salvador Dali war Alkohol u. Kokainabhängig
    -William S. Burroughs war Alkoholiker u. Morphinabhängig der sogar seine Frau im Suff erschoss
    -E.Allan Poe war Opiumabhängig (ohne diese Sucht wären seine Werke niemals entstanden da er sie aus seinen depressiven Schüben heraus schrieb u. sich so die düstere Stimmung [für damalige Verhältnisse] im Autor manifestierte
    -Allen Ginsberg konsumierte regelmäßig verschiedene Drogencocktails (man attestierte ihm sogar eine übermäßige Polytoxicomanie)
    -River Phoenix (Schauspieler) konsumierte regelmäßig alles was er gerade kriegen konnte
    -Django Reihnhardt war Alkoholiker u. Kokainkonsument
    -Friedrich Schiller soll regelmäßig gärende Äpfel zu sich genommen haben um in einen Rausch zu kommen.
    -Elvis Presley (der nahm alles)
    und viele viele mehr.

    Also das Kiffer kein geistiges Leben führen ist ergo eine Falschaussage, denn Kiffen tun sie alle, die im Rampenlicht stehen/gestanden haben – zumindest eine Zeit lang.

    #100 Chris
    Deine Argumentation mit dem Genussmittel hinkt ebenfalls. Dieses Argument wurde doch von der Industrie der Politik gegenüber benutzt damit dem Alkohol kein Totalverbot aufgedrückt wird. Und genau dieses Argument benutzt die Politik, damit die Bevölkerung trinkt!
    Die Lehre daraus hat die Obrigkeit doch schon in grauer Vorzeit gezogen. Sie WILL das die Gesellschaft trinkt weil die Gesellschaft irgendeine Ausfluchtmöglichkeit aus seinem tristen, harten Alltagsleben braucht.
    Ohne Alkohol, bzw. eine völlig rauschfreie Gesellschaft würde es mehr Aufstände gegen die Obrigkeit geben – und das ist im Auge der hohen Damen u. Herren nicht gewollt.
    Wer trinkt, vergisst bzw. verdrängt u. kümmert sich nicht mehr um den Zustand seiner Heimat/Gesellschaft da er noch dieses Ventil der Flucht hat.

    Desweiteren siehst du in Cannabis-/Haschkonsumenten immer nur die auffällige Gruppe der Jugendlichen. Aber in der Gesellschaft wird auch unter den älteren gekifft. Diese Gruppe der Konsumenten sieht Cannabis u. daraus hergestellte Produkte ebenfalls als Genussmittel an!

    Wenn es nur um das Genussmittel-Argument geht, warum wird dann so wenig Alkoholfreies Bier getrunkten (im Vergleich zu Alkoholhaltigem)?
    Müßte dann nicht der Absatz in der BRD von Alkoholhaltigem u. Alkoholfreien Bier gleich sein?

    Du siehst also, dass es auch beim Alkoholkonsum um des Alkohols u. dem damit gewollten Rausch geht. 😉

  90. #88 Guitarman

    Die gefährlichste Droge der Welt ist nich Methamphetamin, Heroin, Cannabis, Kokain, Krokodil o.a. sondern Alkohol – weil er überall an jeder Ecke legal zu erwerben ist.

    Gemessen an der Zahl der Todesopfer ist nicht Alkohol, sondern Nikotin die gefährlichste Droge (110.000 Tote p.a. allein in Deutschland, Alkohol „nur“ etwa 40.000). Wären harte Rauschgifte ebenfalls legal erhältlich, müsste man allerdings mit einer deutlich höheren Zahl von Drogentoten rechnen als heute.

    Gemessen an der Schädlichkeit, sowie an der Anzahl der lokalen Wirkung u. Schadensverusachung ist Alkohol de facto das/die übelste Rauschmittel/Droge von allen.

    Bei Alkohol kommt es im Hinblick auf die Schädlichkeit entscheidend auf die Konsummenge an. Alkohol kann Genussmittel oder eben Droge sein. Das Suchtpotential synthetischer Drogen wie Crystal Meth ist allerdings deutlich größer als das von Alkohol.

