Die Zwei-Staaten-Lösung: Eine tödliche Falle

US-Außenminister John Kerry im Gespräch mit Israels Präsident NetanjahuJohn Forbes Kerry wurde am 1. Februar 2013 als 68. Außenminister der Vereinigten Staaten vereidigt. Kerry ist im Moment gerade dabei, zu seinem fünften Besuch seit seinem Amtsantritt in Israel und bei der sogenannten „Palästinensischen Autonomiebehörde“ aufzubrechen, um sich für eine Zweistaatenlösung stark zu machen.

(Von Victor Sharpe / Original: „The Two-State-Solution: A fatal trap“ auf canadafreepress.com via israpundit.com / Übersetzung: Klaus F.)

Aber dies ist nur ein weiterer widerwärtiger Euphemismus für etwas, das in der Realität die letztendliche Zerstörung des rekonstituierten jüdischen Staates und die Auslöschung seines Volkes durch eine moslemische Welt herbeiführen wird, die niemals eine nichtmoslemische Nation akzeptieren wird und bis in alle Ewigkeit Krieg gegen sie führen wird — das Dar al-Harb — bis sie vollständig zerstört ist. Das ist, was der Islam von seinen Anhängern verlangt. Erinnern Sie sich an jenen anderen üblen Euphemismus — die Endlösung? Dabei gibt es keinen Unterschied, was das Endergebnis für die Juden betrifft. Die „Endlösung“ der Nazis diente zur Einleitung des Holocaust. Die „Zweistaatenlösung“ leitet die letztendliche Zerstörung des jüdischen Staates ein.

Natürlich würde die moralisch verkommene öffentliche Meinung der Welt, wenn Israel seine berechtigte Ablehnung der Zweistaatenlösung erklärte, eine solche wahrheitsgemäße Aussage als hetzerisch betrachten, und es würde garantiert einen weiteren palästinensisch-arabischen Ausbruch von Gewalt und Blutvergießen (von den Arabern mit dem Begriff „Intifada“ gewürdigt) provozieren. Aber ist das nicht, was auf den Straßen von Judäa und Samaria (der West Bank) passiert mit den fast täglichen Greueltaten, begangen von arabischen Gangstern gegen jüdische Zivilisten?

Die über 3000 Jahre alten hebräischen und biblischen Namen Yehuda and Shomron (Judäa and Samaria) sind dem Kernland des modernen wiedergeborenen jüdischen Heimatlandes gegeben. Aber eine übelwollende Welt zieht es vor, das Gebiet die West Bank zu nennen; der lediglich 19 Jahre alte jordanische Name angewandt auf das Land, nachdem es und große Teile von Jerusalem zwischen 1948 und 1967 illegal besetzt worden waren.

Die jordanisch-arabische Legion begann unmittelbar nach dem Überfall und der Besetzung des Territoriums damit, jüdische Gräber auf dem Ölberg zu schänden, die Grabsteine zum Bau von Latrinen für ihre Truppen zu verwenden, 57 antike Synagogen und heilige Stätten zu zerstören, und jüdische Bewohner aus ihren Dörfern und historischen Häusern in Jerusalems Altstadt gewaltsam zu vertreiben.

Als ein guter Freund hat Robert Vincent einen offenen Brief an die Israelis geschrieben: „Die Welt muß erfahren, daß Jordanien — ein Land benannt nach einem Fluß, nicht nach einem Volk — der wahre Palästinenserstaat ist mit seiner palästinensisch-arabischen Bevölkerungsmehrheit. Die Welt muß erfahren, daß die Palästinenser nur durch demokratische Reformen in Jordanien wirklich über ihr eigenes Schicksal bestimmen können in einer eigenen Heimat, die lebenswert ist. Die Welt muß erfahren, daß, wenn die palästinensischen Araber darauf bestehen, in Judäa/Samaria zu leben, das aus der Sicht der Menschenrechte in Ordnung ist, sie können das tun, aber nur unter israelischer Jurisdiktion und Souveränität. Falls sie es vorziehen, in einem ‚palästinensischen Staat’ zu leben… dann können sie nach nebenan ziehen.“

