Aus, vorbei, endlich. Wir haben es mal wieder überstanden. Natürlich nur für zwei Jahre. Denn dann droht er wieder: der Evangelische Kirchentag. Und vermutlich wird dann alles noch schlimmer werden, noch kitschiger und noch infantiler. Denn 2015 findet die zentrale Heerschau aller Weinerlichen, Betroffenen und Empfindsamen in Stuttgart statt, also im Mekka des württembergischen Pietismus, dessen Neigung zu Gefühligkeit, Sentimentalität und moralischer Entrüstung den idealen kulturellen Nährboden für jene ökosozialistischen Erlösungsphantasien bildet, deren neuheidnischer Ausdruck der Kirchentag in so penetranter Weise ist… (Fortsetzung im CICERO!

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54 KOMMENTARE

  1. Einige wahre Punkte dabei, aber die Abschnitte dazu, was eigentlich Protestantismus oder Religion ist, sind ziemlich inkompetentes Gefasel. Ich empfehle die aktuelle Idea Spektrum, dort kriegt man einen besseren Überblick und eine klarere Bewertung des Kirchentags.

  2. Jetzt haben wir zweimal Sozialismus auf deutschem Boden gehabt und beide Male war es ein Desaster und hat viel Leid gebracht. Wann kapieren die eigentlich, dass Sozialismus gegen die Menschen ist? Man muss doch einfach nur mal in Länder schauen wo es wenig und viele Reiche gibt. In der Schweiz gibt es viele Reiche und den Armen dort geht es gut. In Rumänien gibt es wenig Reiche und den Armen dort geht es schlecht.

    Wer also die Reichen verjagen will, macht nur die Armen ärmer. Der totale Hirnriss, was diese evangelischen Idioten verzapfen. Würde die sich mal um Jesus kümmern und Seine Botschaften, aber das wäre wohl zuviel verlangt.

  3. Wer diesen Märchenverein braucht … bitte.

    Es ist aber Quatsch, wenn man behauptet, dass die, die sich von Religion lossagen, dann gleich als „Ersatz“ in eine andere vorgegebene Spiritualität verfallen, wie etwa den unsäglichen Ökofaschismus.

    Sehr viele Menschen kommen sehr gut ohne beides aus ….

  4. Neues vom Evangelischen Kirchentag in HH

    Was wir hier auch noch unbedingt würdigen müssen, ist die Speisekarte des Evangelischen Kirchentags.
    Da steht zum “Gläsernen Restaurant” (“kirchenfaire Ernährung”, “kirchen-tägliche Ernährungswende”, 😆 :

    Gott würde Fahrrad fahren
    Aus drei Himmelsrichtungen haben sich am Kirchentagssamstag hunderte Radfahrer in einer Sternfahrt auf den Weg zum Fischmarkt gemacht, um dort in einem Fahrradgottesdienst für klima- und fahrradfreundliche Städte zu beten.

    Der Kirchentag kämpft tapfer dafür die deutsche Autoindustrie, unseren wichtigsten Wirtschafsfaktor, ins Abseits zu katapultieren.

    Auch sein Kollege Michael Stahl forderte in seiner Predigt mehr Sanftmut im Verkehr: „Sanftmütige sind Menschen, die die Gewalt der automobilen Gesellschaft überwinden wollen und den Frieden auf der Straße suchen.“

    Und weiter geht es im ökosozialistischem Kirchen-Grünen-Gleichschritt voraus auf diesem “grünen Parteitag”:

    Verantwortung für die Schöpfung übernehmen
    Die “Infostelle Klimagerechtigkeit” der Nordkirche hat sich zum Ziel gesetzt, den Zusammenhang zwischen Klimawandel, globaler Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung im Bewusstsein zu schärfen.
    In passenden Uniformen sprechen die Klimabotschafter Interessierte an und bieten Ihnen Freiflugscheine zu einer neuen Erde an.

    Was wir hier auch noch unbedingt würdigen müssen, ist die Speisekarte des Evangelischen Kirchentags.
    Da steht zum “Gläsernen Restaurant” (“kirchenfaire Ernährung”, “kirchen-tägliche Ernährungswende”, 😆 :

    Gekocht wird nur mit saisonalen, regionalen, ökologisch angebauten und fair gehandelten Lebensmitteln. Und es gibt kein Fleisch. Denn zur Produktion von Steak und Schnitzel muss deutlich mehr Energie (…) aufgewendet werden als zur Herstellung von vegetarischen Lebensmitteln.

    Was sind Anfang Mai solche Produkte aus dem “Gläsernen Restaurant”?

    2. Mai: Möhrentaler mit Kräuterquark, dazu Curry-Kartoffeln und Posteleinsalat. Zum Nachtisch würzige Ananas mit Mascarpone.

    Total regional und saisonal. Von Möhren und Kartoffeln Anfang Mai in Hamburg bis zu Curry und Ananas. Wächst hier alles total gut. Muß nix eingeflogen werden. Wegen der Energie, die ja schon für Fleisch so schädlich ist. Oder so. Schließlich rudern die die Ananas jetzt nach Hamburg, statt die per Flieger mit “vergeudeter Energie” zu schicken.
    Postelein ist übrigens Portulak, ein Neophyt der nordamerikanischen feuchten Westküste.
    Und was sagte doch “Wie ißt der Kirchentag” zu Kartoffeln Anfang Mai?

    Wir wissen, dass Frühkartoffeln aus Ägypten unverantwortlich viel mehr Ressourcen verbrauchen als die Knolle aus dem heimischen Acker.

    Und die “Knolle auf dem heimischen Acker” ist jetzt auf dem Kirchentag. Vom letzten Jahr. Unter Einsatz diverser Ressourcen: Gelagert, belüftete, bedunkelt, am Keimen und Schrumpeln gehindert und energieaufwendig vor dem Verschimmeln gerettet, weil sonst eine Kartoffel der Ernte des letzten Jahres garantiert niemand der Kirchentagshippies auf dem Teller haben wollte. Was jeder bestätigen kann, der in seinem Keller noch sowas altmodisches wie eine Kartoffelkiste hat und auch tatsächlich noch Kartoffeln – und zwar viele, nix da 2,5 Kilo – lagert.

