Juso-Chef: Schwimmbad mit Blut der FDP füllen

Dass es bei Linken bedingt durch ihren dogmatischen Welterlösungsanspruch mit dem Respekt vor politischen Gegnern nicht weit her ist, dürfte regelmäßigen PI-Lesern nur allzu bekannt sein. Gutes Anschauungsmaterial für besagte Haltung bot am Wochenende der Hannoveraner Juso-Vorsitzende Philip Le Butt (Foto). Auf dem Christopher Street Day seiner Heimatstadt skandierte Le Butt immer wieder „Wir füllen unser Schwimmbad mit dem Blut der FDP“ – in unmittelbarer Nähe eines Unfalls.

Die Julis Niedersachsen berichten:

“Wir füllen unser Schwimmbad mit dem Blut der FDP” – diese Worte skandierte gestern Augenzeugen zufolge der hannoversche Juso-Vorsitzende am Rande des Christopher Street Days in Hannover. Wenige Meter entfernt von der Szene hatte es zuvor einen Unfall mit Verletzten gegeben.

Die Julis Niedersachsen sind empört über den Vorfall. “Das Verhalten des Vorsitzenden der Jungsozialisten ist widerlich und hat mit einem politischen Wettkampf nichts mehr zu tun. Ich erwarte von den Jusos eine öffentliche Entschuldigung und entsprechende Konsequenzen”, sagt Niklas Drexler, Vorsitzender der Julis Niedersachsen.

Drexler erinnert, dass dies nicht der erste Fall sei, bei dem die Jusos eine Grenze überschritten hätten. Als Beispiel führt er einen Vorfall vom Januar an. Damals hatte ein Juso-Mitglied nach der Dreikönigs- Rede Röslers ihn als Arschloch beschimpft und im Anschluss eine rassistische Fotomontage auf Facebook gestellt. Darauf war Rösler als Soldat im Vietnamkrieg dargestellt, der gerade einen Widerständler erschießt.
“Die SPD sollte einmal grundsätzlich klären, wie ihre Basis mit anderen Parteien – insbesondere der FDP – umgeht.”

Inzwischen hat Le Butt folgende Erklärung veröffentlicht:

Am Samstag, den 18.5.2013, habe ich ein Schmählied mit der Textzeile „Wir füllen unser Schwimmbad mit dem Blut der FDP“ gesungen.

Dazu möchte ich erklären, dass mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst war, dass sich auf der CSD-Parade ein schwerer Unfall ereignet hatte. Ich wollte zu keinem Zeitpunkt über das sonst übliche Maß des Schmähens des politischen Gegners hinausgehen, insbesondere wollte ich nicht zu Gewalt gegen die FDP und ihren Mitgliedern aufrufen.

Auch mein katastrophal gescheiterter Versuch anschließend bei Twitter mit Ironie, die Äußerung, die nicht ernst gemeint war, zu retten, tut mir außerordentlich Leid, da dieser auch Personen betroffen und verletzt hat.

Der ganze Vorgang tut mir außerordentlich Leid und ich möchte mich hiermit bei allen Beteiligten und den Menschen, die sich verletzt sehen, entschuldigen.

Zuvor hatte das sozialistische Nachwuchstalent sich auf Twitter noch auf irrwitzig Weise versucht herauszureden (siehe hier und hier).