    In Studien der Landeskrankenhäuser der Bundesländer gaben 99% der befragten Heroinsüchtigen in aufsteigender Reihenfolge folgende Angaben zum Thema Einstiegsdroge an
    1.Kaffee
    2.Nikotin
    3.Alkohol

    Kaffee als Einstiegsdroge? Dann müsste ja schätzungsweise 90 Prozent der Bevölkerung in Gefahr stehen, auf kurz oder lang auf Heroin umzusteigen – bei einem durchschnittlichen pro Kopf-Konsum von 150 Litern Kaffee im Jahr! 😉

    Ich sehe Cannabis als eine Einstiegsdroge. Denn im Gegensatz zu den genannten Substanzen ist Cannabis ebenso wie Heroin ein Betäubungsmittel. Mit Cannabis werden Drogeneinsteiger und insbesondere Jugendliche an Rauschmittel herangeführt.

    Rauschhanf gibts schon was länger! Was glaubst du wo der Begriff Knaster herkommt?

    Der Hanf, den es im Mittelalter in Deutschland gab, ist schon gemessen an seiner Wirkstärke nicht mit dem Cannabis der Gegenwart zu vergleichen, dessen THC-Gehalt in den letzten Jahrzehnten durch gezielte Züchtungen deutlich gestiegen ist. Entscheidend ist, dass Haschisch und Marihuana in Deutschland nie Kulturdrogen waren, von der breiten Bevölkerung also weder akzeptiert noch konsumiert worden sind – anders als Alkohol und Nikotin.

    Ich kenne genügend Aussagen von Patienten, die sich – wenn Koks billig wäre – mit Kokain abdichten würden. Leider haben die wenigsten so viel Geld dafür. DAS ist der Grund warum die Leute Ampehtemine/Methamphetamine konsumieren.

    Crystal Meth ist eindeutig die „härtere“ Droge was die Wirkung betrifft. Im Gegensatz zu Kokain und anderen Rauschgiften geht Meth direkt ins Gehirn, wo es sofort maximale Wirkung entfaltet. Deshalb würde auch bei preiswertem Kokain das Problem Meth nicht verschwinden, der Schwarzmarkt für diese Substanz erhalten bleiben.

    Und die Bedeutung von Heroin in der Drogenszene hat zu keiner Zeit abgenommen.

    Die deutlich abnehmende Zahl von Drogentoten in den letzten Jahren, die zum größten Teil auf das Konto von Heroin gehen, die ebenfalls sinkende Zahl erstauffälliger Konsumenten (allein 2012 ggü. 2011 ein Rückgang von knapp 24%) und die geringeren Sicherstellungsmengen von Heroin bestätigen diese These nicht.

  91. #103 Guitarman

    Wenn du wüßtest, wieviele Künstler ohne Drogen nie Künstler wurden bzw. aus dem Drogenrausch ihre Inspiration fanden (u. finden)…

    Sicherlich gibt es solche Beipsiele. Für die breite Masse der Betroffenen wirkt sich der Cannabiskonsum aber nachteilig auf die geistige Leistungsfähugkeit aus. Das gilt insbesondere für Jugendliche.

    Deine Argumentation mit dem Genussmittel hinkt ebenfalls. Dieses Argument wurde doch von der Industrie der Politik gegenüber benutzt damit dem Alkohol kein Totalverbot aufgedrückt wird.

    Tatsache ist, dass die große Mehrheit der Alkoholnutzer keine „Rauschtrinker“ sind und damit kein problematisches Konsummuster aufweisen. Dass die allermeisten Menschen Alkohol als Genussmittel und nicht als Droge nutzen, ist also eine Tatsache und keine Fiktion der Spiritousenindustrie.
    Selbst wenn die Politik wollte, wäre ein Totalverbot von Alkohol in einer offenen Gesellschaft wie Deutschland nicht durchsetzbar.