    3. Mai: Orangen-Möhrensuppe, Linsencurry mit Bananen, Rosinen und frischem Koriander, dazu Joghurtsoße, Naturreis und Salat

    Wieder total regionale und saisonale Produkte Anfang Mai in HH: Orangen, Möhren, Linsen, Bananen, Koriander, Reis. Wächst hier massig am Deich und im Alten Land.

    Isch schwör!

    4. Mai: Frühlingshafter Spinat-Auflauf mit Kartoffeln, Sesam und Ziegenkäse.

    Gefunden:

    #66 Babieca (05. Mai 2013 14:10) & #29 Cendrillon (05. Mai 2013 11:02)

    auf http://www.pi-news.net/2013/05/bilder-rund-um-den-globus-mit-viel-islam/

  5. Gott sei Dank bin ich aus diesem dummen evangelischen
    „Gutmenschen-Verein“ ausgetreten!

  6. …und was soll ich nun glauben?
    titelt das evangelische Nachrichtenmagazin „idea Spektrum“ treffend in der aktuellen Ausgabe zum abgelaufenen Kirchentag.

    Ich meine, der Kirchentag war ein Sammelsurium an individuellen Glaubensvorstellungen und abstrusen Interpretationen des christlichen Glaubens bis hin zur Unkenntlichkeit.

    Da trösten dann auch die wenigen Lichtblicke die es wahrscheinlich auch gab, nicht darüber hinweg, dass eins im Wesentlichen auf der Strecke blieb:
    Die Ausrichtung auf das, was für Christen Fundament, Hoffnung und Ziel ist:
    Jesus Christus!

    Anders ist es auch nicht zu erklären, dass Muslime auf dem Kirchentag ganz offiziell zur Pilgerfahrt (Hadsch) warben konnten und ihren Propheten Mohammed öffentlich zitierten und ein muslimischer Vorbeter minutenlang in „arabischen Sprechgesang“ aus dem Koran die Kirchentagsbesucher beschallen durfte. Das Publikum spendete ihm daraufhin Beifall. Der islamische Theologe kommentierte den Beifall wie folgt: „Das ist eigentlich nicht üblich, aber auf einer solchen Veranstaltung wie dem Kirchentag ist das kein Problem.“

    Das Juden, die den Glauben an Jesus Christus angenommen hatten, nicht auf dem Kirchentag mit einem eigenen Stand vertreten sein durften, rundet das Bild in erschreckender Weise ab.

  7. Schon mir gingen im kalten Krieg die moralisierenden CVJM-Stuhlkreise auf den ungeschächteten Keks, da wurde gerade Wyhl in Beben-Wütendberg blockiert und aus dem Stuhlkreis erwuchsen die linksgrünen Khmer, denen sich später maoistische Kader, RAF-Aufbauhelfer und Steinewerfer anschlossen.

    Die Stuhlkreise sind im Prinzip auch nichts anderes als linksgrüne, populistische Stammtische für die selbsternannten BesserInnen unseres noch prosperierenden Landes.

    StudienabbrecherInnen wie Katrin Göring-EEGhardt fordern vom Maschinenbauingenieur aus Biberach, dass er gern höhere Steuern zahlt, obwohl er an einem einigen Tag mehr intellektuelle Leistung vollbringt als ein linksgrüner Nichtsnutz in einem Jahr, das ist im Prinzip Ausbeutung und Sklaverei, aber von den Guten!

    Und dann die mutigen Mutlangen-Blockierer, die gegen Atomraketen waren, solange sie keinen roten Stern auf dem Rumpf trugen. Aber, es waren diese bösen Nato-Raketen, die das kommunistische Imperium zu Fall brachten!

    Liebe linksgrüne PazifistInnen: Nach Aussage von Offizieren der britischen Rheinarmee aus den 1990ern lag die Verteidigungskraft im Falle des Vorstoßes von Magdeburg oder Erfurt nach Köln oder Stuttgart bei 48 Stunden, dann wärt Ihr linksgrünen NichtsnutzInnen zwar heute auch alle Kommunisten, aber wohl wesentlich ärmer und auch weniger ökologisch, Gysis SED hätte sich wohl kaum um FeldhamsterInnen und Trockenrasen-Schutzgebiete gekümmert, auch würde Biblis wohl noch bis 2200 laufen!

    Zurück auf Los, Ihr linksgrünen NichtsnutzInnen, die Welt ist eben doch etwas komplizierter als ein Stuhlkreis mit betrunkenen BischöfInnen!

  8. Bei einer Fernsehdiskussion, länger her, äusserte ein Jungunternehmer, es könne gar nicht genug Millionäre geben.
    Das Gejaule von links hättet Ihr mal hören sollen.
    Es gibt nichts ekelhafteres als diese
    protestantische Schuld- und Verzichtsethik.

  9. Hier beschreibt einer (Alexander Grau) recht treffend die geistige Fäulnis der Evangelikalen unserer Tage.
    Eine Fäulnis dessen Gestank, einem süssen Aphrodisiakum gleich, die islamische Welt in ihrem gebotenen Ausbreitungsdrang beflügelt.

  10. „Kirchentag“? Eher eine Propagandashow für selbsternannte linksgrüne Weltverbesserer, die in einer Art „politischem“ so genanntem Christentum ihre Parteisicht in pseudo-christlichem Mäntelchen durchsetzen wollen. Ich kann als Christ diesem Event, in dem man Mohammedaner-, Homosexuellen- und überzeichneter Pseudo-Öko-Propaganda (etc. pp.) Türen und Tore öffnet, messianischen Juden aber die Teilnahme verwehrt, nichts abgewinnen.

