Herbert Lüthy (1918 – 2002) war ein großer Schweizer Publizist und Historiker. 1952 veröffentlichte er einen Reisebericht mit dem Titel „Nordafrikanische Impressionen“. Darin unterhält er sich an einer Stelle mit Kalif Storch aus Wilhelm Hauffs Märchen, dem das Zauberwort „Mutabor“ (lat. „ich werde verwandelt werden“) entfallen ist. Lüthy weiß genau, daß der Islam nicht verwandelt wird und sich nicht wandelt:

Lüthy nennt dem Storch das Zauberwort, darauf:

«Ach ja, ich weiss», sagte er. «Das ist lange her, ich hatte es fast vergessen. Danke für die gute Absicht, aber ich brauche dein Wort nicht. Es taugt nichts.»

«Es taugt nichts? Wollen Sie denn nie mehr Kalif werden? Wollen Sie immer ein Storch bleiben, Majestät?»

«In scha’Allah», sagte er und verstummte wieder. Nach einer Weile fügte er milde bei: «Du verstehst das nicht, Fremdling. Das Wort taugt wirklich nichts. Es ist eines eurer lateinischen Worte. Was soll ich, Nachkomme des Propheten, mit einem Wort in der Sprache der Roumis? Wir haben das Buch, und das Buch ist die Wahrheit; dieses Wort aber steht darin nicht. Nur wer mit den Worten des Buches redet, der redet die Wahrheit, und wer die Wahrheit redet, ist immer glücklich, als Storch wie als Kalif. Wer mit andern Worten redet, weil er die Worte des Buches nicht weiss, mit eigenen Worten oder mit den Worten der Ungläubigen, der redet Lüge und Dummheit und ist immer unglücklich, hätte er auch hundert Paläste und hunderttausend Weiber darin. Du verstehst das nicht. Behalte dein Wort, es ist ein Wort der Ungläubigen.»

«War der Zauberer ein Roumi?» fragte ich.

Er antwortete nicht. «Das Wort ist sündig in jeder Sprache», knarrte er endlich. «Es bedeutet: ‹ich will mich wandeln›. Ich habe jahrhundertelang nachgedacht, wie ich es in der Sprache des Propheten sagen könnte. Das Buch kennt das Wort ‹sich wandeln› nicht, und die Sprache des Buches hat kein Wort dafür. Denn es kommt nicht nur aus der Sprache, es kommt aus dem Geist des Ungläubigen. Wer sich wandeln will, empört sich gegen den Willen Allahs, der unabänderlich ist, und wer sich gegen den Willen Allahs empört, der ist immer unglücklich.»

«Grosser Kalif», sagte ich, «glaubst du nicht, dass das Wort seinen Nutzen hat? Dass du als Storch im Tale Schellah glücklich bist, will ich dir glauben. Aber was ist aus deinem Reich und deinen Gläubigen geworden? Zu deiner Zeit, oh Chasid, war alle Kunst und Wissenschaft und Technik euer, alle Schätze der Chaldäer und Syrer und Griechen, der Mathematiker und Philosophen und Astrologen waren auf eurem Siegeszug dem Propheten untertan geworden. Bei uns im Westen aber hauste der Barbarenkönig Karl, den wir den Grossen nennen, weil er mühselig buchstabieren zu lernen versuchte, ohne damit je bis ans Ende des Alphabets zu kommen, und sich in seiner Unwissenheit für einen römischen Kaiser hielt. Das ist lange her, wie du sagst, mehr als tausend Jahre. Seitdem hat sich das Abendland gewandelt, und es hat die Welt verwandelt, ihr aber seid versteinert, weil ihr das Wort weder hattet noch haben wolltet.
Was hat denn euer grosser Islam seit dem Mittelalter hervorgebracht: ein paar Eroberer, deren Eroberungen nicht vorhielten; ein paar Tyrannen, die sich von fremden Sklaven Paläste und Moscheen bauen liessen; viele Seeräuber und noch viel mehr Teppichhändler. Was weiter? Nicht ein Kunstwerk – nichts als Kunsthandwerk, die ewig gleichen Dekorationen, Arabesken und Schnörkel, die jeder Anstreicher nachmachen kann; nicht ein Gedanke, nicht eine Idee, nicht eine Persönlichkeit, die der Erinnerung wert wäre. Sogar eure Heiligen sind Heilige nicht durch ihre Werke und ihre Einsicht, sondern durch ihre gefälschten Stammbäume, mit denen sie sich als Nachkommen des Propheten ausgeben. Eure Theologen und Rechtsgelehrten sitzen weiter in ihren Medersas und legen den Koran aus, und sie sind damit nicht weitergekommen als zu deiner Zeit. Sieben Jahrhunderte Versteinerung, in der sich nichts regt. Noch heute regt sich nichts – nichts als die Macht der Zahl, mit der ihr euch geltend macht, seit dank unserer Medizin nicht mehr vier von fünf eurer Kinder im Kindbett sterben. Da macht ihr euch nun gross, nicht mit Werten, sondern mit der Masse. Fehlt euch nicht wirklich das Wort Mutabor?»