    Die Lehre daraus hat die Obrigkeit doch schon in grauer Vorzeit gezogen. Sie WILL das die Gesellschaft trinkt weil die Gesellschaft irgendeine Ausfluchtmöglichkeit aus seinem tristen, harten Alltagsleben braucht.

    Dann frage ich mich allerdings, warum die Politik dann nicht auch Cannabis und andere Rauschgifte freigibt. Das würde den Menschen noch sehr viel bessere Möglichkeiten eröffnen, dem tristen Alltag zu entfliehen.

    Aber in der Gesellschaft wird auch unter den älteren gekifft. Diese Gruppe der Konsumenten sieht Cannabis u. daraus hergestellte Produkte ebenfalls als Genussmittel an!

    Wobei dieser Genuss aber Ergebnis des durch den Cannabiskonsum verursachten Rauscheffektes ist.

    Wenn es nur um das Genussmittel-Argument geht, warum wird dann so wenig Alkoholfreies Bier getrunkten (im Vergleich zu Alkoholhaltigem)?
    Müßte dann nicht der Absatz in der BRD von Alkoholhaltigem u. Alkoholfreien Bier gleich sein?
    Du siehst also, dass es auch beim Alkoholkonsum um des Alkohols u. dem damit gewollten Rausch geht.

    Sehe ich nicht so. Der Konsum von alkoholhaltigen Getränken in kleineren Mengen führt nicht zum Rausch. Dass alkoholfreies Bier vergleichsweise unpopulär ist (2011 nur 3,5% Anteil am gesamten Biermarkt in Deutschland) dürfte eher ein Geschmacksproblem sein, siehe hier: http://www.zeit.de/2012/35/Alkoholfreies-Bier-Geschmack-Brauverfahren

  92. „Gemessen an der Zahl der Todesopfer ist nicht Alkohol, sondern Nikotin die gefährlichste Droge“

    Ich spreche nicht von den Zahlen sondern dem medizinischen Faktor, wiederhol das gern nochmal.
    Alkohol wird von den Zellen aufgenommen u. wirkt auch dort.
    Drogen wirken nur im Gehirn.

    „Bei Alkohol kommt es im Hinblick auf die Schädlichkeit entscheidend auf die Konsummenge an“
    Bei Drogen nicht? Beim ersten vorsichtigen Methamphetamin-Konsum wirst auch nicht gleich zu einem Schwerstabhängigen (das kommt ganz auf die Psychische Verfassung an!)
    Das Argument mit der Abhängigkeit beim ersten Konsum ist eine Mähr der Medien.

    „Kaffee als Einstiegsdroge? Dann müsste ja schätzungsweise 90 Prozent der Bevölkerung in Gefahr stehen, auf kurz oder lang auf Heroin umzusteigen“
    Im Prinzip ja! Aber die Psychische Verfassung…

    Für dich ist Cannabis die Einstiegsdroge, für andere der Alkohol, der m.M.n. das allererste Rauschmittel ist, mit dem Jugendliche in Kontakt geraten (Nikotin lass ich jetzt mal weg – weils keinen spürbaren Rausch bringt.

    „Der Hanf, den es im Mittelalter in Deutschland gab, ist schon gemessen an seiner…“
    Da stimm ich dir völlig zu. Da hast du Recht.

    „Crystal Meth ist eindeutig die “härtere” Droge …“
    Wie oben und davor bereits erwähnt, geht jede Droge „ins Hirn“, wie du es nennst 🙄 .