    Was diese Leute machen, ist nach Paulus, Galater 1, 7ff nichts anders als die Einführung eines anderen „Evangeliums“, das die Massen irreführt, weil es sie vom Heil wegbringt, und vor dem gläubige Christen nur warnen können.

  11. Es mußte vielleicht nicht so kommen wie es mit dem Christentum gekommen ist. Und der Katholizismus ist ja auch noch etwas standhafter. Wenn er auch weitgehend schon dieselbe Phraseologie wie die „Evangelen“ benutzt.

    Aber Das Christentum trägt diese Tendenz nun einmal grundsätzlich in sich. Es ist vielleicht (und war auch mir nicht) bekannt, dass kein Geringerer als Nietzsche dies im Grunde genommen bereits festgestellt hat (wofür er dann natürlich auch als Vorläufer der Nazis gegeißelt wird).
    Wie er es genau begründet hat weiß ich nicht, da ich Nietzsche nie im Original gelesen habe. Aber aus der Besprechung seines „Jenseits von Gut und Böse“ in Wikipedia weiß ich, dass Nietzsche das Christentum (wenn überhaupt) jedenfalls nicht nur aus der Perspektive des Glaubens kritisiert hat. Nein er meinte, das Christentum sei dafür verantwortlich, dass die Herrenmoral der Antike durch die Sklavenmoral des Christentums abgelöst wurde.
    Wie genau er das nun für falsch hielt weiß ich im einzelnen nicht. Aber die Grundidee ist klar und die Sklavenmoral vollendet sich heute im Christentum immer mehr, indem sie sich quasi einer rein ökosozialistischemanzipatorischenhumanistischen
    Moral anpaßt.

    Herrenmoral wäre für Nietzsche wohl, dass der Starke natürlicherweise herrscht und dabei auf den Schwachen natürlicherweise dann auch nicht viel Rücksicht nehmen kann. Es gibt einfach nicht das Bewußtsein für diese Rücksichtnahme!
    So wird es in der Antike wohl auch gewesen sein.

    Sklavenmoral hingegen setzt sich für die Mühseligen und Beladenen ein. Eine Idee die Nietzsche im Christentum verortet.
    Nun habe auch ich diesen Einsatz für die Mühseligen und Beladenen immer als positiv empfunden, aber nie bedacht, wohin das im Endeffekt führen kann (wird). Am evangelischen Kirchentag und am allgemeinen Gutmenschentum in der Political Correctness in der Forderung nach Emanzipation und Humanismus, würde sich also aus Sicht von Nietzsche die durch das Christentum (und dadurch eben nicht rein zufällig) eingeführte „Sklavenmoral“ vollenden.
    Was wir also heute erleben ist die Vollendung der durch das Christentum initiierten Sklavenmoral, auch wenn der Gründer das so wohl nicht wollte.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jenseits_von_Gut_und_B%C3%B6se_(Nietzsche)

  12. Doch hinter der süßlichen Rhetorik verbirgt sich ein moralischer Fundamentalismus, der der plüschigen Konsenssehnsucht eine totalitäre Dimension verleiht. Denn der Konsens, der hier angestrebt wird, ist nicht Versuch, den kleinsten gemeinsamen Nenner disparater Meinungen, Lebensentwürfe und Ideale zu finden. Einen Konsens anzustreben, bedeutet hier, die eigene Weltsicht durchzusetzen, also die Uneinsichtigen und Widerstrebenden zu bekehren und all jene zu missionieren, die nicht geneigt und nicht willens sind, die heilige Dreifaltigkeit aus Antikapitalismus, Pazifismus und Ökologismus anzubeten.

    Ökosteuern, hohe Benzinpreise, Dosenpfand, Gerechtigkeit- und Solidaritätsabgaben usw. sind nichts anderes als moderner Ablass.
    In der heutigen Zeit glaubt niemand mehr an Gott. Noch will sich der „moderne“ Mensch einem Gott unterordnen. Sie verdrehen das Bild Gottes: Gott verlangt nicht mehr die Einhaltung der 10 Gebote, Er verlangt nicht mehr, Ihm wohlgefällig zu leben, und Er verlangt schon gar nicht Ihn mit ganzer Seele, ganzem Sein und ganzer Macht zu lieben. Ihr Gott ist ein Götze, dessen einzige Sorge „die Bewahrung der Schöpfung“ ist. Und ihr Jesus ist kein Retter, der Sünde zerstört, erlöst, den gefallenen Menschen mit Gott versöhnt und der ebenfalls sagt, dass das höchste Gebot ist Gott zu lieben. Ihr Jesus ist ein weichgespülter, schwacher, kleiner „Moralapostel“, dessen Lebensziel und Zweck natürlich auch „Die Bewahrung der Schöpfung“ und „Gerechtigkeit für alle“ war.

    Aber wie sagte Jesus: An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

  13. Okay, ich amüsiere mich auch immer köstlich über die infantilen Teilnehmer dieses „Events“, muss aber dazusagen, dass die wenigstens keine Kopftreter-Mentalität an den Tag legen.

  14. #9 Eurabier (09. Mai 2013 10:49)

    So war es. Und genau das war auch der Grund, warum mein Vater, Berufsoffizier, der (einstigen, muß man ja wohl sagen) protestantischen Ethik verpflichtet, damals aus der EKD samt einer Riesenbegründung austrat. Nix hat er von denen daraufhin gehört.

  15. Diese protestantischen „Kirchen“ haben kaum etwas mit der Kirche Christi zu tun. Man könnte ebenso gut auf eine Veranstaltung der Grünen/innen, der Jusos oder auf ein anderes Polit-Event von Sozialisten gehen.

    Und genau das sind die evangelischen „Kirchen“. Nämlich die politischen Krakenarme mit Hilfe solcher selbstverliebten Medienfiguren wie Käsmann oder ganz offen der Politiker/innen wie Katrin Dagmar Göring-Eckardt von den Grünen/innen in die Gemeinschaft der Christen hinein. Diesen Politvögeln, die durchaus clever sind geht es darum, die Christenheit zu spalten und zu kontrollieren.