Er hätte mich noch lange reden lassen, ungerührt. Nun knatterte er verächtlich.

«Du redest von Dingen, die du nicht verstehst, weil du die Wahrheit nicht weisst. Wir haben die Wahrheit, was brauchen wir Werke, Ideen, Erfindungen und Einfälle? Einfälle hat, wer sucht, und wer die Wahrheit hat, sucht nicht. Hat sich die Wahrheit seit tausend Jahren geändert? Nein. Warum also sollten wir uns ändern? Wir brauchen dein Wort nicht, Fremdling. Behalte es. Es taugt nichts.»

(Hier der ganze Text von 1952 in der lesenswerten Reportage aus Nordafrika. Und da weitere interessante Essays von Herbert Lüthy!

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25 KOMMENTARE

  1. Dieser Artikel ist eine Perle. Im Nachkriegsdeutschland wurden alle Nazilehrer vom Schuldienst entfernt und man wurde (Wie ich)im Sinne der Kant´schen Aufklärung und Humanismus erzogen.

  2. Mein Vater(†) hat auch schöne Geschichten erzählt von einer der aufregendsten Zeiten seines Lebens in Nordafrika. Als frisch studierter Physiker durfte er an einigen Forschungsprojekten teilnehmen, eines führte ihn 1962/63 für mehrere Monate nach Ägypten, um dort Richtfunkstrecken zu bauen. Vieles wurde damals noch improvisiert, z.B. Parabolantennen mit Hilfe eines einheimischen Kupferschmieds hergestellt usw. Autotouren wurden gemacht, einmal nach Westen die Küste lang bis fast ganz durch ans andere Ende von Libyen, und die Heimreise auch komplett mit dem Auto durch die ganzen arabischen Länder und die Türkei zurück nach Europa. Und nur die allerfreundlichsten Worte zu berichten gehabt über die Menschen dort, überall. Überhaupt nicht mehr vorstellbar heute, und nicht absehbar wann jemals wieder möglich. Es ist zum Heulen.

  3. Der volle Kontrast:

    Jesus in Johannes 10,10:
    Der Dieb kommt nur, um die Schafe zu stehlen und zu schlachten und um Verderben zu bringen.
    Ich aber bin gekommen, um ihnen Leben zu bringen – Leben in ganzer Fülle.

    Ich liebe Jesus!

  4. Glänzende Gedanken, eingewoben in eine Geschichte, deren Anfang glatt aus 1001 Nacht stammen könnte, wenn sie nicht von einem deutschen Märchenerzähler erfunden worden wäre. Und ja, das Hauffsche Happy End gefällt mir besser. Das Unhappy End von Lüthy passt allerdings besser zum Islam.

  5. Hier eine schöne Münchner Realsatire zum Frauen-Badetag (oder Muslima-Badetag ?)Es zeigt wie aus Separation Integration herbeigeredet werden soll.
    http://www.harlaching.de/Texte/Frauenbadetag.htm

    Trennen wir doch weider die Geschlechter in allen Lebenslagen und nach Konfessionen, damit es ein auseinander statt miteinander gibt.

    In Saudi Arabien sind die schon viel innovativer und errichten Städte nur für Frauen:http://www.spiegel.de/politik/ausland/saudi-arabien-plant-arbeitsstaedte-nur-fuer-frauen-a-849718.html

    Leider hab ich den Eindruck dass Integration mit Separation und Segregation verwechselt wird. Moscheebau, islamischer Religionsunterricht, illegale Schariarichter etc. sind Ausdruck islamischer Parallelgesellschaften aber sicher nicht von Integration.

  6. Bei uns im Westen aber hauste der Barbarenkönig Karl, den wir den Grossen nennen, weil er mühselig buchstabieren zu lernen versuchte, ohne damit je bis ans Ende des Alphabets zu kommen, und sich in seiner Unwissenheit für einen römischen Kaiser hielt.