    „Die deutlich abnehmende Zahl von Drogentoten…“
    1. Ist der Drogenbericht der Bundesregierung geschönt (wie die meisten von ihr)
    2. Werden alle Konsumenten in einer Gruppe erfasst, die in keinr Relation stehen
    („Jugendlicher und junger Erwachsener, die mindestens einmal im Leben Cannabis probiert haben“) Da müsste man genauer differenzieren. Geht aber nicht, da die Zahlen ja nur Hochrechnungen sind u. die tatsächliche Anzahl der Konsumenten nicht erfassbar ist.
    3.Der Rückgang der Drogentoten nicht auf einen geringeren Heroinmißbrauch in der BRD zurückzuführen ist sondern das der Konsum sich auf „Alternativen“ verlagert hat. Da kommt dann Crystal, Schore (Heroin-Koka-Abfall Produkt), „Krokodil“ (gibts schon in der BRD – hab da einen Patienten auf der Station im LKH in dem ich Arbeite) u.a. ins Spiel. Dennoch hat Heroin an Bedeutung in der Szene kaum verloren, ganz im Gegenteil es kommt wieder! Schau dir dazu die Tabellen der Behandelten Patienten der Landeskrankenhäuser der vergangenen Jahre an. Die werden im WWW veröffentlicht.

    „Tatsache ist, dass die große Mehrheit der Alkoholnutzer keine „Rauschtrinker“…“
    Eben doch! Zeig mir den Bürger, der sein Feierabendbier trinkt weil er das Bier als Genussmittel sieht (diese Gruppe ist im Promillbereich im Vergleich zum Rest)
    Die Leute trinken weils berauscht. Aus keinem anderen Grund.
    Der Aspekt mit dem Genussmittel ist lediglich die angenehme gesellschaftl. u. politisch legitimierte Seite der Medaille.

    „Selbst wenn die Politik wollte, wäre ein Totalverbot von Alkohol in einer offenen Gesellschaft wie Deutschland nicht durchsetzbar.“
    Zu dieser Aussage gebe ich dir völlig recht. Dann gäbs ein Volksaufstand (es gab sie ja schon – nur weil Bier teurer wurde bzw. die Menge des produzierten Bieres
    reglementiert werden sollte – Stichwort Chicagoer Beer Riots)

    „Dann frage ich mich allerdings, warum die Politik dann nicht auch Cannabis und andere Rauschgifte freigibt…“
    Diese Frage stellst du jetzt nicht wirklich oder 😯 !?
    Alkohol ist vom Körper schneller abgebaut. Die Wirkstoffe der Drogen sind über Wochen im Körper nachweisbar. Über die sog. Stoffwechselabbauprodukte.
    Der Staat will das das Volk trinkt, aber dennoch sollen alle rauschfrei sein (ich weiß ist ein Widerspruch in sich aber anders ist die Alkoholpolitik nicht zu erklären, m.M.n.! Sonst wären Kampagnen wie „Kauf eine Kiste Bier und Rette 1qm Regenwald“, oder wie ich so was nenne „Saufen für den Regenwald“).

    „Wobei dieser Genuss aber Ergebnis des durch den Cannabiskonsum verursachten auscheffektes ist.“
    Nein, nicht nur! Auch am Geruch, dem Aussehen der Blüten, wie sie Aussehen und welche Beschaffenheit sie haben (Pollen-/Blütenanteil)

    „Der Konsum von alkoholhaltigen Getränken in kleineren Mengen führt nicht zum Rausch.“
    Kommt ganz darauf an wie du kleinere Mengen definierst. Ich hab nach einer 0,5 Liter Dose Krombacher/Königpilsner/Klumbacher u.a (wir wolln ja keine Schleichwerbung machen :grin:)
    schon einen deutlich spürbaren Rausch. Nach der zweiten Dose traue ich mir persönlich nicht mehr zu ein Fahrzeug führen zu können
    und Stufe mich selber schon als Fahruntüchtig ein.
    Und da bin ich bestimmt nicht der einzige unter 80 Mio. Deutschen!