    Wenn Du die Kirche zerstören willst, dann bring Politik hinein.

    Nichts anderes ist zu erkennen, wenn man diese evangelischen „Kirchen“tage sich ansieht. Da treffen sich Kirchenräte, Betriebsräte, Personalräte, Elternräte, Kindergartenräte im Stuhlkreis mit Joga und Bioprodukten aus dem Eineweltladen um sich selbst wohl zu fühlen…

    Diese protestantischen Räte-Kirchen sind eher ein Überbleibsel der Sowjetunion und ihren Räten.

    Meine Güte, was haben die atheistischen Sozialismen des 20. Jahrhunderts nur aus den Europäischen Christen gemacht…

  16. #15 Bazi (09. Mai 2013 11:09)

    Okay, ich amüsiere mich auch immer köstlich über die infantilen Teilnehmer dieses “Events”, muss aber dazusagen, dass die wenigstens keine Kopftreter-Mentalität an den Tag legen.

    Aber diese infantilen „Kein Mensch ist illegal“-NichtsnutzInnen ermöglichen die massenhafte Ansiedlung von KopftreterInnen auf Kosten unserer Steuern und Kinder!!!

  17. Nachtrag:

    Denn 2015 findet die zentrale Heerschau aller Weinerlichen, Betroffenen und Empfindsamen in Stuttgart statt, also im Mekka des württembergischen Pietismus, dessen Neigung zu Gefühligkeit, Sentimentalität und moralischer Entrüstung den idealen kulturellen Nährboden für jene ökosozialistischen Erlösungsphantasien bildet, deren neuheidnischer Ausdruck der Kirchentag in so penetranter Weise ist…

    Hier scheint mir der „Cicero“ allerdings einige Dinge miteinander verwurstet zu haben, die wahrlich nichts miteinander zu tun haben. Gerade im traditionell bibeltreuen Pietismus (bed. „Herzendfrömmigkeit“) württembergischer Prägung wären derlei kulturrelativistische Attitüden völlig fremd, weil sie konträr zu den Aussagen des Glaubens sind; sie stehen ihnen diametral entgegen.

    So sehr die vorgetragene Kirchentagskritik vom Ansatz her richtig ist: Ohne Kenntnisse der Materie wird das jedoch nichts, liebe Autoren im „Cicero“.

  18. #17 Babieca (09. Mai 2013 11:19)

    Wäre er doch wenigstens NVA-Offozier gewesen, er wäre heute Bischoff von Gera! 🙂

  19. #23 Eurabier (09. Mai 2013 11:27)

    #17 Babieca (09. Mai 2013 11:19)

    Will sagen, als Linker kann man hierzulande ungehindert Karriere machen, als Vernunftbürger beschränkt sich die Partizipation auf das Entrichten von Steuern!

  20. #9 Eurabier (09. Mai 2013 10:49)

    StudienabbrecherInnen wie Katrin Göring-EEGhardt fordern vom Maschinenbauingenieur aus Biberach, dass er gern höhere Steuern zahlt, obwohl er an einem einigen Tag mehr intellektuelle Leistung vollbringt als ein linksgrüner Nichtsnutz in einem Jahr, das ist im Prinzip Ausbeutung und Sklaverei, aber von den Guten!

    In der Tat so weit haben sich die Verhältnisse gegen die in traditionellen Welten herrschende natürliche Ordnung umgekehrt. Und Nietzsche sieht die Wurzel in der seiner Ansicht nach durch das Christentum (ob nun willentlich oder unwillentlich) initiierten Sklavenmoral

    Zitat aus Wikipedia:

    Bei der Herren-Moral gibt es natürliche Unterschiede, die sich in einem verschiedenen Rang der Menschen und der Wertsphären ausdrücken. Dagegen steht die Sklaven-Moral, die zwischen gut und böse aus der Perspektive der Massen, der Mittelmäßigen und Unterprivilegierten unterscheidet. Sklaven-Moral reklamiert Pflicht und Schuld der Anderen. Ihr Merkmal ist das Durchsetzen von Gruppeninteressen und sozialem Ausgleich. Ihre Werte sind Gleichheit, Gehorsam, Unparteilichkeit, Altruismus, Aufhebung von Privilegien, Beseitigung von Armut, „Gemeinsinn, Wohlwollen, Rücksicht, Fleiß, Mäßigkeit, Bescheidenheit, Nachsicht, Mitleiden.“

    Man sieht die Sklavenmoral hat nicht durchweg die heutigen problematischen Aspekte, aber besteht zum großen Teil daraus.

  21. Wenn man sich das hier überlegt:

    idea.de/detail/frei-kirchen/detail/theologin-bejaht-mehrere-liebesbeziehungen-gleichzeitig.html

    Da sieht man, dass die Protestanten die Steigbügelhalter der Mohammedaner oder der Swinger sind.

  22. Ich habe hier darauf hingewiesen, dass Nietzsche die Termini Herren- und Sklavenmoral geprägt hat. Die Welt ist nun mal wie sie ist, aber auch wenn Nietzsche sich für die Herrenmoral ausgesprochen hat, weil er in der Sklavenmoral halt das totale Desaster sah, heißt dass logisch nicht unbedingt, dass man nun auf totale Herrenmoral setzen müßte.

    Der „bose“ Nietzsche selbst schreibt:

    „ Es giebt Herren-Moral und Sklaven-Moral; — ich füge sofort hinzu, dass in allen höheren und gemischteren Culturen auch Versuche der Vermittlung beider Moralen zum Vorschein kommen, noch öfter das Durcheinander derselben und gegenseitige Missverstehen, ja bisweilen ihr hartes Nebeneinander — sogar im selben Menschen, innerhalb Einer Seele.“ (JGB 260)

    Wie gesagt Nietzsche sieht objektiv historisch den Beginn der Sklavenmoral im Judentum verortet und in der Nachfolge dann ja im Christentum. (Interessanterweise dürfte der Islam da ausgebrochen sein, wenn auch sicher nicht mit einer „vornehmen“ Herrenmoral im Sinne Nietzsches und auch mit anderen Motiven wie Nietzsche sie gehabt haben mag).