Mit anderen Worten, jeder, der Geschichte kennt, der weiß, daß Jordanien auf vier Fünfteln dessen sitzt, was bis 1922 das gesamte Völkerbundsmandat für Palästina darstellte. Die Araber, die sich selbst Palästinenser nennen, besitzen bereits de facto einen Staat auf der Ost-Bank des Flusses Jordan, der in seiner Größe das winzige Israel wie einen Zwerg aussehen läßt. Es existiert also in Wirklichkeit bereits seit 91 Jahren eine Zweistaatenlösung.

Nach Berichten der Israel National News „sind die Friedensgespräche zwischen Israel und der PA 2010 nicht wegen Israel zusammengebrochen. Sie sind zusammengebrochen, weil sich der PA-Vorsitzende Mahmoud Abbas weigerte, mit Israel zu verhandeln, obwohl es seinen Vorbedingungen zugestimmt hatte und den Siedlungsbau in Judäa, Samaria und Ostjerusalem für 10 Monate eingefroren hatte. Stattdessen fuhr er fort, weitere Vorbedingungen für Gespräche mit Israel zu stellen, einschließlich der Forderung, daß Israel Terroristen freilassen müsse, die vor 1993 inhaftiert worden waren, den Siedlungsbau ein weiteres Mal einfrieren müsse, und sogar eine Karte des zukünftigen Palästinenserstaates präsentieren müsse, bevor auch nur irgendwelche Verhandlungen stattfinden könnten.“ Aber die Realität ist, daß Abbas keinen Staat Seite an Seite mit Israel will: Er will einen Staat an der Stelle von Israel. Das ist der Grund, warum atemberaubend großzügige — nein, selbstmörderische — israelische Angebote immer wieder zurückgewiesen werden.

Kerry hat jetzt diese beschämende und zutiefst ungerechte Forderung wieder hervorgewürgt, daß „Israel den Siedlungsbau östlich der Waffenstillstandslinie von 1949 einfriert, damit die Gespräche wiederaufgenommen werden können.“ Premierminister Netanyahu hat auf diesen Vorschlag nicht geantwortet, noch sollte er. Schließlich sind die Araber andauernd dabei, das Land mit illegalen Bauten zu ersticken, und die Welt verharrt in tödlichem Schweigen dazu. Nur wenn eine israelische Familie es wagt, ihrem winzigen Heim einen weiteren Raum hinzuzufügen oder wenn einige neue Apartments innerhalb des angestammten Heimatlandes oder in Israels Hauptstadt Jerusalem gebaut werden, dann schreit dieselbe Welt Zeter und Mordio!

Minister Kerry schlägt sogar vor, vier Milliarden Dollar an Geld der US-Steuerzahler als Soforthilfe an die Araber zu geben, die sich selbst Palästinenser nennen, aber wie Yoram Ettinger, pensionierter israelischer Botschafter und führender Demograph, geschrieben hat:

„Kerry übersieht die Auswirkungen der 400 Millionen Dollar an jährlichen US-Hilfen, die ein Allzeithoch an palästinensischer Korruption befeuert hat (Mahmoud Abbas’ Spitzname ist „Mr. 20%“), Erziehung zum Haß, Terrorismus, Hetze gegen die USA, Unterdrückung allgemein und im besonderen Diskriminierung gegen Christen, und die palästinensische Affinität zu Amerikas Feinden und Gegenspielern: Bin Laden, Saddam Hussein, Rußland, China, Nordkorea, Venezuela, Kuba und Iran. Die PA folgt in den Fußstapfen vorausgegangener arabischer Führer, die sich an die Seite der Nazis stellten, des kommunistischen Blocks und Khomeinis.

