Retten wir den Euro wegen Hitler?

Sarrazin hat bereits auf die Wurzeln des Euro hingewiesen, die in unserer Geschichte liegen. Natürlich wurde er heftigst kritisiert. Dabei ist das offensichtlich, schließlich wird jeder deutsche Euro-Gegner von Politik und Qualitätsmedien als ein Rechtsradikaler angesehen. Hans-Olaf Henkel hat nun ein neues Buch geschrieben: „Die Euro-Lügner“. Es enthält dazu weitere Belege. Wir müssen gegen Deutschland und für den Euro sein zum Beispiel wegen Auschwitz. Eine höchst überzeugende finanzpolitische Argumentation!

Die politisch Verantwortlichen auf der anderen Seite marschieren weiter, im alternativlosen Gleichschritt Richtung „Mehr Europa!“. Dass Wolfgang Schäuble, nach Henkels Einschätzung zweifelsohne hochbegabt, aber offenkundig inzwischen blind fanatisch, mit Angela Merkel bereit ist, immer mehr deutsche Kompetenzen an den Brüsseler Zentralstaat abzugeben, ohne dass sie hierbei von Akteuren wie Volker Kauder oder Peer Steinbrück gehindert würden, führt Henkel auf eine urdeutsche Seelenbefindlichkeit zurück: Das tiefsitzende kollektive historische Trauma der Deutschen zwinge sie, zur wiederholten Verwunderung ausländischer Beobachter immer wieder gegen ihre eigenen Interessen zu handeln. Ein französischer Freund Henkels brachte dies auf die kurze Formel „vom Nationalsozialismus zum Nationalmasochismus“ und Günter Verheugen wird mit der irritierenden Bemerkung archiviert, Deutschland müsse den Löwenanteil der Euro-Rettung finanzieren, „weil wir Schuld haben an zwei Weltkriegen und der Judenvernichtung“.

Eine Buchbesprechung von Carlos A. Gebauer!

(Foto oben: Hans-Olaf Henkel, der britische Bankmanager David Marsh und Thilo Sarrazin bei der Buch-Premiere von “Die Euro-Lügner”)