    Die Frage wäre letztlich, wie kann es eine funktionierende Gesellschaft geben, die Herren- und Sklavenmoral miteinander vereint.

  23. #23/24 Eurabier (09. Mai 2013 11:27)

    😆 Treffer!

    Und du wirst lachen – ein schwerstkommunistisch rotgefärbter SPD-Funktionsträger unser Familie – seine Schwester – bot ihm einige Zeit später tatsächlich an, er „möge sich doch lieber wie Gerd Bastian verhalten“ und dann würde sie ihn als „Friedensträger und Offizier“ „politisch ganz groß rausbringen“.

    Der Familienfrieden hing danach nicht nur schief, sondern war nicht mehr da. 😀

  24. #6 lorbas (09. Mai 2013 10:32)

    Danke!
    Humor ist eine der stärksten Waffen!
    Man bedenke auch, dass viele Protestanten mit esoterischen Eigenurin-Therapien herumexperimentieren.
    Wie sagte Aristoteles: „Wenn die Leute nicht mehr an Gott glauben, glauben sie an alles mögliche“.

  25. Nein, so schlecht war der Kirchentag nicht. Ich war jeden Tag dort. Habe Frau Merkel, Herrn Steinbrück und Herrn de Maiziere gesehen und die Diskussionen genossen. Da war nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Die Besucher sind nicht durchgehend linksverblödet, denkbehindert. Im Gegenteil.

    Und der Kirchentag das war auch Wolf Biermann, der in seinem kongenialen Konzert auch seine Vita passieren ließ. Wie er es lernen musste den ganzen „Sozialismus“ und „Kommunismus“ hinter sich zu lassen, nachdem er aus der DDR ausgebürgert wurde, und sehr glaubwürdig sagte, dass er genau so wenig wie die Besucher des Konzerts wisse, welches der richtige Weg ist. Das war ein phantastisches, nachdenkliches Konzert.

    Und was ist an der Losung: „So viel Du brauchst“ falsch? Ich finde die Losung sehr gelungen, wie auch den Kirchentag insgesamt.

  26. …und in 2 Jahren dann…

    Gekocht wird nur mit saisonalen, regionalen und ökologisch angebauten. Im “Gläsernen Restaurant” gibt es nur Lebensmittel in fairer Sprache.

    2. Mai: MöhrInnentaler mit Kräuterquark, dazu Curry-Kartoffeln und PosteleInsalat. Zum Nachtisch würzige AnanIn mit MascarponIn.

    3. Mai: Orangen-MöhrInnensuppe, Linsencurry mit BananInnen, RosinInnen und frische KoriandIn, dazu Joghurtsoße, Naturreis und Salat.

    4. Mai: Spinat-Auflauf aus der Frühlings-Haft mit Kartoffeln, Sesam und Ziegenkäse.

    Naja …und überhaupt…da ginge noch was denn : damit die Ziegen den Käse produzieren (Milch) müssen sie ständig schwanger sein.)Also müssen immer neue kleine Ziegen produziert werden die, …was wohl ? an Altersschwäche sterben ? Joghurt ist Fleischproduktion und man ist wieder in der 10-mal-mehr-Energieaufwand-Spirale.
    Tja, liebe Kirchentags- und Sicht-HeiligInnen
    Joghurt ist vollfeist Sünde ! 😀

  27. #33 Koltschak (09. Mai 2013 12:29)

    (…) was ist an der Losung: “So viel Du brauchst” falsch?

    Nichts, sie wäre sogar sehr angebracht, wenn sie nicht wie so oft bei solchen Ereignissen geschehen schleichenderweise auf „linksgrün“ gewendet und entsprechend politisch instrumentalisiert werden würde.

  28. #33 Koltschak

    Nein, so schlecht war der Kirchentag nicht.

    Und was ist an der Losung: “So viel Du brauchst” falsch?

    Ja genau: „Nimm Dir So viel DU brauchst“ Es geht um: Ich, Mich, Mein, Mir und das nette Gruppenklima der Steuerkirche vollgestopft mit den politisch Mächtigen. Das ist absolut richtig richtig beschrieben.

    Und vielleicht weicht Ihr Schleier und Sie können sich selbst irgendwann mal ein Antwort auf Ihre Frage geben:

    Und was ist an der Losung: “So viel Du brauchst” falsch?

    Solange wünsche ich Ihnen in zwei Jahren wieder eim tolles Event mit Merkel, Steini und Katrin Göring-Eckardt, die den Christen sagen, wo es langzugehen hat.

    Der evangelische Kirchentag, Liebling der Massenmedien und Spitzenpolitiker…

    Donnerwetter, herzlichen Glückwunsch!

  29. Habe Frau Merkel, Herrn Steinbrück und Herrn de Maiziere gesehen und die Diskussionen genossen.

    Wann genau war das vor oder nach 1989, als diese Genossen noch dem Kommunismus dienten?

  30. #9 Eurabier (09. Mai 2013 10:49)

    StudienabbrecherInnen wie Katrin Göring-EEGhardt fordern vom Maschinenbauingenieur aus Biberach, dass er gern höhere Steuern zahlt, obwohl er an einem einigen Tag mehr intellektuelle Leistung vollbringt als ein linksgrüner Nichtsnutz in einem Jahr, das ist im Prinzip Ausbeutung und Sklaverei, aber von den Guten!

    Um einer minderbemittelten Frau wie Göring-Eckart ein leistungsloses Höchsteinkommen zu bescheren bedurfte es freilich noch einer weiteren Vollendung der Sklavenmoral, des Femimismus. Die Armen sind die Sklaven der Reichen und die Frauen die Sklaven des Mannes.