Warum stellen nicht die arabischen ölproduzierenden Länder der PA vier Milliarden Dollar zur Verfügung, was sie sich ganz leicht leisten könnten angesichts ihrer robusten Wirtschaft bei 100 Dollar pro Barrel? “

Vor einiger Zeit schrieb ich einen Artikel mit dem Titel „Joseph Trumpeldors Botschaft“. Darin erzählte ich die Geschichte von einer der überragenden Figuren der zionistischen Sache; wobei mit Zionismus die Selbstbestimmung des jüdischen Volkes und seine nationale Befreiungsbewegung gemeint ist.

Geboren 1880, wuchs Joseph Trumpeldor in der kleinen Stadt Pjatigorsk in der Kaukasus-Region von Rußland auf. Der Vater des jungen Joseph wurde 25 Jahre zuvor in die zaristische Armee zwangsrekrutiert. Dies war die grausame Politik, die von einer Reihe von Zaren implementiert wurde, die hofften, daß die Länge der Zeit fern von Heimat und Familie jegliche jüdische Identität in den unglücklichen Soldaten auslöschen würde. Aber Joseph Trumpeldors Vater blieb fest in seinem Glauben und der Liebe zu seiner jüdischen Herkunft. Dies erwies sich als bedeutender Einfluß auf den jungen Joseph.

1920 kam Trumpeldor, dessen militärisches Können und Heldenmut während des russisch-japanischen Krieges, in welchem er einen Arm verloren hatte, ihn zu einer legendären Figur gemacht hatte, in einem winzigen umkämpften Außenposten im oberen Galiläa an. Der Ort nannte sich Tel Hai, was aus dem Hebräischen übersetzt Hügel des Lebens bedeutet. Tel Hai befand sich seit einiger Zeit unter schwerem Beschuß durch eine große Zahl von Angreifern aus der benachbarten arabischen Siedlung Hulsa. Trumpeldor geriet selbst unter Feuer und begann unverzüglich damit, die Verteidigung von Tel Hai zu organisieren.

Konfrontiert mit unaufhörlichem Bombardement von überlegener Feuerkraft und häufigen Angriffswellen fielen die Verteidiger einer nach dem anderen. Und an einem galiläischen Frühlingstag im frühen März fiel Trumpeldor selbst tödlich verwundet, bis zum Ende kämpfend.

Seine letzten Worte waren in hebräisch: „Ein davar. Tov lamut be’ad artzenu.“ Übersetzt auf deutsch: „Macht nichts. Es ist gut, für unser Land zu sterben.“

Joseph Trumpeldors Grab liegt nahe Tel Hai, heute eine Gedenkstätte, die an Kfar Giladi angrenzt. Nicht lange nach seinem heldenhaften Tod wurde ein jüdisches Dorf am Fuße der Gilboa-Berge wiedergeboren, wo 3000 Jahre zuvor andere jüdische Militärhelden, König Saul und sein Sohn Jonathan, so geliebt von seinem Freund David, im Kampf gegen einen antiken Feind fiel. Jenes Dorf wurde zu Trumpeldors Ehren benannt in Tel Yosef.

Also was würde wohl heute Trumpeldors Botschaft an den bedrängten jüdischen Staat sein? Es wäre wahrscheinlich diese: Kämpft, kämpft, und nochmal, kämpft. Selbstbeschränkung funktioniert niemals angesichts eines unerbittlichen Feindes. Baut, baut, und nochmal, baut überall im angestammten Heimatland.

Sich in selbstauferlegten Baustops hinzugeben, um Feinde zu besänftigen, und sogenannte Freunde ebenso, während der arabische Feind ungestraft Tausende von illegalen Gebäuden errichtet, ist Wahnsinn.

Verteidigt Israel, denn die Aussicht, das kostbare Heimatland erneut zu verlieren und zu den Schrecken des Exils zurückzukehren, ist jenseits der Vorstellung.