    Fazit:
    Der Mensch WILL den Rausch. Ohne ihn empfindet er sein Leben wertloser als mit.
    Bei den mannigfaltigen Räuschen die es gibt (Drogen, Alkohol, Sex, Sport, Essen,
    Einkaufen, Liebe, zwischenmenschl. Interaktion uvvm.) verschafft sich der homo sapiens ständig ein Glücksgefühl.
    Psychiologisch gesehen ist das der ständige Konflikt zwischen Ich u. dem Über-Ich.
    Das Ich sucht ständig nach einem Weg genau dieses Glückgefühl zu empfinden und steht
    dabei ständig im Konflikt mit dem Über-Ich, dass das Ich u. seine Wünsche abwägt u. unterdrückt.
    In diesem ständigen Kampf steht jeder Mensch in jeder Sekunde (außer dem Schlaf).

    P.S.
    Wenn man Ratten einen „Orgasmus-Button“ geben würde, würden sie sich
    bis zum Ende einen Dauerorgasmus geben bis zum Herzinfarkt u. Tod!
    Das selbe gilt für den Menschen.

    Über Drogen, Rausch und wann wer wieviel, Freigabe ja oder Nein
    lässt sich intensiv streiten.
    Das zeigt schon wie die Politik weltweit mit dem Thema umgeht.

    Nachtrag
    Damit keine Mißverständnisse aufkommen.
    Mit Kiffern o.a., für die ich hier eine Lanze breche, meine ich ausschließlich jene, die a)erwachsen sind, b)keine Jugendlichen, da von dieser Gruppe kein verantwortungsvoller Umgang mit Drogen zu erwarten ist, c) Erwachsene mit einem halbwegs gesunden Sozialleben (Arbeit, Familie etc.) und d) Personen die keine psychischen Störungen bzw. Fehlverhalten haben.
    Und ja, ist mir bekannt, das ist die kleinere Gruppe der Drogenkonsumenten (die Betonung liegt auf Gebrauchen u. nicht Mißbrauchen) falls du das Anmerken möchtest.

  93. Hey Chris

    Wie erstellt man eigentlich solche Posts wie deine mit den grauen Balken?
    Das sieht wesentlich übersichtlicher aus als die von mir.

    Wenn ich andere Zitiere, kann ich das Zitierte nur in Anführungszeichen setzen.

    Gibts da irgendein Programm oder so.
    Vllt. kannst helfen.
    Thnx vorab dafür.

  94. #105 Chris
    Zu dem Artikel auf den du verweist, möchte ich bemerken

    Wenn es es Bierindustrie gelänge, Alkoholfreies Bier geschmacklich an Alkoholhaltiges Bier anzupassen, wird der Absatz von Alkoholfreiem Bier zwar leicht steigen, aber nie die Zahlen des Absatzes von Alkoholhaltigem Bier erreichen.

    Alkoholfreies Bier gibt es übrigends nicht. Selbst dieses Bier hat 0,3 Promille Alkoholgehalt. Und ja, die Menge für einen spürbaren Rausch bzw. bis zur Fahruntauglichkeit von Fahrzeugen die getrunkten werden muß ist enorm hoch u. beinahe nicht möglich. Aber z.B. für Fahranfänger die in der Probezeit 0,0 Promill haben müssen kann es dennoch zum Entzug der Fahrerlaubnis führen, wenn der Fahranfänger im Umgang mit Alkohol ungeübt ist u. wenig verträgt.
    Das hat mir früher mein Fahrlehrer im Theorieunterricht Gebetsmühlenartig immer wieder betont.

  95. #109 Guitarman

    Wie erstellt man eigentlich solche Posts wie deine mit den grauen Balken?
    Das sieht wesentlich übersichtlicher aus als die von mir.

    Das ist ganz einfach, den Text mit HTML-Code so setzen:

    (blockquote)Wie erstellt man eigentlich solche Posts wie deine mit den grauen Balken?
    Das sieht wesentlich übersichtlicher aus als die von mir.(/blockquote)

    Anstelle der runden Klammern musst Du aber eckige Klammern setzen (konnte icht nicht darstellen, weil das System es sonst als HTML-Befehl erkannt und nicht als Text dargestellt hätte).
    Eine Beschreibung der HTML-Tags findet sich auch über dem Eingabefenster.

Comments are closed.