    Wer arm, minderbemittelt und eine Frau ist, ist also der perfekte Sklave und kann nun in totaler Umkehrung der natürlichen Verhältnisse, wenn sie freilich dann irgendwie clever und skrupellos genug ist, leistungsfähige Männer ausbeuten. Und diese dann noch als Vergewaltiger und sonstiges verunglimpfen.
    Hat der Kirchentag darüber gesprochen? In einigen Kommentaren soll er ja nicht ganz so schlecht gewesen sein wie angeprangert.

  31. Man mag von diesen Einrichtungen halten, was man will (ich bin vor 20 Jahren ausgetreten 😉 ).

    Aber ich fand z.B. den Weltjugendtag 2005 hier in Köln faszinierend: Unmengen an jungen Menschen auf den Strassen unterwegs – und nirgends auch nur einen Hauch von Ärger!

  32. #11 Jean Paul

    Nee, nee, Jean Paul, Evangelikale waren das nicht auf dem Kirchentag. Die sind dort nicht willkommen.

    Von der Diskussionsstunde „Muslime und Christen“ zum Thema „Welche Rituale braucht der Mensch?“ wird in Idea über den DITIB-Teilnehmer Bekir Alboga folgendes Schluss-Statement berichtet:

    „Alboga beanstandete das trinitarische Gottesverständnis der Christen, die somit drei Gottheiten verehrten. Der Islam sei konsequenter, weil er nur einen Gott anbete. Dann ärgerte Alboga sich über ,Millionen evangelikalischer Christen‘, die Fundamentalisten seien…“

    Guter mohammedanischer Schluss einer Dialüg-Veranstaltung!

    Dann bin ich doch gern ein Evangelikaler oder Evangelikalischer (Wortneuschöpfung von Herrn Alboga), wenn ich diesen Herrn damit ärgern kann. Und die postmodernen Nivellierer, Harmoniesüchtigen und „Ich-tanze-meinen-Namen“-Christen ärgern sich mit.

    Und das ist gut so.

    Im übrigen: Der Cicero-Artikel trifft’s – leider!

  33. #39 Ikarus69 (09. Mai 2013 13:18)

    Da hast Du recht, ein Platz wo man keine Angst haben braucht, wo gibt es das noch in Deutschland ???
    Was mir an den Kirchentagen aber aufstößt ist die Hetze, das an allem die Gesellschafft und/oder der Westen Schuld sei.
    Der Kopftottreter ist das Opfer weil die Gesellschaft ihn nicht integrieren oder einen Ausbildungsplatz verschaffen konnte *würg*
    Burkina Faso leidet noch immer am Kolonialismus etc….
    Vietnam z.B. hatte viel schlechtere Bedingungen, Krieg und Handelsembargo der USA, kaum Entwicklungshilfe und ist trotzdem zur Schwelle zum Industriestaat !!
    Vielleicht weil Vietnam keine muslimische Minderheit hat?

  34. Kirchentag ist eine Gutmenschenorgie.

    http://aktuell.evangelisch.de/artikel/82821/religioese-vielfalt-beim-kirchentag-christen-und-muslime-feiern-gemeinsam

    Religiöse Vielfalt beim Kirchentag: Christen und Muslime feiern gemeinsam
    Einen „christlich-islamischen Gottesdienst“ haben etwa 600 Kirchentagsbesucher am Samstagabend in der Hamburger St. Georgskirche gefeiert.

    04.05.2013 | epd
    Zwei evangelische Pastoren und drei islamische Imame gestalteten die interreligiöse Feier gemeinsam im Rahmen des Kirchentages. Der Imam der Centrum Moschee, Ramazan Ucar, und Pastor Kay Kraack begrüßten die Besucher gemeinsam als „Geschwister im Glauben“. Pastoren und Imame wechselten sich mit Lesungen aus Bibel und Koran ab.

    Eine kurze Ansprache auf Deutsch hielt der Imam der Al-Nour Moschee, Scheich Samir El-Rajab. Seine Gemeinschaft zieht im Herbst in die ehemalige und stillgelegte Kapernaum-Kirche in Hamburg-Horn um. „Der Glaube macht keinen Unterschied zwischen Herkunftsland, Hautfarbe oder Kultur“, sagte er.

    Das gemeinsame Gebet wurde nach Gebetskärtchen gesprochen, auf denen die Besucher zuvor persönliche Bitte, Lob oder Dank notiert hatten. Das „Interkulturelle Kinderorchester“ aus St. Pauli und drei Chöre, darunter der Ilahi-Chor der Hamburger Moscheen, gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

    Fazit: die deutsche evangelische Kirche ist nicht mehr christlich.

  35. Der Cicero Artikel ist schwach. Er drückt sich um die Kernfrage der hiesigen Kirchen, bzw. des Christentums herum:

    Das unsägliche Appeasement, welches gegenüber dem Islam entgegengebracht wird, der kein großes Intellektualitätsniveau hat und der sich leider nicht in harmlosen Stuhlkreissitzungen offenbart, sondern durch schlichte Gewalt.

    Die Kirchen heute sind wie Schafe, die den Wolf zum Mittagessen einladen, weil ja gerade schönes Wetter ist und der Tisch gedeckt ist …

  36. Anders als es der obenstehende Artikel glauben machen will ist der Pietismus keinesfalls eine rein sentimentale Bewegung, sondern tief in der Bibel verwurzelt. Deshalb finden in Württemberg konservative Christen noch am Ehesten eine Heimat in der Landeskirche, und der Widerstand gegenüber liberalen Tendenzen ist am grössten.