    Das ist Verläumdung pur. Karl der Große initiierte eine Blüte der Wissenschaften (Karolingische Renaissance) und war selber in der Komputistik bewandert. Ließ sich und seine Familie unterrichten.

    man lese hierzu Wikipedia ….

  7. Interessant, wie völlig verschiedene, ja gegensätzliche Menschen immer wieder zu ähnlichen Auffassungen über den Islam und seine Welt gelangen. Man vergleiche etwa mit dem Fazit, das Oriana Fallaci am Ende von „Die Kraft der Vernunft“ zieht. Oder mit dem Resümee G.E. von Grunebaums zum Schluß von „Der Islam im Mittelalter“:

    Die Stärke des Islam liegt in der Rundung der Persönlichkeit, die er auf seinem Höhepunkt herbeizuführen mag. Rundung bedeutet nicht Universalität, noch schließt sie jene Unmittelbarkeit in der Beziehung zu Denken und Empfinden ein, die der Persönlichkeit des Griechen solche Farbigkeit verleiht. Der Muslim aber besitzt eine gewisse Ruhe, eine Würde und ein Gleichgewicht, die sich nur als das Ergebnis einer statischen Auffassung der idealen Welt und der idealen Gesellschaft entwickeln konnten. Der Westen ist bereit, die Gegenwart der Zukunft zu opfern. Es verlangt uns weniger nach einem guten Leben für uns selbst als nach einem besseren Leben für unsere Nachkommen. Wir erkennen den hohen Wert des Wandels an, weil wir uns vor Stockung fürchten; Stockung bedeutet uns nicht allein Tod, sondern Verrat an unserer eigentlichen und einzigen Aufgabe, der Aufwärtsführung des Menschengeschlechts. Eine derartige Lebensauffassung gebietet ständige Anpassung an neue Bedingungen. Zwar bleibt das letzte Ideal der Vollkommenheit unverändert; doch die Hilfsideale des Augenblicks, die mehr Mittel als Selbstzweck sind, zwingen zu ständiger Neuausrichtung. Wir mühen uns, ohne auszusetzen, und die Anstrengung des Kampfes, der uns bergan führt und von dessen siegreicher Beendung wir durchdrungen sind, wenn wir nur lange genug ausharren, ist die wahre Befriedigung, die wir dem Leben abgewinnen.
    Des Muslims Welt aber ruht, und er ruht in ihr. Seine Unmittelbarkeit zu Gott und seine Hinnahme der göttlichen Ordnung sind während des Mittelalters nicht ernsthaft in Frage gezogen worden. Resignation und Unterwerfung dem Unvermeidlichen gegenüber und das Abdanken der forschenden Vernunft vor dem Unerforschlichen wurden mit dem Bewußtsein belohnt, vollkommen und natürlich in die große vorbestimmte Ordnung der Dinge zu passen, die die Menschheit ebenso umfasst wie die Genien, die Engel und die Sterne. Der Muslim kennt und akzeptiert die Grenzen des Menschen. Er ist sogar geneigt, des Menschen Fähigkeiten zu unterschätzen. Er findet sein Glück darin, sich nach dem Willen des Herrn zu stimmen, wie er sich ihm in der wundersamen Welt, die ihn umgibt, enthüllt. Gott hat genug der Wahrheit gewährt, zu verstehen, was des Verständnisses bedarf, und der göttlichen Weisheit zu vertrauen, wo das Verständnis sein Ende findet.

    Lüthy, Fallaci und Grunebaum beschreiben mit jeweils eigenen Worten ein und dasselbe Symptom: Stillstand.

  8. Es gibt sicher noch viel solcher Perlen, auch auf vielen anderen Gebieten der Geistes“wissenschaften“, bzw. von Gedanken außerhalb der Naturwissenschaften und der Mathematik.
    Damals gab es kein Fernsehen usw. die Leute waren gebildet, wenn sie die Schule verließen. Die haben sich individuell in das hineingekniet, was sie gemacht und gedacht haben. Sie konnten die Welt so beschreiben wie sie ist. Sie konnten sich als Elite fühlen und auch elitär verhalten und sie waren ja auch Elite. Nicht nur geistig. Ihre Vorlesungen wurden nicht von studierunfähigen Antifanten oder aonstwem gesprengt.
    Die Geisteswissenschaften waren noch nicht geschäftsmäßig organisiert vermasst (mir kommt der richtige Ausdruck nicht, obwohl er mir auf der Zunge liegt). Individualisten wie Alexis de Toqueville, Malthus, Macchiavelli, Nietzsche, Max Weber, Spengler, Gehlen, Carl Schmidt usw. (ja und unter diesem Aspekt auch Karl Marx) haben die (eigentlich) noch heutige gültigen Akzente gesetzt. Aber das alles ist im linksgrünen Antifa-Zeitalter zerstört. Viele der vergangenen Geistesgrößen (man vgl. damit z. B. Merkel oder Westerwelle usw.) wurden mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht. Einige mögen verstrickt gewesen sein. Warum und wieso und wie, wäre im übrigen zu analysieren. Der Nationalsozialismus hat sicher einen Teil seiner Kraft aus diesen Geistesgrößen gezogen. Er hat es nicht nur verfälscht. Die genannten Größen haben die Welt ja schon weitgehend korrekt analysiert und daraus auch Normen für Höchstleistungen abgeleitet.