Ähnlich äußert sich Yigal Alon, der in der Ausgabe vom Oktober 1976 von Foreign Affairs unter dem Titel „Israel: Das Argument für die Grenzverteidigung“ die entscheidenden Fehler in den zum 4. Juni 1967 existierenden Waffenstillstandslinien hervorhebt — dieselben Linien mit nur kleinen Verschiebungen, auf die John Kerry den jüdischen Staat schrumpfen lassen würde. Ein solcher Rückzug widerspricht völlig der Bedeutung der UN-Resolution 242. Wie Alon schrieb: „Für Israel würde eine militärische Niederlage die physische Auslöschung eines großen Teils seiner Bevölkerung und die Eliminierung des jüdischen Staates bedeuten. Einen einzigen Krieg zu verlieren würde bedeuten, alles zu verlieren.“

Ohne das Hügelland zu behalten, das wie ein Rückgrat von Norden nach Süden durch Judäa und Samaria verläuft, wird Israels bemitleidenswert enger, ganze 9 Meilen weiter Küstenstreifen, der Netanya, den Flughafen Ben Gurion und Tel Aviv umfaßt, der Gnade der palästinensisch-arabischen Brutalokratie ausgeliefert, genauso wie die südisraelischen Städte und Dörfer die unaufhörliche Aggression aus dem Hamas-besetzten Gazastreifen erdulden. Das ist der Grund, warum die Zweistaatenlösung, mit der die EU, die UN, die Obama-Regierung und ein Großteil der Welt hausieren gehen, eine neue Endlösung einleiten wird.

John Kerry arbeitet zur Freude von Präsident Barack Hussein Obama, dessen freundschaftlicher Kontakt zur moslemischen Welt ein vollkommenes Desaster für den Westen gewesen ist, für die Freie Welt und besonders den Staat Israel. Obama hat mehr als nur wahrscheinlich Israel die letzten fünf Jahre effektiv daran gehindert, die existentielle nukleare Bedrohung auszuschalten, die von dem genozidalen iranischen Regime für den jüdischen Staat ausgeht. Kerrys Boss hat eine rote Linie nach der anderen wie unsichtbare Tinte verschwinden lassen.

Aber es ist die arglistig betrügerische palästinensische Rhetorik, auf die die Welt hereingefallen ist, die sich am schädlichsten auf Israels Erscheinungsbild auswirkt. Sie läßt die uninformierte Welt die Falschheit des arabischen Volkes annehmen, das sich selbst Palästinenser nennt, und erzeugt eine Atmosphäre, in der der bedrängte jüdische Staat in ungerechter und grotesker Weise verteufelt wird und erlaubt solch verderbten Bewegungen wie der „Boycott, Divestment and Sanctions“ (BDS) genannten Organisation, ihre Drecksarbeit fortzusetzen (PI berichtete).

Daß der Konflikt kein Territorialstreit ist, sondern auf der moslemischen Weigerung, einen jüdischen Staat zu akzeptieren, wie auch immer seine Grenzen sein mögen, auf Territorium einst erobert und besetzt unter dem Banner des Islams, geht den Funktionären nicht in die Köpfe, die die internationalen Korridore der Macht bewohnen. Und traurigerweise verweigern sich zu viele israelische Führungspersonen dem Offensichtlichen und ziehen es vor zu glauben, die Araber, die sich selbst Palästinenser nennen, könnten jemals etwas anderes sein als immerwährende Judenhasser. Die meisten Diplomaten, mit wenigen Ausnahmen, hängen immer noch der Illusion an, daß territoriale Kompromisse die arabische und moslemische Welt zufriedenstellen würden. So wird wieder und wieder diese diskreditierte Leiche bekannt als die Zweistaatenlösung exhumiert und als die Standard-Ausweichlösung präsentiert.

Und dies ist derselbe selbstmörderische Plan für Israel, den der gegenwärtige Außenminister, auf Geheiß von Präsident Obama, nun zum fünften Male vorbringt.

Es war Albert Einstein, der sagte: „Die Definition von Irrsinn ist, ein und dasselbe wieder und wieder zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“

(Foto: US-Außenminister John Kerry im Gespräch mit Israels Präsident Netanjahu)