  37. #16 JeanJean (09. Mai 2013 11:13)
    Diana West bezeichnet die Infantilisierung der westlichen Welt als eine günstige psychologische Vorbedingung zur Annahme der Dhimmirolle im Zuge der Islamisierung.
    – – –
    Dem kann man uneingeschränkt zustimmen.
    – – –
    Ein extrem interessantes Podiumsgespräch mit ihr ( auch im Blick auf den 2. Weltkrieg,man denke dabei auch den “EU Befreiungstag”)finden Sie dort:
    http://www.dianawest.net/Home/tabid/36/EntryId/2489/American-Betrayal-The-Debut-Interview.aspx
    – – –
    Danke für den interessanten Link. Ich kann ihn nur weiterempfehlen.

  38. Was ich mich ja immer wieder frage ist, was ein Kirchentag bzw. was Kirche und Religion überhaupt mit der Welt zu tun haben sollen. Das habe ich zeitlebens nie verstanden. Wobei ich nie etwas dagegen hatte, dass dort vor allem junge Leute ein Gemeinschaftserlebnis pflegten.

    Weshalb benötigt man für eine „reflektierte Auseinandersetzung mit der Realität“ eine Religion? Eine Religion könnte doch höchstens wieder nur Dogmen für das Reflektieren setzen (wie es ja sämtliche säkularen Ersatz-Religionen auch tun) oder sich nur um Gott kümmern, was dann aber nichts mit der Welt zu tun hätte.
    Um zu sehen, dass der Kirchentag gegenüber den Problemen der Welt eine selige Einfalt zur Schau stellt, die mit dem linksgrünen Zeitgeist identisch ist, muß ich mich nicht auf die Bibel berufen, auch wenn die natürlich in fast allen allgemeinen Aussagen über die Welt besser liegt als das affektive linksgrüne Irresein.

  39. Muss für mich sagen, dass ich mich „Gemeinschaftserlebnissen“, außer vielleicht am Tresen, lieber enthalte.
    Die „Nürnberger Parteitage“ der NSDAP, die „Deutschlandtreffen“ der FDJ, Parteitage mehr oder weniger demokratischer Parteien, Kirchentage, Vertriebenentreffen, DGB-Kongresse und selbst Rock-Festivals empfinde ich – auch aus historischer Perspektive – einfach als peinlich.
    Diese Massenveranstaltungen sind IMMER von totalitärem Geist durchweht.
    Der beste Satz im Cicero-Artikel zum gerade verrichteten evangelischen Kirchentag ist der: „Hier wird demonstrativ eine selige Einfalt zur Schau getragen, die jede reflektierte Auseinandersetzung mit der Realität schon als moralisch minderwertig brandmarkt.“ Diese offensiv zelbrierte Naivität ist übrigens DIE Verbindung zu den GRÜNEN, die genau DAS „politisch“ zum Ausdruck bringen…
    Dabei sind die naiven Werte natürlich wohlfeil, da es niemanden gibt, der/die „für Bomben“ oder „gegen Gerechtigkeit“ oder „gegen Solidarität“ ist. So etwas kommt, wenn man den kleinsten gemeinsamen Nenner zum Maßstab erhebt.
    Traurig ist, dass der Protestantismus heute seine eigentlichen Werte und seine historische Bedeutung – vor allem Eigenverantwortung, individuelle Freiheit (inkl. Glaubensfreiheit), Leistungsbereitschaft und gesellschaftliche Mitwirkung – über Bord geworfen hat, dafür aber gegenüber gesellschaftsauflösenden Kräften von links und seitens des Islam devot und selbstverleugnend auftritt.
    „Charakteristisch für den gegenwärtigen Augenblick ist es jedoch, daß die gewöhnliche Seele sich über ihre Gewöhnlichkeit klar ist, aber die Unverfrorenheit besitzt, für das Recht der Gewöhnlichkeit einzutreten und es überall durchzusetzen“, schrieb Ortega Y Gasset. Und Gustave Le Bon schrieb 1911: „Die Entscheidungen von allgemeinem Interesse, die von einer Versammlung hervorragender, aber verschiedenartiger Leute getroffen werden, sind jenen, welche eine Versammlung von Dummköpfen treffen würde, nicht merklich überlegen. Sie können in der Tat nur die mittelmäßigen Allerweltseigenschaften vergemeinschaftlichen. Die Masse nimmt nicht den Geist, sondern nur die Mittelmäßigkeit in sich auf. Es hat nicht, wie man so oft wiederholt, die ‚ganze Welt mehr Geist als Voltaire‘, sondern Voltaire hat zweifellos mehr Geist als die ‚ganze Welt‘, wenn man unter dieser die Masse versteht.“

    Was den „Geldkapitalismus“ berifft, noch ein weitsichtiges Zitat von Oswald Spengler (ca. 1920): „Versteht man unter Demokratie die Form, welche der dritte Stand als solcher dem gesamten öffentlichen Leben zu geben wünscht, so muß hinzugefügt werden, daß Demokratie und Plutokratie gleichbedeutend sind. Sie verhalten sich wie der Wunsch zur Wirklichkeit, wie Theorie zur Praxis, wie die Erkenntnis zum Erfolg. Es ist das Tragikomische an dem verzweifelten Kampf, den Weltverbesserer und Freiheitslehrer auch gegen die Wirkung des Geldes führen, daß sie es eben damit unterstützen.“

  40. #18 schmibrn

    Diese protestantischen “Kirchen” haben kaum etwas mit der Kirche Christi zu tun. Man könnte ebenso gut auf eine Veranstaltung der Grünen/innen, der Jusos oder auf ein anderes Polit-Event von Sozialisten gehen.

    Sehe ich genau so wie Sie.
    Allerdings sieht es bei der katholischen Kirche mittlerweile nicht anders aus.