    Leider kam die Katastrophe mit der (unfaßbaren) Judenvernichtung, der Verfolgung politisch Andersdenkender und der Angriffskrieg.
    Dadurch sind alle Denker, die davor die Welt so beschrieben haben wie sie ist, diskreditiert worden. Letztlich seit 68 in unbeschreiblicher linksgrüner Primitivität.

    Ob das jemals wieder zu reparieren ist, ist fraglich. Vielleicht wenn das was jetzt untergegangen ist und ein davon unbelasteter Neuanfang gemacht wird und die jetzige Horror-Phase nicht mehr präsent ist.

  9. Berlinistan live:

    Bei einem Einsatz in Kreuzberg gerieten Polizisten am Montagabend zwischen die Fronten und wurden selbst angegriffen. Gegen 19.30 Uhr war es nach ersten Erkenntnissen zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Ein 24-jähriger Mann wollte mit seinem Baby (6 Wochen) seinem Vater (50) den Oranienplatz überqueren. Dabei geriet er mit einem 27-Jährigen in Streit. Der 24-Jährige zog laut Polizeiangaben ein Messer und verletzte den 27-Jährigen oberflächlich an der Brust… Als die Polizei eintraf, um Anzeigen aufzunehmen, war die Situation bereits extrem angespannt. Die Beamten und die Familienangehörigen des flüchtigen Verdächtigen wurden aus der immer weiter anwachsenden Menge angeschrien und gestoßen. Um die Familie zu schützen, brachten die Polizisten sie in einem Polizeifahrzeug unter. Das Auto konnte aber nicht losfahren, weil sich Personen vor und hinter das Fahrzeug auf die Straße legten. Die Polizei musste Verstärkung rufen, weil die Lage immer mehr eskalierte. Zwischenzeitlich waren rund 200 Personen am Oranienplatz, immer mehr Mitglieder des Flüchtlingscamps und weitere Angehörige des verdächtigen Messerstechers kamen dazu. Aus der Menge flogen Steine und Flaschen auf die Beamten. Ein Täter entriss einem Beamten den Schlagstock…

    Es wurden einige Hanseln „kurzzeitig festgenommen“. Also alles wieder mal business as usual.

    Einige wenige Medien berichten korrekter: die Messerstecherei ging von einem Türken aus. Anschliessend Asylanten & Türken gegen Polizei.

    Hauptverantwortlich für die unhaltbaren Zustände am Oranienplatz: der GRÜNE Bürgermeister Schulz, der das alles nicht nur duldet sondern fördert. Eine entsprechende Strafanzeige (Gefährdung der öffentlich Ordnung und Sicherheit etc.) gegen diesen „Politiker“ ist überfällig!

  10. Wobei aber H?r?n ar-Rasch?d bei Scheherazade eher als lockerer Typ beschrieben wird, der gerne auch mal einen guten Wein soff und Fünfe gerade sein ließ. H?r?n stand übrigens im Briefwechsel mit dem Karl.

    Was jedoch die Beschreibung des Islams angeht, da liegt Lüthy völlig richtig.

  11. Die Versteinerung des Denkens setzte ein, als es der islamischen Orthodoxie gelungen war, den Glauben an den Koran, als „das Buch“(Sure 2, Vers 2), in die Herzen und Hirne der Muslime einzumeißeln.
    Dies führte dazu, dass das „Tor des Bemühens“ geschlossen wurde, geschlossen bis heute.

