Versuchter Ehrenmord, diesmal an Biodeutschem

Im einstmals beschaulichen Kreis Lippe wird es zusehends ungemütlich. Nach der vierfachen Bereicherung mit Komafolge im vergangenen November in Detmold, kam es nun zu einem versuchten Ehrenmord an einem deutschen Dachdecker-Lehrling im Nachbarstädtchen Horn.

(Von Jerry Blackwater)

Der wackere 19-jährige Handwerksbursche hatte sich um einen intensiven interkulturellen Dialog mit einem 16-jährigen türkischstämmigen Mädel bemüht, was auf die entschiedene Missbilligung von deren Eltern Ali G. und Beyaz G. stieß.

Zitat aus der Neuen Westfälischen:

Die Eltern des Mädchens hatten schon früher Polizei und Justiz beschäftigt, indem sie Anzeigen erstatteten und eine Trennung des Paares erreichen wollten.

Nachdem die Tochter „freiwillig“ in die Türkei geschickt wurde und angeblich ein Dessous-Foto bei Facebook auftauchte, wurde der junge Mann zu einem Gespräch am Horner Bahnhof gebeten. Der Staatsanwalt geht von einer Falle aus, in die der junge Mann tappte. Er wurde vom Vater des Mädchens niedergeschlagen und nach ersten Ermittlungen von deren Mutter mit einem Messer nachbearbeitet, was von deren Anwalt allerdings bestritten wird.

Sicher ist: Der 19-jährige erlitt zahlreiche schwere Stich- und Schnittverletzungen. Er verlor viel Blut, schleppte sich aber noch bis zum Aldi und wurde dort gefunden.

Interessant ist die Meldung zu der aktiven Ermittlungsteilhabe der türkischen Familie:

Leicht genervt reagierte der Oberstaatsanwalt auf die öffentlichen Mutmaßungen der Familie der inhaftierten Eltern im Hinblick auf die angeblichen Hintergründe der Bluttat. „Es hat keinen Sinn, dass die Familie selbst Ermittlungen anstellt oder öffentlich Vermutungen äußert. Wir wollen jetzt in Ruhe ermitteln und suchen selbstverständlich sowohl belastendes als auch entlastendes Material.“ Imig ist sich sicher, dass die Familie versucht, die Behörden über diese öffentlichen Äußerungen zu beeinflussen. „Ich rate der Familie zur Besonnenheit“, sagte Imig.