  41. #48 0Slm2012 (09. Mai 2013 18:18)

    Unter „Gemeinschaftserlebnissen“ verstehe ich die Kirchentage, so wie ich sie früher wahrgenommen habe. Da trafen sich junge Leute aus aller Welt, haben musiziert, diskutiert, Bekanntschaften geknüpft. Das fand ich OK. was da an Religion ablief hat mich nicht interessiert und auch mir sind solche Gemeinschaftserlebnisse nicht gegeben, aber so wie das damals war, fand ich das OK. Besser als Randale dachte ich immer, in Abgrenzung zur bereits damals existierenden geistigen linken Randale. Auch wenn der damalige Papst die Massen elektrisierte dachte ich so. Besser als geistige und andere Randale. Und die Kirchentage sind wahrscheinlich immer noch besser als linke Randale, auch wenn die geistige linksgrüne Randale der Führungskader dort immer schlimmer und primitiver wird.

  42. Die Reformation war eine gute Sache. Die katholische Kirche hat sich immer weiter von den Lehren der Bibel entfernt. Luther hat auch richtig erkannt, dass der Glaube eine Sache zwischen dem Individuum und Gott ist und keiner weiteren Instanz dazwischen Bedarf. Bis heute ist die katholische Kirche nicht in der Lage zu erkennen, dass die Anbetung von Heiligen ein klarer Verstoß gegen das erste Gebot ist. Und wie Ernst kann die katholische Kirche noch genommen werden, wenn der Vatikan offiziell erklärt, man dürfe sich sich nicht auf ein Buch berufen, dass über 2000 Jahre alt ist (die Bibel)? Letzteres geschah in Bezug auf Israels Existenzrecht, dass sich auch relgiös aus der Bibel ableiten lässt.

    Davon abgesehen gebe ich zu, dass auch ein Großteil der evangelischen Kirche in Deutschland mit der eigenen Religion nur noch wenig zu tun hat. Gleichmacherei und Verweltlichung sind in vielen Gemeinden gang und gebe. Ich erinnere mich daran, dass mein letzter Religionslehrer – ein evangelischer Pastor – erzählte, er glaube an ein göttlichen Geist, der in allen Religionen vorhanden ist. Die Kriegsaufrufe im Koran seien nur auf Mekka bezogen, weil man Mohammed dort vertrieben hat. Im Grunde sei der Islam ja friedlich. Aber zum Glück gibt es auch noch evangelische Kirchengemeinden, in denen die Pastoren ihren Glauben bewahrt haben.

  43. @
    #8 Kaleb

    …..Anders ist es auch nicht zu erklären, dass Muslime auf dem Kirchentag ganz offiziell zur Pilgerfahrt (Hadsch) werben konnten und ihren Propheten Mohammed öffentlich zitierten und ein muslimischer Vorbeter minutenlang in “arabischen Sprechgesang” aus dem Koran die Kirchentagsbesucher beschallen durfte. Das Publikum spendete ihm daraufhin Beifall. Der islamische Theologe kommentierte den Beifall wie folgt: “Das ist eigentlich nicht üblich, aber auf einer solchen Veranstaltung wie dem Kirchentag ist das kein Problem.”

    Wenn dies den Kirchentag kein Problem war, dann könnte es sein, dass der Kirchentag und seine Vertreter ein Problem mit dem Gott der Bibel bekommen, wenn sie im obigem Sinn weitermachen.

    Denn Jesus wird zwar im Koran erwähnt, aber dies ist ein anderer Jesus als in der Bibel.

    Denn nach dem Koran begeht jeder, der bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, eine furchtbare Blasphemie und wird von Allah verflucht.

    Nach der Bibel ist Jesus dagegen Immanuel = Gott mit uns; Gott, der Mensch wurde, um alle Menschen durch sein Opfer zu retten.

    Zusammengefasst:
    Die Bibel lehrt, dass Jesus der Sohn Gottes ist.
    Die Bibel lehrt, dass Jesus Gott ist.
    Die Bibel lehrt, dass Gott unser Vater ist.

    In der Bibel sagt Gott zu Israel unmissverständlich: “Ich bin der HERR und außer mir gibt es keinen Retter!”

    Jesus war Gott im Fleisch — Emmanuel — und außer Ihm gibt es keinen Retter. Gott der Retter wurde der Gott Mensch Jesus, oder auf Hebräisch: “Yeschua,” “Gott ist die Rettung.”

    Der Islam hingegen leugnet all dies.

    Und wie schon gesagt, der Koran (Koran 9,3) verflucht buchstäblich jeden Menschen, der glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

    Nach der Bibel kehrt Jesus wieder zurück, um auf der Erde sein Friedensreich zu errichten, (u.a. Apostelgeschichte 1, 6-11).

    Nach dem Koran kehrt Jesus auch wieder auf die Erde zurück.
    Aber
    – er kehrt als Muslim wieder auf die Erde zurück
    – er klagt alle Menschen an, die nicht zum Islam konvertiert sind
    – er kehrt zurück zum Kampf gegen Israel
    – er bringt alle Christen und Juden um, wenn sie nicht zum Islam konvertieren

    Die Aufschrift an der Moschee auf dem Felsendom in Jerusalem lautet: “Fern ist es von Allah, dass er einen Sohn hat.”

    Der Islam erträgt nicht die Wahrheit, dass Jesus der Sohn Gottes ist.

  44. Die Entscheidungen von allgemeinem Interesse, die von einer Versammlung hervorragender, aber verschiedenartiger Leute getroffen werden, sind jenen, welche eine Versammlung von Dummköpfen treffen würde, nicht merklich überlegen. Die Masse nimmt nicht den Geist, sondern nur die Mittelmäßigkeit in sich auf.

    Ja das ist leider in einer Demokratie unvermeidlich. Der Zustand in dem sich die Gesellschaft befindet ist also der Demokratie inhärent. Jedenfalls dann, wenn Alle im Sinne der Sklavenmoral an der Demokratie teilhaben können. Dann kann eben Göring-Eckart gleichberechtigt gegen einen Prof. Lucke (oder andere) auftreten. Es müßte eine Herrenmoral geben; die so etwas im Vorfeld ausschließt. Aber wie soll das gehen, wenn die Moderatoren solcher Sendungen ebenfalls nur auf Basis der Sklavenmoral ihr Geld verdienen?

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