    Das sogenannte „Tor des Bemühens“ (arab. bab al-igtihad) gilt ab etwa 900 als geschlossen.
    Das „Tor des Bemühens“ meint den Weg eigenständiger Benutzung der Rechtsquellen und die unabhängige Urteilsfindung, vgl. Johann Christoph Bürgel: „Allmacht und Mächtigkeit, Religion und Welt im Islam“, C.H. Beck München 1991, Seite 111.
    Nach anderen Quellen wurde das eigenständige Denken in der Rechtsfindung bei den Sunniten mit dem Tode des islamischen Philosophen Al-Aschari (gest. 935), bei den Schiiten mit dem Tode von Ibn Babuya (gest. 991) bzw. mit dem Tode von Al-Tusi (gest. 1067) für beendet erklärt, vgl. hierzu den Artikel der Journalistin Layla Al-Atrash in der jordanischen Tageszeitung Al-Dustour vom 08.08.2005, übersetzt und verbreitet durch das “MIDDLE EAST MEDIA INSTITUTE” (MEMRI) http://www.memri.org
    Link zur Geschichte der Entwicklung von igtihad /ijtihad/idschihat:
    http://www.hf-fak.uib.no/institutter/smi/paj/Vikor.html
    (engl.)
    Mit der Schließung des „Tores des Bemühens“ kam aber nicht nur die innovative Rechtsauslegung zum Stillstand, sondern in den Folgezeiten auch das selbständige Denken und Handeln in allen Bereichen der islamischen Kultur einschließlich der Wissenschaft und Technik.

  12. Das erinnert mich sehr an Jorge von Burgos aus „Der Name der Rose“ Auch er beharrte auf der ewigen Wahrheit eines Buches. Zum Glück siegte in Europa dann doch noch die Aufklärung…

  13. Eine schöne Fundsache.
    Ich habe auch in antiquarischen Büchern gestöbert. Es ist interessant, die heutige Wirklichkeit mit alten Reiseberichten zu vergleichen. Da ist vieles gleich, aber vieles ist auch schlimmer geworden.
    Meine Bücher:
    1. Heinrich von Maltzahn: Meine Wallfahrt nach Mekka, Erstdruck 1864. (deutscher Christ als Algerier verkleidet auf der Hadsch)
    2. Thankmar Freiherr von Münchhausen (Herausgeber): Mameluken, Paschas und Fellachen. Berichte aus dem Reich Mohammed Alis 1801 – 1849. (Ägypten)

  14. #10 ottomotto (18. Jun 2013 15:28)
    Bei uns im Westen aber hauste der Barbarenkönig Karl, den wir den Grossen nennen, weil er mühselig buchstabieren zu lernen versuchte, ohne damit je bis ans Ende des Alphabets zu kommen, und sich in seiner Unwissenheit für einen römischen Kaiser hielt.

    Das ist Verläumdung pur. Karl der Große initiierte eine Blüte der Wissenschaften (Karolingische Renaissance) und war selber in der Komputistik bewandert. Ließ sich und seine Familie unterrichten.

    Man kann es auch so sehen: Karl den Großen gab es nie. Dazu Alexander Kluges Interview mit Heribert Illig:

    http://www.dctp.tv/filme/karl-der-grosse-fehlanzeige/

  15. #20 Fred Jansen

    Der Name der Rose ist aber nur ein Roman (wenn auch ein sehr guter)!

  16. Aus der Welt der Claudia R.:

    Pressemitteilung vom 23.07.2007 | 11:35
    Bündnis 90/Die Grünen
    Sieg der Demokratie in der Türkei

    Zum Wahlergebnis in der Türkei erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen:

    Nr. 208/07
    Datum: 23. Juli 2007

    „Wir gratulieren dem türkischen Ministerpräsidenten und seiner Partei zu diesem großen Wahlerfolg. Das ist ein klarer Sieg der Vernunft und der Demokratie in der Türkei.

    Die Wählerinnen und Wähler in der Türkei haben mit dem gestrigen Urnengang eine demokratische Entscheidung getroffen, die ein klares Ja zu Reformen, zu Europa, zu stabilen Verhältnissen und zur weiteren Demokratisierung des Landes bedeutet. Dies ist zugleich ein unmissverständliches Nein zum Nationalismus und Chauvinismus, zur Dominanz des Militärs, zu den alten Kräften und einer politischen Kaste, die die Türkei ausgebeutet hat….Die Bundesregierung darf sich nicht hinter einer doppelbödigen Türkei-Politik einiger EU-Länder verstecken. Sie steht in der Pflicht, den Integrationsprozess der Türkei in die EU klar zu unterstützen und endlich Abstand von Gedankenspielen mit einer so genannten Privilegierten Partnerschaft zu nehmen.

    Quelle

    Und wer bis hierher gelesen hat, der hat dieses Schmankerl sich jetzt verdient:

    http://www.novayo.de/wp-content/uploads/2013/06/Roth_Erdogan-622×447.png

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